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Von Mäusebussard von hinten beim Laufen angegriffen

Von Mäusebussard von hinten beim Laufen angegriffen

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Hallo Lauffreunde,

es klingt unglaublich, ist jedoch kein Einzelfall (wie ich recherchiert habe). Ich wurde diese Woche Mittags beim Laufen von einem Mäusebussard angegriffen.
Das verhielt sich so: Ich wählte einen neuen Laufweg in einem von meinem Wohnort benachbarten Wald zum Laufen. Es war ein sonniger Tag. Gegen zu viel Sonne hatte ich mein Laufcap an und war ganz locker in einem 5er Pace Schritt unterwegs. Ich lief gerade einen ziemlich geraden Wirtschaftsweg entlang, als ich von hinten unvermittelt einen Schlag gegen den Kopf bekam. Mein Laufcap und meine leichte Brille, die ich immer nur zum Laufen trage, wurden zu Boden geschleudert. Mein Puls raste in die Höhe, da sah ich einen aufgebrachten Bussard von links über die Baumwipfel wegziehen, der sich auch noch mit Schreilauten bemerkbar machte. Ich suchte erst mal mein Laufcap, das ein wenig weiter vorne auf dem Boden lag. Meine Brille vergaß ich bei dem Schreck erst mal. Doch kaum hatte ich die Kappe in der Hand und begutachtete die Krallenspuren auf der Oberseite, da setzte der Greifvogel erneut von hinten an mich anzugreifen. Ich gerstikulierte, schrie "Hau ab"... und legte vor allem Tempo und einen kleinen Zickzackkurs an den Tag. Mein Puls raste jetzt richtig; gibt es denn so was?... Der Bussard wagte noch einen zweiten Anlauf, drehte dann jedoch ab. Ich lief stramm weiter in der Hoffnung, dass nicht noch mal Gefahr aus der Luft drohte. Der Vogel war nicht mehr zu sehen. Ich war so geschockt, dass ich erst nach rund einem halben Kilometer merkte, dass ich die ganze Zeit schon ohne Brille lief :wink: .


Ich mußte somit noch mal zurück, doch der Greifvogel war nicht mehr zu sehen und auch nicht zu hören. Da ich mir den "Tatort" merkte, fand ich auch meine Brille schnell wieder.

Wie ich nachgelesen habe sind Bussarde in der Brutzeit (Mai-Juni) gefährlich, wenn man zu nahe an den Brutplatz gelangt. Doch ich hatte wohl noch mal Glück gehabt. Das soll auch schon mal Kopfverletzungen bei Läufern gegeben haben. Siehe: Blutiger Revierkampf: Wütender Bussard greift Jogger an

Doch mir ist das in 25 Laufjahren zum ersten Mal passiert. Bisher wurde ich nur einmal von einem kläffenden Pinscher in die Wade gezwickt, insofern ist auch dieser Zwischenfall harmlos. Ich wünsche alle viel Freude beim Laufen im Wald, und im Mai / Juni das Laufcap nicht vergessen. :wink:

Mit läuferischem Gruß
Leichtlauf

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Und jährlich grüßt das Murmelt.. ähm, der Mäusebussard :zwinker2: . Guck Dich mal hier im Forum um, da bist Du nicht die einzige, die während der Brutzeit einem Greifvogel zu nah gekommen bist und verscheucht wurdest. Ich würde mir in den nächsten Wochen eine andere Laufroute suchen, sonst wirst Du möglicherweise weitere Begegnungen mit dem Kollegen haben :nick:
Lieben Gruß
Sabine


**** Ich soll mit ein Ziel setzen, habe ich gehört :zwinker2: ... also gut: ich will endlich den A... hochbekommen und wieder mit Spaß laufen können. Und nicht nach 5km völlig fertig sein. Also runter vom Sofa und raus geht's ... :nick: ****

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Rennschnecke1 hat geschrieben:Und jährlich grüßt das Murmelt.. ähm, der Mäusebussard :zwinker2: . Guck Dich mal hier im Forum um, da bist Du nicht die einzige, die während der Brutzeit einem Greifvogel zu nah gekommen bist und verscheucht wurdest. Ich würde mir in den nächsten Wochen eine andere Laufroute suchen, sonst wirst Du möglicherweise weitere Begegnungen mit dem Kollegen haben :nick:
So sieht es aus :daumen: Der Bussard meint es nicht böse, es ist sein Instinkt, die Brut zu beschützen :wink:

Gruss Tommi

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Das ist ja wohl der Hammer! So etwas habe ich noch nie gehört.

Ich liebe Vögel und (so blöd es kling) wäre ich sogar froh, wenn mir so etwas mal passieren würde :D
Schöne Grüße aus der grünen Mark Österreichs

Die Vögel

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Hallo Leichtlauf,

vor fast genau einem Jahr, im Mai 14 bin ich ebenfalls im Wald (hier in Schleswig-Holstein) hinterrücks von einem Bussard angegriffen und am Hinterkopf (leicht) getackert worden. Meine Läuferkarriere war gerade mal 3 Monate jung. Ich habe mich ebenfalls ziemlich aufgeregt und war noch lange Zeit empört, wie solch ein Flattermann es wagen kann, einen 100 kg-Mann wie mich anzugehen. Mein grauer Kurzhaarschnitt sieht zwar ein wenig wie Kaninchenfell aus, aber der Rest dürfte kaum dem Beuteschema entsprechen, sodass es wohl um die Verteidigung der Brut ging.

Drei Wochen später bin ich die gleiche Strecke zusammen mit einem Freund gelaufen, weil ich die Vogel-Attacke für ein einmaliges Ereignis hielt, aber wir sind wieder angegriffen worden. Diesmal zwar nur Scheinattacken, aber der fliegende Frechdachs macht doch ordentlich Eindruck, da man ihn nicht kommen sehen und nicht hören kann und wenn man das Rauschen der Schwingen hört ist es schon zu spät. Dass es nicht gefährlich ist, abgesehen von irgendeiner Hasenpest, die man sich da theoretisch einhandeln kann, ist schon klar, aber es stört doch das friedfertige Dahintraben erheblich und ich meide die Strecke im Frühling und Frühsommer.
(Wie man sich - verehrter Kollege - wünschen kann, von einem Bussard angegriffen zu werden ist mir unklar.)

Grüße
Andreas

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Der Wahnsinn!
Das hab ich ja zum ersten Mal gehört! Stelle mir das schon ganzu schön schmerzhaft vor, solche Bussarde sind ja nun nicht gerade klein, von den Krallen mal abgesehen..

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Hallo natty,
na ja, das mit dem Schmerz war in meinem Fall nicht sooooo schlimm. Genau gesagt hatte ich gar keinen. Mein Sohn hat, als ich nach dem Lauf erschöpft auf dem Gartenstuhl saß, ein paar Blutstropfen in meinem nassgeschwitzen Haupt entdeckt und später im Spiegel konnte ich drei oder vier Nadelstiche auf der Kopfhaut ausmachen. Andererseits.....bin ich natürlich auch ein so ein zäher Indianer......OK.
Bei Bruder "Leichtlauf" hat die Kappe wohl derartig schwere Verletzungen verhindert. Ich denke aber, dass der Vogel auch Schlimmeres anrichten könnte, wenn er versucht hätte, mich wie ein Beutetier zu packen. Die Flügelspannweite bei einem ausgewachsenen Bussard ist ja schon ganz ordentlich - schätze : 60 cm.
Ich wüsste natürlich gerne, ob es Papa oder Mama Bussard war(?). Vielleicht können zufälliug anwesende Ornithologen helfen.

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Hi Leichtlauf, das ist mir vor wenigen Wochen auch passiert. Der Schlag auf den Hinterkopf war schön ziemlich heftig, weil auch so unerwartet und überraschend, wie, als würde man unvermittelt einen Fußball an den Schädel geschlagen bekommen. Zum Glück hatte ich ebenfalls ein Cap auf, das im hohen Bogen durch die Luft flog und dass danach zwei schöne Krallenrisse aufwies. Nicht auszudenken, wenn sich diese Krallen in meinem Haar, direkt in meine Kopfhaut gekrallt hätten...
Nach dieser Attacke kam dieser Vogel auch noch einmal einen Scheinangriff geflogen. Bis zur nächsten Stadt waren es noch über einen 1 km auf freiem Feld. Ich war so eingeschüchtert, dass ich mich alle paar Meter umdrehte, ob ich irgendwie diesen Vogel entdecken konnte. Zum Glück nicht...
Ich setze jetzt grundsätzlich ein Cap auf.
Seltsam ist, dass ich diese Strecke sonst immer - wie viele andere - mit dem Rad befahre, es sind auch Hundebesitzer unterwegs und mir als Radfahrer das wenige Tage davor und danach nicht passiert ist...

Fakt ist: das ist reiner Nestschutz bzw. Schutz für die Jungen, die gerade flügge werden... Helfen kann mit einem Stock über dem Kopf zu laufen, weil immer der höchste Punkt attackiert wird, so haben wir mir hier einige bekannte Läufer mitgeteilt.
Das kann also immer wieder passieren, je nachdem, wo diese Vögel gerade ihr Nest gebaut haben und im Frühjahr werden die Jungtiere dann flügge...

Wenn es massiv ist, kann es helfen, dem Forstamt o. ä. Bescheid zu sagen. Die können für diese Zeit - wie hier auch schon geschehen - diese Wege vorübergehend absperren, sodass keine Gefahr für den Mensch besteht und der Vogel vor allen Dingen in Ruhe seinen Jungen das Fliegen beibringen kann. Jedenfalls wäre das besser, als den Vogel dafür zu bestrafen, denn der Mensch nimmt nun einmal ziemlich viel Raum ein und verdrängt Pflanzen und Tiere...

Ich war zwar auch geschockt und es tat ganz schön weh, aber auf der anderen Seite verhalten sich diese Tiere nur instinktiv und wollen potentielle Gefahr abwehren.
09.04.2015: 5 km WK - 27:44 Minuten :schwitz:

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Hallo Heinrich55,

ich danke dir für deinen Beitrag. Allerdings, sehe ich es nicht so harmlos, dass es "nicht gefährlich" sei. Die scharfen Krallen im Kopf oder Gesicht; das kann auch mal ganz anders ausgehen. Ich meide diese Strecke seither strikt, werde bestenfalls im Juli/ August dort mal wieder aufkreuzen.
Läuferische Grüße
Leichtlauf

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Hallo Sizilienstern,

das war ja fast wie bei mir mit deiner unliebsamen Begegnung.

Meine Strecke ist relativ selten befahren, auch tummeln sich dort kaum Radfahrer oder andere Läufer. Ich werde jedenfalls keine Info an das Forstamt geben, das bringt glaube ich in diesem Fall nichts. Ich habe nun auch keinen Frust gegen Vögel denn wie du zutreffend beschreibst, die machen nichts anderes als ihnen ihre ureigene Natur vorgibt. Ich bin eher sehr beeindruckt von diesen mächtigen Tieren, denen in Brutverteidigung offensichtlich auch kein Mensch zu groß ist.

Auch dir läuferische Grüße
Leichtlauf

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Ja, als ich deinen Beitrag las, fragte ich mich kurz, ob ich ihn geschrieben habe. ;) Da es sich bei mir um meinen Arbeitsweg handelt, den ich einmal gelaufen statt Rad gefahren bin und es sich um einen Weg entlang einer Landstraße handelt, werde ich es auch nicht melden - ich hatte wohl auch einfach Pech wegen der Uhrzeit (kurz nach 6 Uhr morgens) und weil meine Kappe gelb war (also auch sehr leuchtend)... So gesehen wäre ich da als Vogelmutter auch ziemlich angepisst! ;o)

Ich denke, mit Repsekt laufen wir am besten weiter - und dem aufmerksameren Blick nach hinten in dieser Jahrzeit. ;)
09.04.2015: 5 km WK - 27:44 Minuten :schwitz:

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Hallo zusammen,

hier in Stuttgart gab es im Park diverse Elstern, die ihre Brut verteilt haben. Nachdem die Stadt über die Angriffe informiert worden ist, hat sie den Bereich einfach für Fußgänger und Radfahrer gesperrt.

Auch im Wald habe ich ähnliches schon gesehen. In sofern kann eine Info an das Forstamt schon helfen andere vor dem selben Konflikt zu bewahren.

Holger801

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Weil die mit ihren Krallen ja auch in Kadavern rumwühlen, hätte ich Angst vor Infektionen, Blutvergiftung o.ä.
Ich las mal, man solle sich so eine Karnevalsmaske auf den Hinterkopf setzen, dann sind deren Augen hinten, und der Vogel denkt, man sieht ihn und traut sich nicht so recht. Die kommen ja nie von vorn, immer von hinten, die Säcke... :motz:
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Jetzt habe ich mich doch tatsächlich in der 2. Juliwoche mal wieder auf diese schöne Laufstrecke (bei der Sonnenhitze schön geschützt im Wald :wink: ) gewagt. Ich dachte mir so nach meinen bisherigen Infos, müßte die Brutzeit jetzt so langsam vorbei sein.


Und prompt - man glaubt es kaum - kreuzte das mächtige Flugobjekt wieder exakt an der gleichen Stelle von hinten auf. Ich war jedenfalls dieses mal bereits in Hab-acht-Stellung und bin sofort vom Weg runter ins Walddickicht und hab mir einen Stecken gegriffen. Das hat wohl etwas Eindruck gemacht. Der Vogel hielt sich noch kurze Zeit auf einem nahen Baum auf, hat dann jedoch keinen neuen Angriffsversuch gestartet.
Bevor jemand von den Lesern auf die Idee kommt das zu posten - schreib ich es lieber gleich selbst. Ich dachte zu mir: Man wie blöd muss man sein, sich dieses Risiko noch mal aufzuladen. Da war wohl die Versuchung der schönen, schattigen Laufstrecke zu groß. Ich habe leider in der Nähe keine schattige Baumstrecke und laufe dennoch am liebsten direkt von zu hause los. Dieses Waldstück ist jedoch von nun an wirklich erst mal tabu. Frühestens im September werde ich mich da blicken lassen.
Läuferischen Gruß

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Kennst Du zufällig noch andere Leute, die dort laufen oder spazieren gehen? Hat der Vogel nur auf Dich einen Haß oder greift der alles an, was sich bewegt? Komische Sache. Was den wohl so wütend gemacht hat?
Jeder Mensch ist Ausländer. Fast überall.


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Leichtlauf hat geschrieben:Ich dachte zu mir: Man wie blöd muss man sein, sich dieses Risiko noch mal aufzuladen.
Ach was. Ich an deiner Stelle hätte es wahrscheinlich auch gewagt.

Mir ist selbiges gestern auch passiert., auf meiner 12km Strecke. Die Strecke lauf ich seit ein paar Wochen, einmal die Woche. Bisher dort keinen Greifvogel gesehen. Gestern war ich am gemütlich laufen, sehe über mir den Vogel kreisen. Dachte nur "nicht das der noch...",
Während ich mich noch fragte, ob die Zeit denn noch nicht um ist, verschwand er für einen Moment um dann direkt über mir wieder aufzusteigen. Obwohl ich es schon erahnte, hab ich doch einen ziemlichen Schreck bekommen. Habe mich dann gehend ins nahe Dorf "gerettet"
Werde mir nun wohl auch eine andere Strecke suchen und mich erst im August/September dahin wagen.

Habe danach natürlich mal im Netz geschaut, überall steht Mai/Juni sollte man sich in acht nehmen.

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Klingt ja alles nach Hitchcock hier. :D Also mir ist noch nie ein Vogel zu nahe gekommen und ich hoffe, das bleibt auch erst einmal so. Denke aber das Beste ist, dann in Zukunft den Strecken fern zu bleiben. Mit so nem Raubvogel ist nicht zu Spaßen!

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Das ist mir dieses Jahr auch passiert und zwar auf einer Strecke, auf der ich schon seit 8 Jahren regelmäßig, winters wie sommers, laufe. Dort gab es noch NIE einen Bussard, andere Stellen kennt man hier, wo man eher vorsichtig sein sollte. Im schönsten Idyll, aus der völligen Ruhe, habe ich von hinten eine gescheppert bekommen, leider ohne Kappe. Die Striemen habe ich nach dem Haarewaschen auch mal lieber desinfiziert, wer weiß, was der vorher in den Krallen hatte. Jedenfalls ist die nette, kühle Strecke erstmal tabu bis zum Herbst. :motz:

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Vorschlag: Nehmt mal ne Maus mit und bietet die dem Vögelchen an. Vielleicht freut er sich und stuft euch in Zukunft als Freund und nicht mehr als Bedrohung ein :wink:

Gruss Tommi

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Vielleicht ist das auch kein Angriff sondern eine Art Flirt, Du sollst mit ins Nest und ihr Gesellschaft leisten, als Ziehvater sozusagen, der leibliche "Vater" ist auf Trebe. :nick:

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Querfeldein65 hat geschrieben:Vielleicht ist das auch kein Angriff sondern eine Art Flirt, Du sollst mit ins Nest und ihr Gesellschaft leisten, als Ziehvater sozusagen, der leibliche "Vater" ist auf Trebe. :nick:
Bussardversteherin! :D
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...das Thema ist längst noch nicht vom Tisch

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Liebe Lauffreunde und Lauffreundinnen,
ist sind schon ein paar Jahre und Coronawellen ins Land gezogen und ich laufe natürlich immer noch. So seit ungefähr 30 Jahren. Es ist interessant zu lesen was anderen Läufern so mit Vögeln passiert und dass teilweise ganze Hitchcock-Phantasien damit beflügelt werden. Doch das hier ist 100 % Realität.

Heute war ich wieder für einen Long Jog im Wald. Nicht an besagter Stelle, die meide ich nun wirklich vollständig in den Brutmonaten Mai bis Juni. Zu #cappucino15 in 2015: Nein, auf diesem Waldweg ist fast gar kein Publikumsverkehr von Spaziergängern, Radfahrern oder anderen Joggern.

Ich laufe seither auf einer ca. 1-2 km entfernteren anderen Waldstrecke im gleichen Wald. (Wie erwähnt ist es der einzige Wald in Wohnortnähe). Beim heutigen Lauf, natürlich mit Laufcap, ist mir erneut ein ausgewachsener Bussard von hinten sehr nahe gekommen. Er ist mit ca. 2-3 m Höhen- und Seitenabstand von hinten an mir links nach vorne geflogen. Allerdings war er nicht aufgeregt und hat nicht die typischen Schreie von sich gegeben. Er hat sich dann auf einem nahen Baumwipfel niedergelassen. Ich habe mich gleich mit einem Stock bewaffnet, zur Verteidigung bereit - doch auch ein wenig Schiss dabei. Schließlich beeindruckt so ein Raubvogel schon. Mit dem Stecken in der Hand bin ich dann locker weiter gejoggt, der Vogel hat dann noch einmal den Baum gewechselt und ist dann seitlich weiter gezogen...
Was bleibt: Ich laufe einfach supergerne im Wald - doch diese Vogeleien sind immer in meinem Hinterkopf. So ganz entspannt bin ich dann nicht mehr. Eben dass die Tiere das intelligent anstellen und ihre Gegner geräuschlos von hinten angreifen, das macht das ganze so unentspannt.
Damit werde ich leben müssen. Alle gemachten Vorschläge, von "Stecken auf dem Kopf tragen" bis "Karnevalshut mit Augen nach hinten" möchte ich dann doch nicht in die Praxis umsetzen. Schließlich möchte ich dann am Ende nicht vom Psychatriewägelchen verfolgt werden. :hihi: Da sind mir dann die Bussarde noch lieber. :hallo:

Viel Freude beim Laufen,
Leichtlauf

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Weil ich das gerade lese.
Uns haben im Urlaub an der Ostsee zwei Wildgänse(? Oder sind das Enten?) angegriffen Wir waren da auf der Mole spazieren als sie plötzlich wild schnatternd von hinten kamen. Sie sahen echt bedrohlich aus. Leider kommt das auf dem Bild nicht so raus. Aber im Flug, aufgerichtet ist dieser Schnabel echt erschreckend. Da hat man keine Lust davon eine gehackt zu bekommen.

Später haben wir dann gesehen, dass sie auf der Mole ein Nest hatten und dort brüteten.
:hallo:
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:hallo:
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Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

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JoelH hat geschrieben:Uns haben im Urlaub an der Ostsee zwei Wildgänse(? Oder sind das Enten?) angegriffen Wir waren da auf der Mole spazieren als sie plötzlich wild schnatternd von hinten kamen.
Das dürften Kanadagänse sein. Haben wir hier in der Gegend schon recht lange, und die sind besonders in Stadtparks mit/bei Wasserflächen ein Problem. (Vor ein paar Jahren erschien, für mich damals neu, eine Frau zu einer "Sport im Park"-Veranstaltung mit einer Mini-Harke; nach kurzer Zeit wussten wir warum, und haben das Gerät auch mal ausgeliehen. :zwinker5: ) Diese Gänse - außer Kanadagänsen gibt's hier auch Nilgänse, die sind aber etwas kleiner und haben eine andere Gefiederfärbung - sind in aller Regel friedlich. Aber ja, wenn sie ihren Nachwuchs durch Fußgänger (oder Jogger) gefährdet sehen ...

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vinchris hat geschrieben: - sind in aller Regel friedlich. Aber ja, wenn sie ihren Nachwuchs durch Fußgänger (oder Jogger) gefährdet sehen ...
Das macht die Viecher doch irgendwie menschlich ...
Die meisten Menschen verhalten sich doch zumindest in Bezug auf ihren Nachwuchs genauso - Angriff ist die beste Verteidigung.

Vor einigen Jahren hat sich bei uns im Stadtforst Nauen ein Wolf angesiedelt.
Trotz der großen Nähe zu den tausenden von Menschen, bleibt dieser meist unentdeckt und seine Existenz ist von uns Menschen kaum zu bemerken.
Auch Nutztiere standen bisher noch nicht auf seinen Speisezettel.

Aber nach dem bekannt werden seiner Existenz durch die Medien, haben sich gleich Elterninitiativen mit Unterstützung der örtlichen Jäger gegründet,
die zum Schutze der Kinder einen vorsorgliche Abschuss des Wolfes fordern.

Ganz nach dem Motto, der Mensch passt zwar nicht in dessen Beuteschema, aber wer garantiert uns, dass dies der Wolf auch weiß?


Vor wenigen Jahren, als ich ohne meine Hündin bei uns im Wald gelaufen bin, bin ich auf ein weiteren Waldweg eingebogen und auf ein Fuchs getroffen.
Der Fuchs lief langsam vor mir, mit in meiner Laufrichtung.
Offenbar stand der Wind günstig und ich versuchte so leise wie möglich mich an den Fuchs ran zu Laufen.
Als ich nur noch wenige Meter hinter den Fuchs war, berkte er mich, drehte sich zu mir um und versuchte mich zu verbellen.
Ich lief weiter und darauf hin sprang der Fuchs immer zwei Schritte zurück und ein Schritt vor, so das der Abstand zwischen uns immer gleich blieb.
Jede Mal beim vor springen täuschte er ein Angriff vor.
Ich bin dann stehen geblieben um das arme Tier nicht weiter zu stressen.
Als ich dann stand, sprang der Fuchs laut bellend in das Dickicht und verschwand.

Ich vermute der Fuchs war in der Nähe seines Fuchsbaues als er von mir überrascht wurde und befürchtete ich hätte sein Bau mit seinen Welpen entdeckt.
War auf jedenfall ungewöhnlich, dass ein Fuchs nicht sofort vor den Menschen flüchtet, sondern diesen eine kurze Zeit lang durch Drohungen zu vertreiben versucht.
Auch wenn ich später darüber lachen konnte, aber als der Fuchs zähnefletschend und bellend vor mir gesprungen ist, hatte ich doch Respekt bekommen.
:hihi:
Bild

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Tja, Füchse haben's ja auch nicht leicht ... etwa wenn ein hungriger Fuchs auf einen sich verteidigenden Kampfhamster trifft. :D Was die Gänse angeht: Leider gibt es noch immer zu viele Leute, die Vögel in Parks (egal ob Enten, Schwäne oder eben diese Gänse) füttern. Bei uns in der Stadt sorgt das Gänsemanagement (kein Scherz) dafür, dass sich die Zahl der Kanadagänse in Grenzen hält.

Das Blöde, wenn man zu Fuß (noch dazu schnell) unterwegs ist: Du siehst die Nester und Jungtiere der Gänse ja nicht unbedingt, bekommst also oft erst spät mit, wo der Grund der Aufregung versteckt ist. Bei Parks, die Du kennst, wist Du einschätzen können, wo die Viecher krakeelen werden. :zwinker5: Aber in Gegenden, die man nicht kennt ... Im Normalfall kann man problemlos durch einen Pulk von fressend herumwatschelnden Gänsen hindurch. Die tun nix, auch wenn sie schon mal im Weg stehen bleiben. Doch wenn sich eine Nil- oder Kanadagans so "aufplustert", wäre ich auch vorsichtig.

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Habt ihr schon mal gesehen wie ein Teichhuhn einen Fischreiher angreift? Nix mit lecker Teichhuhnküken schlucken! Ne, da wird rasch weggeflogen
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
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BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx
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