Steffen42 hat geschrieben: 17.02.2026, 09:52Hab die letzte Woche nur so halb gelesen, ist @Dartan wieder aufgetaucht?
Nicht wirklich.
Immer noch alles recht mühsam und (gefühlt) unspektakulär alles bei mir aktuell.

Meine Formkurve zeigt die letzten Wochen zwar klar aufwärts, aber immer noch auf dem tiefsten Niveau seit Jahren. Eine wirklich, richtige Marathon Vorbereitung nach festen Plan für London (noch 9 1/2 Wochen

) mache ich aktuell keine, sondern versuche mir einfach irgendwie eine halbwegs solide Basis aufzubauen um den Marathon zumindest halbwegs "würdevoll" laufen zu können. Soll heißen, aktuell meist so 70-80 WKM. Dazu Sonntags einen Long Run, bisher ohne Tempoabschnitte, Distanz Woche zu Woche etwas gesteigert. Heißt konkret für das bisherige Jahr:
- 22.6km @5:13/km
- -
- 27.7km @5:25/km
- 30.3km @5:21/km
- 30.1km @5:17/km
- 32.1km @4:56/km

- 34.3km @5:10/km
Dazu Mittwochs immer das Laufgruppen Programm, aktuell ein wilder Wechsel von längeren Intervallen, Berganläufen, und seit neusten auch "Berg"anläufen bei vielleicht 2% Steigung.

Da waren die letzten beiden Wochen z.B. "4x[8' Tempo / 2' locker], Tempo @4:15/km" und "16x[60'' bergan @2% / 90'' bergab], bergan @4:02/km" dran.
Die letzten drei Wochen dann, zunächst primär witterungsbedingt

, Freitag noch auf's Laufband und dort jeweils so eine Art TDL gelaufen:
- 11.0km mit 6km@4:14/km
- 11.0km mit 7km@4:10/km
- 11.0km mit 8km@4:11/km
Paces dabei nach Laufband und daher etwas mit Vorsicht zu genießen. Aber definitiv deutlich näher an der Wahrheit, als die 5:00-5:15/km die die Apple Watch in den Tempoabschnitten angezeigt hat...
(Um die Aufzeichnung zu verbessern, jetzt tatsächlich mal den uralten Stryd rausgekramt und WorkOutDoors eingeweiht. Aber erster Versuch an eigener Dummheit gescheitert, da ich nicht rechtzeitig kapiert hatte, dass man dort den Stryd für jedes Aktivitäts-Profil ('Running' vs 'Running Indoor'
) separat aktivieren muss.
)
Was aktuell am meisten leidet, und der mit Abstand größte Unterschied zu meinen bisherigen "richtigen" Marathon-Vorbereitungen darstellt, ist das restliche "Füllprogramm". Ich konnte mich bisher noch zu keinen einzigen richtigen MLR aufraffen, mehr als 6-8km lockerer Dauerlauf war noch nie drin. Und auch komplett lauffreie Tage sind aktuell mehr als gewohnt. Wie weit das jetzt der innere Schweinehund ist, oder wie weit eine erhöhte Vernunft, darüber kann man wohl streiten.

Aber generell versuche ich aktuell schon vermehrt auf meinen Körper zu hören und das alles deutlich vorsichtiger anzugehen. Also wenn am Folgetag einer intensiven Einheit die Beine müde sind und mal wieder Frage "Regenerationslauf oder einfach gar nicht laufen?" ansteht, im Gegensatz zu früher einfach mal für das letztere entscheiden.
Dass ich bis London noch in die Form komme auch nur in die Nähe meiner Bestzeiten zu laufen, halte ich für nahezu ausgeschlossen. Und das Jahr wird noch lange, im Sommer dann direkt Berlin-Vorbereitung, mit anschließend noch mal 5 Wochen Bonus für NYC. Und sollte es nächstes Jahr mit Tokyo (28.2.2027) klappen, fällt die anschießende Saisonpause auch noch mal fast komplett weg...

Also lieber jetzt aktuell (eher) vorsichtig aufbauen und auf eine längerfristige Formentwicklung hoffen.