Xyris hat geschrieben: 01.02.2026, 21:37
@movingdet65
Gestattest du mir ein Paar kurze (Rück) Fragen?
DI.: Intervalltraining (Radweg): 10 x 1000M.@4:18/km mit ca. 2,5 Min. TPs` (Pace MRT bis Schwelle)
Wo sollte hier der Reiz liegen? Threshold oder MRT?
Weil: für MRT etwas zu wenig spezifisch. Für Threshold noch eher zu langsam u. zudem für 1 km recht komfortabel TP von 2:30 min. Ist für mich ein Graubereich zwischen den physiologischen Bereichen. Wird Ermüdung bringen Aber mMn im Verhältnis zu wenig Richtung klarer Nutzen.
Wenn als sub Threshold gelaufen (Richtung Cruise oder als Progession wäre Pause ebenso etwas zu komfortabel. Aber dann verständlich durch kommende Einheiten und Einheit könnte als supportive durchgehen. Wobei ich dann aufgrund Fr+So hier auch verkürzt hätte (bei SUB Threshold in Pausen und Wiederholungen) bzw Fr/So dann angepasst hätte
FR.: 15 KM TDL@4:35/km (30 K-Pace). HF 83 bis 87 %. Flache, schnelle Strecke nur auf Asphalt
SO.: 37 KM LaLa @5:18/km (75 HM) 63 bis 86 % HF. Ca. 3:16h
Der Freitag Lauf an sich ist OK. Kann man so machen, aber:
Du Bist seit 10 Monaten nicht Mehr in solchen km Region unterwegs gewesen, heißt der Körper ist weder muskulär noch orthopädisch jetzt auf diesen Anstieg vorbereitet und die km Wochen Leistung 90/95 km ist noch nicht wieder stabilisiert.
Und nun kommen innerhalb 5 Tagen 3 Reize die für sich gesehen nicht allzu belastend sind, aber teilweise auch im Verhältnis kosten/benefit nicht wirklich stimmig sind.
Zudem kommt fast der ganze Umfang aus 3 harten Einheiten?
Und innerhalb 48h auf die 15 km mit 30km pace nen LL zu setzten, mit Tempoteilen am Ende die an der Stelle Zwar nicht schaden aber definitiv keinen Nutzen haben (weil nicht eingebunden in eine Struktur) und zudem noch Gehpause aufgrund der hohen HF benötigt haben, 87?)ist für mich nicht die ideale Traingswohen Gestaltung wie Einheiten zueinander stehen sollten.
Es Kommt dann noch die (für mich im Graubereich gelaufene) belastende aber nicht ganz zielführende Di Einheiten hinzu.
Sieht für mich nach viel Motivation und Arbeit aus, aber mit schlechten Kosten/benefit Verhältnis und einiges an Stückwerk.
Nur als Außenstehende Anmerkung...
@Xyris Komme leider erst jetzt dazu, auf deine Anmerkungen einzugehen.
Ich gebe zu, dass da in meiner letzten Trainingswoche Einiges nicht ganz stimmig wirkt und manche Einheiten auch durchaus zu hinterfragen sind. Von aussen betrachtet wirkt da Manches nicht wirklich sinnvoll, da hast du absolut auch einen Punkt. Auch was die deutlich höhere Gesamtbelastung anbetrifft, ist es momentan für mich schon eine Gratwanderung, dessen bin ich mir bewusst.
Diese Intervalleinheit letzten Dienstag war im Grunde in dieser Form nicht geplant und so wie sie dann entstanden ist, ist sie tatsächlich "weder Fisch noch Fleisch".
In Normalform bzw. vor meiner langen Verletzungsphase hätte ich sicher sowas wie 7 bis 8x 1000M in 10k-Pace absolviert (früher gingen die immer in ca. 3:50/km weg),- aber momentan im Wiederaufbau bin ich halt noch sehr unsicher gewesen, welche Paces ich überhaupt schon laufen kann/soll. Ich taste mich da erst allmählich wieder mühsam heran, weil es auch rein laufökonomisch noch ziemlich bescheiden aussieht und ich noch viel aufzuholen habe.
Beim Einlaufen vor dieser Einheit hatte ich noch ein dermassen schlechtes Gefühl in den Beinen u. a. noch deutliche Nachwirkungen durch den 35km-LaLa v. Sonntag davor, dass ich eigentlich besser nur einen normalen DL hätte machen sollen. Habe dann aber doch irgendwie versucht, einen Kompromiss zu finden und wollte dann höchstens nur Cruise-Intervalle machen bzw. mich erst an ein etwas zügigeres Tempo herantasten.
Bei den letzten 4 KM-Abschnitten kam ich dann etwas besser rein und ich konnte dann noch steigern bis etwa Schwellenpace. Hatte sich also einfach so ergeben.
Klar, die Trabpausen hätten bei reinen Cruise-Intervallen eigentlich kürzer sein müssen.
Und auch die Kombination des Freitags ein ziemlich intensiver, langer TDL (meist) in 30k Pace & die 37km am SO. danach waren sicher auch nicht ideal von der Belastungssteuerung her. Und diese kürzeren Tempoabschnitte ganz am Ende des LDLs waren so erst auch nicht geplant u. das machte ich bisher auch ganz selten mal.
Früher gelangen mir viel besser längere EBs',- aber momentan sind die noch nicht drin bzw. ich habe die einfach noch nicht drauf.
Wobei ich das mit dem TDL 2 Tage vor dem LaLa in früheren MRT-Vorbereitungen schon öfter so gehandhabt hatte wegen dem Effekt, die LaLas dann mit relativ starker Vorermüdung zu absolvieren. Das wird in vielen Plänen u. von diversen Trainern ja auch durchaus empfohlen und soll im Hinblick auf den MRT-WK durchaus sinnvoll sein. Wenn auch orthopädisch nicht ohne Risiko. Meine Ergebnisse bei diversen Marathons hatten mir in der Hinsicht dann auch durchaus recht gegeben.
Ich hätte am FR. aber auch sowas wie 3 x 5000M. in MRT-Pace machen können, wäre evtl. besser gewesen.
Vieles im Training geschieht bei mir noch aus dem Gefühl heraus und ich will da manchmal vielleicht auch zuviel erzwingen, wozu ich physisch eigentlich noch nicht gerüstet bin. Daher wirkt Manches auch nicht recht schlüssig.
Es ist halt immer noch ein zäher Prozess, überhaupt erst wieder annähernd zu meiner früheren Normalform und Motorik zurückzufinden. Ich hinterfrage mich da selbst auch immer wieder und bin da selbstkritisch. Aber dennoch auch nicht ohne Zuversicht, da ich in den letzten Wochen deutliche Fortschritte spüren konnte und gerade die letzte Woche mir einen starken Formschub gegeben hat,- auch wenn sie in einigen Aspekten sicher nicht optimal war.