bones hat geschrieben: 18.07.2026, 12:26
Spahn ist nicht der erste Papa mit Leihmutter in der CDU. Bei dem anderen ging das nur mit weniger Aufregung durch die Medien. Beide sind Gesundheitspolitiker der CDU.
Ich hab seit gestern viel über das Thema nachgedacht. So richtig zu einem Ergebnis bin ich noch nicht gekommen.
Gemeinsamkeiten:
- beide sind in der CDU, die gegen Leihmutterschaft ist
- beides privilegierte schwule Männer, die offenbar genug Geld haben, sowas zu machen. 150k kann mal nicht jeder so eben auf den Tisch legen
Unterschiede:
- Streeck ist nahezu irrelevant in der CDU, Spahn hat einen der wichtigsten Posten
- Streeck hat sich zu dem Thema auch nie negativ geäußert
- Spahn hat in der Vergangenheit gegen Leihmutterschaft agitiert
- Spahn hat keinen Pieps bei einem Beschluss gegen Leihmutterschaft abgegeben, als er selbst die Leihmutterschaft schon angeleiert hatte und auch nichts gesagt, als er sich zum Fraktionsvorsitzenden hat wählen lassen
Inhaltlich stehe ich bei dem Thema nicht 100% fest. Einerseits respektiere ich die Entscheidung der Frauen, die das machen. Andererseits habe ich sehr große Bedenken, dass genau solche Typen wie Spahn mit Geld und Einfluss da weniger Privilegierte für ihr privates Glück benutzen weil sie es können.
Ich könnte mir folgendes Modell vorstellen: verboten ist es, Leihmutterschaften im nicht-EU-Ausland zu organisieren. Die Organisation und Entscheidung würde ich staatlich machen, auf gar keinen Fall über Agenturen. Private Vermittlung/Agenturen würde ich mit drakonischen Strafen versehen.
Hätte aber trotz liberalem Mindset kein Problem, wenn man es grundsätzlich verbieten würde.