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Wettkampf Routine

Wettkampf Routine

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Hallo zusammen,

Ich habe ein Problem. Ich bin vor einem Wettkampf sehr aufgeregt. Die Anzahl an Wettkämpfen ist mit 2 bis 5 pro Jahr auch eher gering. Ich habe beim Start schon einen viel höheren Puls als vor jedem Trainingslauf. Ich kann im Endeffekt auch nicht meine Trainingsleistung abrufen. Intervallzeiten die ich im Training schaffe, schaffe ich im Wettkampf nicht mal bergab. Vor knapp zehn Jahren war ich auch nervös, aber konnte da immer abliefern. Was sich geändert hat, weiß ich nicht.
Hab ihr Tipps, Routinen, Erfahrungen, die mir helfen können?
Danke schon mal.

Re: Wettkampf Routine

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Du weißt nicht, ob am Tag nach dem Wettkampf in der Zeitung steht "Andy0509" hat versagt oder der Trainer an Dir verzweifelt? Und wem willst Du etwas abliefern? Das ist doch Dein Sprech.

Wenn es ausser Dir keinen interessiert, Du sicher bist, die Strecke zu schaffen, ist es doch wurscht, in welcher Zeit Du ins Ziel kommst. Dann kannst Du völlig locker an den Start gehen und versuchen, einen rauszuhauen.

https://www.runnersworld.de/lauftrainin ... -besiegen/

Re: Wettkampf Routine

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Die, die Dich gaaaaanz langsam überholen, die Vorgaben machen lassen.
Variante 1: nicht zu weit entfernen lassen.
Variante 2: "Du Arsch:in nicht, du nicht - zum Verrecken nicht".
Das reicht.

Gut sind auch sehr lange Geraden. Wenn dann weder Variante 1 noch Variante 2 greifen, sieht man die Enteilt=innen noch tröstlich lange. Alles mit einer "gewissen angespannten Lässigkeit" laufen.

Morgen, in Thyrow, ist alles anders. Wenn keiner oder höchstens zwei nachmelden, dann ist mir ein Altersklassen-Platz auf dem Stockerl sicher.

Knippi (hat die Starterliste gelesen)

Re: Wettkampf Routine

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Wettkampfnervosität kriegt man teils mit Erfahrung weg - also einfach an mehr Wettkämpfen teilnehmen - und teils musst du vermutlich dran arbeiten. Autogenes Training, Atemübungen, Meditation etc gehören eigentlich für Ausdauersportler ohnehin ins Repertoire. Du kannst auch im Alltag immer wieder einmal versuchen, z.B. zu enstspannen und den Puls abzusenken, Atemrhythmus verlangsamen und so. Es hilft vermutlich auch, sich in der Zeit vor dem Wettkampf abzusondern und erst in der letzten Minute (bzw so spät wie möglich) in die Startaufstellung zu gehen - das mache ich gerne, damit spart man sich die oft hämmernde Musik und den Aufwärmtrubel.

Re: Wettkampf Routine

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Andy0509 hat geschrieben: 14.10.2023, 15:06 Hallo zusammen,

Ich habe ein Problem. Ich bin vor einem Wettkampf sehr aufgeregt. Die Anzahl an Wettkämpfen ist mit 2 bis 5 pro Jahr auch eher gering. Ich habe beim Start schon einen viel höheren Puls als vor jedem Trainingslauf.
Wenn ich vor einem Wettkampf nicht nervös bin, dann nehme ich den Wettkampf nicht ernst.
Andy0509 hat geschrieben: 14.10.2023, 15:06 Intervallzeiten die ich im Training schaffe, schaffe ich im Wettkampf nicht mal bergab.
Wundert wenig, läuft man Intervalle ja auch mit Pause und Wettkämpfe ohne.
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Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

Re: Wettkampf Routine

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Andy0509 hat geschrieben: 14.10.2023, 15:06Vor knapp zehn Jahren war ich auch nervös, aber konnte da immer abliefern. Was sich geändert hat, weiß ich nicht.
Hast Du in den zehn Jahren denn regelmäßig Deine 2 bis 5 WK per Anno absolviert? Da sollte sich im Laufe der Zeit doch genug Routine entwickelt haben? Wie ein Mensch mit seinen Empfindungen umgeht bzw. umzugehen versteht ist eine sehr persönliche Sache. Ich bin der Meinung, dass da jeder seinen Weg finden bzw. herausfinden sollte. Denk darüber nach was Dir Sicherheit gibt, um der Aufgeregtheit keinen zu großen Raum zu geben.

Mir persönlich geben vor allem 2 Dinge Sicherheit - (a) eine seriöse Vorbereitung und (b) einen Wettkampf nicht zu ernst nehmen. Ich halte mit 4 bis 5 WK per Anno ebenfalls Maß, und betrachte sie als Sahnehäubchen auf das ich mich jedesmal sehr freue! Positiv denken!

Viele Grüße!

Karl

Re: Wettkampf Routine

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GeorgSchoenegger hat geschrieben: 15.10.2023, 08:42 Wettkampfnervosität kriegt man teils mit Erfahrung weg - also einfach an mehr Wettkämpfen teilnehmen - und teils musst du vermutlich dran arbeiten. Autogenes Training, Atemübungen, Meditation etc gehören eigentlich für Ausdauersportler ohnehin ins Repertoire. Du kannst auch im Alltag immer wieder einmal versuchen, z.B. zu enstspannen und den Puls abzusenken, Atemrhythmus verlangsamen und so. Es hilft vermutlich auch, sich in der Zeit vor dem Wettkampf abzusondern und erst in der letzten Minute (bzw so spät wie möglich) in die Startaufstellung zu gehen - das mache ich gerne, damit spart man sich die oft hämmernde Musik und den Aufwärmtrubel.
Lustigerweise mache ich das genau anders herum.
Wenn ich in der Menge stehe, und wirklich nur stehe, bis es losgeht, versuche ich genau da zur Ruhe zu kommen.
(Das heißt ich bewege mich bewusst nicht, versuche langsam und tief zu atmen usw.)
Es dauert ja ohnehin und ich kann in der Zeit nichts machen.

Mir hilft es allerdings auch, wenn ich merke, dass andere mindestens genau so nervös sind wie ich. Und wenn ich versuche ruhig zu sein, nehme ich das erst wahr, dass andere auch nervös sind.
Oder auch wenn ich kämpfen muss und das Gefühl habe, schon wie wild zu schnaufen. beruhigt es mich immer, wenn jemand neben mir noch viel stärker schnauft. :wink:
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