Banner

Jedes Mal Wadenschmerzen nach dem Laufen

Jedes Mal Wadenschmerzen nach dem Laufen

1
Hallo miteinander,

ich bin neu hier, jogge aber schon seit der Kindheit - in den letzten Jahren aber nur sehr sporadisch. Früher war ich in der Leichtathletik, habe viel gekickt. Gegenwärtig fahre ich Rennrad und mache Kraftübungen. Wegen eines langen Schienbeinkantensyndroms habe ich 2 Jahre pausiert.

Leider habe ich (nur beim Joggen!) schon seit 2-3 Jahren das Problem, dass meine Waden schon während des Laufens zu zwicken anfangen, manchmal sogar so sehr weh tun, dass ich abbrechen muss. Nach dem Lauf fühlen sich die Waden immer total müde und schwer an, spätestens am nächsten Morgen kommt die Rechnung mit Schmerzen, die mir schlimmstenfalls fast das Gehen unmöglich machen.

Beim Arzt wurden aufs Geratewohl mögliche Krankheitsbilder in den Raum geworfen: Kompartment-Syndrom (passt aber nicht zum schlanken Körpertyp), Sheen Splint (passt nicht zu den Waden), Magnesiummangel (nehme ich ausreichend zu mir) bis hin zur erblichen Muskelentzündungsanfälligkeit.

Der einzige Hinweis, mit dem ich etwas anfangen konnte, war der, dass die Spannung der Fußsohle gering ist (Richtung Plattfuß) und es womöglich zur Fehlbelastung kommt.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und weiß mehr dazu/kann mir Tipps geben? Ich würde sehr gerne regelmäßig joggen, das ist so aber unmöglich, da ich nach jeder Runde 1-1 1/2 Wochen Pause brauche.

Zu mir:

25 Jahre/m./1,79m/79kg

Training:

3-5km/ca. 6 Minuten auf den KM (ginge deutlich schneller)
Vorderfuß-Mittelfußläufer (eine Mischung)



Über Anregungen freue ich mich!

2
Gruffer hat geschrieben: Vorderfuß-Mittelfußläufer (eine Mischung)
Achtest Du hier bewusst auf den Laufstil (willst also Fersenlauf um jeden Preis verhindern) oder ist das Dein "natürliches" Aufkommen?
Bild

Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

3
ruca hat geschrieben:Achtest Du hier bewusst auf den Laufstil (willst also Fersenlauf um jeden Preis verhindern) oder ist das Dein "natürliches" Aufkommen?
Sehr gute Frage. Ich habe mir damals bewusst den Vorderfußlauf versucht anzugewöhnen, was mir aber zu anstrengend war. Ich achte aber beim Laufen (nicht mehr) wirklich auf die Füße und hoffe, einigermaßen natürlich aufzukommen.

4
Ok, dann passt die Idee "krampfhafter Laufstil" nicht.

Kurz zu den "Plattfüßen". Die würden maximal dazu führen, dass Dir der Fuß selbst wehtut aber das ist gerne auch eine Standarddiagnose von Orthopäden, wenn sie keine andere Idee haben. Ich habe offiziell auch "Plattfüße" und bekam entsprechende Einlagen verpasst. Probleme habe ich nur, wenn ich die Dinger trage...

Nächste Idee: In was für Schuhen bist Du unterwegs? Falls es gestützte "Dämpfungsmonster" sind würde ich mal das genaue Gegenteil ausprobieren und die Füße die Arbeit machen lassen.
Bild

Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

5
Gruffer hat geschrieben:
Beim Arzt wurden aufs Geratewohl mögliche Krankheitsbilder in den Raum geworfen: Kompartment-Syndrom (passt aber nicht zum schlanken Körpertyp), Sheen Splint (passt nicht zu den Waden), Magnesiummangel (nehme ich ausreichend zu mir) bis hin zur erblichen Muskelentzündungsanfälligkeit.
Falscher Arzt, nur Vermutungen, keine Untersuchung, keine Diagnose - da würde ich ansetzen. Bei Schmerzen, die das Gehen unmöglich machen, wäre bei mir die Grenze der Leidensfähigkeit erreicht.
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

6
Ach, so gehts mir auch. Zweimal Einlagen anfertigen lassen, beide waren eher kontraproduktiv.

Ich laufe in Adizero Boston 9, meine alten asics waren besser gedämpft, in denen fing aber das Problem an.

7
Ein Orthopäde hat zumindest festgestellt, dass ich grundsätzlich eine harte Muskulatur habe und die Waden (laut Ultraschall) nicht verletzt sind, keine Einblutungen haben. Das war das höchste der Gefühle. Bei Sportmedizinern war ich schon des Öfteren, immer das Gleiche - Physiorezept, das zwar angenehm, aber nicht hilfreich war.

8
Vielleicht ist es einfach nur ein veritabler Muskelkater. Zwei Jahre Pause und dann wieder losballern wie früher.........
Wenn ich Wadenprobleme hatte, dann nur in einer. In beiden spricht für ein generelles Problem (z.B. Durchblutungsstörungen).
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

9
Hat inzwischen wieder etwas von der Kuh Elsa.....

Aus "beim Arzt" sind inzwischen mehrere Ärzte geworden, Einlagen tauchen auf.....
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

10
Starten wir nochmal ganz vorn:
Leider habe ich (nur beim Joggen!) schon seit 2-3 Jahren das Problem, dass meine Waden schon während des Laufens zu zwicken anfangen, manchmal sogar so sehr weh tun, dass ich abbrechen muss. Nach dem Lauf fühlen sich die Waden immer total müde und schwer an, spätestens am nächsten Morgen kommt die Rechnung mit Schmerzen, die mir schlimmstenfalls fast das Gehen unmöglich machen.
Nach welcher Distanz fangen die Waden an zu zwicken?

Ich habe mir zur Regel gemacht "Zwicken" und ähnlichen Problemen ca. 200-500m zu geben (je nach Intensität). Wenn die sich bis dahin nicht rausgelaufen haben bedeutet das (in einem Trainingslauf) gnadenlosen Abbruch.
Und dann 2-3 Tage (oder später falls man das Problem noch im Alltag merkt) später den nächsten Lauf - wieder maximal bis zum Zwicken (diesmal mit weniger Karenz, maximal 200m). Normalerweise kommt es dann später. Und ein paar Läufe später ist es endgültig weg.

Wenn Du erst abbrichst, wenn Du "musst" gerätst Du in einen Teufelskreis und schaffst es aus einer Kleinigkeit ein großes Problem "heranzuzüchten".
Bild

Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

11
Das ist unterschiedlich. Ich hatte es schon nach einem KM, da breche ich dann auch ab. Normalerweise aber gegen Ende des Laufs (KM 3-4).
Dehnen und "Mobi" sowie Blackroll habe ich auch lange Zeit vor dem Lauf gemacht, das hat nichts gebracht.
In Anbetracht meiner sonstigen Verfassung finde ich 6 Min./Km nicht sehr intensiv (durchschn. HF bei diesem Tempo: 150), langsamer laufen ist mir kaum möglich, wenn ich noch joggen will.
Ich bin sonst auch häufiger zu Fuß unterwegs und eben auf dem Rennrad/Mountainbike, da kenne ich das nicht.

12
Gruffer hat geschrieben:Das ist unterschiedlich. Ich hatte es schon nach einem KM, da breche ich dann auch ab. Normalerweise aber gegen Ende des Laufs (KM 3-4).
Dann würde ich erstmal schauen, ob du es hinbekommst 2,5-3km stabil zu laufen und von dort aus langsam aufzubauen.
Dehnen und "Mobi" sowie Blackroll habe ich auch lange Zeit vor dem Lauf gemacht, das hat nichts gebracht.
Auch wenn es viele machen ist es bei kalten Muskeln sehr problematisch. Und auch hinterher kann man mit Dehnen recht viel anrichten, wenn man es falsch macht...
In Anbetracht meiner sonstigen Verfassung finde ich 6 Min./Km nicht sehr intensiv (durchschn. HF bei diesem Tempo: 150), langsamer laufen ist mir kaum möglich, wenn ich noch joggen will.
Kenne ich, ist bei mir genauso. Krampfhaft langsam zu laufen würde Dir auch nicht weiterhelfen.
Bild

Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

14
ruca hat geschrieben: Auch wenn es viele machen ist es bei kalten Muskeln sehr problematisch. Und auch hinterher kann man mit Dehnen recht viel anrichten, wenn man es falsch macht...
Das wusste ich nicht! Da hat mir Physiotherapeutin was anderes gesagt.

16
Phlebologe
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
__________________________________________

BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

17
In der Kindheit gejoggt, Leichtathletik betrieben, viel gekickt, Rennradfahrer, Krafttraining, kein Übergewicht......und nun im hohen Alter von 25 Jahren spielen die Waden beim Rentnerlauftempo nicht mehr mit. Ich bin da ganz bei der Omma. :zwinker5:
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

18
Hmm, spricht dagegen nicht der Umstand, dass ich beim Radfahren (mit hoher Intensität) keine Probleme habe?
Ansonsten ist das natürlich einen Gedanken wert.

19
Du wiegst 79KG?

"Beim Gang wirkt das Körpergewicht beim ersten Bodenkontakt ca. 1,5 fach, beim Lauf ca. 2 bis 2,5 fach.
(Bsp. Ein 80 kg schwerer Mann erzeugt beim Fußaufsatz eine Kraft von ca. 160 - 200kg)
Die auftretenden Kräfte in der Abdruckphase übersteigen beim Laufen das bis zu 6 fache des eigenen Körpergewichts."

https://www.laufanalyse-frankfurt.de/bi ... aufen.html
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

20
Ja, durch den Kraftsport und die entsprechende Ernährung habe ich vor 5 Jahren 10kg zugenommen... Mein KF-Anteil ist "normal" (ca. 15-19%) und wie Hulk sehe ich auch nicht aus, da gibts ganz andere Kandidaten, die dann auch noch mit Bleiweste rumrennen.
Ich würde sagen, ich habe einen Freizeitsportler-Körper.

21
Den Körper bewegst Du beim Radfahren im Sitzen. Die Belastung ist anders als beim Laufen. Ich hätte gedacht, das wäre klar geworden.
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

22
Meine Antwort dazu kam ja vor deinem Hinweis auf die wirkenden Kräfte.
Ich bezog mich dabei außerdem auf den Hinweis von Omma, ich könne eine gestörte Durchblutung haben. Die ist, nach meinem Verständnis, beim Radeln nicht sehr viel anders tätig als beim Joggen - zumindest, wenn die HF ähnlich ist.

24
Bei solchen Problemen und
Gruffer hat geschrieben: Vorderfuß-Mittelfußläufer (eine Mischung)
gehen bei mir immer die Alarmglocken an. Wie schaut es denn mit der Ferse aus, berührt sie je den Boden oder läufst du nur auf den Ballen, was sehr in den Waden reinhaut?

25
ein halbwegs gescheiter Phlebologe hat so einige Grunduntersuchungen. Da kann dann einiges ausgeschlossen werden. ich durfte auch Blut spenden für Sonderlabor. Was es genau war, k.A. mehr - war 2012.
Auch die (Blut)Strömungsuntersuchung fand ich einfach faszinierend
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
__________________________________________

BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx
Antworten

Zurück zu „Gesundheit & Medizin“