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Runner_1989
16.07.2013, 00:24
Hallo allerseits,

ich habe vor in einem Jahr eine Sport-Uni-Aufnahmeprüfung zu machen, bei welcher ich 2400m auf Zeit laufen muss. Das Mindestziel ist 10:10, allerdings müsste ich dann bei Sprint und Sprung extrem gut sein, um durchzukommen. Besser wäre also 9:20 Minuten. Das sehe ich auch als Zielzeit für mich an.

Zu meiner sportlichen (Vor-)Geschichte: Bin leider ein absolutes sportliches Antitalent (trotz meiner absoluten Liebe zum Sport, meine Gene kann ich nunmal nicht ändern). Ins Fitness-Center gehe ich seit vielen Jahren, und konnte krafttechnisch auch schon gute Fortschritte erzielen (nichts in Relation zu meinem Aufwand, aber doch einiges). Bezüglich Trainingsplanung habe ich aber (gerade im krafttechnischen Bereich) sehr viel Ahnung (auch Ausbildungen absolviert), jedoch nicht im Ausdauerbereich.

Ohne explizitem Ausdauertraining lief ich (man muss dazusagen: sich gesund ernährender, nicht rauchender, nie Alkohol trinkender und nicht übergewichtiger) die 2400m in lächerlichen 15:17 und war danach TOT (Seitenstechen etc...). Ich denke jeder "durchschnittlich veranlagte" untrainierte mit meinem Lebensstil läuft sie in maximal 13-14 Minuten, viele wahrscheinlich sogar um etliches schneller. Jetzt will ich aber aufhören zu sudern und zu meinem bisherigen Fortschritt und den Fragen kommen.

11.03.: 15:17
19.05.: 12:54
15.07. (heute): 12:00

Trainiert habe ich nach den Anfängerplänen im Laufbuch von Herbert Steffny, d.h. zwischen den ersten beiden Testungen immer ganz gemütlich joggen gewesen bis ich auf 3 mal wöchentlich je 30 min durchjoggen war und zwischen der 2. und 3. Testung 2x/Woche 30-40min DL und 1x/Woche langsamer Dauerlauf bis zu 60 min (also anfangs 30 min DL und 40 min ruhiger DL, am Ende des Zyklus dann 40 min DL und 60 min ruhiger DL). Ich muss sagen dass ich mit den bisherigen Fortschritten in 4 Monaten von 15:17 auf 12:00 sehr zufrieden bin, allerdings liegt ja noch ein ordentlich langer Weg vor mir. Und da ich weiß, dass die späteren Fortschritte immer viel schwieriger zu erzielen sind als die anfänglichen, habe ich begonnen mir mehr Gedanken darüber zu machen, wie es weitergehen soll.

Nun ist das Problem jenes, dass das Buch eher auf mind. 10km-Läufe ausgelegt ist (eigentlich sogar mehr Richtung Marathon) und ich da natürlich keinen entsprechenden Trainingsplan für 2400m finden kann. Jetzt kommt ihr ins Spiel :)

Was würdet ihr mir empfehlen? Ist es möglich, mit 3 Trainings pro Woche effektiv die Zeit weiter nach unten zu schrauben oder wären 4 TEs pro Woche wesentlich effizienter? Und wie sollte die Aufteilung sein? Ich denke dass jetzt mehr kurze Tempoläufe kommen sollten oder Intervalltrainings (und wenn ja, wie lange bzw. welche Intervalle)? Doch wie oft? Und wie sieht es mit Fahrtenspiel aus? Und meine GA will ich irgendwie auch nicht verlieren... wie häufig muss ich dazu DL und langsame DLs machen?... also wie ihr seht Fragen über Fragen und wollte mir eben paar Antworten von erfahrenen Läufern holen, die mehr Ahnung von der Materie haben als ich.

Danke vielmals bereits im Voraus für eure Antworten :)

lg

Mhim
16.07.2013, 10:42
Wahnsinn, da kommt einer schon 1 Jahr (!) vorher drauf das er eine bestimmte Zeit laufen muß!
Respekt, normalerweise schlagen solche wie du hier 4 Wochen vorher auf :zwinker5:

Also da du gerade noch rechtzeitig draufgekommen bist, hier ein paar Tipps.

Zuerst mal: laufen laufen laufen, 3 mal die Woche ist fürs erste sicher ausreichend, 4 mal ist immer besser.
Will heißen, gewöhn deinen Körper an die Bewegung, an die Belastung etc.
Da du ja nicht Marathon laufen sollst, reicht es sichere 20 km drauf zu haben, deine allgemeine Kondition wird es dir danken.

Je besser du mit der Zeit drauf bist, umso eher kannst du dann mit dem Tempotraining beginnen. Also die Grundschnelligkeit erhöhen. Die spezifische Geschwindigkeit für die 2400m kommt dann erst später, wenn dein Körper das Tempo auch aushält, denn 9:20 ist nicht gerade ein Klacks.

Gutes Gelingen!

BergischerLöwe
16.07.2013, 10:55
1.

Dass du bereits eine Jahr vor der Prüfung im Training bist, ist erstmal positiv.

2.

2.400 in 12:00 lauf ich trotz Übergewicht auch, wenn man mich mitten in der Nacht weckt. Es sollte für einen jungen Mann mit besten Voraussetzungen leicht sein, da WEIT drunter zu kommen.5 km in 20 Minuten schaffen etliche Freizeitläufer, daas entspricht etwa der von dir verlangten Geschwindigkeit, und das nur über die halbe Strecke.

3.

Ich würde zwei lange, ruhige Läufe für die Grundlagenausdauer machen, einen kürzeren in höherem Tempo und Intervalle im Zieltempo = vier mal Laufen in der Woche.

4.

Ob man als "absolutes sportliches Antitalent" aber auf einer Sport-Hochschule glücklich wird, erscheint mir dennoch fraglich.

chillie_
16.07.2013, 11:21
Jegliches Tempotraining würde ich aktuell auf 1x pro Woche beschränken, vor allem wenn Du nur 3x läufst. Nachdem Du Dich daran gewöhnt hast, ggf. auch bei 4 Trainings 2x Tempo.

Zum "eingewöhnen" sind Fahrtspiele sicher interessant, denn Du steuerst selbst die Intensität und die Erholung. Was mir persönlich in letzter Zeit gut gefallen hat ist folgende Einheit:

10 Minuten Einlaufen, dann 5x (30 Sek. langsam - 20 Sek. schnell - 10 Sek. Vollgas) dann 2 Minuten Pause (Steh-/Gehpause) und wieder von vorne ... insgesamt 5 Wiederholungen - danach locker auslaufen.
Hat den Vorteil, dass die Gesamtbelastung dieser Einheit relativ niedrig ist, aber man dennoch die Bewegungsabläufe fürs schnelle laufen trainiert. Auch hier entscheidest erst mal Du was schnell, mittel und langsam ist - sprich ohne Pacesteuerung kannst Du Deine persönliche Belastung etwas variieren.

Wenn Du mit den längeren Läufen und etwas Tempo die Grundlagen gelegt hast, solltest Du allerdings Pacegesteuerte Intervalle einbauen, hier können dir Leute mit Trainingsplanerfahrung aber mehr helfen.

Im übrigen glaube ich nicht, dass Deine Laufleistung etwas mit Genen zu tun hat, sondern nur mit fehlendem Training. Du hast ja bereits Fortschritte erzielt. Mit passenden Trainingsreizen ist ein Tempo deutlich unter 5:00 drin. Ich selbst könnte ein Tempo 3:53 min/km aktuell sicher nicht weiter als 400 Meter halten ... halte es aber bei Deinem Zeithorizont absolut für Dich möglich näher an die 3:53 als an 5:00 zu kommen.

nniillss
16.07.2013, 11:51
Hallo Runner,

zunächst willkommen im Forum. Dass Dein derzeitiger Stand nicht optimal ist, ist Dir ja selbst klar. Darüber müssen wir also nicht diskutieren. Ich finde, Du solltest Dir selbst eine faire Chance geben, d.h. ambitioniert trainieren. Danach wird dann abgerechnet.

Generell solltest Du zwar die 2400 m als Zieldistanz im Auge behalten, aber auch nicht überbewerten. Zunächst mal würde ich mich an 10 km-Trainingsplänen orientieren und Dir empfehlen, an Volksläufen über 5 km und 10 km teilzunehmen. Im Training kannst Du den langen langsamen Lauf noch etwas ausbauen, vielleicht bis etwa 90 Minuten.

Intervalle könnten generisch sein, etwa 6x 1 km mit jeweils 400 m Trabpause. Etwas spezifischer könntest Du auch 8-10 x 400 m laufen. Das Tempo sollte jeweils so sein, dass Du gerade die letzten Intervalle schaffst. Vielleicht wäre es auch nicht schlecht, den Leistungsstand auf kurzen Distanzen auszuloten, also Bestzeiten für 100, 200 und 400 Meter.

Viel Erfolg!

burny
16.07.2013, 12:11
ich habe vor in einem Jahr eine Sport-Uni-Aufnahmeprüfung zu machen,
...
Bin leider ein absolutes sportliches Antitalent
Warum willst du dann Sport studieren?

Und ja, deine Ausdauer IST schlecht, für einen (potentiellen) Sportstudenten sogar grottenschlecht. Ich würde dir keinen Gefallen tun, wenn ich dir etwas anderes bescheinigen würde.

Bernd

Ethan
16.07.2013, 16:04
Warum willst du dann Sport studieren?

Ich hatte einige Kommilitonen die sich nach dem Motto eingeschrieben haben: "Ich habe 20 Jahre kein Sport betrieben, dann studiere ich das mal."

Wer aber nicht völlig untalentiert ist, kommt damit auch durch. Es gibt so ein breites Angebot, da findet sich immer irgendwas, wenn Bachelor/Master nicht völlig anders ist, als die Diplom-Studiengänge damals.

Es gab Mädels, die konnten keinen Ball fangen, dafür waren die super im Tanzen. Ich kann nicht Turnen, dafür habe ich Bewegunstheater belegt. Da macht man sich vor 400 Leuten bei der Abschlussprüfung zwar zum Horst, bekommt aber ne super Note nachgeschmissen.

BergischerLöwe
16.07.2013, 16:10
Wer aber nicht völlig untalentiert ist, kommt damit auch durch. Es gibt so ein breites Angebot, da findet sich immer irgendwas...

Und das Ziel eines Studiums ist es, mit mangelnden Fähigkeit irgendwie mit irgendetwas durchzukommen? Das hab ich von meinem Studium (kein Sportstudium) anders in Erinnerung.

CarstenS
16.07.2013, 16:16
Irgendjemand muss doch Lehrer werden!

(Duckundwech)

chillie_
16.07.2013, 16:24
Und das Ziel eines Studiums ist es, mit mangelnden Fähigkeit irgendwie mit irgendetwas durchzukommen?

Wenn man etwas lernt/studiert was man gerne tut ist das allemal sinnvoller, als irgendwas zu studieren nur weil es offensichtlich sinnvoll erscheint. Der Gedanke, dass erstklassige Leistungen in Lehre/Studium auch einen erstklassigen Arbeitnehmer ergeben ist zwar weit verbreitet - kann ich persönlich aber nicht bestätigen.

Immerhin macht sich der TE Gedanken wie er sein Ziel erreichen kann und bemüht sich darum. Das unterscheidet ihn sicher von 90% aller BWL-Studenten.

Ethan
16.07.2013, 16:32
Und das Ziel eines Studiums ist es, mit mangelnden Fähigkeit irgendwie mit irgendetwas durchzukommen? Das hab ich von meinem Studium (kein Sportstudium) anders in Erinnerung.

Habe ich nicht gesagt. Wollte das nur relativieren, da manche glauben, nur die Sportskanonen würden Sport studieren. Sind ja hauptsächlich Lehramt-Studenten, da geht es um die Vermittlung. Nur weil ich besonders schnell rennen kann, werde ich kein toller Pädagoge. Ich will das ja auch nicht verteidigen..

kobold
16.07.2013, 16:34
Irgendjemand muss doch Lehrer werden!

(Duckundwech)

Wenn ein Sportlehrer Bewegungslegastheniker ist, kann er sicher manche Übungen nicht sinnvoll vorturnen. Da muss er dann notfalls die neuen Medien zur Hilfe nehmen - Sportunterricht "aus der (You) Tube" sozusagen. :D Nichtsdestotrotz kann er ein brauchbarer Sportlehrer sein, wenn er z.B. einen guten Blick für die Fehler seiner Schüler hat und die angemessenen Korrekturen vorschlägt.

Mit anderen Worten: Mangelndes sportliches Talent ist beileibe nicht das, was für einen Sportlehrer wünschenswert ist. Aber ich denke, die Unterrichtsqualität leidet nicht so drastisch wie das in anderen Fächern der Fall wäre. Einen Mathelehrer, der keine Aufgaben zur Flächenberechnung lösen, oder eine Englischlehrerin, die keinen fehlerfreien englischen Satz formulieren kann, würden mich erheblich mehr beunruhigen, wenn ich schulpflichtige Kinder hätte. :teufel:

Ethan
16.07.2013, 16:36
Irgendjemand muss doch Lehrer werden!

(Duckundwech)

Ich kann nix - aber das kann ich ja zumindest weitergeben.

Runner_1989
16.07.2013, 18:43
Zunächst mal danke für die konstruktiven Antworten zu Beginn.

Um die halbphilosophische Diskussion über Sportlehrer aus meinem Blickwinkel zu betrachten: Aus meiner Sicht ist sowieso jede Leistungsüberprüfung zu Beginn und während dem Studium schon alleine deswegen absurd, weil es nach Ende des Studiums keine Kontrollen mehr gibt, ob der Turnlehrer in der Lage ist, diese Dinge vorzuführen. Meiner persönlichen Erfahrung nach war es in meiner Schullaufbahn so, dass all meine Turnlehrer (40+) NICHT in der Lage waren, auch nur irgendwas vorzuzeigen. Deswegen finde ich das Argument (Sportstudenten müssen x können um es später vorzuzeigen) vollkommen enthebelt, da ab jenem Zeitpunkt, wo sie es tatsächlich vorzeigen können sollten, es ohnedies nicht mehr überprüft wird, ob es sie es können. Abgesehen davon geht es, wie bereits richtig erkannt wurde, darum, LEHRER oder SportWISSENSCHAFTLER auszubilden, keine Sportler oder Leistungssportler. Ich kenne z.B. Trainer in den USA, die z.B. Track & Field und Hurdles (Hürdenlauf) coachen, ohne JEMALS über eine Hürde gesprungen zu sein - und er hat Leute hervorgebracht, die in diesen Disziplinen auf regionaler Ebene reihenweise Wettkämpfe gewonnen haben. Die USA sind uns da halt meilenweit voraus, da sie verstanden haben, dass sportliches Talent eines Trainers in keinster Weise mit seinen Trainerfähigkeiten (pädagogisch, didaktisch, Kenntnisse über Trainingslehre/Biomechanik/Anatomie...) korrelieren und sie dadurch auch keine Eignungsprüfungen haben. Abgesehen davon wurde bereits richtig erwähnt, dass im Zeitalter von youtube und co. es zum Vorzeigen mindestens genau so gute bis sogar bessere Ressourcen gibt als das "eigene Vorzeigen" gibt. Abgesehen davon kann ich die Vorzeige-Debatte bei Dingen wie dem Geräteturnen verstehen, jedoch nicht beim 2400m Lauf. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Turnlehrer sagt: "Ich zeige euch jetzt vor, wie man z.B. in 9 Minuten 2400m läuft".

Die Eignungsprüfungen hier sollte man (ich kann jetzt nur mal für Österreich sprechen) ohnedies vor allem auf einer politischen Metaebene betrachten: Die Kriterien werden über die Zeit hinweg wohl so angepasst, dass es entsprechend viele Sportlehrer gibt, dass der Bedarf an solchen gedeckt wird, aber es auch keinen Überschuss gibt. Ich vermute es also quasi als ein Ressourcen-regulierendes Instrument.

Hiermit möchte ich diese Diskussion auch abschließen, wenn es jemand gerne weiter ausdiskutieren möchte (was ich verstehen kann, ist ja nicht gerade uninteressant), bitte ich inständigst um das Erstellen eines neuen Threads in einem dafür angebrachten Forum. Hier möchte ich, dass alles übersichtlich bleibt, weil ich mich auf mein Ziel konzentrieren und bestmöglich vorbereiten möchte - danke für euer Verständnis.

Back on topic: Eure Antworten waren eindeutig - eine 4. Einheit ist definitiv von Vorteil - dementsprechend werde ich sie einfügen. Hält ihr folgendes Konzept für eine gute Idee:

Day1: Dauerlauf (45 min - 70-80% hfMax)
Day2: Langsamer Dauerlauf (60 min - 60-70% hfMax)
Day3: Intervalle: Abwechselnd jede Woche: 8x400m (goalpace) mit jeweils 400m Trabpause und die von Chillie vorgeschlagene Trainingseinheit: 10 Minuten Einlaufen, dann 5x (30 Sek. langsam - 20 Sek. schnell - 10 Sek. Vollgas) dann 2 Minuten Pause (Steh-/Gehpause) und wieder von vorne ... insgesamt 5 Wiederholungen - danach locker auslaufen.
Day4: Langsamer Dauerlauf (60 min - 60-70% hfMax)

Oder wären 2 Dauerläufe und 1 Langsamer Dauerlauf ratsamer? Was hält ihr von dieser Planung?

lg

chillie_
16.07.2013, 20:18
Oder wären 2 Dauerläufe und 1 Langsamer Dauerlauf ratsamer? Was hält ihr von dieser Planung?

Wenn Dein Körper mitmacht und die Regeneration passt, lieber 2 DL und 1x langsam - wenns nicht gleich klappt, dann eben in ein paar Wochen. Und noch ein Tipp - alle 3-4 Wochen auch mal die Umfänge reduzieren und etwas erholen.

burny
16.07.2013, 21:42
Hiermit möchte ich diese Diskussion auch abschließen,
...
bitte ich inständigst um das Erstellen eines neuen Threads in einem dafür angebrachten Forum. Hier möchte ich, dass alles übersichtlich bleibt,
Wenn deine sportlichen Fähigkeiten auch nur ein klein wenig von deinem Selbstbewusstsein (um es positiv auszudrücken; nicht jeder hat die Chuzpe, am Tag seiner Anmeldung unmittelbar in die Rolle des Obermoderators zu schlüpfen) und deinem Vermögen, theoretische Abhandlungen (mit wieviel Sinngehalt auch immer) zu verfassen, abbekommen hätten, dann hättest du den Test bereits locker in der Tasche. :daumen:

Bernd

CarstenS
16.07.2013, 22:12
Hallo Runner,

mein Lehrerkommentar oben wäre sicher nicht nötig gewesen. Die fachwissenschaftliche Lehrerausbildung ist oft nicht besonders sinnvoll, was für beide Seiten frustrierend ist. Das ist meine Erfahrung aus einem anderen Fach, und aus der heraus kann ich auch sagen, dass Du vielen anderen Studenten voraus hast, einen zusammenhängenden Text, und das sogar mit Groß- und Kleinschreibung, obwohl das Medium das Internet ist, schreiben zu können, woher sicher ein Teil meiner Frustration kommt. Das aber nur am Rande. Du hast Dir Gedanken über das, was Du vorhast, gemacht, und das ist gut.




Day1: Dauerlauf (45 min - 70-80% hfMax)
Day2: Langsamer Dauerlauf (60 min - 60-70% hfMax)
Day3: Intervalle: Abwechselnd jede Woche: 8x400m (goalpace) mit jeweils 400m Trabpause und die von Chillie vorgeschlagene Trainingseinheit: 10 Minuten Einlaufen, dann 5x (30 Sek. langsam - 20 Sek. schnell - 10 Sek. Vollgas) dann 2 Minuten Pause (Steh-/Gehpause) und wieder von vorne ... insgesamt 5 Wiederholungen - danach locker auslaufen.
Day4: Langsamer Dauerlauf (60 min - 60-70% hfMax)

Oder wären 2 Dauerläufe und 1 Langsamer Dauerlauf ratsamer? Was hält ihr von dieser Planung?
Ich würde mir gar keine großen Gedanken darüber machen, ob Du nun mit mehr oder weniger als 70% der maximalen HF läufst. Auch die Tempoeinheiten würde ich einfach erst einmal ausprobieren, um zu sehen, wie sie laufen. Du bist im Moment noch langsam, und es ist nicht klar, ob das vor allem ein Ausdauerproblem ist, oder ob es auch ein Schnelligkeitsproblem im engeren Sinn ist. Das macht es schwer, Geschwindigkeiten für kürzere Tempoeinheiten zu empfehlen. Hast Du irgendwelche Sprintzeiten?

Gruß

Carsten

Runner_1989
16.07.2013, 22:14
Verzeihung Bernd, aber ich verstehe nicht, weshalb ich mich jetzt für etwas rechfertigen muss? Ich spiele keinen Obermoderator, sondern hätte es einfach gerne übersichtlich hier... der Bitte danach Ausdruck zu verleihen ist wohl nicht mit dem "Spielen des Obermoderators" gleichzusetzen.

Ich danke dir für deinen anfänglichen Input, deine ehrliche Ansage, dass meine Ausdauer scheiße ist. So jemand ist mir um ein vielfaches lieber, als jemand, der Dinge schön redet. Um deine Frage zu beantworten: Ich will Sport studieren, um eines Tages Sportlehrer zu sein, und unserem Nachwuchs einen ambitionierteren Sportlehrer zu bieten als jene, die ich selber miterleben durfte ("Hier habts einen Ball, spielts damit, viel Spaß, bis in 2 Stunden dann!"). Außerdem habe ich verstanden, wie wichtig sportliche Betätigung für das Wohlempfinden ist, da ich mit 15 fettsüchtig war und Sport mir dort herausgeholfen hat. Das war der Beginn einer subjektiv empfunden positiven Wandlung, der sich über den rein physischen Bereich hinaus gestreckt hat. Abgesehen davon habe ich ja spaß an sportlicher Betätigung, was ja auch nicht zwangsläufig im Widerspruch zu mangelndem Talent steht. Einer der langsamer ist, kann ja trotzdem mehr spaß an der läuferischen Betätigung haben als ein schneller. Solltest du mir noch etwas konstruktives mitgeben wollen, wäre ich dir natürlich sehr verbunden. Deinen letzten Beitrag würde ich um ehrlich zu sein eher der unkonstruktiveren Kategorie zuordnen.

@Chilli: Danke für den Hinweis. Denkst du es wäre vielleicht eine gute Idee, in einer Woche 2xDL und 1xlangsam und in der darauffolgenden umgekehrt - also quasi eine Woche A und Woche B zu haben?

lg

Runner_1989
16.07.2013, 22:19
Verzeihung Bernd, aber ich verstehe nicht, weshalb ich mich jetzt für etwas rechfertigen muss? Ich spiele keinen Obermoderator, sondern hätte es einfach gerne übersichtlich hier... der Bitte danach Ausdruck zu verleihen ist wohl nicht mit dem "Spielen des Obermoderators" gleichzusetzen.

Ich danke dir für deinen anfänglichen Input, deine ehrliche Ansage, dass meine Ausdauer scheiße ist. So jemand ist mir um ein vielfaches lieber, als jemand, der Dinge schön redet. Um deine Frage zu beantworten: Ich will Sport studieren, um eines Tages Sportlehrer zu sein, und unserem Nachwuchs einen ambitionierteren Sportlehrer zu bieten als jene, die ich selber miterleben durfte ("Hier habts einen Ball, spielts damit, viel Spaß, bis in 2 Stunden dann!"). Außerdem habe ich verstanden, wie wichtig sportliche Betätigung für das Wohlempfinden ist, da ich mit 15 fettsüchtig war und Sport mir dort herausgeholfen hat. Das war der Beginn einer subjektiv empfunden positiven Wandlung, der sich über den rein physischen Bereich hinaus gestreckt hat. Abgesehen davon habe ich ja spaß an sportlicher Betätigung, was ja auch nicht zwangsläufig im Widerspruch zu mangelndem Talent steht. Einer der langsamer ist, kann ja trotzdem mehr spaß an der läuferischen Betätigung haben als ein schneller. Solltest du mir noch etwas konstruktives mitgeben wollen, wäre ich dir natürlich sehr verbunden. Deinen letzten Beitrag würde ich um ehrlich zu sein eher der unkonstruktiveren Kategorie zuordnen.

@Chilli: Danke für den Hinweis. Denkst du es wäre vielleicht eine gute Idee, in einer Woche 2xDL und 1xlangsam und in der darauffolgenden umgekehrt - also quasi eine Woche A und Woche B zu haben?

lg

Runner_1989
16.07.2013, 22:20
Danke für die Antwort Carsten, bezüglich der Lehrerausbildung kann ich dir nur zustimmen. Ich bin selber bereits in der zweiten Hälfte eines Lehramtsstudiums und erlebe hier sehr ähnliches.

Sprintzeiten habe ich leider keine :( War aber im Sprint auch immer der Schlechteste (wie auch im Ausdauerlauf und eigentlich in jeder sportlichen Betätigung) Ich denke es handelt sich um eine Mischung aus Schnelligkeits- und Ausdauerproblem. Deswegen habe ich ja die Hoffnung, dass mit 4 TEs pro Woche (wo sowohl kurze Intervalle für Schnelligkeit, als auch lange Läufe enthalten sind) es auf jeden Fall besser werden muss :)

Rolli
17.07.2013, 15:43
Ich danke dir für deinen anfänglichen Input, deine ehrliche Ansage, dass meine Ausdauer scheiße ist. So jemand ist mir um ein vielfaches lieber, als jemand, der Dinge schön redet. Um deine Frage zu beantworten: Ich will Sport studieren, um eines Tages Sportlehrer zu sein, und unserem Nachwuchs einen ambitionierteren Sportlehrer zu bieten als jene, die ich selber miterleben durfte ("Hier habts einen Ball, spielts damit, viel Spaß, bis in 2 Stunden dann!"). Außerdem habe ich verstanden, wie wichtig sportliche Betätigung für das Wohlempfinden ist, da ich mit 15 fettsüchtig war und Sport mir dort herausgeholfen hat. Das war der Beginn einer subjektiv empfunden positiven Wandlung, der sich über den rein physischen Bereich hinaus gestreckt hat. Abgesehen davon habe ich ja spaß an sportlicher Betätigung, was ja auch nicht zwangsläufig im Widerspruch zu mangelndem Talent steht. Einer der langsamer ist, kann ja trotzdem mehr spaß an der läuferischen Betätigung haben als ein schneller. Solltest du mir noch etwas konstruktives mitgeben wollen, wäre ich dir natürlich sehr verbunden. Deinen letzten Beitrag würde ich um ehrlich zu sein eher der unkonstruktiveren Kategorie zuordnen.

Tja... auch wenn Du das nicht lesen willst:
Von Dir genannten Beispiele sind Ausnahmen. Sehr seltene Ausnahmen.
Ich sehe das anders als Kobold. Es gibt kein Unterschied zwischen den Fächern. Auch im Sportunterricht muss man Kenntnisse und Wissen mitbringen. Und vor allem eigene Erfahrung und Begeisterung.

Leider sieht man das jeden Tag, wenn man Kinder hat, wie Sportunterricht durchgeführt wird. Das sind Stunden mit meisten Ausfällen, "Jungs, hier ist der Ball und ich bin weg"... usw. Das ist die Realität, weil Leute ohne Interesse den Beruf nicht vernünftig nachgehen wollen. Vielleicht bist Du eine positive Ausnahme, leider Deine Beiträge deuten nicht darauf. Ich habe 5 Sportlehrer in der Familie und muss das leider so beurteilen.

Und Tschüss
Rolli