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  1. #1
    Avatar von Ulrike2013
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    Unglücklich Motivationstief

    Hallo,
    bislang konnte ich mich immer sehr gut zum Training motivieren, aber seit Ende letzten Jahres habe ich einen richtigen Durchhänger.
    Neben der allgemein bescheidenen Corona-Lage, die uns ja alle betrifft, hat mein Mann eine Krebsdiagnose bekommen, und ich bin seit Wochen in Kurzarbeit und mache mir Sorgen um meinen Arbeitsplatz. Bei aller Zuversicht, die mich durchs letzte Jahr getragen hat, habe ich jetzt einfach keinen Antrieb. Ich weiß, dass mir das Training guttut, aber es fällt mir jedes Mal unendlich schwer, mich aufzuraffen, was ich so gar nicht kenne.
    Ich laufe allein, so 30-35km die Woche in drei Einheiten.
    Habt ihr ein paar Tipps, wie ich diese Krise meistern und mich wieder motivieren kann? Dafür wäre ich sehr dankbar!
    Gruß von Ulrike

  2. #2
    Avatar von Katz
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    Hallo Ulrike,

    falls es dich beruhigt: mir geht es genauso. Seit Corona hab ich Arbeit ohne Ende, während andere in der Kurzarbeit hängen, was bei uns dann auch wieder zu Stress führt. Die Pandemie zwingt uns alle in eine Lage die wir so nie Gatten und nicht kennen. Diese blöde Daheimsitzerei (die ich aber absolut als richtig empfinde!!!), dieses planlose Dasein... Kein Urlaub in Sicht, haufenweise Konzertkarten für events, die wasweißichwann stattfinden werden. Eltern im Home Office mit Kindern im homeschooling. Das ist alles bedrückend. Dieses Thema läuft aus, fördert ungute Diskussionen, macht alle unzufrieden. Hier im Forum gibt es ja viele, die ihr Ding weiterhin durchziehen und munter vor sich hinlaufen. Ich finde das bewundernswert. Aber hey, wenn dein Mann schwer krank ist, dann mach dir doch keinen Kopf wegen der Lauferei! Das Laufen sollte doch vielmehr ein Ausgleich und eine Freude für dich sein!

  3. #3
    Avatar von Ulrike2013
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    Den Kopf mach ich mir, weil ich das Laufen ja wenigstens selbst bestimmen könnte und es nicht hinkriege... Es war in der Vergangenheit eine feste Größe und Energiequelle für mich. Mir fehlt diese Freude eben auch.
    Aber es tut gut zu hören, dass dir die allgemeine Situation auch zu schaffen macht. Danke für deine Antwort !

  4. #4
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Zu Deinen Standardlaufterminen die Laufklamotten anziehen - volle Montur. Dahein bleiben - nicht Laufen. Feel the feeling .

    Oder mal eine Laufoutfit kaufen, das Euren finanziellen Rahmen "eigentlich" sprengt. Wenn Du dann nicht läufst - Du weißt schon, dass das Zeugs in der Schublade liegt.

    Neuer Absatz:
    Laufen passt momentan nicht in Deine Welt. Vielleicht treibt Dich "irgendwann" einer der vielen Gründe (die es ja gibt ) auf die Piste.

    Meine Psychotherapeutin hat gestrahlt wie ein Napfkuchen, als ich ihr erzählte, einen Startplatz für den Berlin-Marathon zugelost bekommen zu haben und ich die ersten Kilometer bereits trainiert habe. Nur ein Beispiel für einen Klick (nicht Kick), keine Ahnung, was das bei Dir sein könnte.

    Alles sehr individuell: Du bist nicht in meinen, ich bin nicht in Deinen Schuhen gelaufen.

    Knippi

  5. #5
    Avatar von UlliL
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    Liebe Namensvetterin,

    ich kann Dich nur zu gut verstehen. Bei uns war es im letzten Jahr während des ersten "Lockdowns" ähnlich. Mein Lebensgefährte hatte einen Schlaganfall, der durch eine hochgradoge Herzinsuffienz ausgelöst wurde. In der Zeit habe ich mich auch kaum motiviren können rauszugehen. Obwohl ich wusste, dass es mir gut tut, gerade bei dem Stress bei der Arbeit -ich arbeite in der Onkologie in einen Uniklinik- Ich habe dann versucht mir möglichst viel Freiräume zu verschaffen, aber sich nicht durch "selbst schlechtes Gewissen machen" weil man nicht laufen geht sondern lieber auf den Sofa hockt macht auch Stress.

    Versuche immer "lieb" zu dir zu sein, acuh wenn es schwerfällt. Gerade weil ich meinen Mann -er war gerade mal 42- durch eine Krebsdiagnose verloren habe, kann ich mir gut vorstellen was in Dir vorgeht.

    Liebe Grüße
    Ulli

  6. #6
    Avatar von Ulrike2013
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    Hallo Knippi,
    danke für deine Tipps, mal sehen, wann es bei mir wieder "Klick " macht...
    Ich muss zugeben, zu lesen, dass Laufen momentan nicht in meine Welt passt, tat weh - aber ich weiß, was du meinst.
    LG, Ulrike

  7. #7
    Avatar von Ulrike2013
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    Hallo Ulli ,
    ganz lieben Dank für deine verständnisvollen Worte!
    Du scheinst zu wissen, wovon ich rede...
    Aber ich entnehme euren Antworten, dass jetzt einfach nicht die Zeit ist, mich über mangelnde Motivation zu grämen.
    Ich hab nur das Gefühl, dass ich das Laufen auch noch verliere. Das möchte ich unbedingt verhindern.
    LG, Ulrike

  8. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Ulrike2013:

    UlliL (08.02.2021)

  9. #8
    Avatar von Katz
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    Schraube doch einfach die Distanzen und/oder Häufigkeiten runter. 2x pro Woche laufen reicht doch, oder? Wenn es dann mal nur 5-6km werden, ist das ja auch noch schlimm. So bleibst du aber im Trott ohne allzuviel Zeit aufwenden zu müssen, die du evtl. gerade nicht hast.
    Du schreibst, dass du Kurzarbeit hast. Dann könntest du die Zeit, die du sonst mit arbeiten verbringst, mit laufen verbringen. Dann fühlt man sich evtl. auch nicht ganz so deprimiert... Dieses "eigentlich würde ich jetzt arbeiten und Geld verdienen" wird dann evtl. etwas gemildert. Aber man kann es auch nicht schönreden... Deine Situation ist nicht schön. Aber der Mensch mussaus allem das Beste machen... Bringt ja alles nichts...
    Ich würde sehr wohl behaupten, dass das Laufen in deine Welt passt. Es ist gerade nur alles etwas stressig und es ist schwierig, traurig zu sein und sich zum Laufen zu motivieren. Oder wie siehst du das?

  10. #9
    Avatar von UlliL
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    Liebe Ulrike,

    das kann ich sehr gut verstehen! Nur Zwang und Druck von dir selbst -selbst kann man das immer noch am besten- belastet Dich und Du brauchst im Augenblick Deine Kraft woanders. In der derzeitigen Situation ist es nur noch sch.... Ziele gibt es im Augenblick keine, in deiner Situation macht es auch keinen Spaß sich neue Spielzeuge zu kaufen, ich kann dich sehr gut verstehn und drück dich virtuell.

    Liebe Grüße
    Ulli
    PS: Wenn Du magst schreib mir eine PN

  11. #10
    Avatar von Ulrike2013
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    Ich danke dir für deine Antwort.
    Ich werde versuchen kleinere Schritte zu gehen. Bitte Daumen drücken, dass es gelingt!

  12. #11
    Avatar von DrProf
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    Zitat Zitat von Ulrike2013 Beitrag anzeigen
    Den Kopf mach ich mir, weil ich das Laufen ja wenigstens selbst bestimmen könnte und es nicht hinkriege... Es war in der Vergangenheit eine feste Größe und Energiequelle für mich. Mir fehlt diese Freude eben auch.
    Aber es tut gut zu hören, dass dir die allgemeine Situation auch zu schaffen macht. Danke für deine Antwort !

    Was ist denn mit Mann/ Freund/ Frau, laufen die nicht? ich fände das schade, dafür hat man ja einen Partner/-innen
    Ich will "Laufen Aktuell" zurück...

  13. #12
    01.10.2025 Avatar von d'Oma joggt
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    Zitat Zitat von DrProf Beitrag anzeigen
    Was ist denn mit Mann/ Freund/ Frau, laufen die nicht? ich fände das schade, dafür hat man ja einen Partner/-innen
    liest du nicht? Mann bekam Krebsdiagnose
    12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
    ...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
    An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
    In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
    Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
    (Toten Hosen)
    ________________________________________ __

    BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

  14. #13
    Avatar von Katz
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    Da müsste ich echt schlucken.
    War sicher keine Absicht...

    Aber eine Person, die einen mitzieht, ist schon cool! Lauftreff, beste Freundin,... Lauftreff ist eben wieder an feste Uhrzeiten gebunden. Es ist fraglich, ob das gutgeht mit einem kranken Partner. Aber es ist ja auch kein muss, immer hinzugehen und die Lauftreffs teilen sich ja derzeit in Laufpaare auf. Wenn man einen festen Partner zum Laufen hat, kann man die Uhrzeiten sicher flexibler schieben.

  15. #14
    Avatar von Ulrike2013
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    Zitat Zitat von d'Oma joggt Beitrag anzeigen
    :liest du nicht? Mann bekam Krebsdiagnose
    Ja, mein Mann kann leider nur kleine Spaziergänge machen.
    Er ist wesentlich schneller und länger gelaufen als ich, weshalb wir auch immer getrennt trainiert haben. Trotzdem haben wir uns ausgetauscht und bei Wettkämpfen unterstützt-auch das fehlt.
    Im Freundeskreis hab ich leider keine Läufer. Schon komisch, jetzt wo ich darüber nachdenke 😉...

  16. #15

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    Hallo Ulrike,
    ich weiß nicht ob es - 2 Wochen später - noch aktuell ist, aber ich versuche mal zu beschreiben, was mir in der Vergangenheit in solchen Phasen geholfen hat:

    Anstatt dreimal die Woche zu "trainieren" - bin ich jeden Tag raus zum Laufen, und das ohne Ziel (weder bestimmte Pace, noch KM, etc.) - außer eine Mindestdauer von z.B. 30 Min., nach dem Motto "schxxxegal wieviel KM es werden, schxxxegal welches Tempo; ich bin Läufer und laufe, weil ich laufe. Ich laufe einfach jeden Tag, so wie ich jeden Tag aufstehe, mir die Zähne putze, etc. Ich lasse jeden Lauf sich so entwickeln wie es kommt. Ich schxxx (vorübergehend) auf alle Trainingspläne, Zielzeiten, Lieblingsrunden, etc." Ich trainiere nicht, ich laufe um des Laufens willen. Ich vermeide möglichst Strecken, Runden, die mich an vergangene "Leistungen" erinnern (irgendwelche Bestzeiten, Läufe bei denen es besonders gut lief, etc.).
    Ich laufe um des Laufens willen, setze einen Fuß vor den anderen in meinem Wohlfühltempo - habe Zeit, um über alles nachzudenken, was mich beschäftigt. Für mich fühlt sich das an wie "Seele baumeln lassen" anstatt zu trainieren. Ich versuche alle äußeren Faktoren, die sonst eine Rolle spielen, bewusst auf die Seite zu schieben (Umgebung, Wetter, Wettkämpfe, meine Partnerin, im Internet gepostete Läufe, Laufgruppe, was andere Leute machen, etc.)
    Ich laufe, weil ich laufe. Fertig. Der Rest in dem Moment, bzw. in dieser Phase = egal.
    Vor allem das tägliche Laufen hilft mir dabei. Mich jeden zweiten Tag aufzuraffen fällt mir in Phasen mangelnder Motivation viel schwerer als einfach jeden Tag eine Runde zu laufen, egal wie langsam, Hauptsache ich setze wieder z.B. 30 Min. lang einen Fuß vor den anderen.
    Und dann passiert folgendes: Irgendwann läuft es wieder besser, der Ehrgeiz kommt zurück, die Freude daran mal wieder zügiger zu laufen, etc. Dann bleibe ich aber sicherheitshalber eine Zeit lang dabei, täglich zu laufen. Erst wenn ich das Gefühlt habe, meine "Motivationslage" ist wieder die alte, kehr ich zurück zum "Trainieren", nehme mir bestimmtes Tempo oder Distanz vor, denke an Intervalle, tausche mich mit anderen aus, etc.
    Und: Es erstaunt mich hinterher immer, wieviel KM durch tägliches langsames "planloses Laufen" dann doch zusammenkommen. Das motiviert zusätzlich.
    LG Tobi

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