Steigende Teilnehmerzahlen bei der 25.Auflage 06.09.2026
3 Wochen liegt mein letzter MA-Start (verlängerter Städtepartner-MA)
nun zurück - etwas ungewöhnlich für mich zu dieser Jahreszeit. Ich
war auch nicht im Urlaub, aber die vielen Hitze-MA haben mich vor-
sichtiger werden lassen. Ich brauchte etwas Abstand und tatsächlich
hat die Hitze bei den Wettkämpfen mich nicht nur langsamer gemacht,
ich hatte keine Lust mehr mir das in so kurzen Abständen anzutun.
Aber diese Pause brachte einen Wetterwechsel mit sich - gelegentlicher
Regenfall, Abkühlung und wenn warm, dann nicht so extrem und wochen-
lang. Natürlich trainierte ich in dieser Zeit weiter... ich wollte ja nicht den
Anschluss verlieren und auch kurzfristig wieder einsteigen, da braucht es
Läufe die alle Eventualitäten abdecken, die auch beim nächsten Wettkampf
eintreten können - so lautet eines meiner Mottos.
Nun sind meine Trainingsrunden in der Regel selten länger als 11/12KM,
doch wenn es eine längere Zeit zwischen 2 Wettkämpfen gibt (dazu zähle
ich die 3Wochen auf jeden Fall) dann ist ein längerer Lauf zwingend. So
bin am WE zuvor einen 20er gelaufen, in der Hoffnung: wird schon reichen.
Sicher war ich mir nicht so ganz - vor allem die Fitness ließ mich zumindest
zweifeln. Was soll's ist ja nun auch nicht das Erste Mal, also bange machen
gilt nicht.
So fahre ich ca. 1Std nach Ebermannstadt wo Start/Ziel und zwischenzeitlicher
Durchlauf bei 10KM stattfinden. Wie üblich ist die B470 welche durchs Wiesent-
tal verläuft gesperrt - es begann ja mit der Überlegung da einen autofreien Sonn-
tag einzuführen, die Laufveranstaltung wurde "miteingeführt". Der kleine Umweg
ist mir wohlbekannt und ich erreiche pünktlich den Parkplatz in der Nähe des Atem-
schutzzentrum wo die Startunterlagenausgabe positioniert ist.
Stolz wurden die Teilnehmerzahlen für die Jubiläumsausgabe verkündet:
340 für Marathon
833 für Halb-MA
559 für 10KM-Lauf
Dazu noch einige Teilnehmer für Handbike, Run&Bike sowie Staffel-MA
Seit dem "Seuchenjahr" steigen die Teilnehmerzahl stabil, nur in den
Anfängen des Laufs gab es gelegentlich mehr Teilnehmer - einen Inline-
Skater-MA gibt es leider nicht mehr.
Mich freut es ganz persönlich das diese Laufveranstaltung wieder solchen
Zuspruch erhält - war doch die 2.te Auflage 2001 mein erster MA überhaupt.
Schon treffe ich die ersten mir gut bekannten Laufkollegen, doch langsam gehe ich
Richtung Marktplatz, wo nachher die Siegerehrung ist und alles für geselliges Bei-
sammensein hergerichtet wird. Dann eine kleine Seitenstraße rein die mich zur B470
führt, dort ist die komplette Straße für Start/Ziel gesperrt. Die Läufer(innen) halten
sich noch dezent im Hintergrund.
Der 1.Start um 8:30Uhr gehört den Handbikern - bis dahin unterhalte ich mich noch
mit einigen Bekannten. Ich begrüße Olaf Schmalfuß aus Nürnberg, Ihn habe ich schon
lange nimmer gesehen, Anton Luber treffe ich öfter mal, Er läuft verbunden mit einem
Band in Begleitung, den Er ist blind. Zuletzt war Er meistens etwas schneller unterwegs
als ich, das erfordert natürlich auch große Anforderung an seine Begleitung (heute mit
Simone). Nun werde ich noch von einem Läufer begrüßt den ich schon lange nicht mehr
gesehen habe. Rainer Leyendecker vom SV Schwindegg kenne ich von vielen Ultraläufen
z.T. bei mehreren DM haben wir uns getroffen und sind gelegentlich auf dem Treppchen
gestanden. Eine wilde Zeit damals, aber schon eine Weile her - man wird älter und die
Ultras werden seltener, bei MA's haben wir uns seltener gesehen, wir unterhalten uns an-
geregt bis unser Start 5min nach den Handbikern erfolgt.
Direkt am Start wird vom Moderator der All-Time-MA-Starter begrüßt, als ich mich um-
schaue sehe ich Ihn direkt neben mir stehen - zu erkennen an einem großen Ballon mit
einer großen "25" drauf - da gratuliere ich gleich mal. Aber es geht los, erst mal 5KM in
Richtung Weilersbach, dort ist die Wende nach 5KM. Auf diesen ersten KM will ich mich
selbst einschätzen - endgültig kann ich es aber nicht bewerten. Nun es ist heute wesent-
lich einfacher weil es nicht so heiß ist, über 25/26 Grad wird es heute nicht, wie gut meine
Ausdauer ist kann ich noch nicht einschätzen. Ich kann einen guten Schnitt laufen, aber
eben mit etwas vorsichtiger Zurückhaltung... die Unsicherheit läuft mit. Rainer und Olaf
laufen an mir vorbei und ich zwinge mich nicht mitzugehen. An der Wende bei KM5 der
erste VP, ich greife gleich mal zu Iso - kann nicht schaden. Nun kann ich sehen wer da
noch hinter mir läuft, viele Marathonis kommen nimmer, bald schon jagen uns die ersten
Halb-MA entgegen. Kurz bevor ich wieder Ebermannstadt erreiche sind auch schon die
10KM-Läufer(innen) auf der Strecke. Als ich das Ziel von der falschen Seite passiere
habe ich 10KM hinter mir - etwas mehr als eine 1Std zeigt meine Uhr, eigentlich ganz
okay denke ich mir. einen KM später der Anstieg auf der B470, die Handbiker jagen uns
bereits entgegen, Sie sind gleich im Ziel. Nach und nach erreichen uns die schnelleren
Halb-Marathonis und gelegentlich ein neuer/frischer Staffelläufer. Als es etwas abwärts
nach Streitberg geht wartet der nächste VP und die bekannten Sambatänzerinnen mit
entsprechender Band - da muss ich kurz für ein Foto stoppen. Fast gleichzeitig zieht
Anton mit seiner Begleiterin Simone an mir vorbei - ich wünsche Ihnen viel Glück, da
kann ich nicht folgen
Weiter rein ins kurvige Wiesenttal, rechts der Fluss und wenn man Glück hat sieht man
auf den parallel verlaufenden Gleisen eine Dampflock mit den Wägen dahin zuckeln -
das ist eine Museumsbahn die hier regelmäßig verkehrt. Ein Stück nach Streitberg er-
reichen wir den Wendepunkt für die "Halben", bei KM15,5 wenden Sie und zurück nach
Ebermannstadt ins Ziel. Für uns geht es weiter durch die fränkische Idylle, vorbei an der
Burgruine Neideck nach Muggendorf. Der "4:30-Zugläufer" zieht langsam an mir vorbei,
ein wenig bleibe ich nach dran, ich entscheide mich für "mein Tempo" und lasse Ihn ziehen.
In Muggendorf wartet der nächste VP diesmal mit Moderation auf uns. Ich werde als mehr-
facher (treuer) Teilnehmer dieses Laufs angekündigt... da hat Er zweifellos Recht. Ich be-
danke mich für die zahlreiche Anfeuerung und sehe weit vorne bei dem Zugläufer, da ist
Rainer unterwegs.
Auf einer Brücke, wir überqueren mal wieder den Fluss bei KM19 kommt mir das Führungs-
auto entgegen, dahinter duellieren sich 2Läufer um den 1.Platz (bei ca. KM34). Nun haben
wir gelegentlich Wald links oder rechts der Straße, doch der Schatten spielt heute nicht
die ganz große Rolle - die Sonne ist etwas zurückhaltend. Trotzdem schwitze ich natürlich,
aber kein Vergleich mit den MA's vor einigen Wochen. Ich spüre sogar noch einige Reserven
und versuche ein klein wenig zu forcieren... ich bleibe bei einigen KM wieder unter 6:30min
und nähere mich gelegentlich den 6min an. Sogleich merke ich wie ich so machen enteilten
Konkurrenten wieder einhole, aber Manchen macht Ihr überhöhtes Anfangstempo auch schwer
zu schaffen und Sie können nimmer komplett durchlaufen.
Derart in positiver Grundstimmung laufe ich auf die Wende bei Behringersmühle (nahe Göß-
weinstein) zu. Hier haben wir den östlichsten Punkt bei KM26 erreicht, am zugehörigen VP
nehme ich mein einziges Gel zu mir, etwas Iso hinterher. Nun entdecke ich die Anzahl der
Marathonis hinter mir hat sich vermehrt - auch den Olaf kann ich entdecken. Aber für über-
großen Optimismus bleibt keine Zeit - sind ja noch ca 16KM. Doch ein Nachlassen ist nicht
in Sicht - kaum für möglich gehalten bleiben die KM-Zeiten auf dem Niveau, nur bei VP's
dauert es paar Sekunden länger. Entsprechend werden weiterhin langsamer Läufer(innen)
eingesammelt, als ich bei knapp 35KM wieder in Muggendorf ankomme bin ich sicherlich
10-15 Plätze weiter vorne.
Ich erreiche sogar Anton samt Begleitung, zweifle aber stark das ich vor Ihnen das Ziel
erreichen kann... doch "das Feuer ist am Brennen" - ein Hauch von Euphorie ist da.....
Da wollen wir doch sehen was noch geht? Rainer ist zu weit weg - so gerade noch zu er-
kennen, zudem weiß ich: Er ist mit "allen Wasser gewaschen"... aber da tauchen immer
noch Andere vor mir auf, die "ohne Feuer" aber mit viel Erschöpfung vor mir herlaufen.
Als ich Streitberg erreiche - hier soll es endlich auch Cola geben - werde ich enttäuscht.
"Leider schon aus" - lautet der Kommentar des freundlichen Helfers, auf meine Nachfrage.
Dann eben noch einen Schluck aus meinem Trinkgürtel... und die kleine Abzweigung von
der B470 auf dem Rückweg, an einem Biergarten vorbei. Die Anfeuerung der Zuschauer
lasse ich mir nicht nehmen... und die vielfache Antwort steigert nur noch mein positives
Gefühl für die restlichen gut 3KM.
Jetzt stehen mir noch zwei Anstiege (ein VP) bevor es den letzten KM ins Ziel nach Eber-
mannstatt runtergeht. Ich kämpfe und merke nun doch wie meine Kräfte schwinden -
nicht endlos sind. Es gelingt noch 2-3 Läufer zu überholen. Nach dem letzten VP (nur
ganz kurz angehalten) als es noch etwas bergauf geht spüre ich ein ziehen in der linken
Wade. Ich laufe verdammt nah am Krampf... etwas Vorsicht walten lassen, genau an
diesem Limit laufe ich entlang - blick zur Uhr, klar die 4:30 sind nimmer drin, der ent-
sprechende Zugläufer nicht zu sehen, Rainer ist ganz weit vorne, fast nimmer zu sehen.
Aber eine Zeit nahe 4:30 ist drin, das will ich heute schaffen... und mit dieser Gewissheit
laufe ich auf's Ziel zu. Welch eine Freude als ich mit 4:32 Std im Ziel ankomme, damit
habe ich nun wirklich nicht gerechnet.
Rainer ist seit ca. 2min da und beglückwünscht mich - wir machen ein gemeinsames
Finisherfoto und holen uns ein Finisherbier. Auch Anton mit seiner Guide Simone kommen
kurz danach ins Ziel - Glückwunsch Anton, wir treffen uns sicher bald mal wieder, Dann
gehe ich langsam zum Parkplatz und ziehe mich am Auto um. Mit meinem Jubilee-Shirt
von der 10.Teilnahme gehe ich zum Marktplatz und hole mir meine Pasta-Portion. Rainer
setzt sich zu mir, wir unterhalten uns - Er wird gleich in seiner AK M70 für den 3.Platz auf
die Bühne gerufen und geehrt. Kurz danach werden die anwesenden Jubilee-Teilnehmer
auf die Bühne gebeten - ich stehe neben dem "All-Time-Finisher" der alles 25 Ausgaben
dabei war und gratuliere Ihm nochmals. Dann gibt es noch den obligatorischen Eisbecher
in der Eisdiele nebenan, großer Kaffee dazu.
Über die Umleitung für die B470 geht es dann nach Hause - ich bin sehr zufrieden...
Keep The Fire Burning,
Gruß Roland
Zu den Fotos
1. Aufsteller für den Fränkisch-Schweiz-Marathon
2. Das alte Wasserrad in Ebermannstadt
3. Wiesentstimmung im kleinen Städtchen
Re: 25. Fränkisch-Schweiz-Marathon - endlich ohne Hitze
2Weitere Fotos:
1. Der Start-/Zielbereich direkt auf der gesperrten B470
2. Während die Handbiker starten versammeln sich die MA-Starter(innen)
3. Die bekannten Sambatänzerinnen in Streitberg an der Strecke
1. Der Start-/Zielbereich direkt auf der gesperrten B470
2. Während die Handbiker starten versammeln sich die MA-Starter(innen)
3. Die bekannten Sambatänzerinnen in Streitberg an der Strecke
runners.high - Nomen est omen 
Re: 25. Fränkisch-Schweiz-Marathon - endlich ohne Hitze
3Weitere Fotos:
1. Wildromantische Fränkische Schweiz
2. Das Wiesenttal direkt an der Laufstrecke
3. Rainer und Roland glücklich im Ziel
1. Wildromantische Fränkische Schweiz
2. Das Wiesenttal direkt an der Laufstrecke
3. Rainer und Roland glücklich im Ziel
runners.high - Nomen est omen 
Re: 25. Fränkisch-Schweiz-Marathon - endlich ohne Hitze
4Weitere Fotos:
1. Auch ich musste kurz auf die Bühne: Jubilee-Finisher-Ehrung - mit den Ballons der All-Time-Finisher (alle 25)
2. Mitbringsel: Jubilee-Shirt, Urkunde, Start-Nr., und Medaille
3. Die Garmindaten zum Lauf
1. Auch ich musste kurz auf die Bühne: Jubilee-Finisher-Ehrung - mit den Ballons der All-Time-Finisher (alle 25)
2. Mitbringsel: Jubilee-Shirt, Urkunde, Start-Nr., und Medaille
3. Die Garmindaten zum Lauf
runners.high - Nomen est omen 