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  1. #76
    Avatar von Vögelchen
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    Zitat Zitat von Santander Beitrag anzeigen
    Vorbild Natur: Tiere machen keinen Sport.
    Ich denke du verstehst was gemeint war

  2. #77
    Avatar von klnonni
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    Hallo Udo,
    ich glaube da hast Du mich mißverstanden.
    Ich habe ja geschrieben, dass wir überwiegend draussen waren und uns bewegt haben.

    Aber natürlich gab es auch auch in meiner Kindheit Tage in den man einfach keine Lust hatte aktiv raus zu gehen und lieber mal faulenzte und ein Buch lesen wollte.
    Dann wurden wir aber meist von den Eltern rausgeschickt, denn lesen hätten wir auch noch Abends machen können.
    Meine Mutter hatte mir sogar verboten in der Grundschulzeit länger als 30 Minuten Hausaufgaben am Tag zu machen, sie sagte immer :
    "Nur Kinder die sich ausreichend bewegen können auch was lernen."

    Und das war der Unterschied, wir kannten es nicht anders als draussen zu spielen.
    Meist waren wir es die raus wollten ebend weil wir es wollten, manchmal wurden wir zu unserem Glück ein wenig überedet und wurden "Rausgeworfen".
    Dies habe ich deshalb so betont, weil auch wir keine Frischluftfanatiker waren die immer Lust hatten und nie "abhängen" wollten.

    Aber an meinen Schulen konnte ich Ende der 70'er bis Ende der 80' er Jahre die Kinder mit Adipositas an einer Hand abzählen . und es waren große Schulen mit mehreren Hundert Schüler. Ich kannte nur wenige Stubenhocker und das waren meist die Aussenseiter aus der Schule.

    Die Fussball WM 1982 fand in unseren Sommerferien statt und wir Kinder haben mit den Kindern der Nachbarschaft die WM im Park nachgespielt.
    Die türkischen Kinder spielten für die Türkei, dann hatten wir gemischte Manschaften die für Italien, Spanien ect. spielten.
    Über eine Woche brauchten wir um mit Gruppen- und Endspiele alles von morgens bis Abends abzuspielen.
    Wir Kinder hatten das Spiel durch gezogen, ohne Schiedsrichter und waren mächtig stolz auf unsere Organisation!

    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Niemand hat mich oder einen meiner Freunde aufgefordert nach draußen zu gehen. Ganz im Gegenteil.
    Genau das bezweifel ich.
    Ich kenne kein Kind, welches bei jeden Wetter und zu jeder Zeit Lust hat immer draussen zu spielen.
    Wir waren an freien Tagen meist vom Frühstück bis zum Abendbrot draussem und haben getobt.
    Statt Mittagsessen gab es an diesen Tagen ein Lunchpaket und dafür ein warmes Abendessen.

    Aber soviel Ehrlichkeit muss sein, auch wir hatten Tage an dem wir lieber bastelten oder gelesen hatten, sei es weil es regnete oder ähnliches.
    Die Erinerung erscheint uns immer geschönt, da wir unsere Vergangenheit rückblickend positiver sehen als sie wirklich war.

    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Wenn es etwas gab, zu dem wir angehalten wurden - und auch das nur in dem Maße wie die Eltern Zeit und Kraft dazu hatten -, dann die Hausaufgaben zu machen, das Zimmer aufzuräumen und im Übrigen die anderen familiären und vor allem beruflichen Abläufe nicht zu stören. Das zeigte sich immer dann, wenn wir draußen über die Stränge schlugen. So lange wir gingen, zur vereinbarten Zeit wiederkamen und niemand Klage führte, waren wir frei. Erst wenn etwas vorfiel, wurde "reguliert".
    dito, so kenne ich es auch aus meiner Kindheit.

    Und genau da liegt doch das heutige Problem!
    Die Kinder lernen doch oft gar nicht mehr eigenverantwortlich sich selbst zu beschäftigen.
    Und ich glaube ein Grund für die heutigen Helikopter-Eltern ist ebend die ständige zur Verfügung stehende Zeit.
    Weil die Eltern ebend die Zeit haben, fahren sie ihr Kind zur Schule.
    Weil die Eltern ebend die Zeit haben, fahren sie ihr Kind zum Sportplatz.
    Weil die Eltern ebend die Zeit haben, behalten sie ihr Kind bei schlechten oder kaltem Wetter lieber unter ihren fittichen.

    Meine Mutter mit uns 8 Kindern hätte gar nicht die Zeit gehabt uns zur Unselbständigkeit zu erziehen.

    Natürlich sind die neuen Medien auch mitverantwortlich für ein abnehmendes Sicherheitsgefühl.
    Denn wen früher in einem kleinen Dorf eine Straftat begangen wurde, dann erfuhr davon bloß die umliegende Nachbarschaft.
    Heute wird jedes Flohhusten innerhalb von Stunden in die ganze Welt übertragen.
    Dadurch haben wir das Gefühl die Zeiten wären unsicherer.
    Da ist es verständlich, dass viele Eltern meinen ihre Kinder überbehüten zu müssen.

    Deshalb schrieb ich:
    "In der Hinsicht, war früher - wenn auch der Epoche geschuldet - doch einiges besser.
    Kinder sind früher mehr angehalten worden ihren Bewegungsdrang auszuleben beziehungsweise bekamen die Gelegenheit dazu es selbstständig zu tun."

    Ja, es war früher eine andere Zeit.
    Das hatte ich auch geschrieben:
    "Der "Mensch" ist letztlich immer ein "Produkt" seiner Zeit. Er wächst in seiner Epoche hinein, wird von den vorherschenden Verhältnissen geprägt."

    Soweit scheine wir also gar nicht auseinander zu liegen.

    Gruß
    Markus

  3. #78
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Zitat Zitat von Santander Beitrag anzeigen
    Vorbild Natur: Tiere machen keinen Sport.
    Die werden darum im Durchschnitt auch keine 80 Jahre alt
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  4. #79
    The Last Of The Mohicans Avatar von Santander
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    Zitat Zitat von bones Beitrag anzeigen
    Die werden darum im Durchschnitt auch keine 80 Jahre alt
    Für eine Eintagsfliege wäre eine 24 Monats Mitgliedschaft im Fitnesclub nicht optimal.
    Ich gebe immer 100 %, außer beim Blutspenden

  5. #80
    The Last Of The Mohicans Avatar von Santander
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    Zitat Zitat von Vögelchen Beitrag anzeigen
    Ich denke du verstehst was gemeint war
    Ehrlich gesagt nicht. Ein handelsübliches Cardiogerät gibt es in der Natur jedenfalls nirgendwo zu bewundern.
    Ich gebe immer 100 %, außer beim Blutspenden

  6. #81
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von Santander Beitrag anzeigen
    Vorbild Natur: Tiere machen keinen Sport.
    Aber sie bewegen sich.

    Übrigens... mein Hund verlangt immer nach Ballspielen und rennt gerne hinterher. Ist das kein Sport?
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  7. #82
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von Santander Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt nicht. Ein handelsübliches Cardiogerät gibt es in der Natur jedenfalls nirgendwo zu bewundern.
    eine gepolsterte Couch und eine Zentralheizung hab ich dort aber auch noch nicht gefunden

  8. #83
    Avatar von Vögelchen
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    Zitat Zitat von Jolly Jumper Beitrag anzeigen
    Ein Orthopäde machte einmal die treffende Aussage:
    Ich verstehe nicht, warum die Leute, die Beschwerden mit dem Bewegungsapparat haben, weil sie sich nicht bewegen, meinen, die Beschwerden könnten wieder weggehen, indem sie sich noch weniger bewegen....

    Zur Ausgangsfrage habe ich aber auch nichts neues beizutragen.

    Sehr gut, das dürften auch einige Patienten gebrauchen!

  9. #84
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von bones Beitrag anzeigen
    Die werden darum im Durchschnitt auch keine 80 Jahre alt
    Manche noch deutlich älter. Und ausgerechnet die, die mir als erstes in den Sinn kommen, gelten nicht gerade als Sportskanonen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Galapa...hildkr%C3%B6te


    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)


  10. #85
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Manche noch deutlich älter. Und ausgerechnet die, die mir als erstes in den Sinn kommen, gelten nicht gerade als Sportskanonen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Galapa...hildkr%C3%B6te

    Beängstigend. Aber genau an die dachte ich auch.

    Die leben ziemlich stramm vegan, daran wird es liegen.

  11. #86
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Santander Beitrag anzeigen
    Vorbild Natur: Tiere machen keinen Sport.
    Wildtiere müssen ihr Fressen selber jagen oder suchen oder vor den Jägern flüchten Haustiere mit zu wenig Bewegung und zuviel Nahrung verfetten genauso.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  12. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von dicke_Wade:

    JoelH (22.01.2020)

  13. #87
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    ich glaube da hast Du mich mißverstanden.
    Hallo Markus,

    nein, ich denke, ich habe dich nicht missverstanden und aus meinem Erleben früherer Tage darauf geantwortet. Man könnte das nun endlos fortsetzen. Zum Beispiel, indem ich dir vorwerfe mir meine Erinnerung ausreden zu wollen. Denn Fakt ist, dass für uns das Wetter keine Rolle spielte, ob wir uns draußen aufhielten oder nicht. Es nahm lediglich Einfluss auf die Art unserer Spiele. Natürlich waren wir daheim, wenn es Bindfäden regnete oder stürmte. Wie denn auch nicht. Diese "Bewegungsausfallzeiten" überbrückte z.B. ich durch Langeweile, weil es indoor nicht viel gab, mit dem ich mich lustgewinnend hätte beschäftigen wollen. Und gemessen an der Gesamtzeit spielen diese Ausfallzeiten absolut keine Rolle. Aber das ist völlig gleichgültig. Mir ging es jeweils um etwas anderes, das zwischen meinen üppigen, mit Beispielen unterlegten Zeilen nicht verloren gehen darf und deswegen hier noch einmal wiederholt werden soll: Früher war es nicht besser, nur anders. Früher handelten die Menschen nicht vorausschauender, achtsamer, rücksichtsvoller, kümmernder oder sonstwie vernunftbegabter als heute. Sie handelten lediglich auf der Basis anderer Verhältnisse mit teilweise anderen Konsequenzen. Das ist so, weil das Wesen Mensch heute um keinen Deut anders ausgestattet in die Welt tritt als vormals.

    Der Mensch ist ... nein, nicht das Produkt seiner Zeit, so weit möchte ich nicht gehen. Der Mensch, wir alle, wird vom Geschehen in seiner Zeit stark beeinflusst. Was selbstverständlich ist, da wir nicht als Einzelwesen in Miniuniversen eremitieren, sondern mehr oder weniger in gesellschaftliche Verbände integriert sind. Dazu kommt dann die Ausformung persönlicher Interessen, die zu einem Großteil dem Angebot der jeweiligen Periode folgt. Unsere Zeit ist geprägt von jederzeitigem Zugriff auf Daten/Informationen in Echtzeit. Und der Möglichkeit jederzeitiger Erreichbarkeit. Dass wir in diese Falle tappen können, diese Möglichkeit eröffnet das Smartphone. Entscheidende Erfindungen haben noch immer die Zeit geprägt und beinahe sprunghaft Umwälzungen bewirkt. Mit der Erfindung und Verfügbarkeit von Maschinen war es beispielsweise so. Auf diese Weise veränderte sich die Welt. Was sich nie veränderte, ist der Mensch mit seinen Fähigkeiten und Eigenschaften. Wir sind als Spezies noch immer dieselben wie vor langer Zeit. Evolution braucht Zeit. Da reichen keine 1.000 Jahre. Schon gar nicht ein paar Generationen. Wir handeln heute, wie wir immer handelten. Nur leider eröffnen seine Werkzeuge dem Menschen heute Möglichkeiten, Alternativen, auch unumkehrbare Eingriffe, wie sie noch nie möglich waren.

    Ich gebe dir in manchem Recht, vor allem aber in einem: Wir liegen tatsächlich nicht so sehr auseinander in unseren Auffassungen.

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  14. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von U_d_o:

    klnonni (22.01.2020)

  15. #88
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Übrigens... mein Hund verlangt immer nach Ballspielen und rennt gerne hinterher. Ist das kein Sport?
    Du magst es so auffassen, für ihn ist es ein gelungener Beitrag zu artgerechter Haltung.

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

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  16. #89

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    Zitat Zitat von Santander Beitrag anzeigen
    Vorbild Natur: Tiere machen keinen Sport.
    Dünnes Eis, ganz dünnes Eis. Da wird dir z.b. jeder Pferde- oder Hundehalter widersprechen. Wenn du dein Pferd einfach nur auf der Weide stehen lässt, dann passiert genau das, was passiert wenn Nahrungsüberfluss und Bewegungsarmut bei einem Lauftier zusammenkommen: Das Tier wird übelst fett. https://www.pferd-aktuell.de/ausbild...lauf-und-weide .

  17. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Angstbremser:

    JoelH (22.01.2020), klnonni (22.01.2020)

  18. #90
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Wenn dagegen zwei oder mehr Pferde auf derselben Koppel stehen, fängt garantiert einer an zu rennen, und die anderen hinterher. Das gleiche bei mehreren unangeleinten Hunden. Meiner hat seinerzeit sogar nach dem Aufstehen aus seiner Furzmulde regelmäßig Stretching betrieben.

  19. #91
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Noch schlimmer. Sport ist gefährlich, nix tun ist viel gesünder.
    Hallo ruca,

    wenn ich auf sportabstinente Menschen treffe, mich mit ihnen unterhalte - also bislang fremde, nicht solche die ich eh schon lange kenne und sie mich -, wir dann über das erste Abtasten hinaus mehr voneinander erfahren, mündet das Verhalten des Gegenübers sehr oft in zwei Varianten, sobald sie die Umrisse meines sportlichen Tuns erkennen: A) Sie werden unsicher, weil sie erkennen, dass da einer etwas tut, was ungewöhnlich ist und wozu sie selbst absolut keine Lust verspüren. Nicht selten höre ich dann den als eine Art Gegenwehr ausgesprochenen Satz "Sport ist Mord!" Das klingt immer spaßig, ist aber im Kern ernst gemeint. Warum weiß ich nicht, müsste man spekulieren. Vielleicht zum Selbstschutz, um die eigene unbewegliche Position nicht infragestellen zu müssen. B) Pures Staunen, auch Anerkennung, ja, durchaus auch das ... doch alsbald folgt die Frage der Fragen: So viel Laufen - ist das denn nicht ungesund? Dann erkläre ich natürlich, was ich an meinem Tun als harmlos, was als gesundheitsförderlich und was als möglicherweise riskant erachte. Erkläre, dass Umfänge und Streckenlängen wie ich sie laufe nicht von heute auf morgen erreicht werden können. Dass diese Leistungen am Ende eines Trainings-/Entwicklungsprozesses möglich werden und dann auch nicht zu Verletzungen führen (es sei denn, man fordert sich ständig in der Nähe seines Limits heraus, das meine ich mit Risiko). Während ich dann so erkläre und auch danach beschleicht mich oft das Gefühl, dass mein Gegenüber mir zwar zuhört, auch in der Lage ist mich zu verstehen, mir dennoch keinen wirklichen Glauben schenkt. Nicht immer, aber oft. Auch das ist vielleicht eine Art Selbstschutzmechanismus. Weiß nicht.

    Wenn es wie in A) und B) verläuft, sorge ich für einen Themenwechsel. Man will ja sein Umfeld nicht vergrätzen. Solche Reaktionen sind mir allerdings nicht gänzlich fremd. Ich muss nur darauf schauen, wie ich selbst reagiere, wenn ich von Deutschlandlauf, Europalauf, Trans-USA, oder Extremsport anderer Art Berichte lese oder Filmberichte sehe. Dann ist meine Reaktion nicht unähnlich. Weil ich so etwas nicht tun würde. Und tun würde ich es nicht, weil ich es nicht kann. Zumindest davon überzeugt bin es nicht zu können. Und vor allem: Weil ich keine Lust habe es tun.

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  20. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von U_d_o:

    klnonni (22.01.2020), ruca (22.01.2020)

  21. #92
    The Last Of The Mohicans Avatar von Santander
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Aber sie bewegen sich.

    Übrigens... mein Hund verlangt immer nach Ballspielen und rennt gerne hinterher. Ist das kein Sport?
    Sich nicht zu bewegen ist im Tiereich ein erfolgreiche Verhaltensweise, um zu überleben.
    Beispiele:
    Winterschlaf / Winterruhe bei Säugetieren
    Kälte- / Trockenstarre bei Reptilien / Amphibien
    Lauerjäger, die bewegungslos auf ihre Beute warten.
    etc.
    Ich gebe immer 100 %, außer beim Blutspenden

  22. #93
    The Last Of The Mohicans Avatar von Santander
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    Zitat Zitat von Angstbremser Beitrag anzeigen
    Dünnes Eis, ganz dünnes Eis. Da wird dir z.b. jeder Pferde- oder Hundehalter widersprechen. Wenn du dein Pferd einfach nur auf der Weide stehen lässt, dann passiert genau das, was passiert wenn Nahrungsüberfluss und Bewegungsarmut bei einem Lauftier zusammenkommen: Das Tier wird übelst fett. https://www.pferd-aktuell.de/ausbild...lauf-und-weide .
    Letzten Herbst in den Niederlanden war ich in der Nähe von Burgh-Hamstede in dem Landschaftsschutzgebiet "De Meeuwenduinen". In diesem Landschaftsschutzgebiet steht das ganze Jahr eine Herde Shetland-Ponys quasi halb wild herum. Die fressen, dösen, gehen 100 m weiter, fressen, dösen.
    Als übelst fett sind die mir nicht aufgefallen.
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  23. #94
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Santander Beitrag anzeigen
    Sich nicht zu bewegen ist im Tiereich ein erfolgreiche Verhaltensweise, um zu überleben.
    Beispiele:
    Winterschlaf / Winterruhe bei Säugetieren
    Kälte- / Trockenstarre bei Reptilien / Amphibien
    Lauerjäger, die bewegungslos auf ihre Beute warten.
    etc.
    Ich hoffe, du hast dies nicht ernsthaft als Argument gemeint. Wenn doch: Deren jeweiliges biologisches System ist über tausende Generationen an die jeweilige Lebensweise angepasst

    War der Mensch ein Lauerjäger? Hat der Mensch je Winterschlaf gehalten? Verfällt er in Kälktestarre?

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  24. #95
    The Last Of The Mohicans Avatar von Santander
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    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Wenn dagegen zwei oder mehr Pferde auf derselben Koppel stehen, fängt garantiert einer an zu rennen, und die anderen hinterher..
    Pferde sind Fluchttiere. Die merken, das auf einer Koppel alle Fluchtwege durch Zäune verstellt sind, das Pferd quasi in die Enge getrieben ist. Daher die sinnlos, panische Reaktion.

    Zitat Zitat von RunningPotatoe Beitrag anzeigen
    Das gleiche bei mehreren unangeleinten Hunden. Meiner hat seinerzeit sogar nach dem Aufstehen aus seiner Furzmulde regelmäßig Stretching betrieben.
    Vielleicht ist es bei unangeleinten Hunden nur die reine Freude darüber, endlich die Leine loszusein?
    Ich gebe immer 100 %, außer beim Blutspenden

  25. #96
    Deichfesttreter Avatar von blende8
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    Zum Thema Bewegung der Jugend fällt mir noch folgendes zweischneidige Problem ein:
    Semesterticket.
    Hat Vorteile, klar, man kann kostenlos heim fahren, evtl. fahren einige nicht mehr mit dem Auto ...
    Nachteil ist aber, dass viele, wirklich viele Studenten, gerade in der kalten Jahreszeit ihr Rad stehen lassen und statt dessen mit dem Bus fahren.

    Homo cursor, M50, Bestzeitenjäger 2011-15 (19:11, 39:22, 61:45, 1:29), seitdem Spaßläufer
    "Training ist wie ein Medikament. Wenn ich es überdosiere, habe ich irgendwann auch die Nebenwirkungen." (R. Hambrecht, Kardiologe)

  26. #97
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Wenn es wie in A) und B) verläuft, sorge ich für einen Themenwechsel.
    Hallo U_d_o

    Genau so.

    Mit dem angesprochenen Typen ist es aber Variante c): Er sucht von sich aus bei fast allen Begegnungen dieses Thema und scheint mich zu seinem Lebensstil (Übergewicht, Rauchen und Kein Sport) bekehren zu wollen. Da halte ich das Gespräch insgesamt einfach für so kurz wie möglich, weil mir das zu blöd ist. Und dass Radfahren bei 4° aufgrund der Temperaturen eine Gesundheitsgefahr ist, ist schlichtweg absurd.

    Ich versuche ja auch nicht, ihn zu bekehren...

    Zum Glück sind so extreme Typen selten. Ich habe nur noch einen weiteren im erweiterten Familienkreis, der auch immer abfragte, ob ich endlich Alkohol trinke, ein Auto und eine Freundin habe. Inzwischen hat aber sogar er eingesehen, dass bei mir beim ersten Punkt Hopfen und Malz verloren sind...
    (Dass wir mit der alten Wohnung bis heute kein Auto hätten, muss er ja nicht wissen...).

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
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  27. #98
    The Last Of The Mohicans Avatar von Santander
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    Zitat Zitat von dicke_Wade Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, du hast dies nicht ernsthaft als Argument gemeint. Wenn doch: Deren jeweiliges biologisches System ist über tausende Generationen an die jeweilige Lebensweise angepasst

    War der Mensch ein Lauerjäger? Hat der Mensch je Winterschlaf gehalten? Verfällt er in Kälktestarre?

    Gruss Tommi
    Moment, meine Antwort bezog sich hierauf:

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Aber sie bewegen sich.

    Übrigens... mein Hund verlangt immer nach Ballspielen und rennt gerne hinterher. Ist das kein Sport?
    Tiere ist halt ein weites Feld. Und daher ist es auch Schwachsinn, sein persönliches Verhalten, sei es jetzt Laufen oder Nicht-Laufen, mit Beispielen aus der Natur zu begründen zu wollen.
    Ich gebe immer 100 %, außer beim Blutspenden

  28. #99
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von Santander Beitrag anzeigen
    Letzten Herbst in den Niederlanden war ich in der Nähe von Burgh-Hamstede in dem Landschaftsschutzgebiet "De Meeuwenduinen". In diesem Landschaftsschutzgebiet steht das ganze Jahr eine Herde Shetland-Ponys quasi halb wild herum. Die fressen, dösen, gehen 100 m weiter, fressen, dösen.
    Als übelst fett sind die mir nicht aufgefallen.
    Dicke Pferde - Wohlstandskrankheit Nr. 1

    Unsere Pferde werden immer dicker: Tierarzt warnt vor lebensbedrohendem Übergewicht


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  29. #100
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von blende8 Beitrag anzeigen
    Semesterticket.
    [...]
    Nachteil ist aber, dass viele, wirklich viele Studenten, gerade in der kalten Jahreszeit ihr Rad stehen lassen und statt dessen mit dem Bus fahren.
    Traum ist dann ja noch noch die letzte Meile mit dem E-Roller, so dass fast gar keine Bewegung mehr übrig bleibt... zum Glück sind die Dinger dafür aber schlichtweg auf Dauer zu teuer.

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