Sehr spannende Geschichte:
https://www.t-online.de/nachrichten/pan ... erung.html
Höcke lügt in einem Podcast über die NS-Zeit (Gerichtlich wurde in Verfahren gegen Höcke das Gegenteil durch das Bundesverfassungsgericht rechtskräftig festgestellt), die Landesmedienanstalt geht auf den Betreiber zu, weil sowas unkorrigiert stehen zu lassen "gegen die Journalistische Sorgfalt" verstößt.
Verteidigung des Podcasters:
1) Meinungsfreiheit!!!!1
2) Das ist gar kein Journalismus
3) Es ist nicht zumutbar, jede Aussage durch einen Faktencheck laufen zu lassen, gerade in einem Format, das ungeschnitten über viele Stunden geht.
1+2 sind natürlich Schwachsinn, eine offensichtliche Lüge ist keine Meinung und der journalistische Status lässt sich nicht je nach Bedarf ein- und ausschalten.
Aber 3 ist durchaus spannend. Zuende gedacht würde dieser Maßstab nämlich bedeuten, dass man gar keine Trump-Aussagen mehr unkommentiert veröffentlichen dürfte, ohne ebenfalls gegen diese Standards zu verstoßen. Und von den "Sommerinterviews" mit AfD-Leuten rede ich gar nicht erst.
Das Vorgehen zeigt meiner Meinung nach eindeutig die Hilflosigkeit der Landesmedienanstalten und wie sie von der Politik im Stich gelassen werden.
Ich halte den Podcaster hier für den komplett falschen Adressaten, hätte Höcke sich selbst interviewt und das Video auf seine eigene Homepage gestellt, wäre das inhaltlich komplett identisch, die Landesmedienanstalt hätte aber keinen Ansatz.
Man sollte sich eher fragen, ob Lügen über die NS-Zeit weiterhin rechtlich in Ordnung sind oder nicht, solange der Holocaust nicht geleugnet wird. Oder ob man noch munter weiterlügen darf, obwohl durch das Bundesverfassungsgericht die Lüge festgestellt wurde.
Das ist aber nichts, was die Landesmedienanstalten zu entscheiden haben. Aber die Politik wird hier nichts tun - und die Landesmedienanstalt zieht hier ziemlich sicher den Kürzeren und am Ende werden viele das als "Beweis" dafür nutzen, dass Höckes Aussage stimmt....