PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DAS Ta*bu(h)*: die Wechseljahre! - und Laufen?



Lizzy
23.12.2010, 18:38
wie ich feststellen muss, ist das Thema "Wechseljahre" (immer noch?) mit einem ziemlich starken TABU (*buh buh*) belegt. Ja, wirklich!

Bemühe doch mal einer die Suchfunktion des Forums mit der Eingabe "Wechseljahre". Ausgespuckt werden hauptsächlich Treffer, bei denen das Wort als eine Art grinsende Mutmaßung mit Beschimpfungs-Annäherung verwendet wird. Meist von Männern.

Fand ich komisch - immerhin sind ALLE Frauen davon betroffen irgendwann. Zumindest die, die nicht deutlich früher als der europäische Durchschnitt nach eine Etage tiefer abtreten (und diesen Gefallen möchte ich niemandem tun :zwinker2: )

Zur Sache Schätzchen! Was will ich fragen? ->

Mit meinen inzwischen 48 Jahren gibt es Momente, in denen ich mutmaße, doch so langsam diesen ominösen Dingern, den unaussprechlichen :tuschel: "Wechseljahren" näher zu kommen. Konkret und nüchtern ausgedrückt nehme ich an, mich der Prämenopause (http://wechseljahre-klimakterium.de/hormone/praemenopause.htm) mit galoppierenden Schritten zu nähern wenn nicht sogar schon mittendrin zu sein.

"Eigentlich kein Problem" dachte ich immer. Was stören mich Nebensächlichkeiten wie dünner werdende Haare (noch dünner :confused:) , Hitzewallungen (meine ersten wenigen bewiesen: gar nicht so schlimm - in der Sauna zahlt frau viel Geld für einen ähnlichen Effekt :D ) und andere Kleinigkeiten. Hauptsache - naklar: Hauptsache, ich bin insgesamt weiter fit und kann weiterlaufen.

Überhaupt habe ich eine Weile überlegt, ob ich in der Rubrik "Medizin und Gesundheit" überhaupt richtig aufgehoben bin.

Denn: ich bin ja nicht krank - ich werd' doch nur alt! :zwinker2:

Im Gegenteil: als lebenslang vom Eisenmangel verfolgte (und meist eingeholte), der in der Hauptsache von extrem starken Menstruationsblutungen herrührte, freute ich mich sogar ein bisschen darauf, dass es mit dieser unsäglich bescheuerten biologischen Miß-Erfindung vielleicht bald eine Ruh' hat (positiv denken! Hat ja auch alles seine Vorteile).

Nutzte aber die ersten Zeichen und Unregelmäßigkeiten dazu, mich nach jahrelanger Abstinenz mal wieder bei einer Gynäkologin sehen zu lassen (okay, okay - ich gestehe, zu den Vorsorge-fast-Verweigerinnen zu gehören. Aber das soll hier nicht das Thema sein), die mir den Eintritt in diese Wechseldinger bestätigte und so ganz nebenbei andeutete, dass ich mich - bei meiner Neigung zu starken Blutungen - am besten innerlich schonmal auf ein paar "klimakterische Dauerblutungen (http://www.arzt-auskunft.de/patienten-service/lexika/lexika_s/customxml.plx?fid=1731&k=4&t=k)", verstärkten Eisenmangel, zu beobachtenden Blutdruck (ich neige zu zu hohem) und diverse andere Nettigkeiten einzustellen :motz::nene:

Ich total entsetzt: "Klimakterische ... was für Dinger bitte?" "manchmal monatelang?" :mundauf: :abgelehn:
"WIE lange kann das dauern?"

Antwort der Ärztin: "Ach, das fängt bei Ihnen ja gerade erst langsam an. Das kann sich über Jahre ziehen ..."

Na super! :frown::nene:

Hey, ich will am 1. Mai einen Marathon in Kalifornien laufen. Den BigSur-Marathon (http://www.bsim.org/site3.aspx)und freue mich seit Monaten wie Bolle darauf!

Und jetzt schwebt dieses Damokles-Dingen namens "Wechseljahre" über meinem Haupte. Verbunden mit wirklich unappetitlichen Begleiterscheinungen (vielleicht sollte ich es doch beim Tabu belassen und fein stille schweigen ... :motz: ): nicht mehr einschätzen können, wann die Regel einzusetzen gedenkt und vor allem: wie stark sie sein und wie lange sie dauern wird. Begleitet von möglichen schweren Eisenmangelzuständen, Dauerblutungen, allgemein herabgesetzter Abwehr (bin ich etwa deswegen schon wieder mit einer Bronchitis geschlagen im Moment? :sauer: ) ...

Was mich persönlich betrifft, wird mir keiner orakeln können, was im Mai 2011 sein wird, ich weiß, ich weiß - das erwarte ich ja gar nicht. Aber was erwarte ich dann:

Erzählt mir, wie es bei Euch war! Alles ganz easy? Super drauf?

Macht mir Mut!

GEBT MIR RECHT!

... oder von mir aus auch das Gegenteil ...

Oder kennt jemand Informationsseiten, die das alles jenseits des lari-fari-Kukident-lächelnde-Mittelalter-Strahlefrauen behandeln? Was ich finde, geht kaum über nüchterne Medizininfo oder betuliches "moderates Joggen steigert Ihr Wohlbefinden gerade in den Wechseljahren"-Gequatsche hinaus. Ich WILL ABER NICHT MODERAT JOGGEN, VERDAMMT! Ich meine: dass ich (noch *args*) langsamer sein werde als bisher - okay, akzeptiert. Aber ich will doch überhaupt noch Marathon laufen *schneuz*

Also:

GEBT MIR LINKS!

Erfahrungsaustausch, Mutmacher, Geplauder ... das ist es, was ich außerdem erhoffe.

Natürlich dürfen auch Männer - sie werden sich ohnehin nicht aus dem Thread raushalten können - ihren SEnf zu den (männlichen?) Wechseljahren beisteuern und von MidlifeCrisis, nachlassender Potenz :traurig: , Laufleistungseinbrüchen etc. erzählen.

In erster Linie richtet sich meine Bitte aber an Frauen und ihre Erfahrungen mit (auch etwas forcierterem) Sport / Laufen in den Wechseljahren und was das konkret - so ganz plastisch eben - bedeutet.

:thanks:

ridlberg
23.12.2010, 18:43
Tsss... da bin ich gar nicht so oft hier und hopse direkt auf Deinen Thread... Ich kann im Moment nicht viel dazu beitragen, wollte nur sagen "Ich war Erste." :winken:

Meine Hormone schwanken auch... aber das hat andere Gründe und ist doof. :motz:

In dem Sinne... ich bin gespannt auf die Antworten. Ich kann ja nur lernen.

Lizzy
23.12.2010, 19:17
Meine Hormone schwanken auch... aber das hat andere Gründe u

wer weiß?! (http://gesundheitsratgeber-wechseljahre.de/buch/praemenopause.htm) :zwinker2:

Gesundheitsratgeber Wechseljahre (http://gesundheitsratgeber-wechseljahre.de/buch/praemenopause.htm)

Nicht wenige Frauen bekommen in dieser frühen Phase der Wechseljahre auch Gallensteine, eine Schilddrüsen-Unterfunktion, regelmäßige Migräne-Attacken oder Depressionen.

der verlinkte Text ist wirklich der Knaller - lesen lohnt :P - und läuft für mich unter der Rubrik: "Es könnte alles noch viel schlimmer kommen ... :)

Besonders gut gefällt mir der Satz:

Die vielfältigen Beschwerden des prämenstruellen Syndroms können in der Prämenopause zum Dauerzustand werden, der die meisten Tage des Monats andauert.

ridlberg
23.12.2010, 19:24
wer weiß?!

Ich und der Nuklearmediziner. :P

marathonmaedchen
23.12.2010, 21:23
Ich habe gerade meine Haare gefärbt und sie danach gefönt. Hmm, also auffällig ist, dass ich immer weniger Farbe brauche und mit der Fönerei brauch ich gerade mal 1min und 29 sec. Ist das positiv oder der Anfang der Wechseljahre? Hiiilfe, ich möcht nicht noch weniger Haare haben als ich eh schon hab!
An alle Ü 50er! Los, an den PC und posten! Dass alles halb so schlimm ist wollen wir hören und dass in den diversen Ratgebeern nur so viel dummes Zeug steht mit den ganzen Beschwerden, um uns Mädels im gehobenen Alter die teuren Hormone zu verkaufen.
Hey, es ist Weihnachten morgen - wir wollen schöne Nachrichten, lügt uns halt an, wenn es nicht anders geht - aber schreibt doch was!

uli.g.
23.12.2010, 21:33
Hey, wasdas´ndenn??:geil::geil::geil:

1. heißt das nicht "Wechseljahre" sondern "Jahreswechsel" und

2. "alt wer´n nur die anderen!!!!"

also - carpe - lass´krachen -diem! -

HP X Mas

Lizzy
23.12.2010, 21:46
lügt uns halt an, wenn es nicht anders geht - aber schreibt doch was!

vielleicht gibt's im Forum außer uns kein weibliches Wesen >45 oder wir sind eine biologische Ausnahmeerscheinung und werden als einzige alt :zwinker5: Alle anderen bleiben forever young (http://www.youtube.com/watch?v=RHIIATt0BaM&feature=related) :confused:


1. heißt das nicht "Wechseljahre" sondern "Jahreswechsel"
:daumen::D:daumen: - wobei gleichermaßen gilt: guten Rutsch! :party2:

2. "alt wer´n nur die anderen!!!!"
Jo - das ist vermutlich der Knackpunkt: nicht die Wechseljahre sind das Tabu - das Alter isses. Und welche Frau gibt schon gerne zu, über 39 zu sein ;)

also - lass´krachen Genau! und wenn's zusammen"krachen" ist :hallo:

Aber mal wieder halbwegs sachlich: welche Frau ist z. B. mitten in den Wechseljahren Marathon(s) gelaufen (oder weniger oder mehr?) und was hat sich verändert? welche (zusätzlichen) Beschwernisse gab's? Ging gar nix mehr oder mehr als gefürchtet?

Ich will ALLES wissen!

binoho
23.12.2010, 22:57
....Ich will ALLES wissen!
Es ist ohnehin ruhig hier, vielleicht kommt der Faden einfach zur falschen Zeit. :noidea:
Mitten in den Festtagsvorbereitungen hat Frau andere Themen, als über Menopause zu parlieren.

Trotzdem schöne Weihnachtstage
Gruß, Norbert

Lizzy
24.12.2010, 06:43
vielleicht kommt der Faden einfach zur falschen Zeit.
oder vielleicht ist es die falsche Frage :D

Das mit dem "Tabu" ist tatsächlich so. Jetzt könnte man ja auch einfach annehmen, dass das Thema für die meisten Betroffenen keins ist - zumindest kein Beredenswertes. Dagegen sprechen aber die vielen Ratgeber, dazu schon vorgegebenen Suchbegriffe, wenn man googlen möchte etc.

Es ist also hauptsächlich eins, das nicht für die Öffentlichkeit taugt. Auch damit kann ich leben - wollte auch u. a. mal gucken, ob das hier auch so ist :wink:

Weil: als in einem typischen Männerumfeld arbeitende, kenne ich die üblichen Sprüchlein: kommst ins sommerlich überhitzte Büro und sagst ganz unbedarft und wenig phantasievoll: "puh - was ne Hitze hier" ... kommt garantiert auch mal der genauso wenige phantasievolle Kommentar: "oder sinds vielleicht die Wechseljahre ?"

Beim letzten Mal dann vor einiger Zeit schon als sowas erfolgte, habe ich kurz inne gehalten, überlegt und dann ganz sachlich geantwortet: "hm - ich bin jetzt 48, ziemlich durchschnittlich ... ich glaube, so langsam könnte das sein. Ich meine: selbst wenn nicht gerade JETZT, dann garantiert demnächst."

Der sprüchelnde Kollege guckte sparsam und ich habe den Eindruck, ab jetzt von derartig losen Kommentaren verschont zu bleiben -> nicht, dass ich wirklich noch Sachen erzähle, die eigentlich niemand hören will :D


Mitten in den Festtagsvorbereitungen hat Frau andere Themen, als über Menopause zu parlieren

tja siehste - so passt entweder hier was nicht oder dort was nicht ... weil: gerade jetzt hatte ich mal Zeit, das auszuformulieren. Wird ja nicht schlecht und wenn dann alle fertig geweihnachtet haben, kommen evtl. noch ein paar "echte" Antworten :)

kobold
24.12.2010, 07:26
Mich würden auch sachliche Infos zu dem Thema brennend interessieren, steht das doch in einigen Jahren bei mir auch an.

Ich glaube aber nicht, dass die Ruhe in diesem Faden (ausschließlich) auf das tabuisierte Thema zurückzuführen ist. Ich hab mich gerade beim Lesen gefragt, wie viele aktive Foristinnen es hier überhaupt gibt, die schon einschlägige persönliche Erfahrungen haben. Mir fallen zwar einige männliche Foris ein, die sich (rein altersmäßig) zum Thema Midlife-Crisis, hormonelle Veränderungen jenseits des 45. Lebensjahres etc. äußern können. Aber Frauen über 50? Spontan: Fehlanzeige. :confused:

:hallo: kobold

brownie
24.12.2010, 08:04
Ich bin auch erst 39, ich bin gespannt, aber kann zum Glück noch nichts dazu beitragen. Meine Mutter hat nie Sport gemacht, sonst könnte ich die ja dazu befragen. Sorry. Aber vielleicht gibt es ja noch jemanden, der die heiß erwarteten Infos hat.

Lizzy
24.12.2010, 08:13
Ich hab mich gerade beim Lesen gefragt, wie viele aktive Foristinnen es hier überhaupt gibt, die schon einschlägige persönliche Erfahrungen haben.Aber Frauen über 50? Spontan: Fehlanzeige. :confused:

Doch, ich glaube schon, dass es die gibt. Vor allem kann das schon wesentlich früher losgehen und ich habe gelesen, dass Ausdauersportlerinnen im Schnitt tatsächlich früher loslegen damit weil der Östrogenspiegel bei ihnen tendenziell ohnehin niedriger ist.
Kann aber natürlich auch sein, dass sie häufiger als der Durchschnitt von Problemen damit verschont bleiben - ich habe ja (GsD!) bis jetzt auch noch keine "Probleme" und frage eher prophylaktisch. Die Frauenärztin hat mich aber auch erschreckt ...



Ich und der Nuklearmediziner. :P
Anja, darauf muss ich jetzt doch nochmal zurückkommen. Ich meine: dein Vertrauen in Ärzte in allen Ehren :P aber du glaubst jetzt nicht wirklich, dass ein Nuklearmediziner sich mit möglichen Ursachen deiner Schilddrüsengeschichten auseinandersetzt, oder?

Ich zähle mich wahrlich nicht zu den Ärzteschimpfern weil ich ganz realistisch davon ausgehe, dass sie nunmal eher oberflächlich an die Dinge herangehen meistens. Und wenn die Schilddrüsenhormone trubeln, dann wird einfach mit einem Mittel gegengesteuert. WARUM das trubelt, danach wird eher selten gefragt und wenn doch, wird trotzdem einfach Mittel eingeworfen oder geschnippelt und fertig. Ärzte gehen die Dinge in fast allen Fällen eindimensional an - was oft auch gut und richtig ist. Wer einen "falschen Wert" sieht und den schnell weghaben will, der ist damit auch richtig bedient und was anderes könnte ein Arzt auch schon tun außer ganz philosophisch festzustellen, dass die Grundursache - das Altern - von ihm leider in seiner Ursächlichkeit nicht behandelt werden kann :frown: Trotzdem werden dir mindestens 95% aller Ärzte gegen jedes dieser damit verbundene Zipperlein ein Mittelchen anbieten. Warum auch nicht?! Wenns in dem Moment wirkt und man diese Linie ebenfalls fährt ... ich gehöre aber nun zu denen, die sich sogar mit einer Aspirin schwer tun und daher Hormone (ob für Schilddrüse - sollte ich auch schonmal behandelt bekommen vor ein paar Jahren, war vielleicht der Anfang? und ging so wieder weg - oder sonstige konkrete Organe) verweigern.

Aber dass mehr als die Hälfte aller Frauen über 40 auffällige bzw. "problembelastete" Schilddrüsenwerte haben, das hat ganz sicher was mit dem Alter und den Wechseljahren zu tun.

Lies mal DAS (http://www.nam.de/wechs.htm) z. B.

dextrine
24.12.2010, 08:48
Hallo ihr Mädels (will euch mal nach wie vor so nennen:D)
Ich bin euch anscheindend schon etwas voraus und hab die Zeit hinter mir. Kenne daher auch noch andere, die in meinem Alter sind (Postmenopause) und laufen.
Also: lange Dauerblutungen gab es bei mir nie, wohl aber bei Kolleginnen, die NICHT laufen. Erklärbar ist das so: Meist sinkt zuerst das Progesteron ab und es kommt zu einem Östrogenüberschuss, was dann zu Aufgeschwämmtsein und hefiten Blutungen führt. Da das Laufen das Östrogen aber eher senkt, ist das bei Läuferinnen meist (!) nicht so das Problem. Der niedrigere Östrogenspiegel führt auch häufig dazu , dass die Periode früher ganz wegbleibt. Die vermisse ich übrigens absolut nicht. Meine Überlegung: Der Körper spart sich etwas, auf das er verzichten kann und was ihn eine Menge Kraft/Energie gekostet hat. Insofern kann man es auch als Art Befreiung sehen und weniger als ein Altwerden. Die niedrigeren Östrogenwerte können allerdings heftige Hitzewallungen und Schweißausbrüche auslösen. Bei mir geht das jetzt seit knapp 9 Jahren so. Alle Naslang klatschnass geschwitzt und anschließend schlottern in den nassen Klamotten. Das ist für Mich das nervigste Symptom an der ganzen Geschichte und tut dem Körper auch nicht gut. Depressionen sind bei mir kein Problem, dem Laufen sei's gedankt. Knochen- und Gelenkschmerzen, die ich von Nichtläuferinnen kenne, habe ich auch nie gehabt. Deutliche Fettanlagerungen im Hüftbereich, die ebenfalls typisch sind, kann man durchs Laufen auch in Schach halten. Schlafstörungen waren bei mir zeitweise auch ein Problem. Da half auch kein Laufen oder Auspowern, eher im Gegenteil. Ich hab's einfach hingenommen, nach dem Motto: Finde dich ab mit dem, was du nicht ändern kannst. Die Symptome können individuell verschieden sein, ziehen sich aber vielfach in der Linie der Frauen durch. Also überlegt mal, wie es eurer Mutter in der Phase ging oder vllt noch geht.
Vom Laufen her, ändert sich schon einiges. Östrogen hat bei Frauen eine (leicht) anabole Wirkung, die, wenn das Östrogen zunehmendfehlt, dann schließlich wegfällt. D.h. dass man härter trainieren muss, um zu Leistungssteigerungen zu kommen. Auch die Kraft und damit die Stabilisierung des Bewegungsapparates lässt etwas nach. (->Gegenhalten). Außerdem fällt der Herzschutz weg, was man so nicht merkt, aber medizinisch bedeutsam sein kann. Nach den Wechseljahren können auch Frauen einen Herzinfarkt bekommen. Daher ist das Laufen vllt noch wichtiger als vorher, aber eben auch keine Garantie. Wenn man die Zeiten der W 50 oder 55 anschaut, so sieht man, dass doch ein deutlicher Leistungseinbruch da ist. Auch zahlenmäßig kommt es zu einem deutlichen Rückgang. Die meisten Frauen hören in dem Alter auf, warum auch immer. Andererseits kann die WK-Teilnahme auch wieder mehr Spaß machen, da Frau dann leichter gute Plazierungen erreichen kann auf Grund des geringeren Teilnnehmerfeldes in der AK.
Im Leistungsbereich ist dieser deutliche Einbruch der Zeiten nicht ganz so deutlich erkennbar. Und es gibt auch immer wieder einige wenige AK-Läuferinnen, die supergute Zeiten laufen könnnen. Aber sie sind halt die Ausnahme.
Wie ihr seht, gibt es keinen Grund mit dem Laufen aufzuhören. Es gilt mit Sinn und Vernunft (auf den Körper hören und etwas verlängerte Regenerationsphasen) zu trainieren und dann macht es nach wie vor Spaß.
Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest und viel Zeit zum Laufen!
dextrine

ridlberg
24.12.2010, 08:54
Lies mal DAS (http://www.nam.de/wechs.htm) z. B.

Du hast Post - ich nehme keine Hormone bzgl. Wechseljahre sondern - wenn nötig - Schilddrüsenhormone. Das ist etwas anderes.

brownie
24.12.2010, 09:32
Ich auch. Und keine SD-Hormone zu nehmen, wenn man sie braucht, ist auf die Dauer eher lebensgefährlich.

Lizzy
24.12.2010, 10:44
Und keine SD-Hormone zu nehmen, wenn man sie braucht, ist auf die Dauer eher lebensgefährlich.
Jaklar! Stimmt! Da habt ihr, Anja und du, uneingeschränkt recht!

Ab dem Moment, wo das - auch zerstörbare - Gesamtkunstwerk Körper gefährliche Macken entwickelt, müssen die natürlich behandelt werden. Ohne lange vorher rumzufragen, wo die tiefere Ursache ist (hat mich im Moment der Blindarmentzündung z. B. auch nicht interessiert) was nicht heißt, dass es keine tieferen Ursachen gibt.

Und viele "Eingangssätze" über beginnende Wechseljahre beinhalten nunmal auch z. B. Aussagen über (durchaus dafür typische) Schilddrüsenveränderungen (http://www.medizinfo.de/geriatrie/veraenderungen/hormonsystem.shtml):

Altersbedingte Veränderungen im Hormonsystem können eine Reihe von Organen bzw. Körperfunktionen betreffen, z.B. Fortpflanzung, Blutzuckerregulation oder Schilddrüsenfunktion.

Wenn es eindeutig Krankheitswert und ein gewisses Maß an Gefährlichkeit hat, dann würde ich natürlich auch behandeln lassen. Völlig egal, wo genau die eigentlichen Auslöser liegen (die es ja geben muss).

Was wohl hier im Zusammenhang mit diesem Thread stehengelassen werden kann zum Thema: sehr häufig (natürlich nicht nur) treten in gerade diesen Jahren des hormonellen Umbaus auch Schilddrüsenproblematiken auf - von leicht bis sehr schwer und behandlungsbedürftig.

harriersand
24.12.2010, 10:50
Aber mal wieder halbwegs sachlich: welche Frau ist z. B. mitten in den Wechseljahren Marathon(s) gelaufen (oder weniger oder mehr?) und was hat sich verändert? welche (zusätzlichen) Beschwernisse gab's? Ging gar nix mehr oder mehr als gefürchtet?

Ich will ALLES wissen!

Als ich meinen ersten M lief, war ich 51, also kann ich nicht sagen, wie es vorher und später war, mir fehlt der Vergleich. Hab jetzt bloß fast gar keine Zeit wg. Heiligabendvorbereitungen, schreib später mehr, nur kurz: bei mir war bzw. isses nich schlimm. Keine Gruselzustände wie beschrieben.

Ab 1.1. bin ich dann AK W60...

Lizzy
24.12.2010, 11:17
Hallo ihr Mädels (will euch mal nach wie vor so nennen:D)

Warum auch nicht - gibt ja auch "späte Mädels" :zwinker4:


Also: lange Dauerblutungen gab es bei mir nie, wohl aber bei Kolleginnen, die NICHT laufen. Erklärbar ist das so:

:dafuer::thanks: Mach' mir Hoffnung! und dann noch mit wissenschaftlich fundierter Erklärung :daumen: Fast hatte ich für mich schon als selbstverständlich angesehen, dass sowas irgendwann kommen MUSS! Aber muss ja vielleicht doch nicht ...


dass die Periode früher ganz wegbleibt. Die vermisse ich übrigens absolut nicht. Das kann ich dir nachfühlen! und wie! Ich freue mich regelrecht drauf.

Die niedrigeren Östrogenwerte können allerdings heftige Hitzewallungen und Schweißausbrüche auslösen. Bei mir geht das jetzt seit knapp 9 Jahren so. Alle Naslang klatschnass geschwitzt und anschließend schlottern in den nassen Klamotten. Das ist für Mich das nervigste Symptom an der ganzen Geschichte und tut dem Körper auch nicht gut.
NEUN JAHRE!? :haeh: Das klingt heftig!

Wie schon oben erwähnt, hatte ich beim ersten unregelmäßigen Zyklus wohl auch Ansätze zu sowas wie Hitzewallungen. Aber nicht annähernd so heftig wie du sie beschreibst. Eigentlich habe ich die selber erst gar nicht bemerkt. Ich wurschtelte so haushaltsmäßig vor mich hin als mein Mann nebenbei meinte: "Du bist ja richtig nassgeschwitzt - die Nackenhaare sind patschnass!" Ich: "Jo, hab' mich gerade schon gewundert, warum das hier so heiß ist ..." War aber gar nicht heiß sondern ganz normal und das Hitzegefühl schnell wieder vorbei. Als das noch ein paarmal auftauchte, stufte ich es - im Zusammenhang mit dem erstmals verschobenen Zyklus - als Hitzewallung ein. War aber wirklich nicht allzu dramatisch. Wenn das in dem Rahmen bleibt, ist es vernachlässigbar.


Ich hab's einfach hingenommen, nach dem Motto: Finde dich ab mit dem, was du nicht ändern kannst. Die Symptome können individuell verschieden sein
Eine ziemlich gesunde Einstellung, finde ich. Versuche ich auch so zu halten - hatte jetzt eben nur Angst um meinen Marathon bekommen.

Vor allem geben 1/3 der Frauen an, keine nennenswerten Probleme damit zu haben / gehabt zu haben. Und dazu könnte man selber auch noch gehören
__________

Jetzt sprichst du einen Part an, den ich selber auch hochinteressant finde!:

Wenn man die Zeiten der W 50 oder 55 anschaut, so sieht man, dass doch ein deutlicher Leistungseinbruch da ist. Auch zahlenmäßig kommt es zu einem deutlichen Rückgang. Die meisten Frauen hören in dem Alter auf, warum auch immer.
Bevor ich diesen Beitrag hier geschrieben habe, habe ich genau das getan: die Zeiten vor und nach der W50 und später verglichen. Und die Teilnehmerinnenzahlen beim Berlin-Marathon und anderen großen angeguckt. Das wird wirklich dünn im höheren Alter und bei den Männern laufen da eindeutig noch mehr Wettkämpfe mit.

Und auch unterwegs beim ganz alltäglichen Joggen in Englischem Garten o. ä. sehe ich deutlich mehr betagte Herren als Damen. Woran das liegt, lässt sich aber glaub' ich nicht so einfach sagen. Vielleicht haben diejenigen, die jetzt in wirklich höherem Alter sind, einfach in jüngeren Jahren kaum Sport - und schon gar nicht wettkampfmäßig - betrieben weil das für Frauen unüblicher war?

Möglich aber auch, dass die Interessen sich wirklich verlagern?

Das bilde ich mir nicht ein, sagen zu können. Was ich aber weiß: wenn MEIN Lauftempo nach dem Wechseljahres"spaß" nochmal deutlich langsamer wird, dann wäre das auch ein Grund, bei öffentlichen Veranstaltungen nicht mehr oder kaum noch mitzuspielen. Weil dann kein "unauffälliges" Tempo mehr zu erwarten wäre - ich bin ja jetzt schon immer ziemlich am Schluss. Ab einem gewissen Punkt macht's dann sicher auch keinen Spaß mehr, vermute ich.

Ein Grund mehr, jetzt schnell noch den zehnten Marathon anzugehen - eine runde Anzahl soll's schon sein :zwinker4:


Wie ihr seht, gibt es keinen Grund mit dem Laufen aufzuhören.
Generell und "privat" komplett damit aufzuhören, das kann ich mir für mich auch überhaupt nicht vorstellen. Was nicht heißt, dass es nie passieren könnte.

Danke für Deinen Beitrag - der war sehr aufschlussreich!

Lizzy
24.12.2010, 11:21
Hab jetzt bloß fast gar keine Zeit wg. Heiligabendvorbereitungen, schreib später mehr .

Ich freu' mich auf das "später mehr" :hallo:

Nur nicht stressen lassen und einen harmonischen Heiligabend wünsch' ich dann!

viermaerker
24.12.2010, 11:31
Mir fallen zwar einige männliche Foris ein, die sich (rein altersmäßig) zum Thema Midlife-Crisis, hormonelle Veränderungen jenseits des 45. Lebensjahres etc. äußern können.

:hallo: kobold

Du hast gerufen:D?

Walter

binoho
24.12.2010, 12:09
Ab 1.1. bin ich dann AK W60...

na dann
frohes Fest!

und ab 01.01. willkommen im Club

VeloC
24.12.2010, 13:44
dextrine und Ulrike, danke schon mal für die ermutigenden Statements! :winken:

Ich werde zum Jahreswechsel die W45 entern und merke bislang noch nix. Meine Haare sind aktuell so dünn wie sie immer schon waren, die Schwangerschaftszeiten mal ausgenommen. Gedanken mache ich mir natürlich schon, zumal ich an meinen sportlichen Erfolgen wirklich hänge.

Für wirkliche Sorgen reicht es aber nicht. Dafür sind gerade hier in der Umgebung viel zu viele Frauen unterwegs, die mich jederzeit auf 5 bis 42 km locker abhängen, obwohl sie teilweise deutlich älter sind als ich. Muss mal gerade durchzählen, wieviele mir da spontan einfallen: Ute, Petra, Dina, Esther, Regina, Bärbel, Marianne, Dagmar, Jutta... Das war jetzt ohne Überlegen, wenn ich länger nachdenke, wird die Liste auch länger. Letztes Jahr habe ich bei einem Lauf die W40 gewonnen, allerdings war die Drittplatzierte in W45 immer noch fast eine Minute früher im Ziel. Und eine 50erin lag auch noch vor mir.

Also nicht von irgendwelchen Ärzten verrückt machen lassen! :daumen:

triage
24.12.2010, 15:07
Na dann,

schreibe ich nochmal kurz, bevor gleich der Weihnachtsbesuch kommt, heute der Sohn und morgen die Tochter mit Mann und Sohn.
Ich bin 54 Jahre alt und seit zwei Jahren Großmutter eines süßen kleinen Jungen, mit dem ich heute schon rodeln war!
Mir geht es so gut, wie noch nie vorher in meinem Leben, und das schreibe ich nicht, weil Weihnachten ist, sondern, weil es stimmt.
Ich laufe seit ungefähr zwanzig Jahren und mache seit zehn Jahren Triathlon.
Meine Menstruation habe ich seit ca. zwei Jahren nicht mehr, aber noch einen ziemlich regelmäßigen Eisprung. Das hat mir mein Frauenarzt erklärt, weil er es per Ultraschall gesehen hat, eine sehr hilfreiche Information, was die Familienplanung angeht!
Ich hatte während der vielen, vielen Jahre der Menstruation immer wieder mit Stimmungsschwankungen zu tun ( nicht sooo schlimm, aber lästig ) und, natürlich, mit Eisenmangel ohne Ende!!
Meine physische und psychische Gesundheit hat sich, seit ich nicht mehr menstruiere, zum Positiven verändert, in jeder Beziehung.
Im Nachhinein denke ich, waren die Jahre zwischen Anfang 40 und Ende 40 für mich die Belastendsten, vermutlich die sogenannte Prämenopause.
Nun sind meine Kinder beide schon lange aus dem Haus, meine Mann und ich leben glücklich und in Frieden, meine Arbeit macht mir Spaß und alles ist gut!
Ich ernähre mich mit viel Eiweiß, Fisch, Eier und Geflügel, gelegentlich auch anderes Fleisch, mit sehr viel Gemüse und, wenig Kohlenhydrate, schon gar keine leeren.
Sprich, ich ernähre mich angelehnt an Logi ( bitte keine Ernährungsdiskussion ! )
Ich bin schon sehr "straight", was das Essen angeht, habe aber den Eindruck, dass sich das für mich lohnt.
Ich laufe dreimal pro Woche, gehe ganzjährig einmal pro Woche zum Spinning, und schwimme zweimal pro Woche. Im Sommer fahre ich auch mal Rennrad, aber zeitmäßig bleibt da nicht so viel.
Meine nicht ganz so geliebte Disziplin ist das Krafttraining, was aber meiner Meinung nach für Frauen plus 50 die wichtigste Sache überhaupt ist.
Einmal die Woche gehe ich ins Fitnessstudio und zweimal trainiere ich nach Maxx Kraft zu Hause.
Alles in allem kommen da so acht Stunden Sport pro Woche bei raus, leicht zu erkennen, dass Sport mittlerweile aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken ist!
Also, es kann Frau auch nach, oder in, keine Ahnung, wo ich einzuordnen bin, den Wechseljahren gut gehen.
Für die, die besonders die sportliche Leistungsfähigkeit interessiert, ich laufe 45:00 auf 10 km, 1:41 auf den HM und will im Frühjahr 2011 nochmal unter 1:40 !!
Auf dem Rennrad fahre ich, wenn alles gut läuft einen 30/31 Schnitt, Schwimmen eher schwach, 12:00 Minuten auf 500m.

Allen eine schöne Weihnacht und keine Angst vorm Alter!
Ich kenne einige Frauen aus meiner Altersklasse hier in Bremen und umzu, die laufen schneller als ich, leider!

Angelika

triage
24.12.2010, 15:15
Noch was vergessen
Ach ja, die berühmten Hitzewallungen hatte ich ( leider ) gar nicht.
Ich hatte all meinen Freundinnen versprochen, sie zu jeder Tages- und Nachtzeit anzurufen, wenn mir mal warm ist!
Also, ich friere Zeit meines Lebens, und das wird eher schlimmer als besser!
Liegt aber auch am niedrigen Puls und Blutdruck.
Aber im Februar habe ich einen Termin beim Endokrinologen, und ich bin mir ziemlich sicher, eine Unterfunktion der Schilddrüse mischt da auch mit.
Angelika,
also doch noch was wechseljähriges gefunden

Lizzy
24.12.2010, 19:10
dextrine und Ulrike, danke schon mal für die ermutigenden Statements! :winken:
Aber wirklich! dem schließe ich mich an. Schön, dass jetzt doch noch wirklich tolle Beiträge kommen.


Gedanken mache ich mir natürlich schon, zumal ich an meinen sportlichen Erfolgen wirklich hänge.

Für wirkliche Sorgen reicht es aber nicht.
Bei mir gibt's nichtmal sportliche Erfolge, um die ich mir Sorgen machen könnte :P

Also nicht von irgendwelchen Ärzten verrückt machen lassen! :daumen: Aber echt - Ärzte sind ja fast so schlimm wie Dr. Google.
___________

Mir geht es so gut, wie noch nie vorher in meinem Leben, und das schreibe ich nicht, weil Weihnachten ist, sondern, weil es stimmt.
:daumen: Das liest sich toll!

eine sehr hilfreiche Information, was die Familienplanung angeht!
das Thema ist für mich zum Glück keins mehr weil ich schon vor Jahren die Gunst der Stunde genutzt und anlässlich einer kleinen notwendigen Zysten-OP die entsprechenden "Leitungen" habe kappen lassen. Ein Punkt, um den ich mir keine Gedanken mehr machen musste seitdem, was für eine Pillenverweigerererin wie ich es war und bin, sehr praktisch ist.

Meine physische und psychische Gesundheit hat sich, seit ich nicht mehr menstruiere, zum Positiven verändert, in jeder Beziehung.
Meine Psyche empfinde ich schon seit Jahren als zunehmend stabiler und positiver werdend. Keine Spur (mehr) von Depressionsneigung und extremen Abstürzen. Ich habe es bisher auf zunehmende Altersweisheit :zwinker5: zurückgeführt.
Leider lässt die physische Stabilität bei mir in den letzten Jahren deutlich nach. Jahrelang gesundheitlich sehr robust, schwächele ich seit zwei Jahren an mehreren Baustellen fast permanent vor mich hin. Das Immunsystem will einfach nicht mehr so richtig auf Vorderfrau kommen. Ob's was mit dem Wechsel zu tun hat? Ob's anschließend wieder besser wird? :noidea: Deine Erfahrung lässt mich hoffen.

Sprich, ich ernähre mich angelehnt an Logi ( bitte keine Ernährungsdiskussion ! ) Ich weiß gar nicht, was "Logi" ist :)

Für die, die besonders die sportliche Leistungsfähigkeit interessiert, ich laufe 45:00 auf 10 km, 1:41 auf den HM und will im Frühjahr 2011 nochmal unter 1:40 !!:mundauf::respekt2: Völlig andere Liga als ich und nie in Gefahr, irgendwann ganz hinten zu landen! (Radfahren und Schwimmen kann ich nicht beurteilen weil ich da keinen Bezug zu habe - ich radel nur so alltäglich und plansche gern mal im Wasser rum :zwinker5: )

Also, ich friere Zeit meines Lebens, und das wird eher schlimmer als besser!
Liegt aber auch am niedrigen Puls und Blutdruck.
Wir sind also komplett gegensätzliche Stoffwechseltypen. Als lebenslang wandelnde Heizung kenne ich z. B. kalte Füße nur, wenn ich krank bin oder werde und habe hohen Blutdruck, eine leichte Diabetes ... alles, was in den Wecheljahren ohnehin dazu neigt, sich zu verschlimmern. Aber ich schätze mal, viel Bewegung kann auch da gegensteuern.

triage
25.12.2010, 13:30
Logi ist die Abkürzung von Low Glycemic Index, wenn du logi googelst, findest du Informationen dazu.
Ich bin wahrlich kein Ernährungsfreak, aber die Theorie ist schon sehr interessant.
Insbesondere für diabetikgefährdete..
Ich war fast zwanzig jahre Vegetarierin und, seit ich Fleisch und ganz, ganz viel Fisch esse, sind viele meiner Probleme verschwunden, wirklich!
Gruß
Angelika

Drehwurm
25.12.2010, 15:40
Ich war fast zwanzig jahre Vegetarierin und, seit ich Fleisch und ganz, ganz viel Fisch esse, sind viele meiner Probleme verschwunden, wirklich!
Vielleicht liegt das daran, daß Du durch Fisch und Fleisch wieder mehr Hormone zugeführt hast :teufel:
Ich lebe zwar (noch) nicht vegetarisch, und auch nicht übertrieben gesundheitsbewußt. Aber ich beschäftige mich gerade mit den Themen Massentierhaltung/Fleischerzeugung/Klimaschäden durch Massentierhaltung und stelle fest, daß da sehr viel im Argen liegt!!!
Ich bin wahrlich keine übertriebene Tierliebhaberin, und vor allem was Haustiere angeht, finde ich viele Tierhalter absolut gestört. Das bedeutet aber nicht, daß ich die Art der Tierquälerei, wie sie in der Massentierhaltung geschieht, und die man nur allzu gerne verdrängt, gut heiße.
Was an den Produkten, wie Massentierhaltungsfleisch-/Fischzuchtfisch, gut für die Gesundheit sein soll, kann ich nicht ganz verstehen. Von daher wage ich mal die Behauptung, daß es Dir nicht besser geht, nur weil Du diese Produkte wieder ißt. Es sei denn, Du würdest tatsächlich top-Qualitäts-Bioware kaufen.

marathonmaedchen
25.12.2010, 16:23
Ich bin auch erst 39, ich bin gespannt, aber kann zum Glück noch nichts dazu beitragen. Meine Mutter hat nie Sport gemacht, sonst könnte ich die ja dazu befragen. Sorry. Aber vielleicht gibt es ja noch jemanden, der die heiß erwarteten Infos hat.

Das naheliegendste, die eigen Mutter zu fragen, ist mir gar nicht in den Sinn gekommen, danke brownie!

Also, ich hab gestern meine Mama (70) gefragt. Die Antwort:" Wechseljahre???? Wat iss datt denn??? Bin doch keene alte Frau!!! Frag dein Vadder!!!!!"
Weihnachtsgeschenk hat sie wieder mitgenommen:confused:

Rennschnecke_Walking
25.12.2010, 18:19
Hi Lizzy,

da ich früher statt Pille die 3-Monatsspritze bekam (keine Menstruation mehr :)), hatte ich gar nicht bemerkt, dass ich in die Wechseljahre gekommen war. Aufgefallen war mir nur, dass jeder bei mir im Büro fror und ich keine dicken Pulover mehr mag. Innere Heizung sozusagen --> auch ganz praktisch. Gut, ab und zu wurde es mir sehr warm und beim Frauenarzt fragte ich mal nach einem "Wechseljahrestest". Schließlich gibt es ja auch den Schwangerschaftstest. Hormonstatustest heißt das wohl richtig. Gut, die 3-Monats-Spritze konnte ich mir danach sparen :)

Zum Sport: da ich unfallbedingt seit 2003 nicht mehr laufen, sondern nur noch walken kann, habe ich keine direkten Vergleich. Nur so viel: seit dem Ein- und Übertritt in die Wechseljahre/Postmenopause bin ich aktiver denn je. Schneller und ausdauernder werde ich auch :daumen: Habe m Oktober meinen ersten 50-er gefinished. Aber ich glaube, dass das eher eine Kopfsache ist. Frau wird einfach zäher :D Training und vor allem Karfttraining vorausgesetzt. Training an Geräten für Bach, Rücken und Beinmuskulatur machen mir zwar keinen Spaß, aber ich merke, dass es kraftmäßig viel bringt.

Ich laufe/walke zwar erst in 2 Jahre in der W60, aber mein Ziel ist die W70 und die erreiche ich auch. Genauso, wie Du den Big Sur schaffen wirst, schließlich sind wir Ausdauersportlerinnen :zwinker5:

Schau Dir mal den Bericht (http://www.laufticker.de/reportagen/detail/article/5-heiligmorgenmarathon-mit-9-heiligmorgenlauf.html) in Laufticker an, da war ich zwar die Letzte, aber was sind schon Zeiten, Spaß haben ist docjh Sinn des Ganzen, oder?

Mach Dir also keinen großen Kopf wegen der Wechseljahre, JEDE Frau geht da durch, leider schaffen nicht alle die Kurve, auch jenseits der Menopause noch Sport zu machen und sich immer wieder schöne sportliche Ziele zu setzen.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig Mut machen.

Lizzy
25.12.2010, 19:58
Logi ist die Abkürzung von Low Glycemic Index, wenn du logi googelst, findest du Informationen dazu
Danke! Hab' ich mal gemacht. Sag' jetzt hier aber nix dazu, sonst haben wir doch ratz-fatz eine Ernährungsdiskussion :)


Weihnachtsgeschenk hat sie wieder mitgenommen:confused: äh - aber doch sicher aus Versehen und nicht, weil du das gefragt hast :confused:

Meine Mutter (82) zu fragen, hab' ich im Moment keine Gelegenheit - telefonisch ist das blöd. Aber sie hat damals schon ab und zu darüber geredet. Nicht intensiv und direkt das Thema angesprochen. Eher so, wenn sich das ergeben hat weil sie wieder so einen Hitzeflash hatte, die bei ihr sehr intensiv waren. Man sah es ihr deutlich an: knallrotes Gesicht, triefnass geschwitzt. Sie hat darum aber kein großes Gewese gemacht und weder tabuisiert noch irgendwie sonderlich beachtet.

Ich erinnere mich aber, dass sie altersmäßig recht spät dran war damit, einige Beschwerden hatte und ein paar Jahre lang Schilddrüsentabletten nehmen musste / sollte ... irgendwann hat sie die einfach weggelassen und es ist auch nix weiter passiert.

Ab und zu hat sich sich ein bisschen drüber aufgeregt, dass die Ärzte ihr immer irgendwelche Tabletten (zu der Zeit war die Hormonersatztherapie schwer in und es kam ihr fast keine Frau aus) aufschwatzen wollten (sie hat sie nicht genommen).
So wie sie sich jetzt ab und zu darüber ärgert, dass ihr alle irgendwelche Knochendichtemessungen und Maßnahmen gegen Ostheoporose aufschwatzen wollen: "Dazu muss ich nichts messen lassen um zu wissen, dass das mit über 80 Jahren nicht mehr so ist wie mit 22. Dafür brauche ich keine Ärzte."


Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig Mut machen.
Und wie! Danke dir :) Schön zu lesen, wie viele starke und ausgeglichene Frauen mit Lebensfreude und gleichzeitig sportlichem Biss es gibt.

Rennschnecke_Walking
25.12.2010, 20:08
:) Schön zu lesen, wie viele starke und ausgeglichene Frauen mit Lebensfreude und gleichzeitig sportlichem Biss es gibt.

Lizzy, Du bist eine davon :daumen:

elmo10
25.12.2010, 22:24
Sehr interessanter Faden, danke dafuer Lizzy :)

Also... ich werde in ein paar Tagen 41 und das Thema 'Wechseljahre' fand ich bisher auch eher gruselig. Hatte dann mal ein paar Minuten Zeit, meine Frauenaerztin zu befragen: Sie sagte, dass ca. 1/3 der Frauen gar keine Beschwerden, 1/3 ein bischen und das letzte Drittel starke Probleme damit haetten. Auch sie sagte, dass es bei den Toechtern meist aehnlich ablaeuft, wie bei den Muettern.

Zum Thema 'Ausdauersport' hab ich gar keine Informationen. Aber ich denke, der Koerper veraendert sich das Leben lang, in manchen Phasen eben schneller, damit muss man einfach umgehen.

Steinigt mich jetzt nicht, aber wenn es bei mir so weit ist und ich starke Beschwerden haette, die ich einfach nicht in den Griff bekomme, wuerde ich so eine Hormontherapie auf jeden Fall in Erwaegung ziehen. Als ich meine Kinder bekommen habe, war ich ziemlich auf dem Naturtrip. In der Zwischenzeit gehe ich diese Dinge pragmatischer an.

Ach ja.... mein frueherer Frauenarzt hat mir von Patientinnen erzaehlt, die sich zwecks Familien(nichtmehr)planung unter's Messer gelegt haetten und sich in den Wechseljahren doch noch einmal fuer die Hormonspirale entschieden haetten, weil die Blutungen so stark und schmerzhaft gewesen waeren.

Hat uebrigens jemand von Euch die Serie 'Klimawechsel' von Doris Doerrie gesehen?

LG
Nicole

Lizzy
26.12.2010, 07:52
Hat uebrigens jemand von Euch die Serie 'Klimawechsel' von Doris Doerrie gesehen?

Davon hatte ich bis eben nie gehört :motz: weil: das hätte ich mir ganz sicher ausnahmsweise mal angeguckt! Das kommt davon, wenn nichtmal ne gescheite Fernsehzeitung im Haus ist (wann TATORT kommt, weiß ja jeder :wink: )

Was ich jetzt in Kritiken und Besprechungen von der Serie lese, muss sie - kein Wunder beim Namen "Doris Dörrie" - ziemlich gut gewesen sein. Und doch guckte kaum einer hin (http://www.stern.de/kultur/tv/doris-doerries-klimawechsel-oestrogen-opfer-verlieren-gegen-testosteron-bolzen-1556936.html).

HIER (http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/995444/%22Klimawechsel%22%3A+Hitzewallungen+mit +Humor#/beitrag/video/995444/Klimawechsel-Hitzewallungen-mit-Humor) kann man mehr darüber erfahren und Ausschnitte sehen. Danke für diesen tollen Tipp (der mir als Fernsehignorantin durch die Lappen gegangen ist - ich amüsier mich hier grad drüber)

marathonmaedchen
26.12.2010, 14:01
Vielleicht wird der "Klimawechsel" ja mal wiederholt - ich fand die Serie köstlich (mein Mann auch), war halt leider keine Läuferin dabei.

harriersand
26.12.2010, 14:31
"Klimawechsel" fand ich ziemlich lustig! Manchmal etwas brachialer Humor, aber trotzdem, ich gucke ja auch "Bauer sucht Frau" als meine persönliche Niveaulos-Kultsendung :zwinker2:

Jetzt ist gerade nix zu kochen, Abwasch kann warten, spazieren war ich schon, Tochter guckt "Stuart Little", Mann ist im Superfit, Sohn und Freundin kommen nachher, also auch keiner zum Klönen da, da hat frau mal Zeit für Wechsseljahre.

Zuerst, weiß gar nicht mehr wann das war, hatte ich immer so ne Saulaune und Stimmungsschwankungen. Meinte der Arzt, ob ich Hormone nehmen wollte. Ich dachte, och ja, den ganzen Wj- Scheiß wollte ich eh nicht.
Meine Blutungen waren eh ziemlich mickrig, da hatte ich Glück. Mit der Pille waren sie nochwas mickriger. Irgendwann, als die Brustkrebsdiskussion aufkam, wurde ich auf ein Präparat umgestellt, wo die Regel ganz ausblieb, da das absolute Risiko für Krebs bei den Einphasenpillen kleiner war.

Durch die zu lange Einnahme der Hormone hab ich mir womöglich die Thrombose eingehandelt. Ich dachte, mit meiner vielen Bewegung und Normalgewicht könnte ich gegen diesen Risikofaktor "anstinken" und die Ärzte haben das wohl auch gedacht, jedenfalls wollte mir nie einer die Einnahme ausreden.

Ich habe dann angefangen, auszuschleichen; mit der Thrombose habe ich schlagartig alles weggelassen, es passierte eigentlich nix! Ab und zu kriege ich so einen "Hitzeflash", da wird der Körper schnell immer wärmer und wärmer, man denkt, huch, wo führt das jetzt hin... aber dann ist es vorbei. Schwitzen tu ich nicht dabei.
Ich hatte aber mal ne Kollegin, die nachts zweimal duschen musste, weil sie immer so nass geschwitzt war!

Schlecht schlafen tu ich schon sooo lange, das ist wohl eher meine Natur als wechseljahrsbedingt.

Meine Mutter hatte "fliegende Hitze", wie sie es nannte, aber sonst war's wohl auch nicht soo schlimm bei ihr.

Wie weit sich das Alter auf die Laufleistung auswirkt, kann ich nicht sagen, da der Leistungsrückgang bei mir ja durch die Lungenembolien verursacht wurde. Zwischen 50 und 56 konnte ich meine Zeiten aber noch verbessern, habe aber auch erst mit 50 richtig angefangen zu trainieren, vorher bin ich nur so'n büschen rumgejoggt.

Eine Bekannte von mir, die auch des längerem läuft, meinte, sie hätte keine großen Beschwerden durch die W' jahre. Ist wohl sehr verschieden.

Laufsogern
27.12.2010, 06:54
Also:

GEBT MIR LINKS!

:thanks:


Hallo Lizzy.....
Du wolltest Links-----> Bitte schön :D

BZgA: Frauengesundheitsportal: Wechseljahre (http://www.frauengesundheitsportal.de/themen/wechseljahre/)

Selbsterfahrung kann ich dir nicht bieten.....
Naja...vielleicht könnte meine Familie zum Thema PMS was beitragen.:motz:.....ich jedoch verweigere dazu die Aussage....:D

Und natürlich läufst du den Big Sur..:daumen:.....notfalls läufst du ihn eben...wär doch noch mal schöner!!!!

:daumen:

Tati
28.12.2010, 17:34
Liebe Lizzy,
danke für diesen interessanten Schrätt und den Mädels für die vielen guten Antworten. Hier kann ich schon mal einen Haufen an Infos rausziehen für mich.
Und es beruhigt auch etwas: die nächtlichen Schweißausbrüche, trotzdem ständig kalte Füße, manchmal schlecht schlafen ... alles ganz "normal". Da ich momentan im 3 Monatsrythmus zum Frauenarzt muss, werde ich beim nächsten Mal nach einem Hormonstatustest fragen.
Die "Klimawechsel"serie habe ich leider auch verpasst. Schade, scheint recht lustig zu sein.

harriersand
28.12.2010, 19:05
Da ich momentan im 3 Monatsrythmus zum Frauenarzt muss, werde ich beim nächsten Mal nach einem Hormonstatustest fragen.


Da fällt mir ein: vor etlichen Jahren habe ich den Test auch mal machen lassen. Ergebnis: "Sie sind voll in den Wechseljahren!" (O-Ton Arzt) :D
Damals hatte ich aber noch gar nicht sooo viel davon bemerkt, wahrscheinlich wären sie auch ohne Hormone bei mir recht zivil ausgefallen.

ura
28.12.2010, 21:58
Erst mit 48 Jahren habe ich mit dem Laufen begonnen. Meine Hauptmotivation war, den Wechseljahren davon zu laufen. Ich weiß nicht ob es mir geglückt ist, da ich nicht sagen kann, wie ich die Jahre ohne Laufen erlebt hätte. Ich bin jetzt seit 11 Jahren "auf den Beinen" 3-4 x die Woche, ohne Ambitionen. Ich glaube, rein läuferisch bin ich nicht sehr erfolgreich. Meine Herzfrequenz ist hoch und wird auch durch das viele Laufen kaum niedriger. So 150 - 160 bei Schneckentempo, ca. 60-90 Min. Es gibt Zeiten, da laufe ich wie eine erfolgreiche Elfe und es gibt Zeiten, da läuft es ganz schlecht. Ich nehme es einfach hin so wie es ist. Gehts gut, laufe ich lange und versuche auch mal ein paar Intervalle. Gehts schlecht, lege ich auch mal 1bis2 Gehpausen ein. Tja für ambitionierte Läufer sicherlich nicht akzeptabel - für mich ist es eben so. Mir macht das Laufen ganz viel Spaß, es ist hoffentlich gut für meine Gesundheit, es hält mein Gewicht einigermaßen in Schach und ich merke, das mein Körper noch sehr leistungsfähig, ausdauernd und beweglich ist. Inzwischen werde ich fast 59 Jahre und seit genau 9 Jahren reite ich eine große Palette, wie Hitzewallungen, Herzrasen (besonders unangenehm), Schilddrüsenhormone (andere Hormone nehme ich auf keinen Fall - außer ich hätte Depressionen bekommen, habe ich aber zum Glück nicht) Schlafstörungen (habe ich hingenommen- wie es eben kam - obwohl ich berufstätig bin- sind wieder vorbei), Haare, Haut usw. - eben ein Körper der älter wird. Ich laufe weiter - mein großer Wunsch wäre etwas schneller und auch weiter als ca. 10-13 km laufen zu können- klappt aber leider nicht. Zu diesem Thema würde mir noch mehr einfallen. Ich habe lange Jahre damit gehadert, dass es sie überhaupt gibt, die Wechseljahre - ich finde sie einfach überflüssig. Wer hat sie erfunden? Sind sie dazu da, um uns Frauen, nachdem die Kinder groß sind und wir keine Regelblutung mehr haben am "Abheben" zu hindern?

Lizzy
30.12.2010, 08:19
So - mal schnell aus'm Trubel raus kukkn, was hier so dazugekommen ist.

Boh ey - :daumen: find' ich ja klasse, dass doch so viele ihre Erfahrungen erzählen oder Tipps und sonstiges Drumherum beisteuern!


Schlecht schlafen tu ich schon sooo lange, das ist wohl eher meine Natur als wechseljahrsbedingt.
Vielleicht werden ja Dinge, die "in der Natur" liegen, in der Zeit nur ein bisschen stärker "durchgeschüttelt" und es kommt gar nix "persönlichkeitsfremdes" wirklich dazu? Von schlecht schlafen merke ich - als nächtlicher Steinklotz (und dafür mit sehr kurzer Schlafdauer auskommend) - bisher noch nix. Darf gerne so bleiben.

Du wolltest Links-----> Bitte schön :D

BZgA: Frauengesundheitsportal: Wechseljahre (http://www.frauengesundheitsportal.de/themen/wechseljahre/)

*puh* *schwitz* dasscha ma ne Menge ... wenn ich die alle durchlesen will, sind anschließend die Wechseljahre auf jeden Fall vorbei :D

danke ...den Mädels für die vielen guten Antworten. Hier kann ich schon mal einen Haufen an Infos rausziehen für mich..
ich schließ' mich nochmal an - und: hallo Tati :winken:


Erst mit 48 Jahren habe ich mit dem Laufen begonnen.
Das wäre dann für mich genau jetzt. Wie das wohl wäre? Ich kann es mir kaum noch vorstellen, denn obwohl ich ja wahrlich auch keine "Leistungsläuferin" sondern eher "Gelegenheits-" oder auch mal "Eventjoggerin" :zwinker5: bin, gehört es inzwischen zumLeben dazu und ist daraus zur Zeit nicht wegdenkbar (naja, ganz zur Zeit doch - ich bin seit inzwischen fast zwei Wochen ziemlich angeschlagen. Scheint ein erster Grippeausläufer zu sein und ich bringe ihn eben mit dem ausklingenden Jahr hinter mich - das neue startet hoffentlich umso fitter :nick: )


Meine Hauptmotivation war, den Wechseljahren davon zu laufen. Ich weiß nicht ob es mir geglückt ist, da ich nicht sagen kann, wie ich die Jahre ohne Laufen erlebt hätte
Selbst wenn aus dem "Weglaufen" eine "Laufbegleitung" geworden ist: es war jedenfalls der vermutlich schlaueste Weg, damit umzugehen, überhaupt!

Ich glaube, rein läuferisch bin ich nicht sehr erfolgreich.Wenn's Dir Spaß macht und was bringt, dann ist das doch schon sehr erfolgreich, oder? und das scheint doch der Fall zu sein:

Mir macht das Laufen ganz viel Spaß, es ist hoffentlich gut für meine Gesundheit, es hält mein Gewicht einigermaßen in Schach und ich merke, das mein Körper noch sehr leistungsfähig, ausdauernd und beweglich ist.


Ich laufe weiter - mein großer Wunsch wäre etwas schneller und auch weiter als ca. 10-13 km laufen zu können- klappt aber leider nicht. Zu diesem Thema würde mir noch mehr einfallen.
Wenn dieser Wunsch stark ist, lässt sich in deinem Fall - weil du so spät erst angefangen hast - sicher was drehen. Die Frage wäre: ist es wirklich wichtig genug für dich, für ein paar Sekündchen schnelleres Laufen (vile mehr isses meist ja gar nicht, was sich auch durch viel Mühe erreichen lässt) Mühe, Qual und auch mal lustloses Pflichtlaufen in Kauf zu nehmen? Bei mir schwankt das - und immer stärker hin zu: "nö, isses mir aber sowas von überhaupt nicht wert!"


die Wechseljahre - ich finde sie einfach überflüssig. Wer hat sie erfunden? Sind sie dazu da, um uns Frauen, nachdem die Kinder groß sind und wir keine Regelblutung mehr haben am "Abheben" zu hindern?

Solche Fragen stellen sich bei einigen "Erfindungen", die die Weiblichkeit betreffen. Etwas mehr als ein Jahrzehnt auf der Welt, gehts los mit dieser Bluterei (hätte nicht auch zweimal im Jahr oder ganz ohne gereicht? Geht bei anderen mit-Säugetieren doch auch ...) und dann diese Schinderei bei den Geburten ... :nene: ... und wie lange es dauert, bis die "Brut" flügge ist .... :rolleyes2 ... neeneee, wenn ich da hätte mitmischen dürfen, ich hätte da einiges anders konstruiert. Nicht nur die Wechseljahre :zwinker5:

TinaS
30.12.2010, 08:36
danke für diesen interessanten Schrätt und den Mädels für die vielen guten Antworten. Hier kann ich schon mal einen Haufen an Infos rausziehen für mich.


Geht mir genauso. Selbst beitragen kann ich nichts, ich bin 45 und merke noch keine Veränderung. Vielleicht ist aber in diesem Zusammenhang eine andere Beobachtung interessant: bei mir hat die Regel erst relativ spät eingesetzt (mit 14) und ich konnte mir bis vor ein paar Jahren gar nicht vorstellen, dass es tatsächlich so etwas wie einen regelmäßigen Zyklus gibt. Witzigerweise hat sich das ziemlich genau seit ich laufe geändert. Dass da ein Zusammenhang besteht, kann ich mir nicht recht vorstellen, denn erstens habe ich schon vorher Sport getrieben und zweitens bin ich nie viel gelaufen. Für mich ist das eher ein Zeichen, dass so ein Körper doch immer wieder für Überraschungen gut ist. In diesem Sinne harre ich der Dinge, die da kommen werden.

tina

lilly66
30.12.2010, 08:53
Hallo Mädels,

ich steig auch auf in die W45:D

Nur kurz:

Hitzewallungen/Nachtschweiß: seit 3 Jahren
Haarausfall: relativ
Depressionen: Deshalb hab ich mit dem Laufen begonnen
Schlafstörungen: sehr oft

Ich nehme keine Hormone obwohl meine Ärztin das gerne will:zwinker2:. Die beste Methode um damit umzugehen ist diesen Zustand einfach zu akzeptieren. Da muss Frau halt durch und zwar jede Frau mehr oder weniger. Gegen die Pupertät kann sich auch niemand wehren:hihi:. Je mehr man dagegen ankämpft umso schlimmer wird das.

LG Lilly

harriersand
30.12.2010, 09:31
Haarausfall hatte ich mal eine Weile, aber das lag am Shampoo!! Sie müssen die Rezeptur geändert haben, die vorige Flasche hatte ich vertragen. Auch fast jedes andere Shampoo, das ich danach ausprobiert habe, ließ die Haare ausgehen, ich verwende nur noch sebamed everyday.
Keine Ahnung, ob die Hersteller irgendeinen neuen Wirkstoff in die Produkte mixen. Vielleicht hat der Haarausfall bei wem anders auch nur eine "äußerliche" Ursache.

lilly66
30.12.2010, 09:44
ich vertrage auch nur 1-2 Shamboosorten je nach Tagesform:confused:. Wobei ich im Frühjahr und Herbst da empfindlicher bin. Liegt wohl am Fellwechsel:hihi::hihi:

TinaS
30.12.2010, 10:06
Zu Nachtschweiß und Haarausfall:

Nächtliche Schweißausbrüche hab ich in sehr unregelmäßigen Abständen seit mindestens 10 Jahren, bisher waren die aber immer einem konkreten Ereignis zuzuordnen, das mich dann stark beschäftigt hat. Ebenso ist mein Pferdeschwanz seit ich wieder längere Haare hab (auch seit ca. 10 Jahren) nur noch halb so dick wie er kurz nach der Pubertät war. Beides hab ich bisher als ganz normale Begleiterscheinungen meines fortschreitenden Alters gesehen...

tina

Rumlaeufer
30.12.2010, 18:49
Hallo Lizzy,

nachdem ich Deine hilfreichen und detaillierten Tipps zum Thema Plantar Fasciitis gelesen habe, hat es mich natürlich interessiert, über welches Tabu-Thema :confused: Du hier einen Thread aufgemacht hast ...


...In erster Linie richtet sich meine Bitte aber an Frauen und ihre Erfahrungen mit (auch etwas forcierterem) Sport / Laufen in den Wechseljahren und was das konkret - so ganz plastisch eben - bedeutet.


:klatsch: ... ich war wohl ein bisschen naiv :peinlich: und hätte die Überchrift richtig lesen sollen :tocktock: Meine Frau (46) könnte sicherlich etwas beitragen, ich werde mich jedoch zurückhalten.


... Natürlich dürfen auch Männer - sie werden sich ohnehin nicht aus dem Thread raushalten können - ihren SEnf zu den (männlichen?) Wechseljahren beisteuern und von MidlifeCrisis, nachlassender Potenz :traurig: , Laufleistungseinbrüchen etc. erzählen.

... und auch zu diesem Tabu-Thema kann bzw. möchte ich mich nicht äußern :nene: obwohl es da sicherlich einiges über unsere (Männer ab Mitte 40 :hihi:) merkwürdigen Verhaltensweisen zu erzählen gäbe. :nick:


... Hey, ich will am 1. Mai einen Marathon in Kalifornien laufen. Den BigSur-Marathon (http://www.bsim.org/site3.aspx)und freue mich seit Monaten wie Bolle darauf!

Habe mir die Homepage angesehen und war sehr angetan. Scheint eine landschaftlich tolle Strecke zu sein, die Lust auf einen Marathon an der Westküste macht. Deshalb kann ich Dich gut verstehen und wünsche Dir auf dem Weg dorthin alles Gute und wenig Störungen! :daumen:

Lizzy
02.01.2011, 15:25
Selbst beitragen kann ich nichts, ich bin 45 und merke noch keine Veränderung.
Mit 45 (sooo jung! ;) hab' ich auch nix gemerkt. Überhaupt finde ich ein bisschen erstaunlich, wie prompt die Sicherheit da war, dass es jetzt losgeht. Hätte ich mir schleichender vorgestellt. Von "nix merken" bis "oha - nu gehts los" lagen höchstens zwei, drei Tage des Zweifels mit Fragezeichen. Möglicherweise hab' ich aber auch nicht sonderlich sensibel "reingehorcht". Ich meine: solange alles in Butter ist, gibt's dafür ja noch keine Veranlassung.

Vorher mag frau sich mal theoretisch fragen: "ob das jetzt damit zu tun hat ...?" ... aber bei mir stelle ich fest: in dem Moment, in dem es damit sicher zu tun hatte, wusste ich es auch sicher. Kein schleichender Übergang - zumindest nicht hinsichtlich der eindeutig zuzuordnenden Faktoren.

Wobei ich im Moment gerade wieder denke: sie scheinen zu pausieren, diese Wechseljahre. Alles wieder ganz "normal" und im perfekten Rhythmus. War aber ein erster Vorgeschmack und das kann sich bekanntlich über Jahre ziehen. Na, schaunmermal ...

Je mehr man dagegen ankämpft umso schlimmer wird das. LG Lilly
Gegen etwas unvermeidliches anzukämpfen wäre gänzlich unweise :-) *ommm* :wink: Andererseits lassen sich Dinge auch gelassen nehmen während gleichzeitig ein bisschen drüber geplaudert wird. Damit wird's ja nicht automatisch zum Problem. Im Gegenteil - dieser Beitrag zeigt doch, wie locker und selbstverständlich etwas für viele sein kann, das gerne als "problematisch" verkauft wird.

... Haarausfall ....
ich vertrage auch nur 1-2 Shamboosorten:
Zu Nachtschweiß und Haarausfall:
..... Beides hab ich bisher als ganz normale Begleiterscheinungen meines fortschreitenden Alters gesehen...
Das ist ja mal interessant, dass die Haare hier so oft auftauchen ... Klar habe ich auch schon gelesen, dass die Haare sich verändern. Aber irgendwie trotzdem meine "Kopfhautempfindlichkeit", die mich seit einiger Zeit verschärft dazu zwingt, andere Shampooprodukte auszuprobieren und alles wegzulassen, das nur irgendwie schärfer oder parfümiert, konserviert, mit Silikaten versehen oder sonstwie mit "Kunsstoffen" versetzt ist. Vertrag' ich nicht mehr - geht gar nicht. Es bilden sich trockene, schorfige Stellen (an denen ich dann zwanghaft rumknibbele ...) Könnte ja tatsächlich damit zu tun haben.

Tipp: Weleda-Produkte oder aber ganz was tolles: Wascherde (http://www.bio-naturel.de/blog/tautropfen-wascherde-pur-nachfuellpackung-1-kg/). Einfach nur Erde, die reinigt (sauteuer und ich konnte es kaum glauben. Fand das ziemlich crazy als mir die empfohlen wurde - gehöre aber zu denen, die dann EXTRA testen müssen, ob was bzw. was da dran ist). Für mich extremst gut verträglich und neben der Kopfhaut auch der Haarstruktur förderlich. Überhaupt und auch für die Dusche komme ich aus dem Schwärmen über das Zeugs gar nicht mehr raus. Die Haut wird weicher und besser in der Struktur, der Reinigungseffekt ist gigantisch - null Parfumierung und Nebengerüche. Hab' mir nach Ersttest gleich die Gropackung mit 2,5 kg gegeben.

Leute mit sehr dicken oder naturgelockten Haaren sagen aber teilweise, dass die Haare dann stumpf werden (bei mir ist das Gegenteil der Fall).


und hätte die Überchrift richtig lesen sollen :tocktock: .... ich werde mich jedoch zurückhalten.
:welcome: Be my guest :welcome:

Kylie
02.01.2011, 18:12
Huhu Lizzy,

Du doch (wieder) hier? Wusste ich gar nicht, bekomme nichts mehr mit, fällt mir immer wieder auf, wenn ich hier ab und an vorbeilinse.:)
Ich bin mal gespannt, wann dieses Thema auch meins ist/wird. Ich kenne meinen Hormonstatus so gar nicht, weiß aber definitiv, dass mit 44 die Wechseljahre noch nicht annähernd winkten - stattdessen wurde ich ja nochmal Mama. Seither verhüte ich mit der Mirena (6 Wochen nach der Entbindung "gelegt"), was die superangenehme Nebenwirkung bei mir hat, dass ich seit über 5 Jahren (wenn ich die Schwangerschaft mitrechne) keine Periode mehr bekommen habe. Das ist so genial, ich genieße diesen Zustand sehr. Irgendwann nächstes Jahr muss die Mirena raus, und nochmal erneuern werde ich das Teil dann nicht. Die Gefahr, mit 49 nochmal schwanger zu werden, ist wohl vernachlässigbar und es werden sich wohl andere Mittel und Wege finden lassen.
Ich habe keine Ahnung, ob sich das Thema bei mir dann ganz erledigt hat. Wäre schön, die Wechseljahre ausgetrickst zu haben. Zu schön, um wahr zu sein...ich werde meine Frauenärztin beim nächsten Termin mal fragen, welche Auswirkungen das Ziehen der Mirena im wechseljahr"gefährlichen" Alter hat... wahrscheinlich geht es dann gleich radikal los.

Bis bald
Gruß
Manu

Lizzy
02.01.2011, 21:02
Du doch (wieder) hier?
Ab und zu, jo. Manchmal ist mir (wieder :wink:) nach mehr Öffentlichkeit.

Wäre schön, die Wechseljahre ausgetrickst zu haben.
Siehste - so unterschiedlich kann man (bzw. in dem Fall eher frau) da randenken. War gerade ganz verblüfft als ich das gelesen habe. Völlig andere (aber natürlich genauso legitime) Herandenkensweise. Ich WILL ja immer alles ganz genau mitbekommen :)

dextrine
03.01.2011, 12:14
Huhu Kylie
Mit über 50 geht es doch erst so richtig los! Wenn du sehr spät nochmal schwanger warst, kann es sogar sein, dass es bei dir noch etwas länger dauert, bis die Blutung dann endgültig wegbleibt.
Mit Mitte 40 hab ich von den Wechseljahren auch noch absolut nichts gemerkt. Bei mir blieb die Blutung mit 49 weg und erst seitdem habe ich massive Symptome. Die letzten beiden Jahre davor, also so ab 47 waren bei mir (55) harmlos, vermutlich durch das Laufen. Bei meinen Kolleginnen, nicht sportlich, war das anders.
LG
dextrine

Kylie
03.01.2011, 16:45
Ich WILL ja immer alles ganz genau mitbekommen :)

Hihi, würde ich eigentlich für mich bestätigen, aber in diesem Fall würde es mir reichen, Bücher zum Thema zu lesen und ansonsten nichts mitzubekommen.:zwinker2: Ich finde, es gibt so ein paar Erfahrungen, auf die ich, wenn es möglich wäre, freiwillig verzichten würde. Diese Wechseljahre gehören unbedingt dazu. Nach 5 Jahren ohne Monatsblutungen wäre ich sofort einverstanden, den Rest des Lebens ohne zu verbringen! Die Vorstellung, dass es ohne Mirena möglicherweise wieder losgeht, muntert mich nicht gerade auf.:nene:

Liebe dextrine, ich hatte mir irgendwie immer eingebildet, sehr früh mit dem Thema zu tun zu bekommen, da bei meiner Mutter auch schon mit Mitte 40 die Periode ausblieb. Von daher war ich auf eine Schwangerschaft gar nicht eingestellt, im Gegenteil, ich dachte zwei Monate lang, aha, nun ist es wohl auch so weit. :wink: Aber durch die Schwangerschaft haben meine Hormone natürlich nochmal ordentlich Purzelbaum geschlagen.

Gruß von
Manu

Lizzy
03.01.2011, 17:34
in diesem Fall würde es mir reichen, Bücher zum Thema zu lesen

Darauf verzichte ich dann wieder in dem Fall - ich hab' ja das Internet, ein Laufforum und dann noch einen eigenen Beitrag darin. Das muss reichen :D

Kylie
03.01.2011, 18:01
Darauf verzichte ich dann wieder in dem Fall - ich hab' ja das Internet, ein Laufforum und dann noch einen eigenen Beitrag darin. Das muss reichen :D

Haste auch wieder Recht! Sparen wir uns die Bücher!:daumen:

Gruß
Manu

Lizzy
14.03.2011, 12:36
Haste auch wieder Recht! Sparen wir uns die Bücher!:daumen:

wobei ... wenn's mal welche mit echten Daten und Fakten gäbe, dann vielleicht würde ich die auch lesen ...

Ich meine: es gibt doch wirklich zu jedem noch so uninteressanten NebenQuark 'ne Studie. Auswirkung von was auch immer auf Leistungsfähigkeit und so weiter ...

Aber gibt's auch Zahlen, in welchem Bereich sich z. B. der Leistungseinbruch durch Menstruationen bewegt bzw. im Extremfall bewegen kann? Wie hoch ist der Blutverlust, wie hoch der Einfluss auf die Sauerstoffversorgung, wieviel Prozent Leistungsverlust und für wie lange ... irgendwie sowas ... Ich meine: davon sind doch wirklich VIELE betroffen.

Nicht, dass das wirklich was ändern würde. Aber Frau könnte vielleicht einschätzen, was zu erwarten ist, was hinterher vielleicht sogar wieder besser, wie häufig die etwas stärkeren Phänomene. Ich find' dazu nix.

Und überhaupt wächst der Eindruck, dass es kaum Frauen gibt, die sich diese ganze Zeit ohne irgendwelche Maßnahmen, Eingriffe, Medikamente antun. Sehr oft habe ich inzwischen erfahren, dass viele (auch einige gerade sportlich sehr aktive Frauen waren dabei) sich im "lästigen Alter", wenn derart extreme Phänomene wie Dauerblutungen auftraten, die Gebärmutter haben entfernen lassen (und das auch im Nachhinein als extreme Erleichterung / Zugewinn / Verbesserung der Lebensqualität empfanden und immer noch empfinden).

Wie hier im Thread ja schon berichtet, haben viele über das Alter hinaus noch irgendwelche Hormonpräparate, die sie nehmen oder die innerhalb des Körpers wirken .... ich finde tatsächlich bei meinem (ich hoffe doch: trotz allem eher diskreten ;) Nachforschen unter Betroffenen und betroffen gewesenen, nur sehr sehr wenige, die das einfach haben geschehen lassen. Genau das möchte ich bei mir aber eigentlich tun und gebe als Zwischenstand bekannt:

diese Zeit mit ihren Wirren hat durchaus Einfluss auf die Lauferei. Nachdem ich fast dachte, ich würde doch nochmal davonkommen und die Wechseljahre finden bei mir einfach nicht statt :zwinker2: wurde ich wieder eines Besseren belehrt.

Positiv, wenn eine Blutung sich deutlich nach hinten verschiebt. Plötzlich steigt die Leistungsfähigkeit. Alles fühlt sich lockerer und fitter an und frau denkt: "das darf gerne so bleiben!"

Tut's aber nicht. Denn auf eine derart verlängerte Pause erfolgt - jedenfalls bei mir - tatsächlich momentan das, wovon die Ärztin sprach: plötzlich und komplett unerwartet einsetzende sehr heftige Blutungen, die wirklich lange sehr sehr stark bleiben und neben allen sonstigen Mühseligkeiten, die sie auslösen (insbesondere dann, wenn frau in Urlaub ist oder sportlich unterwegs: Tonnenweise Tampons und Binden einstecken, nachkaufen, im Schnee hinter Bäumen und Büschen verschwinden um im Stundentakt "Windeln zu wechseln", mehrmals auch des nachts, die Luxus-SPA-Hotelbereiche nicht genießen können, trotz sorgfältiger Vorsichtsmaßnahmen immer wieder Klamotten einsauen ...) neben alledem meine ich auch festzustellen: spätestens nach drei Tagen dieser uferlosen Bluterei werde ich schlapp und schwächer. Schnaufe hemmungslos beim Bergauf-Spazierengehen, Treppensteigen oder schnellerem Tempo, so dass ich selbst mit sonstigen Sportabstinenzlern kaum noch mithalten kann.

Hatte sowas wirklich noch keine der hiesigen Leserinnen und hat sich genau in dieser Zeit auf einen Marathon vorbereitet. Bzw. ist einen gelaufen?

Die zeitweise etwas abgemilderte Befürchtung diesbezüglich ist mit Macht wieder aufgeflammt. Wenn dieser Mist treffsicher meinen Kurzurlaub am vergangenen Wochenende trüben konnte (nicht entscheidend und gänzlich aber doch ein schon relativ deutlich), wieso soll's nicht auch den Marathontermin treffen? :confused: Ich behaupte: wenn dieser an den drei der heftigsten solcher Tage stattfindet oder kurz hinterher, dann brauche ich gar nicht erst zu starten. Dann wird das nichtmal wandernderweise was. Schon ein zwölfstündiger Flug wäre mehr als lästig - auch bei "Doppelt-Ausstopfung" müssten mindestens fünfmal alleine deswegen meine Sitznachbarn aufstehen und mich durchlassen (es sei denn, ich sitze direkt am Gang). Vielleicht auch häufiger.

Achja - da fällt mir gleich noch eine Frage ein (vielleicht gibt's ja nen Mediziner, Biologen o. ä. der das weiß): kann es sein, dass die Blutgerinnung in größerer Höhe nachlässt bzw. Blutungen NOCH stärker werden? Mir war am Tag in "nur" 1.600m als wäre das kaum noch beherrschbar und als könnte es auch daran liegen? :confused: Kann natürlich Zufall gewesen sein. Aber mir kams vor, als wäre es nach ca. 1 Stunde in der Höhe maximalschlimm geworden und dann ein paar Stunden später - schon wieder ein klitzekleines bisschen milder. Ist da was dran? Werden Blutungen in höheren Höhen u. U. heftiger?

SchweizerTrinchen
14.03.2011, 13:07
Hallo Lizzy,
Zum eigentlichen Thema kann ich leider (oder glücklicherweise...?) noch nichts hinzufügen. Aber zu deiner letzten Frage wegen der Blutgerinnung und grösseren Höhen kann ich vielleicht meinen Senf dazu geben.
Meines Wissens ist die eigentliche Blutgerinnung nicht direkt gekoppelt an die Höhenmeter (jeder der es besser weiss, darf mich gerne korrigieren). 1600 Höhenmeter sind aber auch nicht wirklich als "hoch" zu bezeichnen.
Aufgrund meiner eigener Erfahrung bei Hochtouren würd ich jetzt rotzefrech behaupten, dass diese starke Blutung in dem Moment blosser Zufall war, oder wenn schon wohl eher an die körperliche Anstrengung und Bewegung gekoppelt war, und nicht an die Höhenmeter selber.
Bei mir wars sogar so, dass das Thema Blutung bei Hochtouren plötzlich gar keins mehr war.

Ich wünsche dir in diesen speziellen Jahren aber viel Kraft, Optimismus und den Mut, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Von diversen Bekannten weiss ich, dass die Wechseljahre wirklich kein Zuckerschlecken sein können.

Liebe Grüsse, Marianne

harriersand
14.03.2011, 17:46
Hatte sowas wirklich noch keine der hiesigen Leserinnen und hat sich genau in dieser Zeit auf einen Marathon vorbereitet. Bzw. ist einen gelaufen?



Ich hatte eigentlich immer eher mittlere bis schwache Blutungen, das änderte sich in den W' jahren nicht groß. Da hat evtl. das Hormonpräparat mit zu beigetragen, aber, wie gesagt, war bei mir eh nie doll, die Bluterei. Was du da beschreibst, wuah, nee, da kann ich nicht mitreden.

Lizzy
14.03.2011, 18:08
1600 Höhenmeter sind aber auch nicht wirklich als "hoch" zu bezeichnen. jaaa, du hast ja Recht - das weiß ich doch eigentlich :wink:

wohl eher an die körperliche Anstrengung und Bewegung gekoppelt war, und nicht an die Höhenmeter selber.
So gesehen ... wirst du auch hier Recht haben. Wenn eine Endvierzigerin den vierten Versuch ihres Lebens unternimmt, auf zwei hölzernen (? eher Plastik, oder?) Brettern über den Schnee zu schieben, das letzte Mal über ein Jahr her ist und der erneute Versuch an die neue Erkenntnis gekoppelt, dass nicht ALLE Loipen in flachem oder max. minimalgewelltem Gelände stattfinden sondern durchaus auch mal ziemliche Hänge, steile Kurven, Auf- und Abfahrten enthalten sein können ... dann bedeutet das, sich mit diesen Brettern an den Beinen in den ersten ca. 20 Minuten im ca. zwei-Minutentakt wieder aus dem Schnee hochrappeln und neuen Anlauf nehmen zu müssen.
Das IST durchaus ein kleines bisschen anstrengend gewesen (aber auch lustig :D ) und war vermutlich tatsächlich (mit)Ursache für die ausufernde Problematik. Die Anstrengung - wenn mit viel Lachen und Albernheiten verbunden - geht ein bisschen unter.

Ich möchte ganz nebenbei erwähnen, dass die zweite identische Loipenumrundung schon fast ein bisschen elegant ausfiel (glaub' ich jedenfalls :peinlich:) und es mich nur ein einziges Mal noch aus der Spur und in den Schnee schmiss. Das dann allerdings so richtig mit Schwung :P

Aber ich dachte mir tatsächlich, dass ich vor lauter Hitze (es waren KEINE Wallungen *g*) in Badeklamotten hätte fahren können. Dann allerdings wäre der Sonnenbrand endgültig verheerend geworden. Sprich: es hätte alles immer noch viel lästiger ausfallen können :zwinker4:


Was du da beschreibst, wuah, nee, da kann ich nicht mitreden. Da sei mal wirklich froh drüber! Was ich hier beschreibe, ist nämlich die softe, die milde Variante für empfindliche Gemüter. Schonend verpackt und ohne jegliches Detail in seiner ungeschminkten Ausführung. Ich schätze mal, weitere Details, Episoden und wahrheitsgetreue Schilderungen der Begleiterscheinungen mit allen unappetitlichen Einzelheiten - die will hier wirklich niemand lesen. :nene:

SchweizerTrinchen
14.03.2011, 20:02
Lizzy, ich musste herzlich lachen ab den Schilderungen deiner Langlauf-Versuche. Ich weiss schon, warum mir diese langen, dünnen Bretter suspekt sind. Ich finde das aber immer wieder faszinierend, wie spontan du an solche Projekte herangehst, sei es nun Marathon, Klettersteig oder Langlauf. Also in deinem Herzen bist du immer noch ein junges Mädel.

Und was das letzte Kapitel mit der ausufernde (ich hab erst auslaufende gelesen, das hätte es wohl noch besser beschrieben) Problematik anbetrifft - ich hab das bei meiner Mam erlebt, das war wirklich krass. Da haben dann wirklich nur sehr starke Hormonpräparate geholfen. Dann wurde es aber schlagartig besser.

Marianne

Treppi
04.04.2011, 20:34
Hallo Lizzy, habe eine kurze Frage zu deinem Beitrag bezüglich der heftigen Blutungen. Wie waren deine Blutungen eigentlich während der Pubertät? Stelle mir die Frage, ob es da vielleicht auch einen Zusammenhang gibt. Ich persönlich bin nämlich froh, dass meine weniger werden. In der Pubertät hatte ich das Problem, dass ich schon nachts aufstehen und wechseln musste. Wenn ich mir dann vorstelle was du schreibst und das dann auf mich übertrage, sollte ich vielleicht gleich einen Eimer zwischen die Beine hängen.... :-(
Treppi

Lizzy
04.04.2011, 21:14
Hallo Lizzy, habe eine kurze Frage zu deinem Beitrag bezüglich der heftigen Blutungen. Wie waren deine Blutungen eigentlich während der Pubertät?
Puh - DAS ist mal wirklich LANGE her :wink:
Aber ich glaube kaum, dass sich Tendenzen ändern. Starke Blutungen hatte ich schon relativ früh. Bis zur Geburt meines Sohnes auch oft mit starken Krämpfen, Schmerzen, Unregelmäßigkeiten ... sehr lästig. Dann jahrzehntelang ziemlich regelmäßig aber immer stark, heftig und mit vielerlei logistischen Problemstellungen verbunden. Als ich in der Uniklinik arbeitete, die damals 50,-DM für einen halben Liter Blut zahlte und ich das Geld gut hätte gebrauchen können (noch dazu, wo es auf Arbeitszeit gegangen wäre damals) wollten die es nie haben. Nach Schnelltest hieß es jeweils: "Behalten Sie das mal besser selber - Sie haben es nötig" und als Ursache vermutet wurden die heftigen Blutungen ...


Stelle mir die Frage, ob es da vielleicht auch einen Zusammenhang gibt. Ich persönlich bin nämlich froh, dass meine weniger werden.
Ganz bestimmt gibt es da einen Zusammenhang. Ich kenne niemanden, bei dem sich die Tendenz jemals komplett gedreht hätte. Wer starke Blutungen hat, bekommt mit starken Blutungen auch in den Wechseljahren seine Last etc.


Wenn ich mir dann vorstelle was du schreibst und das dann auf mich übertrage ... nicht unnötig die Pferde scheu machen :wink::traurig::hallo: Was bringt es, sich vorher irgendwelche Horrorszenarien vorzustellen? Insofern finde ich auch das plastische Ausmalen der Szenen von Seiten der Gynäkologin mir gegenüber streckenweise fragwürdig. Andererseits: hätte sie das nicht getan und es wäre so gekommen, hätte ich womöglich gemosert, dass keiner die nackte Realität geschildert hat und ich mir dann womöglich unnötig Stress dadurch gemacht hätte ... alles geht nie ...

Im Grunde ist es gar nicht so dramatisch. Lästig ja. Aber andererseits weiß ich ja: es ist zeitlich begrenzt :D Und es wechselt. Die horrormäßig beschworenen "Dauerblutungen" haben sich GsD bisher nicht blicken lassen. Lediglich ein bisschen Unregelmäßigkeit -mal stärker, mal schwächer und hier und da mal zeitlich unpassend.

Momentan feuere ich mich selber an so nach dem Motto: "Jetzt noch nicht - noch warten", "Ja super!, noch ein bisschen später ..." Weil: ich versuche, die Hormone so zu beeinflussen, dass sie für den BigSur-Marathon und den anschließenden Urlaub die theoretisch günstigste Konstellation herstellen: zwei Wochen vorher Blutungen, eine Woche lang die Blutkörperchen wieder hochbeamen und dann wochenlang Ruhe und Frieden vor dem Scheiss :wink: Mal seh'n, ob's klappt.
_________

Was das "Tabu" angeht, werde ich durch diesen Thread auch darin wieder bestärkt: es ist eins. Denn ich habe neben den Reaktionen hier auch einige PN's mit Schilderungen, Fragen und Zuspruch bekommen (eine hab' ich Wochen später eben erst entdeckt - sorry, ist mir durch die Lappen gegangen - die Antwort folgt die Tage noch ...).

Das zeigt mir: es ist ein Thema. Aber eins, mit dem sich einige öffentlich sehr schwer tun. Macht ja nix. Akzeptiere ich.

Für mich gilt: der Thread dient ein bisschen dem persönlichen Tabubruch (was ich nicht anderen aufs Auge drücken möchte - einfach für mich). Mir macht das Spaß, gerade solche Dinge öffentlich ein bisschen zu bekakeln, die gerne hinter geschlossenen Türen verschämt betuschelt werden.

Danke auch für Trost und Zuspruch. Aber um es klar zu stellen: die Turbulenzen nerven natürlich manchmal. Ein wirkliches Problem damit hab' ich aber gar nicht (außer natürlich in den Momenten, wenn mal wieder total peinliche Situationen durch versaute Klamotten akut sind :P )

Insgesamt hilft aber: einfach als gegeben akzeptieren was passiert. Punktuelle Verfluchungen werden weiterhin stattfinden. Die Lebensqualität als solche muss aber nicht vernichtet werden.

(außer natürlich, ich muss beim Marathon alle 10km den Tampon wechseln - dann ändere ich meine Meinung auch grundsätzlich :sauer: )

Treppi
04.04.2011, 22:56
Danke Lizzy für die schnelle Antwort. Ich lasse mich dann einfach mal überraschen, was da so auf mich zukommt. Aber so heftig wie in meiner Pubertät müsste ich es nicht wieder haben. Das Kleider einsauen hat mir eigentlich damals schon gereicht. :peinlich:

Schweizlove
05.04.2011, 13:37
Ich kann jetzt auch mal meinen Senf (Erfahrung) dazu abgeben. Also, als Jugendlich hatte ich schon starke Blutungen, auch nach meinen 7 Kindern hat sich nichts geändert, das ging bis zum Begin der W-Jahre so. Dann verschoben sich die Abstände, Blutungen aber immer noch sehr stark, bis dann plötzlich 1/2 Jahr dazwischen lag, dann 1 Jahr u. mal eine eintägige Schmierblutung.

Alle "Versorgungsmassnahmen" mit Doppelstopfung, dreifach Bewindelung, Handtuch im Bett, nachts aufstehen, Flugreisen ängstlich entgegen sehen, Schwimmbad und Sauna im Urlaub vergessen können, kenne ich auch.

Und jetzt, ich bin so froh, dass ich diese biologische Phase durchlaufen habe, mal ein paar Wutanfälle, etwas depressive Stimmung, mal kurz angehen, wie ein Glühwürmchen. Remifemin plus nehme ich als einziges. Hab den Kram jetzt seit gut 2 Jahren durch.

Beginn 12,5 Jahre mit erster Blutung, 51,25 Jahre letzte.

Erstaunlicherweise war ich während der Hochphasen der Mens in Topform, nur die triefenden Tampons warfen mich aus dem Lauf. Auch immer Angst, bei einem WK gerade zu bluten.

In der Zwischenphase des Zyklus (Eisprung) empfand ich meine Leistung eher als gedämpft. Langsamer, hochpulsiger. Würde sich ja biologisch auch erklären lassen.......:idee: der Fluchtreflex wird gedämpft, damit die lahmen Männchen auch ne Chance haben:nick:

Die ehemalige Mietwohnung meiner Kinder würde ich mir keinesfalls ohne triftigen Grund entfernen lassen. Die gehört zu mir, zu ihr habe ich grosses Vertrauen entwickelt, ich würde mich unkomplett fühlen, auch wenn keinerlei Mieter mehr einziehen werden :D



Wer noch Fragen hat, stehe gerne zur Verfügung,

lg Schweizlove

Lizzy
05.04.2011, 21:26
nach meinen 7 Kindern hat sich nichts geändert, das ging bis zum Begin der W-Jahre so.
puh - sieben!? :mundauf: Das ist ein Erfahrungsbereich, bei dem ich dann nicht mehr mitreden kann ;) Vorteil bei vielen Kindern: immer mal wieder längere Phasen ohne Bluterei *s*

Beginn 12,5 Jahre mit erster Blutung, 51,25 Jahre letzte.
Bei mir fing's einen Tag nach dem elften Geburtstag an (erinnere mich noch gut weil ich mit Fieber krank im Bett lag, die Geburtstagsfeier ausgefallen war und dann auch noch das. Ich brachte es mit der Krankheit in Verbindung und war mir sicher, dass ich sterben muss. War das ein Schreck - und eine Erleichterung, dass es "nur DAS" war). Werden dann wohl auch 40 Jahre werden, die ich mich summa summarum damit beschäftigen muss. Ich gebe also weitere zwei komma fünf. Aber dann ist bitt'schön Ruhe :zwinker2:

In der Zwischenphase des Zyklus (Eisprung) empfand ich meine Leistung eher als gedämpft. Langsamer, hochpulsiger. Würde sich ja biologisch auch erklären lassen.......:idee: der Fluchtreflex wird gedämpft, damit die lahmen Männchen auch ne Chance haben:nick: *lol* - das ist ja mal 'ne nette These. Du solltest umgehend einen Artikel dazu verfassen, an irgendwelche Fachzeitschriften schicken und sehen, dass er veröffentlicht wird. Dann erscheint die These in nullkommanix als Tatsache in allen Medien :D

Lizzy
05.11.2011, 10:25
nicht mehr einschätzen können, wann die Regel einzusetzen gedenkt und vor allem: wie stark sie sein und wie lange sie dauern wird. Begleitet von möglichen schweren Eisenmangelzuständen, Dauerblutungen, allgemein herabgesetzter Abwehr
.
Erzählt mir, wie es bei Euch war! Alles ganz easy? Super drauf?

... Ich WILL ABER NICHT MODERAT JOGGEN, VERDAMMT! Ich meine: dass ich (noch *args*) langsamer sein werde als bisher - okay, akzeptiert. Aber ich will doch überhaupt noch Marathon laufen *schneuz*
.
.
In erster Linie richtet sich meine Bitte aber an Frauen und ihre Erfahrungen mit (auch etwas forcierterem) Sport / Laufen in den Wechseljahren und was das konkret - so ganz plastisch eben - bedeutet.

Sodele ... nachdem ich von anderen erwartet bzw. erbeten habe, ganz konkrete plastische Erfahrungen öffentlich auszubreiten - und einige dem auch nachgekommen sind - möchte ich mir selber antworten bzw. denen, die hier evtl. über eine Google-Suche landen, ein bisschen Erfahrungsbericht hinterlassen.

Zunächst: im Zuge der "Rettet die Bauchspeicheldrüse"-Aktion (http://powerlizzy.blogspot.com/2011/07/aktion-rette-die-bauchspeicheldruse.html)habe ich vor einigen Monaten innerhalb kurzer Zeit ca. 8 kg abgespeckt und mein Hormonhaushalt scheint dies als Signal aufgefasst zu haben, sich nochmal am Jungbrunnen-Effekt zu beteiligen. :P Sprich: der Zyklus war monatelang wieder ganz regelmäßig und so, als hätte der Körper noch nie was von Wechseljahren gehört. Muss nicht am Abspecken liegen, kann auch am Sommer oder sonstwas gelegen haben ... aber mein Gefühl sagt mir: das Gewicht war der Schlüssel. Wird natürlich - das sagt schon das Alter - :wink: ein vorübergehender Effekt sein.

Zum Thema: starke körperliche Anstrengung - vermutlich, wenn sie stark über das sonstige "Normalmaß" hinausgeht - kann durchaus auch unangenehme hormonelle Folgen haben. Zumindest gehe ich auch hier davon aus, dass die Anstrengung der Auslöser war.

Denn: direkt nach dem Röntgenlauf vor einer Woche (63,3 km auf anspruchsvoller Strecke) bzw. am nächsten Morgen setzte bei mir eine Blutung von bis dato nie gekannter Heftigkeit ein (und das will bei mir wirklich was heißen!).

Schon nach dem Lauf spürte ich leicht schmerzhafte Stiche bzw. Krämpfe. Die ich aber nicht unbedingt der Hormonthematik zuordnete - nach einem Ultra tut, wenn man selben nicht gewöhnt ist und nicht drauf trainiert war :D - schon mal die eine oder andere Körperstelle etwas weh und frau hält sich nicht damit auf, die Einzelbaustellen tiefer zu analysieren.

Das, was dann am nächsten Tag - fast eine Woche früher als im wieder regelmäßigen Zyklus erwartet - einsetzte, war allerdings schon von einer Heftigkeit, die auch Ängste auslösend ist. Jedenfalls habe ich das blutungshemmende Mittelchen, das mir die Ärztin vor über einem Jahr für solche Fälle verschrieb ("jemand mit derartig starken Blutungen sollte das während der Wechseljahrezeit besser für den Fall im Haus haben ..."), von ganz hinten nach weiter vorne im Regal gezerrt ... Stück für Stück ...

.. dann aber doch nicht eingenommen. Keine Ahnung, ob das dumm oder schlau ist - mein tief verwurzeltes Misstrauen gegen Pillen und Konsorten bewirkte jedenfalls, dass ich mir dachte:

"Vielleicht denkt sich der Körper ja doch was dabei, wenn er mich hier fast eine Woche lang zur fast-Bluterin werden lässt. Und rächt sich - bei Behinderung des freien Körperwillens unter Einnahme von die Blutgerinnung beeinflussenden Mitteln - nachher mit Schlaganfall oder ähnlichen Scheußlichkeiten"

Angeblich kommt es auch nur sehr selten vor, dass so eine Blutung (vermutlich durch ein blutendes Myom hervorgerufen - aber welche Frau hätte kein Myom? - ich weiß von meinem schon lange und dass es die Ursache der meist viel zu starken Bluterei ist und damit auch des Eisenmangels) wirklich ernsthaft gefährlich wird.

Und auch ich lebe noch, es wird - nach fast einer Woche! - jetzt rapide weniger. Allerdings ahne ich und merke es auch, dass der dadurch mal wieder ins vermutlich bodenlose gesunkene Eisenpegel Wochen brauchen wird - wenn nicht gar Monate - bis er wieder auf dem alten (sowieso viel zu niedrigen) Stand angekommen ist (her mit fast roher Leber, Nüssen, Mandeln, Kichererbsen, Petersilie, Blutwurst und blutigen Steaks :geil: )

Natürlich hätte das auch außerhalb der Wechseljahre passieren können - gibt's Erfahrungen von Ultraläuferinnen mit ähnlichen Phänomenen nach einem Lauf? - aber ich glaube schon, dass die allgemeine Hormonverwirrung in dieser Zeit solche massiven Episoden auch noch mit begünstigen KANN (nicht muss!)

Ein Risiko mehr, das einzukalkulieren ist bei der Entscheidung: lauf' ichs oder lauf' ichs nicht ? ... oder bleib' ich, wie in Broschüren allgemein empfohlen, doch beim Wohlfühl-Joggen.

kat17
05.11.2011, 19:07
Denn: direkt nach dem Röntgenlauf vor einer Woche (63,3 km auf anspruchsvoller Strecke)


Ui, Glückwunsch!



bzw. am nächsten Morgen setzte bei mir eine Blutung von bis dato nie gekannter Heftigkeit ein (und das will bei mir wirklich was heißen!).

Das, was dann am nächsten Tag - fast eine Woche früher als im wieder regelmäßigen Zyklus erwartet - einsetzte, war allerdings schon von einer Heftigkeit, die auch Ängste auslösend ist.


Na klasse!



Und auch ich lebe noch, es wird - nach fast einer Woche! - jetzt rapide weniger.


Eine Woche ist schon lang. Aber (gerade noch) vorstellbar.



Allerdings ahne ich und merke es auch, dass der dadurch mal wieder ins vermutlich bodenlose gesunkene Eisenpegel Wochen brauchen wird - wenn nicht gar Monate - bis er wieder auf dem alten (sowieso viel zu niedrigen) Stand angekommen ist [SIZE="1"](her mit fast roher Leber, Nüssen, Mandeln, Kichererbsen, Petersilie, Blutwurst und blutigen Steaks :geil: )


Na dann viel Spaß! Eisentabletten oder Kräuterblut gehören anscheinend auch zu den Pillen, die Du ablehnst?



Natürlich hätte das auch außerhalb der Wechseljahre passieren können - gibt's Erfahrungen von Ultraläuferinnen mit ähnlichen Phänomenen nach einem Lauf?


Zur Ultraläuferin werde ich nie werden, mir ist inzwischen ja sogar schon ein Marathon zu lang.



Ein Risiko mehr, das einzukalkulieren ist bei der Entscheidung: lauf' ichs oder lauf' ichs nicht ? ... oder bleib' ich, wie in Broschüren allgemein empfohlen, doch beim Wohlfühl-Joggen.

Naja, ich weiß nicht, nur Wohlfühl-Joggen wär mir im Moment schon ein bisschen zu langweilig. Ab und zu mal ein bisschen "schneller" und hin und wieder einen Volkslauf möchte ich nach momentanem Stand der Dinge schon noch machen.

Ich hab mich gerade durch den ganzen Faden gelesen, und Dauerblutungen sind eigentlich das, wovor es mich am meisten gruselt.

Ich bin jetzt fast 50 und will hier auch noch meine 2 Cent zum Thema beitragen:

Mit 42 - das war ein gutes Jahr, nachdem ich mit dem Laufen angefangen hatte - hat sich mein Zyklus verkürzt. Früher waren das eher 30-32 Tage, jetzt sind es so 25, 26 Tage. Meine Begeisterung darüber hält sich in Grenzen, da ich auch eher stark blute an den ersten beiden Tagen. Ich weiß nicht, ob der verkürzte Zyklus (allein) dran schuld war, aber gleichzeitig bin ich in einen Eisenmangel geraten, der dazu geführt hat, dass ich laufmäßig ziemlich lahm wurde. Um so toller war's, als der Eisenmangel nach einem halben - dreiviertel Jahr diagnostiziert wurde und ich mit Eisenpräparaten dann plötzlich ein völlig unvermutetes Tempo entwickelt habe ...

Inzwischen kommt die Menstruation nicht nur öfter als früher, sondern die Blutung ist auch noch stärker geworden als sie schon früher war. Bisher aber alles noch regelmäßig, und es hört zum Glück auch regelmäßig wieder auf. :D

An Hitzewallungen hatte ich nur ab und zu mal "Nachtschweiß", aber selten, und tagsüber ist mir noch nix aufgefallen. Auch Stimmungsschwankungen oder Depressionen habe ich noch nicht festgestellt. Allerdings bekomme ich jetzt öfter Kopfweh, so etwa einen Tag, bevor die Regel einsetzt - ist aber erträglich, keine Migräne oder sowas.

Läuferisch war mein bestes Jahr 2008, seitdem geht's eher abwärts - aber ich fürchte, das liegt nicht (nur) am Alter, sondern auch daran, dass ich trainingsfauler geworden bin. Nächstes Jahr ist mein erstes Jahr in der W50 - wer weiß, vielleicht eröffnen sich da ja neue Möglichkeiten! :zwinker4:

Gruß,
Katrin

Lizzy
05.11.2011, 21:46
Eine Woche ist schon lang. Aber (gerade noch) vorstellbar.
Die Woche ist nicht das Problem. Das ist bei mir ganz normal. Das Problem war die extreme Heftigkeit.

Na dann viel Spaß! Eisentabletten oder Kräuterblut gehören anscheinend auch zu den Pillen, die Du ablehnst?
Ich hab' mir jetzt so Eisensprudeltabletten aus'm dm besorgt und nehme täglich 1/2. Mal sehen, ob's was bringt. Tendenziell lehne ich auch sowas ab. Stimmt. Und und es gibt immer wieder auch neuere Studien, die mein Misstrauen als berechtigt bestätigen. Zitat aus der SZ vom 12.10.2011 "Überdosis Vitamin" (http://www.sueddeutsche.de/wissen/nahrungsergaenzung-als-gesundheitsrisiko-ueberdosis-vitamin-1.1160651):


Doch Vitaminpräparate sind nicht nur meist überflüssig, oft schaden sie sogar. Neuen Studien zufolge erkranken die Menschen häufiger an Krebs, die fleißig Pillen und Brausetabletten einnehmen.
.
.
Gleich zwei neue große Studien zeigen, dass die Pillen und Brausetabletten mehr schaden als nutzen. Unter dem Titel "Weniger ist mehr" berichten Ärzte aus Europa und den USA am Dienstag im Fachblatt Archives of Internal Medicine von 40.000 älteren Frauen, deren Lebensgewohnheiten sie mehr als 20 Jahre lang unter die Lupe nahmen.

Von den Damen starben jene häufiger an Krebs und Herzkreislaufleiden, die regelmäßig Multivitaminpräparate oder Mineralstoffe zu sich genommen haben
.
.
...dass unter Männern, die regelmäßig Vitamin-E-Präparate nehmen, Prostatakrebs um 17 Prozent häufiger ist.
...
Der verbreitete Gebrauch von Nahrungsergänzungsmitteln ist medizinisch nicht zu rechtfertigen", sagt Jaakko Mursu von der Universität Ostfinnland, der die Studie mit den älteren Damen geleitet hat. "Nur bei Beschwerden durch Mangelzustände sind solche Präparate zu empfehlen." Urologe Eric Klein, der die Prostata-Studie geleitet hat, warnt ebenfalls vor den Mitteln: "Auch scheinbar harmlose Substanzen wie Vitaminzusätze können schaden. Verbraucher sollten skeptisch sein, wenn der Gesundheitsnutzen frei verkäuflicher Mittel angepriesen, aber nicht bewiesen wird."
.
Warum das Original aus der Natur wirkt, Substanzen aus der Packung hingegen eher schaden, können Forscher nicht erklären. In einem Apfel sind ungefähr tausend Substanzen enthalten, viele noch unbekannt. Das Vitaminpräparat ist nur ein Stoff. Der Körper braucht offenbar das Zusammenspiel aller Stoffe.


Ich bin jetzt fast 50 und will hier auch noch meine 2 Cent zum Thema beitragen:
und dafür Dankeschön! :daumen:

Nächstes Jahr ist mein erstes Jahr in der W50 - wer weiß, vielleicht eröffnen sich da ja neue Möglichkeiten!
HA! Genau! Ich ja auch :D Allerdings kann ich hier in München - selbst wenn das "mit 50 unter 50-Projekt" ein Erfolg wird - keinen Blumenpott gewinnen :nene:

Hab' mir schon überlegt, ob ich nicht näxtes Jahr meinen Familiensinn intensivieren und eine etwas verschärfte Verwandtschafts-Besuchsrundtour durch die Provinz machen sollte. Natürlich immer passend zu netten kleinen Volksläufen jeweils. Wie ich schon rausgefunden habe, gibt's tatsächlich Gegenden, in denen nur wenige W50 Läuferinnen antreten und wenn doch, dann so, dass ich Chancen auf Ruhm und Ehre hätte. :P Natürlich werde ich dadruch nicht schneller - aber ein Pokal für die Vitrine (welche Vitrine?) könnt' mich schon motivieren :geil: ... ich bin so simpel strukturiert :zwinker2:

Sommergewitter
05.11.2011, 23:00
Ich hab' mir jetzt so Eisensprudeltabletten aus'm dm besorgt und nehme täglich 1/2. Mal sehen, ob's was bringt. Tendenziell lehne ich auch sowas ab. Stimmt. Und und es gibt immer wieder auch neuere Studien, die mein Misstrauen als berechtigt bestätigen. Zitat aus der SZ vom 12.10.2011 "Überdosis Vitamin" (http://www.sueddeutsche.de/wissen/nahrungsergaenzung-als-gesundheitsrisiko-ueberdosis-vitamin-1.1160651)

Gegen Deine pseudowitzige, larmoyant-selbstdarstellerische Art und Weise kann und will ich nichts unternehmen.

Aber für etwaige Mitleser/innen sollte richtiggestellt werden:
1.
Eine halbe "Sprudeltablette vom dm" ist absolut keine ausreichende Eisensubstitution bei heftigsten Blutungen.
2.
Wenn Du "tendentiell auch sowas" ablehnst, ist es völlig unverständlich, daß Du trotzdem auf eigene Faust Eisen nimmst, anstatt die Notwendigkeit (einschließlich einer effektiven Substitutionstherapie) von einem Arzt feststellen zu lassen.
3.
Eisen ist kein Vitamin.

Lizzy
06.11.2011, 06:51
ist es völlig unverständlich, daß Du trotzdem auf eigene Faust Eisen nimmst

Ja, hast Recht. Ich lass es auch schon wieder weg :)

kat17
06.11.2011, 19:33
Ich hab' mir jetzt so Eisensprudeltabletten aus'm dm besorgt und nehme täglich 1/2. Mal sehen, ob's was bringt. Tendenziell lehne ich auch sowas ab. Stimmt.


Ich gehöre ja auch nicht zu denen, die gleich zu irgendwelchen Mittelchen greifen - ich nehme keine Vitamintabletten, und wenn ich erkältet bin, gönne ich mir erstmal möglichst Ruhe und gehe davon aus, dass der Körper schon damit fertig werden wird, anstatt irgendwas in mich reinzuwerfen. Von daher verstehe ich Deine Grundhaltung. Aber als damals bei mir Eisenmangel diagnostiziert wurde, habe ich nicht gezögert, Eisenmittel zu nehmen - das war ja nicht ins Blaue hinein, und es war auch offensichtlich, dass mein Körper eben nicht selbst damit fertig wurde. Ich hatte auch keine Lust, wochenlang täglich rotes Fleisch zu essen (bin zwar keine Vegetarierin, aber auch kein großer Fleisch-Fan) - dann schon lieber Eisenmittelchen.

Mir hat damals meine Ärztin (außer den Tabletten) das Floradix Kräuterblut empfohlen (gibt's im Reformhaus), weil das Eisen da in einer Zusammensetzung vorliege, die gut vom Körper aufgenommen wird. Wenn Du schon lange damit zu tun hast, weißt Du ja sicher, dass es wichtig ist, womit man das Eisen (egal jetzt ob in Form von Mittelchen oder in der normalen Nahrung) zu sich nimmt, weil bestimmte Kombinationen dafür sorgen, dass das Eisen gut oder halt nicht so gut aufgenommen wird.

Das hier

die Notwendigkeit (einschließlich einer effektiven Substitutionstherapie) von einem Arzt feststellen zu lassen.

wär natürlich der beste Vorschlag.

Ach ja, diesen Aufsatz (http://www.sgsm.ch/ssms_publication/file/175/2-2004-3.pdf) fand ich ganz interessant.



HA! Genau! Ich ja auch :D Allerdings kann ich hier in München - selbst wenn das "mit 50 unter 50-Projekt" ein Erfolg wird - keinen Blumenpott gewinnen :nene:


Unter 50 Minuten? Auf 10km? Oder was meinst Du damit?



Hab' mir schon überlegt, ob ich nicht näxtes Jahr meinen Familiensinn intensivieren und eine etwas verschärfte Verwandtschafts-Besuchsrundtour durch die Provinz machen sollte. Natürlich immer passend zu netten kleinen Volksläufen jeweils. Wie ich schon rausgefunden habe, gibt's tatsächlich Gegenden, in denen nur wenige W50 Läuferinnen antreten und wenn doch, dann so, dass ich Chancen auf Ruhm und Ehre hätte. :P Natürlich werde ich dadruch nicht schneller - aber ein Pokal für die Vitrine (welche Vitrine?) könnt' mich schon motivieren :geil: ... ich bin so simpel strukturiert :zwinker2:

Tja, genau, dazu gehört Glück oder gute Planung. ;-)

Katrin

cantullus
06.11.2011, 20:21
Hab' mir schon überlegt, ob ich nicht näxtes Jahr meinen Familiensinn intensivieren und eine etwas verschärfte Verwandtschafts-Besuchsrundtour durch die Provinz machen sollte. Natürlich immer passend zu netten kleinen Volksläufen jeweils. Wie ich schon rausgefunden habe, gibt's tatsächlich Gegenden, in denen nur wenige W50 Läuferinnen antreten und wenn doch, dann so, dass ich Chancen auf Ruhm und Ehre hätte. :P Natürlich werde ich dadruch nicht schneller - aber ein Pokal für die Vitrine (welche Vitrine?) könnt' mich schon motivieren :geil: ... ich bin so simpel strukturiert :zwinker2:
Super Idee! :daumen::daumen::daumen:

Lizzy
07.11.2011, 06:40
Danke, Katrin, für den Artikel :daumen: Hab' mir die Datei mal gespeichert und werde sie mir bei Gelegenheit zu Gemüte führen. Vielleicht gibt's ja neue Erkenntnisse.

...das war ja nicht ins Blaue hinein, und es war auch offensichtlich, dass mein Körper eben nicht selbst damit fertig wurde.
...
Wenn Du schon lange damit zu tun hast, weißt Du ja sicher, dass es wichtig ist, womit man das Eisen (egal jetzt ob in Form von Mittelchen oder in der normalen Nahrung) zu sich nimmt, weil bestimmte Kombinationen dafür sorgen, dass das Eisen gut oder halt nicht so gut aufgenommen wird
zunächst möchte ich nochmal betonen, was ich bzgl. meiner eigenen Vorgehensweise vorher schonmal gesagt habe:
Keine Ahnung, ob das dumm oder schlau ist ... Es ist mit Sicherheit keine Empfehlung. Einfach eine Beschreibung dessen, was ich für mich entschieden habe - aus dem Bauchgefühl heraus.

Außerdem: Eisenmangel wird bei mir im Grunde schon lebenslang diagnostiziert. Außer in der Schwangerschaft vor einigen Jahrzehnten - da ging der Wert von Untersuchung zu Untersuchung bergauf. Der Grund liegt auf der Hand.

Zuletzt anlässlich einer wirklich gründlichen Untersuchung des Sportmedizinischen Instituts der TU München vor 1,5 Jahren. Ich hab' mir gerade nochmal den seitenlangen Gesamtbefund von damals rausgekramt . Es war zu dem Zeitpunkt wohl grad nicht so gravierend (Ferritinwert 6,2 - der müsste der entscheidende sein, oder? .. und damals hatte ich nicht gerade eine auffällig starke Blutung hinter mir ...) denn es steht dort neben den Zahlenwerten in der Schriftversion:

"Labortechnisch zeigte sich außerdem ein Eisenmangel. Eine eisenreiche Ernährung (mageres Fleisch, Nüsse, Hülsenfrüchte) sollte erfolgen"

Auch im - sehr langen und ausführlichen - Gespräch wurde keinerlei Eiseneinnahme vorgeschlagen oder gar empfohlen. Vielleicht auch deshalb, weil zwar der Wert niedrig ist - ich aber fit bin.

Das ist es, was mich schon immer ein bisschen an den Werten bzw. den vorgegebenen Standards zweifeln lässt: ich habe das schon lebenslang (durfte nie zur Blutspende etc.). Zeige aber KEINERLEI typische Eisenmangelsymptome. Vielleicht sind die Standards einfach nur Rahemnwerte und es gibt individuelle Abweichungen? Vielleicht ahnen das die Sportmediziner inzwischen und schlagen deshalb nicht mehr einfach eine Substitution vor, sobald ein Wert aus dem Rahmen fällt. Sondern gucken sich auch den Gesamtmenschen dazu an ...

Außerdem ist die Aufgabe des Eisens im Immunkomplex noch längst nicht völlig entschlüsselt. Dass es eine wichtige Aufgabe hat, wird aber wohl immer deutlicher. Der Körper fährt in manchen Situationen den Eisenpegel eigenständig zurück um sich gegen diverse Angriffe zu schützen (bisschen vereinfacht dargestellt, ichweiß - aber im Prinzip isses wohl so). Keiner weiß wirklich, was passiert, wenn man ihn in solchen Fällen durch Eisengaben von außen daran hindert. Der Schuss könnte langfristig auch mal nach hinten losgehen ...

Früher bzw. von Hausärzten (die das immer mal wieder - meist in Mehrjahresabstand - anlässlich einer aus anderem Grund anberaumten Blutuntersuchung feststellten) bekam ich immer sofort Eisenpräperate aufs Auge gedrückt bzw. sollte gedrückt bekommen. Einmal - vor zig Jahren - hab' ich ein paar der Pillen eingeworfen. Sie sind mir nicht bekommen und ich hab's einfach wieder gelassen. Seitdem lebe ich weitgehend gelassen mit den kritisch hochgezogenen Augenbrauen beim Anblick meiner Eisenwerte im Blut.

Aber wie gesagt: gerade die Uni-Sportmediziner scheinen nicht (mehr) automatisch nach Pillen zu greifen sondern empfehlen eine dem entsprechende Ernährung.

Und um das Wechseljahre-Thema wieder einfließen zu lassen: vielleicht steigen meine Eisenwerte ja nach deren Ende ins Unermessliche :D

Unter 50 Minuten? Auf 10km? Oder was meinst Du damit?
DAS MEINE ICH DAMIT (http://forum.runnersworld.de/forum/laufsport-allgemein/67926-mit-50-unter-50-a.html) :wink: ... und wenn erst kein Blut mehr wegfließt, dann aber ....

Super Idee! :daumen::daumen::daumen:
.. gell :D ... dann wird nämlich abgeräumt ... (und wer mich immer ernst nimmt, der ist selber schuld ;)

juliane1205
07.11.2011, 08:26
So da werde ich mich jetzt auch mal einreihen und meinen Senf dazugeben.
Ich bin 53 Jahre alte und laufe seit ca 3-4 intensiver , laufe aber schon viele Jahre ca 2-3mal die Woche. Früher bin ich mit einer Freundin gelaufen, locker ohne Ambitionen, inzwischen ist sie ausgestiegen ( Hüftprobleme, Osteoporose, etc.....sie ist 1 Jahr älter als ich, also auch im Klimakteriumalter). Vor ca 9 Jahren hatte ich die ersten Beschwerden: Schweißausbrüche und vor allem depressive Verstimmungen. Dabei hat mir dann das Laufen wirklich sehr geholfen. Da es mir aber ziemlich schlecht ging habe ich mich für eine Hormonersatztherapie entschieden. Lag es nun daran oder nicht....es ging mir irgendwann wieder wesentlich besser. Da es dann plötzlich ( nach ca.1,5 Jahren mit Zwischenblutungen los ging, habe ich die Hormone wieder abgesetzt, mein Hormonspiegel war wieder völlig in Ordnung, Monatsblutungen regelmäßiger denn je. Vor ca 4 Jahren habe ich angefangen verstärkt zu laufen und wieder vereinzelt mal einen WK zu machen. Über die Sommermonate bekam ich dann Probleme (Haarausfall, Muskel- und Gelenkschmerzen, Herzstolpern) die immer schlimmer wurden. Vor 1 Jahren ließ ich dann mein Blut untersuchen, Diagnose: Hashimoto Thyreoiditis. Inzwischen bin ich zwar eingestellt, aber seit diesem Sommer ( etwa August) ist es extrem schlimm. Inzwischen hatte sich dann auch die Monatsblutung verabschiedet und ich hatte extreme Hitzewallungen. Ich habe mich daraufhin wieder für eine Hormonersatztherapie entschieden zumal dies bei Hashimoto durchaus positiv sein soll. Hitzewallungen sind nun weg, aber die Muskel- und Gelenkschmerzen sind geblieben, ebenso der Haarausfall. Im Moment bin ich darüber ziemlich verzweifelt. Ich hatte dieses Jahr schon ein Herzkatheteruntersuchung, da mein EKG beim Hausarzt ( den ich mir dieses Frühjahr gesucht habe ) nicht in Ordnung war, bei der nichts rausgekommen ist. Im September wollte ich eigentlich meine Halbmarathonzeit verbessern: von 1:44 vor einem Jahr auf sub 1:40. Dies wäre mir sicher auch gelungen, denn 4:45/km bin ich eigentlich recht problemlos gelaufen, aber ich bekam dann 3 Wochen vorher ein Läuferknie und es war nix mehr zu machen. Im Juli war ich 2,5 Wochen auf Klettersteigtouren, wo ich ja auch sehr viel bergabgehen musste und dadurch hat sich wohl meine sowieso schon verkürzte Muskulatur noch mehr verkürzt. Jetztiger Stand der Dinge: extreme Muskel- und Gelenkschmerzen. Das Läuferknie habe ich nun im Griff, dehnen ist angesagt und es hilft. Dennoch habe ich nach jeder sportliche Anstrengung am nächsten Tag extreme Muskel- und Gelenkschmerzen....und es ist KEIN MUSKELKATER , denn merkwürdigerweise habe ich die Schmerzen gar nicht unbedingt in den belasteten Muskeln, d.h. z.B. auch in den Händen und Armen.Ich bin nun immer noch an der Ursachenforschung, führe dies aber schon in irgendeiner Form auf die Wechseljahre zurück. Im Moment schränkt das meine Lebensqualität enorm ein. Wenn ich mich zum Beispiel bücke um meine Hund an die Leine zu nehmen, bewege ich mich wie eine alte Frau, wenn ich morgens aus dem Bett steige, geht das nicht ohne Stöhnen, weil alles weh tut. Es wird zwar mit der Bewegung besser, aber dennoch kann das nicht normal sein. Beim Laufen selbst ( auch beim Wandern) habe ich ziemliche Schmerzen in der hinteren Beinmuskulatur, was sich auch durch das dehnen noch nicht verbessert hat.
Apropos Eisen: Mein Ferritinwert liegt zwar noch in der Norm aber eher in der unteren. ( In der Schweiz gilt er schon als zu niedrig) und ich nehme gelegentlich Floradix- Kräuterblutsaft zusammmen mit Vit B12 ( auch im unteren Bereich) und Obst ( wegen Vit.C, das die Eisenaufnahme begünstigt).
Falls irgendjemand Tipps für mich hätte, wäre ich unendlich dankbar...

harriersand
07.11.2011, 09:56
.. gell :D ... dann wird nämlich abgeräumt ... (und wer mich immer ernst nimmt, der ist selber schuld ;)

Beim Harriersand-Marathon hättest du sogar den Frauen- Gesamtsieg eingefahren!! :D

(Aber ich glaube, der findet gar nicht mehr statt.) :frown:

harriersand
07.11.2011, 10:20
Jetztiger Stand der Dinge: extreme Muskel- und Gelenkschmerzen. Das Läuferknie habe ich nun im Griff, dehnen ist angesagt und es hilft. Dennoch habe ich nach jeder sportliche Anstrengung am nächsten Tag extreme Muskel- und Gelenkschmerzen....und es ist KEIN MUSKELKATER , denn merkwürdigerweise habe ich die Schmerzen gar nicht unbedingt in den belasteten Muskeln, d.h. z.B. auch in den Händen und Armen.

Ich las mal irgendwo, dass alle Welt über die Hitzewallungen als Klimakteriumselend diskutiert, aber diese Muskel- und Gelenkbeschwerden nie erwähnt würden! Ich habe sowas letzten september nämlich bekommen, als ich die Hormone wegließ; war eh am Ausschleichen, musste wg. Thrombose auf null. Seitdem habe ich auch damit zu tun, erst in den Schultern, (durch Krafttraining weggekriegt), dann seit April Arthrose oder sowas in den Händen, Gelenke dicker, etwas Schmerzen, jetzt zicken die Füße rum, kriege plötzlich Hallux Valgus und immer irgendwie schmerzende Fußsohlen, habe NIE mehr kalte Füße und stelle sie zuhause auf Kühlelemente, aber sie werden nicht kalt, ist wohl was Entzündliches.

Von den verordneten Einlagen kriege ich leider Kreuz- und Hüftgelenksschmerzen. Kacke...

Lizzy
07.11.2011, 18:54
Himmel, wenn ich euch - Juliane und Ulrike - so lese, dann wird mir erstens ganz schummerig und zweitens erwäge ich, vorsichtshalber und der Ungläubigkeit zum Trotz doch ein paar Dankeskerzen in der Kirche anzuzünden, weil ich (bisher und hoffentlich auch weiterhin) vor solchen Problemen verschont geblieben bin!

Das sind ja mal ganz andere Kaliber. Wobei ich allerdings annehme, dass in der Zeit des Klimakteriums zwar eine erhöhte Anfälligkeit für diverse Krankheiten bzw. auf Ausbrüche lauernder Problematiken besteht. Das aber nicht gleichzusetzen ist mit Wechseljahrsproblemen. Für mich handelt es sich da schon um unterschiedliche Schuhpaare - auch wenn sie gerne zusammen im selben Regal stehen.


Im Moment bin ich darüber ziemlich verzweifelt. ...
Falls irgendjemand Tipps für mich hätte, wäre ich unendlich dankbar...
Juliane, ich kann das absolut nachvollziehen, dass du bei den geschilderten Problematiken verzweifelt bist. Von meiner Seite habe ich dazu aber keine Ratschläge oder Tipps (sowohl "Leider" also auch "zum Glück" mag ich jetzt nicht als Zusatz benutzen obwohl beides seine Berechtigung hätte).
Auf alle Fälle wünsche ich schnelle und baldige Besserung aller Problemfelder und Beschwerden und dass Du darüber nicht den Lebensmut und Freude am Leben sowie auch am Laufen verlierst!

Letzteres gilt auch für Dich, Ulrike! Bestimmt pendelt sich das in der nächsten Zeit wieder ein. Ich wünsche es dir jedenfalls.

Und während ich das hier tippe, kaue ich an einem Teelöffel mit zerkleinerten Kräutern. Wie mir diverse Listen mit besonders eisenhaltigen Lebensmitteln heute verrieten, wachsen in meinem Kräutergärtchen gleich mehrere der Top-Favoriten: Thymian, Minze, Petersilie und Oregano. Ganz obenauf der Thymian. Weiß hier jemand, WIE widerlich frisch gepflückter Thymian schmeckt :sauer: ... *pfui Spinne* ... aber ich kann ja mit frisch gepresstem Zitronensaft nachspülen - das übertüncht den Geschmack und erhöht die Eisenaufnahme :D

Ganz im Ernst: ich habe festgestellt, dass ohnehin fast alle Eisen-Top-Kandidaten auf meiner Ernährungs-Hitliste ganz oben stehen. Und wer es bis gestern noch nicht stand, ist heute drauf gelandet und wurde eingekauft, gerupft und gepflückt - mit Todesverachtung so naturbelassen wie jeweils möglich einverleibt (Kürbiskerne mit Nüssen und etwas Haferflocken zum Frühstück ... und jetzt als Betthupferl besagte Kräutermischung) mein Kalorienbedarf wird ab sofort aus den Top 20 Eisenlieferanten gedeckt - oder zumindest zu 70%. Eisenräuber werden minimiert (nur noch eine Tasse Kaffee am Tag, keinen schwarzen Tee ...) ... und das wird noch eine Weile lang so gehandhabt. Ich neige in solchen Dingen dann auch gleich zu ziemlicher Radikalität :zwinker4: ... und brauche volle Speicher. Sonst wird aus dem 50er-Projekt ganz sicher nix.

kat17
07.11.2011, 20:12
zunächst möchte ich nochmal betonen, was ich bzgl. meiner eigenen Vorgehensweise vorher schonmal gesagt habe: Es ist mit Sicherheit keine Empfehlung. Einfach eine Beschreibung dessen, was ich für mich entschieden habe - aus dem Bauchgefühl heraus.
[...]
Außerdem ist die Aufgabe des Eisens im Immunkomplex noch längst nicht völlig entschlüsselt. Dass es eine wichtige Aufgabe hat, wird aber wohl immer deutlicher. Der Körper fährt in manchen Situationen den Eisenpegel eigenständig zurück um sich gegen diverse Angriffe zu schützen (bisschen vereinfacht dargestellt, ichweiß - aber im Prinzip isses wohl so). Keiner weiß wirklich, was passiert, wenn man ihn in solchen Fällen durch Eisengaben von außen daran hindert. Der Schuss könnte langfristig auch mal nach hinten losgehen ...


Wie gesagt, ich kann Deinen Standpunkt nachvollziehen, auch wenn ich mich anders entschieden habe. Was nun richtig oder falsch ist, wer weiß das schon.



DAS MEINE ICH DAMIT (http://forum.runnersworld.de/forum/laufsport-allgemein/67926-mit-50-unter-50-a.html) :wink:


Da wünsch ich Dir mal viel Erfolg! Ich denk schon, dass Du das schaffen kannst. (Einigermaßen normale Eisenwerte würden das Vorhaben erheblich erleichtern. Ich weiß, wovon ich rede. :D ... Aber Du weißt das ja auch.)



Und während ich das hier tippe, kaue ich an einem Teelöffel mit zerkleinerten Kräutern. Wie mir diverse Listen mit besonders eisenhaltigen Lebensmitteln heute verrieten, wachsen in meinem Kräutergärtchen gleich mehrere der Top-Favoriten: Thymian, Minze, Petersilie und Oregano. Ganz obenauf der Thymian. Weiß hier jemand, WIE widerlich frisch gepflückter Thymian schmeckt :sauer: ... *pfui Spinne*


Thymian, echt? Ich liebe Thymian. Jedenfalls als Gewürz. Manchmal ess ich einfach ein Butterbrot, bestreut mit frischem Thymian und etwas Kräutersalz. War jetzt gerade auf der Terrasse und hab mir einen Stengel geholt - naja, nur Thymian in geballter Form ohne sonst was ist geschmacklich dann doch eher gewöhnungsbedürftig. Wieviel von dem Eisen bleibt wohl im Thymian-Tee übrig? Den trinke ich nämlich auch gern.

Gruß und frohes Speicher-Auffüllen,
Katrin

Lizzy
07.11.2011, 20:29
Thymian, echt? Ich liebe Thymian. Jedenfalls als Gewürz. Manchmal ess ich einfach ein Butterbrot, bestreut mit frischem Thymian und etwas Kräutersalz.
streu' doch noch ein paar Brennnesseln, Petersilie und Minzeblätter dazu :zwinker2:

Momentan nutze ich die folgende Liste (http://www.wechseljahre-klimakterium-menopause.com/therapie-eisenmangel-ernahrung-eisenhaltige-nahrungsmittel) als Quelle meiner Einkäufe und Inspiration meines Speiseplans:


(Ernährung bei Eisenmangel: eisenhaltige Nahrungsmittel – Eisengehalt in mg/100g)

Petersilie (getrocknet) – Eisengehalt: 97,8
Grüne Minze (Getrocknet) – Eisengehalt: 87,5
Brennnesseln (getrocknet) – Eisengehalt: 32,2
Schweineleber – Eisengehalt: 22,1
Thymian (getrocknet) – Eisengehalt: 20,0
Zuckerrübensirup – Eisengehalt: 13,00
Kakaopulver – Eisengehalt: 12,00
Kürbiskerne 11,2
Schweineniere 10,0
Hirse 9,0
Sojabohnen 8,6
Leinsamen 8,2
Kalbsleber 7,6
Pfifferlinge 6,5
Blutwurst 6,4
Sonnenblumenkerne 6,3
Weiße Bohnen 6,1
Austern 5,8
Leberwurst 5,3
Aprikosen (getrocknet und geschefelt) 5,0
Erbsen 5,0
Knäckebrot 4,6
Haferflocken 4,6
Spinat 4,1
Brennnessel 4,1
Haselnuss 3,8
Vollkornbrot 3,3
Rindfleich 3,2
Schweinefleisch 3,0

Sogar ein Gläschen Bio-Zuckerrübensirup hab' ich erstanden. Wird in nächster Zeit zum Nachtisch und einzig genehmigte Süßigkeit (wie gut, dass ich das Zeug auch noch liebe :nick: )

juliane1205
08.11.2011, 00:03
Also ich hab das immer noch nicht kapiert wie man das mit dem zitieren macht, wenn man mehrere Zitate in ein Post bringt.....naja egal....
@Harrietsand.....da bin ich ja direkt froh, dass das ausser mir noch jemand kennt mit den Muskel- und Gelenkschmerzen. Ich habe morgen einen Termin beim Arzt zu einer Besprechung meiner Blutwerte. Ich hatte die Muskel- und Gelenkschmerzen ja auch letztes Jahr schonmal, aber nicht so schlimm wie jetzt und ich habe nun auch eine Borreliose ausschließen lassen, nachdem mich im Frühjahr eine Zecke gebissen hatte und ich diese in Einzelteilen entfernen (lassen) musste. Ich habe meine Blutwerte soweit schon gesehen und die sind alle in Ordnung, Rheumafaktoren, etc etc.....ich komme mir schon vor wie ein Hypochonder.
Das mit dem Krafttraining scheint auch ein guter Tipp zu sein. Ich war am Freitag in München bei einer sportmedizinischen Untersuchung in München ( hat jetzt nicht direkt was mit dieser Sache zu tun) und der Kardiologe hat auch gemeint ich solle Krafttraining machen. Ich mache es jetzt auch seit Anfang Oktober, da ich ja zunächst wegen dem Knie nicht viel machen konnte hatte ich mich für den Winter in einem Fitnessstudio angemeldet, aber ehrlich gesagt finde ich das totlangweilig dort. Ich laufe einfach viel lieber in der Natur. Aber da ich ja total verfroren bin und deshalb im Winter meine Umfänge sowieso zurückfahre ( wenn ich die Möglichkeit habe mache dafür Langlauf und Skitouren, aber das geht nicht immer so einfach).Jetzt mach ich's halt mal.
...aber das mit den Füssen kenne ich auch, eine zeitlang hatte ich auch brennende Füsse und bin mit einem Kühlakku ins Bett gegangen, weil ich es nicht ertragen konnte, aber das war plötzlich einfach wieder weg....Gott sei Dank.
....und den Hallux kenn ich auch,....der linke verstärkt sich auch grad im Moment und ich versuche verzweifelt mit Fussgymnastik gegenzusteuern.
@ Lizzy: also Lebensmut und Freude am Laufen verliere ich nicht....so schnell lasse ich mich nicht unterkriegen, die depressive Phase war vor einigen Jahren und die ist längstens vergessen, allerdings möchte ich das schon nicht noch mal erleben. Auch die Freude am Laufen und am Sport will ich mir n so schnell nicht verderben lassen, ich bin da ziemlich zäh und habe eine hohe Schmerztoleranz....aber es kann einem schon ziemlich frustrieren, wenn man ständig diese Schmerzen hat und irgendwie gibt es keine wirkliche Ursache. Zum Glück wird es ja mit der Bewegung eher besser ( bis auf mein Knie und vor allem die hintere Beinmuskulatur, was ich hoffentlich doch noch irgendwann in den Griff bekomme), sodass der Sport an sich ja keine Probleme bereitet. Die kommen dann immer erst in den sportfreien Tagen.
Zitat:"Das sind ja mal ganz andere Kaliber. Wobei ich allerdings annehme, dass in der Zeit des Klimakteriums zwar eine erhöhte Anfälligkeit für diverse Krankheiten bzw. auf Ausbrüche lauernder Problematiken besteht. Das aber nicht gleichzusetzen ist mit Wechseljahrsproblemen. Für mich handelt es sich da schon um unterschiedliche Schuhpaare - auch wenn sie gerne zusammen im selben Regal stehen." Wie Harrietsand schon schreibt, das können sehr wohl Wechseljahresbeschwerden sein, wobei ich für mich nicht weiß, ob es nun bei mir welche sind, oder ob es von der Autoimmunkrankheit der Schilddrüse kommt, die wiederum auch ausgelöst sein kann durch die Wechseljahre ( ich nehme an, das meinst du z.B. mit den div. Krankheiten), ebenso fallen Depression und Haarausfall darunter. ....und letztendlich macht das ja auch keinen Unterschied....Es sind Beschwerden die jetzt da sind und vorher nicht da waren egal WIE sie jetzt im Zusammenhang stehen mit den WJ, aber der Zusammenhang besteht, da bin ich sicher.
Zum Eisen: Ich liebe diesen Kräuterblutsaft, der ja rein pflanzlich ist und somit das Eisen auf gleiche Weise zur Verfügung stellt wie selbstzubereitete Pflanzen auch.Ich könnte eine ganze Flasche davon trinken obwohl ich schon von vielen gehört habe, dass sie ihn eklig finden. Den hab ich schon als Kind geliebt vor über 40 Jahren ( ja den gibts schon so lange). Von deiner Liste esse ich eigentlich fast alles bis auf Schweineleber ( dafür Putenleber) und weiße Bohnen ( die mag ich einfach nicht, sind wahrscheinlich ein Kindheitstrauma, ich fand sie schon damals zum kotzen und musste sie essen:D). Sogar Schweinnieren esse ich einmal in 10 Jahren:zwinker2:)
Früher hat man übrigens einen Eisennagel in einen Apfel gesteckt und den Apfel dann am nächsten Tag gegessen ( ohne den Nagel natürlich LOL). Angeblich sollte der Apfel dann genug FE enthalten. Ich kann mich sogar noch erinnern, dass wir das als Kinder hin und wieder gekriegt haben.
Grüße

DanielaN
08.11.2011, 07:35
Ich las mal irgendwo, dass alle Welt über die Hitzewallungen als Klimakteriumselend diskutiert, aber diese Muskel- und Gelenkbeschwerden nie erwähnt würden! Ich habe sowas letzten september nämlich bekommen, als ich die Hormone wegließ; war eh am Ausschleichen, musste wg. Thrombose auf null. Seitdem habe ich auch damit zu tun, erst in den Schultern, (durch Krafttraining weggekriegt), dann seit April Arthrose oder sowas in den Händen, Gelenke dicker, etwas Schmerzen, jetzt zicken die Füße rum, kriege plötzlich Hallux Valgus und immer irgendwie schmerzende Fußsohlen, habe NIE mehr kalte Füße und stelle sie zuhause auf Kühlelemente, aber sie werden nicht kalt, ist wohl was Entzündliches.

Von den verordneten Einlagen kriege ich leider Kreuz- und Hüftgelenksschmerzen. Kacke...

Hast Du das auch, daß sich der Lendenwirbelsäulenbereich komplett steif anfühlt - je nach Tagesform - und man manchmal sogar 3 Versuche braucht um im Stehen an seine Schuhe zu kommen ? Ich dachte immer es sei eine reine Alterserscheinung ... :klatsch:

Daß die Muskeln sich abbauen habe ich schon gemerkt; trotz guter Ausdauer und regelmäßigem Training, schnaufe ich nämlich an Treppen ganz schön und an Bergen bin ich immer noch superschlecht. Krafttraining ist sicher gut, aber ich weiß nicht wo ich jetzt auch noch Zeit (und Geld) fürs Studio hernehmen soll ....

Ein weiteres Symptom, dass ich auf den Hormonmangel zurückführe sind nach ein paar Kilometern anschwellende Finger, die nach dem Laufen auch mal weiss sind und noch ne Stunde kribbeln. Das sind alles so Sachen die ich von früher gar nicht kenne. Bevor ich vor 5 Jahren mit dem Laufen wieder begann hatte ich auch bei Wärme Probleme mit extrem geschwollenen Füßen - das hat sich Gott sei Dank durch das Laufen komplett gelegt.

Der Kardiologe und auch Hausarzt sagen es ist alles top, aber die wollen ja auch nicht rennen. Ich habe immer das Gefühl die Ärzte gehen von der Normal-Patientin aus, der es reicht wenn sie die Wochenend-Spaziergänge mit der Mischpoke noch schafft aber sonst keine Anforderungen an den Körper stellt. Auch mein HB-Wert ist o.k., wenn auch immer am unteren Limit. Die Schilddrüse ist in ständiger Unterfunktion; ich nehme 50 bis 100 Mikrogramm Euthyrox täglich.

Alles ein Mist mit dem älter werden .....

hardlooper
08.11.2011, 12:01
Ich habe immer das Gefühl die Ärzte gehen von der Normal-Patientin aus, der es reicht wenn sie die Wochenend-Spaziergänge mit der Mischpoke noch schafft aber sonst keine Anforderungen an den Körper stellt.


Das ist doch aber bekannt, da muss man eben fragen, ob er, der Hausarzt, bereit ist zu berücksichtigen, dass man eben aktuell nicht als Normal-Patient kommt. Ich weiß nicht mehr genau, was ich heuer einleitend gesagt habe, aber es ging wohl in die Richtung "mir fehlt eingentlich nichts, aber als Sportler geht es mir im Vergleich zum Vorjahr schlecht". Na hier "auf dem Lande" geht es eben auch etwas anders zu als in der Stadt - er ist beinahe Nachbar und weiß wo mein Haus wohnt. Beim Belastungs-EKG habe ich ihn noch einmal daran erinnert, dass ich nicht krank sei und er mich "ordentlich zwiebeln" dürfe - hat er gemacht, war auch für ihn ja auch mal eine Abwechslung :zwinker5: .



Alles ein Mist mit dem älter werden .....


:shithapp:

What a drag it is getting old.
"Things are different today,"
.
.
.
(Wilson Pickett/Steve Cropper).
Intoniert u.a. von den Rolling Stones.
Der Mick müsste inzwischen auch so um die 68 sein :nick: .

Knippi

Lizzy
09.11.2011, 06:19
Hast Du das auch, daß sich der Lendenwirbelsäulenbereich komplett steif anfühlt - je nach Tagesform - und man manchmal sogar 3 Versuche braucht um im Stehen an seine Schuhe zu kommen ? Ich dachte immer es sei eine reine Alterserscheinung ... :klatsch:
..

Da kann ich mitreden :nick: Und ganz sicher nicht erst seit ich in den Wechseljahren bin :wink:

Könnte das Problem womöglich auch mit der vielen Lauferei zusammenhängen? :D

Versteifte Lendenwirbel (Stichwort: Iliosakralgelenk) hatte ich schon, da war ich fast noch jugendlich. Mit immer wieder massiven Problemen -> Hexenschuss - darauf folgend langwierige und äußerst schmerzhafte Ischiasnerventzündungen ... dieser Bereich hat mir die komplette Körperstatik versaut.

Und was half und hilft immer noch? Die gute alte Gymnastik. Angefangen mit den ganz simplen Entlastungsübungen (http://www.youtube.com/watch?v=oSyocUMDtBU&feature=related) Von der verlinkten Übung gibt es eine super Erweiterung: die Hände nicht an die Knie anlegen, sondern über den Beinen zusammenfassen/-falten. Dann - ruhig weiteratmend und auf keinen Fall die Luft anhalten und außerdem die Lendenwirbelsäule am Boden lassend - die Beine kräftig nach außen gegen die Arme drücken, die über die ineinander gefalteten Hände dem Druck widerstehen. Also nix weiter als mit den Beinen nach außen drücken und mit den Armen eine Klammer dagegen aufbauen. Das - weiteratmend - eine Weile halten. Bei mir zumindest knackt es manchmal deutlich und laut im Lendenwirbelbereich und schwupp - fühlt er sich wieder locker an.

Gerade aus dem Yoga-Umfeld gibt es reichlich Übungen und Haltungen, die - ganz ohne Chiropraktiker und Konsorten - eine verspannte Lendenwirbelgegend beweglich halten oder wieder machen (Stichwort: Krokodilsübungen).

Für mich war das ein "Jugendproblem" - längst besiegt oder zumindest unter Kontrolle von Weisheit (und Disziplin ;) der älteren Jahre :D

harriersand
10.11.2011, 16:23
Hast Du das auch, daß sich der Lendenwirbelsäulenbereich komplett steif anfühlt - je nach Tagesform - und man manchmal sogar 3 Versuche braucht um im Stehen an seine Schuhe zu kommen ? Ich dachte immer es sei eine reine Alterserscheinung ... :klatsch:



Ein weiteres Symptom, dass ich auf den Hormonmangel zurückführe sind nach ein paar Kilometern anschwellende Finger, die nach dem Laufen auch mal weiss sind und noch ne Stunde kribbeln.
Der Kardiologe und auch Hausarzt sagen es ist alles top, aber die wollen ja auch nicht rennen. Ich habe immer das Gefühl die Ärzte gehen von der Normal-Patientin aus, der es reicht wenn sie die Wochenend-Spaziergänge mit der Mischpoke noch schafft aber sonst keine Anforderungen an den Körper stellt.

Ja, im Rücken bin ich steifer als früher, das stimmt schon! Sich vorbeugen und so in gebeugter Haltung das Bein noch hochziehen, um in den Schuh zu kommen, geht nicht mehr so einfach. Ich übe es hartnäckig...

Ja, anschwellende Hände und Finger sind auch was Neues, hatte ich vorher nie. Dass sie bei feuchter Kälte weiß werden und "absterben", ist aber ein Erbstück von meiner Mutter namens Raynaud-Syndrom. Hab ich schon lange.

Als ich mit den unerkannten Lungenembolien bei diversen Ärzten war und über meinen Leistungsrückgang klagte, kam so unterschwellig, nicht laut ausgesprochen, eine Reaktion wie "Also, wenn Sie in IHREM ALTER noch einen MARATHON laufen können, dann stehlen Sie mir hier nicht die Zeit!"

TinaS
29.11.2011, 22:34
Dass sie bei feuchter Kälte weiß werden und "absterben", ist aber ein Erbstück von meiner Mutter namens Raynaud-Syndrom.

Kenn ich und kann bestätigen, dass es nichts mit Wechseljahren zu tun hat. Meine Mutter hatte das bereits als ganz junge Frau und hat mir erst am Wochenende verkündet, dass sie es jetzt nicht mehr hat, dafür aber mein Vater. :confused:

tina

Lizzy
16.10.2012, 10:13
In erster Linie richtet sich meine Bitte aber an Frauen und ihre Erfahrungen mit (auch etwas forcierterem) Sport / Laufen in den Wechseljahren und was das konkret - so ganz plastisch eben - bedeutet.
Diese Bitte richtete ich vor mehr als einem Jahr an die Öffentlichkeit, bekam Ratschläge, Tipps und Lesevorschläge, eigene Erfahrungen und mehr.

Aber jetzt kann ich - sollte sich jemand mit der gleichen oder einer ähnlichen Frage hieher verirren - auch selber eine ganz plastische Antwort liefern. Sie findet sich im weitgehend ungeschminkten und von daher etwas unappetitlichen Marathonbericht: Blutbad beim Marathon (http://powerlizzy.blogspot.de/2012/10/blutbad-beim-marathon.html).

Ich selber würde also auf die Frage: "Kann frau mit einer akuten Hypermenorrhoe (http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_menstruationsstoerungen-hypermenorrhoe_416.html) einen Marathon laufen?" inzwischen antworten mit:

"Sie kann. Sollte es aber - so sie nur einen Funken mehr Verstand im Hirn hat als ich selber - tunlichst unterlassen. Macht keinen Spaß"

Vielleicht in der Phase doch besser nur ein bisschen wellnessjoggen :wink:

harriersand
16.10.2012, 11:23
Oh Mann, Lizzy! Laufen wie im Märchen: ruckediguh, ruckediguh, Blut ist im... ach nee, so weit doch nicht, oder? Furchtbar, und unvorstellbar für mich, wie du da weitergemacht hast. Und das ist immer so doll bei dir? Wie belastend. Hormone willste nicht?
Ich drücke die Daumen, dass du da schnell mit durch bist und jetzt wünsche ich erstmal gute Erholung von der "Schlacht".

Lizzy
16.10.2012, 11:50
Oh Mann, Lizzy! Laufen wie im Märchen: ruckediguh, ruckediguh, Blut ist im... ach nee, so weit doch nicht, oder? Furchtbar, und unvorstellbar für mich, wie du da weitergemacht hast. Und das ist immer so doll bei dir? Wie belastend. Hormone willste nicht?
Ich drücke die Daumen, dass du da schnell mit durch bist und jetzt wünsche ich erstmal gute Erholung von der "Schlacht".

Hallo Ulrike,

im Schuh - an der Unterseite des Fußspanns - waren nur ein paar Blasen ;) durchs "ohne Strümpfe laufen" am "guten" Fuß, der nicht getaped war. Harmlos - gehen nichtmal auf.

So extrem schlimm ist es bei mir nicht immer - war es aber oft. Es kommen da mehrere Punkte zusammen: ich bin durch Übergewicht und Diabetesneigung eine typische Kandidatin für die Problematik. Dazu kommen ein Myom an blöder Stelle und eine leichte Form der Endometriose.

Nach dem Röntgenlauf im letzten Jahr setzte am Tag danach - noch im Hotel - eine derart extreme Blutung ein, dass erstens die Heimfahrt mit dem Zug kompliziert wurde und ich mich zweitens ziemlich erschrocken habe. Es dauerte lange, blieb heftig, ließ dann zwar nach, ging aber nicht ganz weg.

Als es nach drei Wochen Dauerblutung wieder heftiger wurde, bin ich dann doch mal zu einer Gynäkologin gegangen (ich vermeide Arztbesuche wo es irgend geht ;), die sich gemütlich im Stuhl zurücklehnte und dann etwas spitz meinte:

"Seit 3 Wochen, ja? Da kommen Sie dann doch jetzt schon ... Die letzte Patientin, die so lange gewartet hat, musste ich gleich weiterschicken ins Krankenhaus."

Musste sie bei mir aber nicht. Die Eisenwerte waren zwar total im Keller aber nicht wesentlich schlimmer als sonst immer. In dem Fall sah ich aber ein, dass ich irgendwas tun muss und stimmte einer Hormoneinnahme zu. Bekam irgendsoein Gelbkörperhormonpräparat und sollte es zunächst mit niedriger Dosierung versuchen.

Als ich zu Hause den Beipackzettel las auf dem was von "kann zu Gewichtszunahme führen, Diabetes und Bluthochdruck auslösen und verstärken ...", rief ich entsetzt in der Praxis an und meinte: "Das soll ich nehmen??? Die Nebenwirkungen brauche ich eigentlich nicht mehr - das hab' ich alles schon!" Mir wurde aber versichert, es wäre die leichteste der Möglichkeiten, die ich hätte und alles andre noch deutlich heftiger.

Ich pfiff die Teile zwei Zyklen lang ein und es geschah ein "kleines Wunder":


mein Blutdruck ging runter
ich nahm völlig von alleine 2 kg ab. Dabei habe ich tendenziell eher mehr gegessen weil hungriger gewesen (die waren hinterher aber genauso schnell wieder drauf. Leider)
Bauch- und Darmkrämpfe verschwanden komplett. Bei mir ist auch der Darm - vermutlich durch die leichte Endometriose - beteiligt und ich habe in den Zeiten teilweise heftige Krämpfe und Blähungen
nicht zuletzt verschwand das Blutungsproblem sehr schnell und vollständig. Während des nächsten halben Jahres war meine Periode so regelmäßig wie in jüngeren Jahren (und selbst da selten genug)



Das zeigt mir zwar, dass das Zeug an der richtigen Baustelle angedockt hat. Bringt mich aber nicht dazu, generell Hormone einzupfeifen sondern im Gegenteil zu dem Schluss, dass ich wirklich an Blutdruck, Diabetes und mithin am GEWICHT arbeiten muss. Außerdem "schrumpeln" die Problemzonen ja mit Wechseljahresende mit weg. Der ganze Komplex hängt zusammen - aber wie genau, das weiß auch Forschung und Wissenschaft noch nicht wirklich - und ich möchte nicht Symptome bekämpfen, was meiner Meinung nach eine Hormoneinnahme bedeutet. Selbst, wenn ich mit dem Zeug mehr essen dürfte ... :haarrauf::heul2::peinlich:

Auch für's Schnippeln isses jetzt wirklich zu spät, meine ich. Mochte den Gedanken nie. Aber jetzt erledigt sich alles doch sowieso demnächst von alleine :wink:

Sommergewitter
16.10.2012, 12:28
Sie findet sich im weitgehend ungeschminkten und von daher etwas unappetitlichen Marathonbericht: Blutbad beim Marathon (http://powerlizzy.blogspot.de/2012/10/blutbad-beim-marathon.html).
Boah, ist das ekelhaft! Wie kann man ein überhaupt nicht vorhandenes Gefühl für den eigenen Körper so selbstherrlich darstellen, in allen Feinheiten beschreiben und sich dabei auch noch so dermaßen toll vorkommen :klatsch:
Dieser Marathonlauf ist meiner Meinung nach in keinster Weise ein Zeichen von "Durchhalten und Selbstdisziplin", sondern eine massive Attacke gegen den eigenen Körper, verbunden mit Starrsinn und krankhafter Selbstgefälligkeit :klatsch:

Lizzy
16.10.2012, 12:29
Boah, ist das ekelhaft! :traurig:

Klummi
16.10.2012, 12:42
Hallo Lizzy,

Ich habe gerade Deinen Bericht gelesen und finde es sehr mutig und ehrlich von dir, dass du ihn geschrieben hast.
Eingangs hast Du genug Warnungen ausgesprochen , keiner wurde zum Weiterlesen gezwungen:zwinker5:
Für mich eine tolle Leistung unter diesen Umständen weiter zu laufen.
Viele andere mit vielleicht besseren Voraussetzungen hätten nicht den Biss gehabt.
Wünsche Dir gute Erholung !!

Viele Grüße Klummi

Lizzy
16.10.2012, 12:51
Ich habe gerade Deinen Bericht gelesen und finde es sehr mutig und ehrlich von dir, dass du ihn geschrieben hast.
..
Wünsche Dir gute Erholung !!
Dafür vielen Dank!

Aber ich sehe durchaus, dass die Vorschreiberin (wieso gehe ich eigentlich davon aus, das "Gewitter" muss in diesem Fall weiblich sein ...?)in einigen Punkten durchaus nicht ganz daneben liegt.

Andererseits erwähnte ich das selber im Bericht bereits. Ich zitiere mich:


dass mir meine Teilnahme wie ein Akt sinnloser Selbstzerstörung erscheint

Das darf und kann gerne auch nochmal betont werden!

feenchen
18.11.2012, 10:57
Ist zwar schon eine Weile nicht`s los hier.....aber ich gebe meinen Senf trotzdem ab!

Ich bin 45 Jahre, hatte ende letzten Jahres die typischen Schweissausbrüche, extreme Stimmungsschwankungen, starke Leistungseinbrüche, nicht wirklich Arbeitsfähig. Infektionen der Haut, aufgrund der Hormonschwankungen. Konnte mir das wirklich nicht gut leisten, da ich in einer Führungsposition bin, und mich täglich (behaupten, kämpfen, durchsetzen...) erklären muss. Da ist es schlecht mit "Stimmungsschwankungen", wenn man einen Chefarzt der besonderen Klasse vor sich hat:peinlich:
Ich hing total durch!
Meine Regel war ein leben lang unregelmässig, keine Kinder, trotzdem laut Labor und Bauchspiegelung alles "in Ordnung". Ich glaube, dazu muss ich nichts sagen........

Also Artzt riet mir Hormone einzunehmen. Da ging es dann richtig los:angst::haeh:

10 kg Gewichtszunahme in drei Monaten, 4 kg Wassereinlagerungen, Kurzatmigkeit und alles was dazu gehört. Masssive Schmerzen in der Brust usw.

Ich habe nach drei Monaten die Hormone und das Cortison für die Haut abgesetzt.
Ein neuer Plan musste her:
Auf die Ernährung achten, wieder wie vor ca 12 Jahren joggen, sport , Wochenplan, Familie miteinbeziehen, deligieren, abgeben.........uswusw...

jetzt, 10 Monate später, : zweimal wö. joggen, mittlerweile 12 km am stück, einmal wö. Tretrollerfahren und einmal wö. pilates. immernoch 12 stunden täglich ausser Haus, aber alle machen mit!
Ich habe 7 kg abgenommen, spüre, wenn ich an meine Grenzen komme und versuche gegen zu steuern. klappt ganz gut.

vergangenen Freitag habe ich dann wieder mit ca 10 tagen verspätung meine regel bekommen, schmerzen, leicht stimmungsschwankungen, ging grade so. in der woche vorher, kann ich oft keinen sport machen, da ich mich total elend fühle, aber ich akzeptiere das und warte eben ab. am dritten tag geht es dann wieder mit sport. jeden monat ein grosses Fragezeichen, wie läufts denn diesmal...

Aber ich bin froh, ohne Medikamente über die Runden zu kommen und bin eigentlich dankbar, dass mich diese Zeit zur eigenen Reflexion gebracht hat.

Aber LEUTE: echt grosse Schei... der ganze "Frauenkram", Wechseljahre usw.
Wer will die schon?

Wenn Männer solche Leistungseinbrüche im Arbeitsleben zu überstehen hätten, wüsste ich gerne wie die das wohl hinbekommen würden!?!?:abwart:

Keine Ahnung, was noch kommt.........aber Sport muss sein!!! und hat grosse Prio!!

liebe Grüße
Evamaria