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  1. #1576
    Möchtegern-Kilometerfresser Avatar von nachtzeche
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    Zitat Zitat von bones Beitrag anzeigen
    Eigentlich war das keine Gegendarstellung, nur eine andere Sichtweise darauf, wie man sein Leben auch (noch) geniessen kann.


    Gut, ich formuliere es anders: Es gibt nicht nur die eine Seite, und ich möchte euch mal mein Erleben schildern, welches die positive Seite betont!

    Besser?
    "Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

  2. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von nachtzeche:

    klnonni (19.03.2020), Rolli (19.03.2020)

  3. #1577

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    Zitat Zitat von HerbertRD07 Beitrag anzeigen
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir spätestens zum Wochenende eine bundesweite Ausgangssperre haben. Es betteln einfach zu viele Leute darum.
    Mir geht das viel zu schnell mit heftigen Einschnitten in unsere Freiheiten. Wenn erstmal etwas weg ist, wird es mühsam, das wiederzuerlangen.

    Was ist denn das messbare Kriterium, von dem wir abhängig machen, wann es solche Einschnitte gibt? Von der Anzahl an Idioten die das nach wenigen Tagen noch nicht begriffen haben? Wenn davon morgen nur noch die Hälfte in den Eisdielen sind, ist dann ok?

    Was ist dann der nächste Schritt nach der Ausgangssperre, wenn die auch nicht ausreicht?

  4. #1578
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Zitat Zitat von nachtzeche Beitrag anzeigen


    Gut, ich formuliere es anders: Es gibt nicht nur die eine Seite, und ich möchte euch mal mein Erleben schildern, welches die positive Seite betont!

    Besser?
    So kann ich es durchgehen lassen.
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  5. #1579
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Zitat Zitat von NME Beitrag anzeigen
    Wenn erstmal etwas weg ist, wird es mühsam, das wiederzuerlangen.
    Jein und ich glaube das nicht. Falls doch, dann muss die Executive von uns eins voll auf die Eier kriegen. Noch haben wir Parlamente und eine Justiz.
    Und ja - versprochen - auf die dann fälligen Demos gehe ich und wenn auf den Rollator gestützt. Isso.

    Knippi

  6. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von hardlooper:

    klnonni (19.03.2020), NME (19.03.2020)

  7. #1580
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von NME Beitrag anzeigen
    Mir geht das viel zu schnell mit heftigen Einschnitten in unsere Freiheiten. Wenn erstmal etwas weg ist, wird es mühsam, das wiederzuerlangen.

    Was ist denn das messbare Kriterium, von dem wir abhängig machen, wann es solche Einschnitte gibt? Von der Anzahl an Idioten die das nach wenigen Tagen noch nicht begriffen haben? Wenn davon morgen nur noch die Hälfte in den Eisdielen sind, ist dann ok?

    Was ist dann der nächste Schritt nach der Ausgangssperre, wenn die auch nicht ausreicht?
    Wenn alle ihren Verstand benutzt hätten und von Beginn an, die gepredigten Verhaltensmaßnahmen umgesetzt hätten,
    dann würden wir diese Debatte hier nicht führen.
    Anfangs hätte es gereicht mit einfacher Einhaltung der Hygienemaßnahmen und ein wenig Rücksichtsnahme auf die Risikogruppen, den Infektionsverlauf so zu verlangsamen, dass kein Systemkollaps gedroht hätte.
    Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungeln wäre auch ein Besuch des Eiscafes kein Problem.

    Aber zu lange wurden ebend von zuvielen an die gewohnten Verhaltensmuster festgehalten.
    Mit einer leichten Erkältung ist man zur Arbeit und zum Einkaufen gegangen - warum auch nicht? Warum sollte gerade ich mit dem Corona-Virus infiziert sein?
    Es wurde und wird sich auch weiterhin in großen Gruppen getroffen - unwarscheinlich, dass man jemanden begegnet der infiziert ist.
    ....
    ....
    Da könnte man jetzt noch viele Irrtümer aufzählen.

    Und ja,
    nun muss man aufgrund der hohen Anzahl von "Idioten" die Notbremse ziehen und die persönlicher Freiheit des Einzelnen einschränken.
    Unser System baut auf dem Vertrauen auf, dass wir jeden helfen werden der Hilfe bedarf.
    Um diese Hilfen für den Einzelnen auch in den nächsten Tagen und Wochen sicherzustellen, müssen wir jetzt die Freiheitsrechte eines Jeden einschränken.

    Die Anzahl der Infizierten hat inzwischen eine so hohe Anzahl angenommen, dass wir aufgrund der bisherigen Erfahrungen aus anderen Ländern abschätzen können,
    dass 16-20% der Erkrankten so schwer erkranken werden, dass sie intensive Krankenhausbetreuung brauchen werden und ihr weiterer Anstieg, unsere Kapazitäten in den Krankenhäusern überlasten werden..

    Und genau da fängt es an gruselig zu werden.
    Wenn Ärzte auf den Intensivstationen entscheiden müssen wer von den Patienten eine lebensrettende Beatmungsmaschine bekommt, weil nicht für jeden eine solche Maschine bereit steht, werden vieleicht genau diese Idioten voller Wut und Ärger protestieren, warum es gerade ihren Angehörigen trifft der nicht gerettet wird.
    Von daher brauchen wir jetzt die Einschnitte in die persönlichen Freiheitsrechte, damit wir möglichst nicht in die Situation kommen auswählen zu müssen wer gerettet wird und wer nicht.

    Zumal auch das Personal der Krankenhäuser vor einer solchen psyischen und physichen Belastung geschützt werden muß.

    Wenn die getroffenen Maßnahmen nicht ausreichen sollten, müssen sich ebend unsere Verantwortlichen mit Experten zusammen setzen und weitere Maßnahmen beschliessen.
    Wie werden sehen müssen was noch auf uns zu kommt.

  8. #1581

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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Wenn alle ihren Verstand benutzt hätten und von Beginn an, die gepredigten Verhaltensmaßnahmen umgesetzt hätten,
    dann würden wir diese Debatte hier nicht führen.
    Alle Punkte richtig, die Du schreibst und ich selbst und meine Familie und auch meine Kollegen und Vereinskameraden halten sich alle an diese Regeln, soweit ich das überblicken kann.

    Wir können aber nicht erwarten, dass sich quasi von jetzt auf gleich alle daran halten, dieses Ziel ist von Anfang an verfehlt. Jetzt direkt als nächste Eskalationsstufe allen die Freiheitsrechte so fundamental einzuschränken widerstrebt mir. Auch wenn ich den sachlichen Grund dahinter natürlich nachvollziehen kann. Ich würde den Leuten noch ein paar Tage Zeit geben, das zu lernen. Mit freundlich aber bestimmter Ansage. Wenn es dann immer noch nicht fruchtet, kann und müssen wir dann weiter handeln.

  9. #1582

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    Zitat Zitat von nachtzeche Beitrag anzeigen
    Ich muss jetzt auch mal eine Gegendarstellung schreiben:

    Ich war in den letzten Tagen in drei verschiedenen Supermärkten. Es war immer alles verfügbar (ja, auch Klopapier!), die regale waren voll, es waren eher weniger Kunden da als üblich. Manche Supermärkte hatten "Distanzmarken" auf den Boden vor der Kasse geklebt, andere nicht. Der Abstand wurde immer, von allen Altersgruppen eingehalten. Alle waren entspannt, freundlich und locker. Tatsächlich.

    Entweder wohne ich hier in einer himmlischen Blase oder...
    Hier sind auch alle entspannt und locker (leider zu locker): Der Abstand wurde vor der Kasse eingehalten und insbesondere von den Alten entsprechend gegenseitig auf Kindergartenniveau kommentiert (du bist zu nah, hihihi, Immer schön den Abstand einhalten, hihihi, gell wir achten auch drauf, hihihi...). Nach dem Bezahlen standen die Seniorinnen zusammen (ohne jeglichen Abstand), hielten den Tagesschwatz ab und versperrten den Durchgang. Wie blöd muss man denn sein?

  10. #1583
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von NME Beitrag anzeigen
    Alle Punkte richtig, die Du schreibst und ich selbst und meine Familie und auch meine Kollegen und Vereinskameraden halten sich alle an diese Regeln, soweit ich das überblicken kann.

    Wir können aber nicht erwarten, dass sich quasi von jetzt auf gleich alle daran halten, dieses Ziel ist von Anfang an verfehlt. Jetzt direkt als nächste Eskalationsstufe allen die Freiheitsrechte so fundamental einzuschränken widerstrebt mir. Auch wenn ich den sachlichen Grund dahinter natürlich nachvollziehen kann. Ich würde den Leuten noch ein paar Tage Zeit geben, das zu lernen. Mit freundlich aber bestimmter Ansage. Wenn es dann immer noch nicht fruchtet, kann und müssen wir dann weiter handeln.
    Ich galube aufgrund des rasanten Anstiegs der Infektionen besteht mit jedem Tag die Gefahr den Punkt überschritten zu haben, wo wir noch Herr der Lage sind.

    Das Problem ist, unsere Gesellschaft hätte sich bereits zum Jahreswechsel mit den kommenden Problemen auseinander setzen müssen.
    Spätestens seit in Italien die Katastrophe absehbar war, hätte in sachlicher aber eindringlicher Form eine große Informationskampange starten müssen.
    Auch in Schulen und Kindergärten hätte man die Zeit nutzen sollen, um die Verhaltensregeln für die nächsten Wochen und Monate den Kindern und indirekt auch deren Eltern klar zu machen.

    Aber wie ich schon mal geschrieben habe, jetzt in der Krise besteht keine Zeit für eine Systemkritik, jetzt muss jeder handeln.

    Für die Zeit nach der Krise wünschte ich mir eine gründliche Untersuchung, wann welche Fehler begangen wurden und was man bei der nächsten Pandemie besser machen muss.

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    NME (19.03.2020)

  12. #1584

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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Für die Zeit nach der Krise wünschte ich mir eine gründliche Untersuchung, wann welche Fehler begangen wurden und was man bei der nächsten Pandemie besser machen muss.
    Ja, das sollte schon passieren. Auch wenn es schwierig (und unnötig) sein wird, da irgendjemandem die Schuld zuzuschieben.

    Ich frage mich seit ein paar Tagen, warum es eigentlich weltweit so spät wahrnehmbare Reaktionen gegeben hatte. So richtig spürbar ging das erst los, als in Italien das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Ende letzten Jahres noch mit leicht grusliger "Faszination" die Bilder aus Wuhan gesehen und noch nicht auf uns projiziert. Im Februar dann die Absage des MWC in Barcelona. Auch noch unter dem: "naja, die "Asiaten" haben halt gerade ein Problem". Dann die Webasto-Geschichte bei uns: "ok, ist ja klar, da hat die Kollegin aus Wuhan die angesteckt". Erst mit Italien kam das erschreckend schnell nah. Warum eigentlich? Was hat uns denn so kollektiv in lockerer Laune gehalten, dass dieses Problem kein globales Problem ist? Das kann ich nicht verstehen.

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    klnonni (19.03.2020)

  14. #1585
    Boston-Finisher Avatar von *Frank*
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Anfangs hätte es gereicht mit einfacher Einhaltung der Hygienemaßnahmen und ein wenig Rücksichtsnahme auf die Risikogruppen, den Infektionsverlauf so zu verlangsamen, dass kein Systemkollaps gedroht hätte.
    Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungeln wäre auch ein Besuch des Eiscafes kein Problem.
    Auch wenn du es noch so oft wiederholst, hätte das meiner Ansicht nach bei weitem nicht ausgereicht. Das haben noch weniger gemacht als jetzt die freiwillige soziale Isolierung.

    Wenn ich in Länder wie Taiwan, Japan oder Südkorea schaue, hätte man die Pandemie nur weitestgehend aus Europa heraushalten können, wenn man ähnliche Maßnahmen rechtzeitig ergriffen hätte. Aus meiner Sicht wäre das folgendes gewesen:

    - Keine Einreisen mehr nach Europa aus China
    - Europäer bzw. Menschen, die in Europa leben, die aus China heimkommen, mussten 2 Wochen in Quaratäne
    - Sobald sich eine Corona-Zelle in einem anderen Land gebildet hat, werden dieselben Regeln auch für dieses Land angewendet

    Diese Maßnahmen hätte man Anfang Januar europaweit ergreifen müssen. Das war Europas "1st line of defense". Damit wären wahrscheinlich auch die Krisen in den Skigebieten Norditaliens und Österreichs verhindert worden.

    Nachdem man diesen ersten Schritt verpasst hatte, war die "2nd line of defense" zumindest in Deutschland (in Italien, so vermutet man, war die Epidemie bereits Mitte Januar in vollem Gange) nach Bekanntwerden der Probleme in Italien in der Woche vor Karneval folgendes tun müssen:

    - Absagen von Großveranstaltungen, insbesondere Karneval
    - Heimkehrer aus dem alpinen Skiurlaub 2 Wochen in Quarantäne

    Hauptursachen in Deutschland sind vor allem diese beiden Quellen, wie man an den Verbreitungsgebieten Rheinland und Süddeutschland sieht. Auch in den anderen Bundesländern sind die ersten Fälle meist heimkehrende Skiurlauber. Dabei hatten wir zum Teil noch Glück: die Lufthansa hat Flüge nach und von China relativ zeitnah eingestellt und viele Karnevalsumzüge sind wegen des Wetters am Sonntag ausgefallen.

    Erst danach hat man auch in Deutschland richtig reagiert, aber jetzt besteht der Hauptübertragungsweg in engen sozialen Kontakten. Und jetzt hilft eben nur noch der komplette Shutdown (3rd line of defense). Was man von Anfang an gut gemacht hat, ist das Testen. Man sieht in Südkorea, dass es ihnen dort gelungen ist, mit einer großen Anzahl an gut organisierten Massentests (Drive-thru) fast 100% der Fälle zu identifizieren und zu isolieren, was sie schnell in die Phase gebracht hat, in der die Anzahl der Fälle nicht einmal mehr linear ansteigt.

    Das Problem dabei ist, dass zumindest das erste Set an Maßnahmen europaweite Einigkeit und Zusammenarbeit der verschiedenen Regierungen erfordert hätte. Dazu waren und sind die meisten aber erst bereit, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, also jetzt. Nur jetzt ist das nicht mehr effektiv.
    VG Frank

    5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
    Nächster Wettkampf: TBD

  15. #1586
    Boston-Finisher Avatar von *Frank*
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    Zitat Zitat von NME Beitrag anzeigen
    Ich frage mich seit ein paar Tagen, warum es eigentlich weltweit so spät wahrnehmbare Reaktionen gegeben hatte.
    Es haben ja einige Länder wie Taiwan oder Japan oder auch Singapur (bereits am 2. Januar) relativ schnell reagiert. Und genau die haben heute nur kleine Probleme mit der Pandemie. Alle anderen haben das völlig unterschätzt, manche sogar bis weit in den März hinein (USA, UK). Deutschland hat vermutlich nur ganz viel Glück gehabt. Ich bin mir fast sicher, dass das Szenario aus Italien genauso bei uns hätte passieren können, wenn ich sehe, wie schwer man sich bei der Absage der Großveranstaltungen getan hat und wie schwer sich jeder einzelne mit der sozialen Isolation tut.
    VG Frank

    5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
    Nächster Wettkampf: TBD

  16. #1587
    Avatar von Catch-22
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    Regierungsbezirk Köln schließt alle Restaurants, also auch nicht mehr bis 15 uhr geöffnet. Lieferservice und Take Away darf wohl noch.
    Ich geh laufen, wer weiß ob ich morgen noch darf...

  17. #1588

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    Zitat Zitat von NME Beitrag anzeigen
    Auch wenn es schwierig (und unnötig) sein wird, da irgendjemandem die Schuld zuzuschieben.
    .
    Was hätte man denn anders machen sollen? Die Politik wird u.a. vom Virologen Drosten bzw. vom Robert-Koch-Institut beraten. Dem steht die Meinung des Virologen Kekule und diverse andere entgegen. Das ist aber im Wissenschaftsbereich üblich, dass man nicht einer Meinung ist. Das ist auch gut so; bei der Erforschung eines Impfstoffes werden auch diverse unterschiedliche Ansätze verfolgt.

    Solange die Politik auf die Fachleute hört (was sonst nicht immer der Fall ist) , kann man den Politikern meines Erachtens keinen Vorwurf machen. Den Wissenschaftlern auch nicht. Und wer behauptet, die Pandemie war in dieser Dimension vorhersehbar, hat zu Hause eine Superglaskugel und hat im letzten Dezember sein Aktienpaket verkauft.

  18. #1589

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    Zitat Zitat von Bonno Beitrag anzeigen
    Was hätte man denn anders machen sollen?
    Weiß ich nicht und war auch nicht mein Punkt.

    Zitat Zitat von Bonno Beitrag anzeigen
    Und wer behauptet, die Pandemie war in dieser Dimension vorhersehbar, hat zu Hause eine Superglaskugel und hat im letzten Dezember sein Aktienpaket verkauft.
    War eine ernsthafte gemeinte Frage: was hat uns von Dezember bis späten Februar davon ausgehen lassen, dass das nicht diese Dimension erreichen KANN?

  19. #1590
    'Cause Stone Cold Said So Avatar von MikeStar
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    Eine Aufarbeitung ist zwingend notwendig, schon alleine um eine Wiederholung zu vermeiden. Und wenn... das Virus initial nicht auf natürlichem Weg übertragen wurde, dann muss auch über Kompensation gesprochen werden. Das mag in Anbetracht der jetzigen Situation nicht erste Priorität haben, aber ohne Konsequenzen darf es nicht bleiben. Dazu ist der Schaden viel zu groß, nicht nur materiell.

    Eine Ausgangssperre wird vornehmlich nur diejenigen treffen, die jetzt eh schon sich an die Vorgaben halten. Je länger die Restriktionen dauern, desto größer wird die Wahrscheinlichkeiten, dass die Aktivitäten halt im Verborgenen stattfinden. Tricks, die Ausgangssperre zu umgehen, gibt es zuhauf. Da sind die Menschen kreativ.
    ________________________________________ _____
    Esst mehr Käsetoast!

  20. #1591
    Boston-Finisher Avatar von *Frank*
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    Zitat Zitat von Bonno Beitrag anzeigen
    Solange die Politik auf die Fachleute hört (was sonst nicht immer der Fall ist) , kann man den Politikern meines Erachtens keinen Vorwurf machen. Den Wissenschaftlern auch nicht.
    Wenn das, was ich geschrieben habe, sich wie ein Vorwurf anhört, war das nicht beabsichtigt. Das war eher ein erstes zurückblickendes "Lessons Learned". Es wäre wahrscheinlich eine fast optimale Antwort auf die Bedrohung gewesen, vorausgesetzt man hätte Corona tatsächlich als Bedrohung wahrgenommen.

    Man muss sich natürlich rückblickend schon fragen, warum man nicht dem Beispiel Taiwan oder Singapur gefolgt ist. Taiwan hat beispielsweise schon am 31. Dezember angefangen, bei Flügen aus Wuhan die Passagiere zu untersuchen. Zu der Zeit gab es offiziell gerade mal 27 Fälle in Wuhan. Am 24. Januar wurde auch bereits der Export an Masken verboten.

    Am Ende haben die deutlich mehr richtig gemacht als wir. Daraus sollten wir lernen.
    VG Frank

    5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
    Nächster Wettkampf: TBD

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    NME (19.03.2020)

  22. #1592
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Nach dem Nachtzeche hab ich auch noch eine positive Meldung. Noch nie hab ich so ne lange Schlange beim Blutdspenden gesehen und das liegt nicht an den großen Abständen zwischen den Leuten. Und überdurchschnittlich viele jüngere Leute dabei.

    Gruss Tommi

  23. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von dicke_Wade:

    klnonni (19.03.2020)

  24. #1593
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von NME Beitrag anzeigen
    War eine ernsthafte gemeinte Frage: was hat uns von Dezember bis späten Februar davon ausgehen lassen, dass das nicht diese Dimension erreichen KANN?
    Naja, ich kann zwar nicht für alle sprechen, aber zumindest für mich. Ich habe das für eine der Grippe ähnlichen Infektion gehalten. Und vom individuellen Krankheitsverlauf hat vieles dafür gesprochen, daß es sogar weniger riskant ist. Auch wenn ich dafür gleich eine Schelte bekomme, sehe ich das immer noch so.

    Was ich aber unterschätzt habe, war die Progression der Ansteckungen. Daß es Risikogruppen gibt, hatte ich als nicht so relevant angesehen, weil dies auch bei anderen Infektionskrankheiten der Fall ist. Durch die hohe Ansteckungsquote kommt es aber zu einer Häufung der relativ wenigen schweren Verläufe auf ein absolut sehr relevantes Niveau. Und an dem Punkt muss man die Risikogruppen durch Prävention schützen. Und da es noch keinen Impfstoff gibt, musste man andere Wege finden.

    Ich will jetzt nicht behaupten, daß meine Einschätzung der Krankheit richtig war. Aber selbst wenn sie das wäre, hätten relevante Informationen gefehlt, um die Lage richtig einordnen zu können. Der Fokus auf diesen einen Aspekt hätte und hat ja letzendlich auch zu einer völligen Fehleinschätzung meinerseits geführt. Vielleicht war ich nicht der einzige.
    nix is fix

  25. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    klnonni (19.03.2020)

  26. #1594
    Avatar von Bantonio
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    Was ich ehrlich nicht verstehe ist, dass man bei uns in Österreich so wenig testet.
    Nur Personen mit Symptomen und Kontakt zu Infizierten oder vorherigem Aufenthalt in Risikogebieten werden getestet.

    Und dann liest man von einem spanischen Fussballklub, dass insgesamt 9 Mitarbeiter positiv getestet wurden, alle ohne Symptome.

  27. #1595

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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Vielleicht war ich nicht der einzige.
    Nein, ganz sicher nicht.

  28. #1596
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Bantonio Beitrag anzeigen
    Und dann liest man von einem spanischen Fussballklub, dass insgesamt 9 Mitarbeiter positiv getestet wurden, alle ohne Symptome.
    Was natürlich auch ein Indiz dafür sein könnte, daß die Dunkelziffer viel höher ist als man annimmt. Und auf der anderen Seite würde das den Grad der Gefährlichkeit deutlich reduzieren. Den Zähler in der Gleichung kann man gut nachvollziehen. Der Nenner ist das große Mysterium.
    nix is fix

  29. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    klnonni (19.03.2020)

  30. #1597
    Ich weiss du hast Recht, aber meine Meinung gefällt mir besser. Avatar von Raffi
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    Zitat Zitat von Catch-22 Beitrag anzeigen
    Regierungsbezirk Köln schließt alle Restaurants, also auch nicht mehr bis 15 uhr geöffnet. Lieferservice und Take Away darf wohl noch.
    Ich geh laufen, wer weiß ob ich morgen noch darf...
    Wurde bei uns auch gesagt. 2 Tage später war alles dicht. Was irgendwie auch Sinn macht.

    Solange kein Ausgangsverbot kommt ist Laufen (solange die Richtlinien eingehalten werden) auch weiterhin erlaubt.
    Ich weiß, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind, aber sie haben so wahnsinnig gute Ideen
    Ein bisschen TRI schadet nie.


  31. #1598
    Avatar von Bantonio
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Was natürlich auch ein Indiz dafür sein könnte, dass die Dunkelziffer viel höher ist als man annimmt. Und auf der anderen Seite würde das den Grad der Gefährlichkeit deutlich reduzieren. Den Zähler in der Gleichung kann man gut nachvollziehen. Der Nenner ist das große Mysterium.
    Was ja an sich positiv wäre, weil es heißen würde, dass der Anteil an schwerwiegenden Verläufen doch niedriger ist, als derzeit angenommen.
    Allerdings kann eine infizierte Person auch ohne schwerwiegende Symptome prinzipiell andere anstecken. Insbesondere wenn sie nicht weiß, dass sie infiziert ist.
    Aber wahrscheinlich ist der Punkt längst überschritten, an dem man sämtliche Infizierten isolieren kann, und deshalb ist eine generelle Distanzierung für ein paar Wochen wohl die einzige Chance, die Ausbreitung einzudämmen. Und dass das notwendig ist sieht man eben in Norditalien.

  32. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Bantonio:

    klnonni (19.03.2020)

  33. #1599
    Ich weiss du hast Recht, aber meine Meinung gefällt mir besser. Avatar von Raffi
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    Zitat Zitat von Bantonio Beitrag anzeigen
    Was ja an sich positiv wäre, weil es heißen würde, dass der Anteil an schwerwiegenden Verläufen doch niedriger ist, als derzeit angenommen.
    Allerdings kann eine infizierte Person auch ohne schwerwiegende Symptome prinzipiell andere anstecken. Insbesondere wenn sie nicht weiß, dass sie infiziert ist.
    Aber wahrscheinlich ist der Punkt längst überschritten, an dem man sämtliche Infizierten isolieren kann, und deshalb ist eine generelle Distanzierung für ein paar Wochen wohl die einzige Chance, die Ausbreitung einzudämmen. Und dass das notwendig ist sieht man eben in Norditalien.
    Die Frage sollte lauten

    Wie viele chronisch Kranke kommen auf ein Intensivbett mit Herz-Lungenmaschine


    Wer bekommt das Bett und wer hat die A-Karte?
    Ich weiß, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind, aber sie haben so wahnsinnig gute Ideen
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  34. #1600
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von Bantonio Beitrag anzeigen
    Was ich ehrlich nicht verstehe ist, dass man bei uns in Österreich so wenig testet.
    Nur Personen mit Symptomen und Kontakt zu Infizierten oder vorherigem Aufenthalt in Risikogebieten werden getestet.
    Der Grund ist (genau wie in Deutschland, wo die gleiche Kriterien gelten), dass die Testkapazität sehr begrenzt und nicht beliebig erhöhbar ist.

    Und auch bei den sehr gezielten Tests ist die überwiegende Zahl der Tests negativ, wenn man jetzt die Kriterien für einen Test runterschraubt, bekommt man automatisch weniger positive Tests...

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)


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