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Extrem-Urlauberin: Mit dem Tretroller durch Australien

Re: Extrem-Urlauberin: Mit dem Tretroller durch Australien

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Hallo frog `n`roll , ist nicht schlimm . Bin auch nur wegen Tretrollerbeiträge drin . Seit Corona bin ich bei FB dabei , weil hier halt auch nichts geposted wurde. Ist jetzt i. Moment auch nicht unbedingt besser.
Aber um alle zu beruhigen , ich lese bei weitem nicht alles was da drin steht. Denn das ist wirklich ziemlich viel Blödsinn , außer Tretrollergeschichten und Borussia Mönchengladbach . Es bleibt jedem selbst überlassen ob jemand in FB , Tik Tok , Inster oder andere Foren sich aufhält.
P.S. , in diesem Forum habe ich angefangen über Tretroller zu lesen , habe Martina Ückermann , Blandine usw verfolgt . Wo sind eigentlich die ganzen Rollerosti die vor ca 6, 7 Jahren hier viel geposted haben ?


Lg Peter

Re: Extrem-Urlauberin: Mit dem Tretroller durch Australien

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wobei ich finde das es auf Facebook auch ruhiger geworden ist. Irgendwie kommt auch kaum neue Leute nach die mit dem Roller fahren. Man sieht ja schon bei den Teilnehmerzahlen von den Rennveranstaltungen des DTRV das es dort immer weniger wird die dort teilnehmen. Es fehlt ein Konzept neue Leute zu begeistern für das Roller fahren. In Belgien beim Stepclub Oudsbergen geht es dafür recht gut voran was neue Rollerfahrer angeht.
Auch immer mehr Händler schmeißen das Handtuch wie zuletzt Flowbike in Berlin.

Re: Extrem-Urlauberin: Mit dem Tretroller durch Australien

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Tretrollerfahren ist halt kein Selbstläufer der ohne Überzeugungsarbeit ansteckt. Wer sportlich ist, hat meist schon sein(e) Steckenpferd(e), sei es der Laufschuh, die Inline-Skates, das MTB, das Gravelbike, das Rennrad, die Rudermaschine, das Kanu etc. Wer hingegen unsportlich ist, bleibt es in der Regel auch. Die meisten Menschen sind bequem. Es ist erschreckend, wie sehr die aktuelle Jugend immer noch nach dem Führerschein und einem Auto geifert.

Ich bin fast täglich in und um Leipzig mit dem Tretroller unterwegs, und sei es - sommers wie winters - auf der 5-Kilometer-Distanz zum nächsten See, zum Schwimmen (das ganzjährige Schwimmen ohne Neoprenanzug, auch bei Schnee und Eis, war die spannendste Entdeckung und Erfahrung seit letztem Herbst). Angesprochen werde ich auf dem Tretroller so gut wie nie, und wenn, dann meist von ohnehin schon sportlichen RadfahrerInnen, etwa beim gemeinsamen Warten an der Ampel. Meist nicht, weil die wirklich neugierig sind, eher als Smalltalk, zu welchem das ungewohnte Gefährt einen weiteren Anlass gibt. Die längsten Gespräche ergeben sich fast nur mit anderen TretrollerfahrerInnen, so man sie überhaupt trifft (hier bisher nur eine sportliche Fahrerin und ein sportlich fahrendes Paar gesichtet, abgesehen von vereinzelten RollerfahrerInnen, für die der Tretroller ein (legitimer!) Ersatz zwischen Gehstock und Rollator, oder aber ein Spielzeug auf extrem kurzen Strecken, wie man am fehlenden Fußwechsel beobachtet, ist.

Wer grundsätzlich offen war für unkonventionelle Sportarten, entweder, weil ein Sportgerät noch fehlte oder, weil das Gewohnte aus orthopädischen Gründen nicht mehr geht, hat unter Umständen den Tretroller ausprobiert. Die haben den Umsatz mit angetrieben, doch dabei geblieben sind sicherlich die wenigsten. Einen letzten Peak dürfte es - wie im Fahrradgeschäft - mit Corona gegeben haben. Die eingefleischten FahrerInnen dürften inzwischen - wie ich - mehrere Footbikes besitzen. Ich habe derer fünf; der jüngste (Kostka Trip Max) ist erst ein Jahr alt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mir in den nächsten Jahren ein weiteres Footbike kaufe, schätze ich als sehr gering ein, zumal bei den Herstellern aktuell auch keine Innovationen mehr zu sehen sind. Der Markt dürfte also gesättigt sein.

In wirtschaftlich angespannten Zeiten wie diesen, sparen die Menschen zuerst am Unnötigsten. Der Nutzen eines Tretrollers ist, als Alternative zum Fahrrad für Alltagswege und -besorgungen, auch erkennbar eingeschränkt (Stichpunkte: Beleuchtung und Gepäcktransport). Für Viele käme er somit nur als Zweitfahrzeug neben dem Fahrrad in Frage, wenn in ihm denn ein sportlicher Zusatznutzen gesehen wird.

Auch ich komme mit dem Tretroller an meine Grenzen oder zumindest an die der Deutschen Bahn. In die letzten Urlaube haben wir unsere neuen "Gravel"-Falträder - BROMPTON G Line (das legendäre britische Faltrad in der neuen 20-Zoll-Version, mit dicken Schwalbe G One, berggängiger Alfine 8-Gang und Scheibenbremsen, in meinem Fall sogar mit SON-Lichtanlage) - mitgenommen. Die bekommt man in den ICE auch ohne Fahrradreservierung. Auf den meisten Relationen ist zur Urlaubszeit ja keine Fahrradreservierung mehr zu bekommen, wenn man nicht Monate im Voraus bucht. Es gibt keine Falttretroller, die für Tagestouren auch jenseits der 100 Kilometer gut geeignet sind und auf ein Faltmaß wie die BROMPTONs kommen. Und wenn man doch eine Fahrradreservierung hat, muss man schauen, ob ein Tretroller mit 28" vorn und 28" hinten auch in die Aufhängungen oder Standplätze passt. Solch ein Footbike ist nämlich deutlich länger, als ein 28"-Fahrrad.

In Berlin bei FlowFootbike dürfte ich mit meiner Partnerin zu den letzten Kunden gehört haben. Ich wollte, da in der Nähe unterwegs, einfach mal vorbeischauen. Bei einem Kaffee hat uns Tomáš dann von der wohl unausweichlichen, kurz bevorstehenden Schließung seines Geschäftes erzählt. Ich hätte ihm am liebsten einige der vorhandenen neuen Roller abgekauft. Doch die dafür notwendige größere Wohnung hätte ich nicht rechtfertigen oder bezahlen können. Und auch dann hätte ich - wie jetzt - stets nur einen Roller gleichzeitig nutzen können. Ich bin zwar kein Minimalist, aber auch kein Sammler.

Freuen wir uns, dass wir das Footbiking kennengelernt haben und - zumindest die allermeisten von uns - damit kein Geld verdienen müssen.
Tretrollerfreundliche Grüße
Wolfram

Re: Extrem-Urlauberin: Mit dem Tretroller durch Australien

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Echt Interessant was du da geschrieben hast Wolfram. Ich bin auch langsam der Überzeugung das wir aus der Nische nicht rauskommen werden. Wenn ich so in die Historie schaue war ja der die Zeit um 2012 der Tretroller recht gut vertreten. Ich für mich selber werde den Tretroller auch nur noch für reine Genussfahrten oder im Alltag nutzen wo es möglich ist. Rennen finde ich ja auch recht spannend aber nur als Zuschauer oder Mitorganisator.
Mit den Neuheiten und Innovationen von den Herstellern gebe ich dir recht das da in der letzten Zeit außer andere Farben nicht viel kam. Auch denke ich mir persönlich ob es sinnvoll ist 1600 für einen neuen Mibo Reevolution auszugeben wenn es der Vorgänger noch seinen Zweck erfüllt. Habe insgesamt auch jetzt 5 Roller daheim aber fahre meist nur mit einem und die anderen stehen in der Garage.
Finde es aber schön das du nach deinem Ausstieg bei Socialmedia wieder hier aktiv bist. Habe mich auch vor ein paar Wochen bei Facebook verabschiedet und gehe jetzt auch wieder Back to the Roots mit Foren usw.
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