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Laufen mit gebrochener Nase

Laufen mit gebrochener Nase

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Hallo zusammen!

Ich habe mir vor 3 Tagen die Nase gebrochen. Ich wurde nach dem Röntgen allerdings gleich ohne weitere Behandlung heim geschickt. Ich soll in 2 Wochen zum HNO und sonst nix. Schonen und kühlen. Ich hab gefragt, wie eingeschränkt ich bin und die Ärztin meinte gar nicht. Schonen eben aber auch nur wegen eventueller Schmerzen. Ich bin komplett schmerzfrei schon die ganze Zeit. Sie ist etwas geschwollen aber das wars auch schon. Nun meine Frage, ab wann meint ihr kann ich es probieren wieder zu laufen? Ich laufe halt echt regelmäßig und brauche das auch zum Ausgleich vom Büro. Ich war jetzt Radfahren gestern und hab zu Hause ein paar Übungen gemacht. Alles gut nachwievor. Meine Schwester meinte, es könne nix passieren wenn ich bissl was mach und ich soll einfach auf mein Gefühl hören. Fußballer sind ja auch oft wieder schnell drin. halt mit Maske aber die brauch ich ja nicht. danke für eure Tipps

Re: Laufen mit gebrochener Nase

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Die Nase gehört nicht zum Bewegungsapparat beim Laufen :)
Solange nichts weh tut oder anfängt zu bluten würde ich _locker_ joggen. Keine Schiene oder Gips, also wohl eher unkompliziert. Intervalle und Tempoläufe ein paar Wochen verschieben.

Wobei ja tatsächlich oft zu einer Sportpause geraten wird. Vielleicht tatsächlich 1-2 Wochen Auszeit und schonen.

Re: Laufen mit gebrochener Nase

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@Maartin danke dir. hm ja, so schwierig irgendwie. Ich dacht, dass die Stoesse evt nicht sonderlich gut sind für die Heilung... vorallem wenn es ums zusammen wachsen geht und dann immer ein stoß kommt. Ich denk ich werd es nach einer Woche probieren. Es ist echt verrückt... wenn ich nicht wüsste, dass sie gebrochen ist, wuerde ich es echt nicht merken. ausser beim drauf greifen natürlich. 😅 das mit dem bromelain...danke aber so wild sieht es nicht aus. Und ich gebe jeden Tag die kühlende salbe vom mayerhofer drauf 😊

Re: Laufen mit gebrochener Nase

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Hallo ihr,

das Folgende setze ich in die Forumswelt ohne Absicht eines Vorwurfs, an wen auch immer. Lediglich als Denkanstoß und Verhaltensvorschlag gemeint, den ich mir schon vor längerer Zeit zu eigen machte und immer gut damit fuhr.

Angenommen mir widerfährt ein Missgeschick, das ich von einem Arzt befunden lassen muss. In der Regel, weil's weh tut, mich einschränkt oder aus anderen Gründen "beunruhigt". Der sagt mir dann, dass da - ganz allgemein gesprochen - durch mein Missgeschick körperlich etwas "in Unordnung" geraten ist. Dass es aber nicht so schlimm sei, überdies ohne weitere Maßnahmen abheilen wird, ich müsse mich nur "etwas schonen".

Weiteres wichtiges Puzzleteil des Szenarios: Ich bin passionierter Läufer. Das Laufen hat in meinem Leben einen hohen Stellenwert. Wenn ich nicht laufen kann, ist meine Lebensqualität massiv eingeschränkt (Für mich persönlich gilt das, wie ich gerade mal wieder nach Meniskus-OP "nachhaltig genervt" feststelle).

Ist es, wenn die Dinge so liegen, nicht hyperlogisch zum Abschluss der Behandlung/Konsultation des Arztes die Frage zu stellen: Was bedeutet "schonen" in meinem Fall. Und auf den Punkt gebracht, nachdem ich meinem Gegenüber verdeutlicht habe wie wichtig mir das Laufen ist: Wann (eventuell auch wie) darf ich wieder laufen?

Mein ärztliches Gegenüber wird sich dazu einlassen. Dessen Aussage muss - je nach Erfahrung und Einstellung zum (Lauf-) Sport -nicht immer der medizinischen Weisheit letzter Schluss sein, liefert aber zumindest einen Anhalt.

Noch mal deutlich gesagt: Es geht darum des "Schonen" zu hinterfragen und zu einem Verhalten, das mir sehr wichtig ist - Laufen - in Beziehung zu setzen. Der Doc denkt bei "schonen" breitbandig. Als verhinderter Läufer denke ich dagegen selektiv.

Gruß Udo

Re: Laufen mit gebrochener Nase

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U_d_o hat geschrieben: 02.06.2024, 12:18 Mein ärztliches Gegenüber wird sich dazu einlassen. Dessen Aussage muss - je nach Erfahrung und Einstellung zum (Lauf-) Sport -nicht immer der medizinischen Weisheit letzter Schluss sein, liefert aber zumindest einen Anhalt.
Es hilft sehr seine Ärzte und insbesondere deren Einstellung zum Sport ein bisschen zu kennen, um deren Anweisungen besser einschätzen zu können.

Mein bisheriger Haus- und Sportarzt ist begeisterter Triathlet und Marathonläufer, von dem kommen so Aussagen wie lieber das Laufen etwas einschränken und dafür mehr Radfahren. Wenn ich eine Woche später mit der selben Verletzung zum meinem Orthopäden gehe, der zwar Mannschaftsarzt einer erfolgreichen Bundesligamannschaft, selbst aber Typ übergewichtiger Golfer und Hobbysportlern gegenüber eher kritisch eingestellt ist, dann verordnet der mir sechs Wochen Sportpause. Der für mich sinnvolle Weg lag meist irgendwo dazwischen.

Mein neuer Hausart betreibt Crossfit und sagt von sich selbst, dass er nur äußerst selten Sportverbot erteilt, da weiß ich gleich, worauf ich mich einstellen muss.

Re: Laufen mit gebrochener Nase

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Run4Cake hat geschrieben: 02.06.2024, 13:02
U_d_o hat geschrieben: 02.06.2024, 12:18 Mein ärztliches Gegenüber wird sich dazu einlassen. Dessen Aussage muss - je nach Erfahrung und Einstellung zum (Lauf-) Sport -nicht immer der medizinischen Weisheit letzter Schluss sein, liefert aber zumindest einen Anhalt.
Es hilft sehr seine Ärzte und insbesondere deren Einstellung zum Sport ein bisschen zu kennen, um deren Anweisungen besser einschätzen zu können.

Mein bisheriger Haus- und Sportarzt ist begeisterter Triathlet und Marathonläufer, von dem kommen so Aussagen wie lieber das Laufen etwas einschränken und dafür mehr Radfahren. Wenn ich eine Woche später mit der selben Verletzung zum meinem Orthopäden gehe, der zwar Mannschaftsarzt einer erfolgreichen Bundesligamannschaft, selbst aber Typ übergewichtiger Golfer und Hobbysportlern gegenüber eher kritisch eingestellt ist, dann verordnet der mir sechs Wochen Sportpause. Der für mich sinnvolle Weg lag meist irgendwo dazwischen.

Mein neuer Hausart betreibt Crossfit und sagt von sich selbst, dass er nur äußerst selten Sportverbot erteilt, da weiß ich gleich, worauf ich mich einstellen muss.
da gebe ich dir vollkommen recht. Es ist echt schwierig und man ist auch natürlich sehr gefordert auf seinen körper zu hören und den hausverstand einzuschalten. Aber so wie bei dir, fällt es mir auch extrem schwer ruhe zu geben, wenn es mir Grunde gut geht. Ich bin jetzt mal auf Radfahren ausgewichen, spazieren und leichte übungen mit widerstandsbaendern. Beim Radfahren machen mich Unebenheiten etwas nervös, wegen dem stoss aber da bin ich nun jedesmal einfach aufgestanden vom sattel 😅. rein hausverstand maessig, denk ich eben, dass die stoesse beim Aufprall beim laufen nicht so optimal sind. grad am Anfang. Also lieber einmal mehr Ruhe, als zu wenig. Auch wenn theoretisch in meinem Fall nix passieren könnte.

Re: Laufen mit gebrochener Nase

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Um das noch einmal zu betonen: Mein auf viele "Anwendungsfälle" zielender Beitrag rät zwar zu einer konkreten Vorgehensweise, legt jedoch im Ergebnis niemanden fest. Eine solche Absicht wäre grob fahrlässig und an Überheblichkeit nicht zu überbieten. Denn jede Erkrankung/Verletzung, mit der sich der Lädierte durch medizinische Instanzen schleppt, ist einzigartig. Das wissen sicher nur wenige besser als ich selbst, der ich mich in 70 Jahren schon auf Kindesbeinen meist mit Ehrgeiz betriebenen Sports doch recht häufig "abschoss". Ambitioniert Sport treiben, sich selbst in seine Grenzregionen treiben, ist immer auch ein bisschen ein Ritt auf der Rasierklinge. Dabei schnitt ich mich immer wieder und trug meine Wunden in Arztpraxen. Machte sich jemand die Mühe meine in diesem Unterforum geposteten Beiträge nachzulesen, er stieße auf reichlich Material. Dabei erkannte ich nach und nach, dass man als Patient nicht unmaßgeblich zum Erfolg eines Arztbesuches beitragen kann. Eben zum Beispiel / u.a. damit, die Anweisungen/Äußerungen seines medizinisch denkenden Gegenübers zu hinterfragen.

Und doch ist vieles am "Schleppen durch die medizinischen Instanzen" auch dem Zufall überlassen, von Unwägbarkeiten geprägt. Das fängt mit der Arztwahl an. Viele sporteln nicht in meiner komfortablen Situation, die sich so umreißen lässt: Mein Sportarzt kennt mich - meinen Körper und die Glaubwürdigkeit meiner Aussagen als Sportler, die Weise mich auszudrücken, etc. - schon viele Jahre. Zudem strotzt er mit über 60 Lebensjahren und entsprechend vielen Berufsjahren nur so vor Erfahrung. Lief überdies in der Jugend in der Weltspitze des Marathonlaufs mit (Bestzeit in den 1980er-Jahren: 2:12 Stunden). Und zu schlechter Letzt war er vor ein paar Jahren selbst Patient mit einem total kaputten Knie (alle Bänder abgerissen). Er betrachtet, was ich in seine Praxis trage, also mit einem sicher selten anzutreffenden Dreiklang: Ärztliche Kompetenz, Beeindruckende Erfolge als Läufer und Erfahrungen als Patient. "So jemand" rät einem leidenschaftlichen Läufer nicht leichtfertig. Weder in der einen noch in der anderen Richtung. In der Vergangenheit unterwarf ich mich seinem Urteil und seinen Anweisungen zunehmend "sklavisch". Weil ihm sein Erfolg an mir immer Recht gab. Bislang hat er mich noch immer wieder laufend auf die Beine zurückgestellt. Wenn dazu eine Laufpause nötig war, zögerte er letztlich jedoch nicht, sie mir nahezulegen. Das begann mal mit 6 Wochen als ich das erste Mal in seiner Praxis vorstellig wurde. Das war 2009. 2015 verdonnerte er mich gar dazu zu 3 Monate die Beine still zu halten. Zu einer Zeit als ich schon fest entschlossen war im darauffolgenden Jahr beim Spartathlon zu starten. Was ich erreichte, gelang mir nicht zuletzt wegen seiner fantastischen ärztlichen Begleitung.

Aber welcher Läufer kann schon so einen Weißkittel "sein Eigen nennen"? Je jünger du bist, umso wahrscheinlicher ist es, dass du dir erstmalig einen Arzt für dein Weh suchen musst. Kann klappen, muss aber nicht. Neben Wissen und Erfahrung spielt auch die Einstellung des Docs eine große Rolle. Wie oft las ich hier im Forum schon von Orthopäden, die auf Läsionen am Laufapparat lediglich mit "weniger Laufen" oder "gar nicht mehr laufen" reagierten. Ähnliches kann in dramatischer Situation auch einem "gewieften mit allen Verhaltens-Wassern" gewaschenen Alt-Patienten wie mir passieren. Jüngstes Beispiel: Mein aktuelles Meniskusleiden. Mein SportDoc war sich von der ersten Minute seiner Untersuchung an sicher: Innenmeniskus lädiert! Ich selbst war geneigt ihm zuzustimmen, weils genau da wehtat, wo diese blöde Knorpelscheibe ihre Dienste 70 Jahre klaglos versah. Und ich wusste vom ersten Moment der Beschwerden an, dass da was "kaputt gegangen" war. So was fühlst du, wenn du deinen Körper über Jahrzehnte permanent beargwöhnst. Das angestrengte MRT ließ das Ganze als vergleichsweise harmlos erscheinen. Sollte konservativ zu beheben sein. Wenig laufen, mehr Radfahren, Dehnen, Faszienbehandlung. Klappte nicht, es wurde schlimmer. Also schickte mein Sportarzt mich zum Orthopäden. Da gibt es Spitzenleute in meiner Nähe, zu denen Leistungssportler aus aller Welt pilgern, um sich ihr Knie wieder richten zu lassen. Einer dieser Orthopäden zog die Diagnose in Zweifel. Das bisschen Einriss im Meniskus könne kaum solche Problem bereiten, das könne ich schon seit zig Jahren mit mir rumgeschleppt haben. Also Kortisonkur, danach versuchsweise wieder mit Laufen beginnen. Das Kortison bügelte die Entzündung nieder, dennoch spürte ich immer mal wieder, dass der "Dämon im Knie" nicht verschwunden war. Das bewahrheitete sich als das Ausschleichen der Kortisongabe beendet war und ich mit Trainingsplan meines Sportarztes versehen wieder mit Laufen begann. Also wenn man Laufen nennen will, wenn nach den ersten 3 km das Knie geradezu explodiert und ich eine Woche kaum mehr gehen kann. Es war weit schlimmer als all die Wochen zuvor. Schlussendlich wieder zum Orthopäden, auf Wunsch meines Sportarztes zwar in derselben Einrichtung, aber dort zum "fachlichen Boss und anerkannten Wunderheiler". Ich wollte IHN, egal wie lange ich warten muss. Ich hatte Glück, war überdies in den verstreichenden drei Wochen im Urlaub. Und dann war alles klar: Neues MRT. Das zeigte den (zwischenzeitlich verschlimmerten?) Defekt des Meniskus. So deutlich, dass ich den "runterhängenden Lappen" selbst sehen konnte. Und zur Renommeerettung aller anderen Docs, die sich meiner in dieser Sache zuvor annehmen, ist festzustellen, dass das erste MRT an derselben Stelle nicht den mindesten (!) Defekt darstellt. Darum nun die OP, Teilresektion des Innenmeniskus links. Mal sehen, wie lange ich die Füße läuferisch stillhalten muss. 14 Wochen vom OP-Termin bis zum ersten Laufschritt im Freien werden im Grundsatz empfohlen. Mal sehen, ob ich früher werde laufen können, was - gemäß Aussage meines Operateurs - wegen meines "guten Allgemeinzustands (den ich selbst so gar nicht fühle zur Zeit)" wahrscheinlich sein soll.

Was ich bis jetzt unerwähnt ließ und in Richtung "unsägliches Verhalten von Orthopäden" geht, wie weiter oben angedeutet: Der erste Orthopäde, dem ich andeutete wie viel ich laufe wie oft ich Marathon und Ultra lief, rutschte ein "äußerst schädlich" über die Lippen. Danach ging er rasch, freundlich und verbindlich zum Diagnostizieren über, als wäre er selbst nach seiner komplett überflüssigen, in der Sache höchst relativen Äußerung erschrocken. Wo doch gerade einer wie er wissen muss, dass die schädliche "Dosis" von etwas von Mensch zu Mensch erheblich schwanken kann.

Die Länge dieses Beitrages zeigt, wie wenig ich derzeit mit Laufen und "schriftstellerischer" Auswertung des Erlaufenen beschäftigt bin. Aber es drängt mich auch Exemplarisches darzustellen, wo ich das vermeintlich im selbst Erlebten auszumachen glaube. Ob und wie rasch man als Läufer nach Krankheit oder Läsion wiederhergestellt wird, hängt von vielen Gegebenheiten ab, von denen man aber einige massiv beeinflussen kann: Hingehen, nicht nur klagen, vor allem mit klaren Worten darstellen. Woanders hingehen, wenn einem nicht zugehört wird. Mehrfach hingehen, wenn anfängliche Ansätze scheitern. Alle Aussagen hinterfragen, um Verdeutlichung bitten. Klare Handlungsanweisungen einfordern, sich keinesfalls mit unscharfen Formulieren zufrieden geben. Schonen? Was bedeutet Schonen für mich als Läufer. Wann darf ich und dann in welchem Umfang darf ich wieder laufen? Und so weiter.

Gruß Udo

Re: Laufen mit gebrochener Nase

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Selbige 6 Wochen lang nicht in Dinge stecken, die einen nichts angehen ;-)) .
Beim Küssen kurz vor dem Lippenkontakt den Kopf leicht zur Seite neigen - dabei darauf achten, wie sich das Gegenüber verhält.

Ich selber bin am 20.4. d.J. handgeküsst worden - von einer Kreissäge :teufel: So wie ich das sehe, werde ich wohl wieder selber herausfinden müssen, wann ich wie mit dem Laufen beginnen kann. Davor muss ich aber all die täglichen Dinge regeln, die ich z. Zt. vor mir herschieben muss.

Knippi

Re: Laufen mit gebrochener Nase

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hardlooper hat geschrieben: 03.06.2024, 08:17 Selbige 6 Wochen lang nicht in Dinge stecken, die einen nichts angehen ;-)) .
Beim Küssen kurz vor dem Lippenkontakt den Kopf leicht zur Seite neigen - dabei darauf achten, wie sich das Gegenüber verhält.

Ich selber bin am 20.4. d.J. handgeküsst worden - von einer Kreissäge :teufel: So wie ich das sehe, werde ich wohl wieder selber herausfinden müssen, wann ich wie mit dem Laufen beginnen kann. Davor muss ich aber all die täglichen Dinge regeln, die ich z. Zt. vor mir herschieben muss.

Knippi
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