Race day 25.10.2026: Mainova Frankfurt Marathon
Was für ein geiler Ritt beim M in Frankfurt am Main: 2:52:36 | PB und Glücksgefühle satt beim Zieleinlauf hinein in die erleuchtete Festhalle unter dem Getöse der Zuschauer & den strahlenden Tänzerinnen & cheerleaderinnen entlang des roten für die Läufer ausgerollten Teppichs - Danke Mädels!




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Vorgeplänkel: Ich wollte den Messeturm in der Sonne glitzern sehen und bekam stattdessen Friedrich Ebert mit Regenschirm gleich noch gratis mit dazu:
9:50 Uhr: Ich stehe in Reihe 1, Böen, Regenschauer, 10 Grad vll und einen alten Pulli an um nicht auszukühlen (kurz vorm Start über die Bande eliminiert). WU war gut möglich entlang der Seitenstraßen an der Festhalle, dynamische Dehnroutine, 3 km progressive, paar strides. Zur Partnerin, letzte Motivation

geholt und 10 min vorm Startschuss eingereiht.
6 Gels einstecken, 2 Maurten 100er, 4 NRGY 45, eines davon mit Koffein (65 mg), eingeworfen bei 29,5 km. 15 min vor dem Start ein Maurten 100er mit Koffein. Insgesamt mit 80g KH / h gefueled.
KM 1 - 10:
Häuser- und Wolkenkratzerschluchten, Regenschlachten, Opernhäuser und die wilde Kaiserstraße bringen mich in Tritt. Sauhund eben.
10:00 Uhr: Startschuss, es dauert 20 bis 30 sec bis ich die Startlinie überquere, Gedränge, eine einzige Menschenschlange die sich durch die Häuserschluchten schiebt.
Schnell geht hier die ersten 2 km goar nix, Wasserpfützen, nasse Socken, ungemütlich, Neue Mainzer Landstrasse, Zick-Zack...doch ich bin fokussiert, Beine fühlen sich locker an, meine showtime Fast R-3 haben Grip und selbst wenn ich mitunter 'nen kleinen Weitsprung über eine Pfütze mache, so what.
In meinem Innern ist Sonnenschein

und als original hessischer Bub, bin ich heiß wie Frittenfett auf diesen Lauf in der Partycity meiner Teenagerjahre und zwar hier, jetzt und heute bei allen erdenklichen Laufbedingungen. #neverstop at it's best.
4:10 der erste, 4:15 der zweite KM, schneller kann nur Rambo bei diesen Bedingungen durch die Menge pacen. Ich würd's mal als Vorhersehung hinnehmen dann eben doch progressiver als gedacht anzulaufen.
Bei KM 6 der Opernplatz, ich krieg' was mit von der herrlichen Architektur & ziehe den KM in 4:01 durch, ein erstes Gel, Kaiserstraße, legendär sowohl als auch

, 4:09, 4:04, 4:05. Sachsenhausen, no Ebblwoi (nicht noi!), Flussüberquerung, KM 10 die Bremer Straße, 4:12 und den 10er in 41:21 durchquert, läuft rund & leichtfüßig.
Ich orientiere mich an der eingezeichneten idealen blauen Linie. Oft ist diese frei zu laufen und ich vermute, dass so einige Läufer nicht von deren Bedeutung wissen. Bei Gegenwind bin ich meist in einer Gruppe oder habe einen Läufer vor mir und laufe geduckt mit eng anliegenden Armen im Windschatten. Macht der Hintermann ja auch so.
KM 10 bis HM:
Auf Kurti's Spuren Ecke Niederrad vom Kennedy zum Goldstein den Rhythmus finden.
KM 10 bis 13 zu einem der Gründerväter der BRD, bei KM 12 ein Gel und auf zum Kurt Schumacher mit Rückenwind in 4:01. Das Wetter klart auf. An der Strasse ein phantastisches Publikum, es feuert uns Läufer an, ein Moderator brüllt auf Hessisch ins Mikro: Ihr seid super, schon 12 km geschafft und nur noch 30 km vor euch, höhö.

Die Menge findet's witzig, ich denke erst Du Ar*** (aka: Haldemo dei Sabbel!) dann, oh schreck, er hat Recht.
Et läuft trotzdem, der Regen hört auf, ich atme ruhig und komme in meinen gewünschten Laufrhythmus 4:04, 4:05, Kennedyallee, Goldsteinstrasse alter Hofgut, zur Frankenfurt, meist in der Gruppe. Fueling bei 19.5 km. Schwanheim,
Halbmarathon in 1:26:28.
Prequel:
Hartes

-Training und mir haben die teils harten Einheiten echt was gegeben, WKM in vorher nie gelaufenen Umfängen & Intensitäten. Ich war mir vorab nicht sicher, ob ich den Tornado Plan von Davis angreifen solle oder ob er mich überfordert.
In der Nachschau war's die richtige Entscheidung und kein Ritt auf der Rasierklinge, weil ich durch viele easy und very easy Läufe gut auf die Q vorbereitet war. An manchen Tagen saß ich zwar staunend und respektvoll vor der Einheit am Planer und war mir nicht sicher ob ich das schaffe. Hab's aber immer gepackt und war im Anschluss immer happy.

Fueling in mehreren Varianten geübt, immer vertragen, ich habe einen Saumagen, aber echt.
Vor allem spürte ich, dass ich das kann und meine Leistungsfähigkeit steigt und als großer Motivator und Standortbestimmung der Ulm HM, keine einfache Strecke, gut gemeistert.
HM bis KM 30:
Mainufer - Run, stabil & mit Freude unterwegs - i like it!
Schwanheimer Brücke, wieder den Main überquert, Frankfurt Nied im Schnitt so 4:04, immer am Überholen, kurz in einer Gruppe laufen, schauen, neue Läufer/ Gruppe finden. Keine HKS oder orthopädischen Probleme. Fueling bei 24.5 km und 29.5 mit Koffein, ich ziehe die einfach weg, beim Wasserboxenstop nie Probleme, im Run 2 Schlücke, Aus die Maus - Fertig die Laube.
KM 30 bis 35:
Mainzer Landstraße im ersten Sonnenschein, das Leben kann so schön sein und Rückenwind gibt's gratis dazu.
Dribber brettern, 4:02, 4:03 ... und so wie das Läuferleben spielt: Just in dem Moment ein Ziehen Richtung Gluteus, an der Stelle hatte ich zuvor nie Probleme, Erinnerungen an die Münchner Hamstring Leiden wurden reaktiviert und Unsicherheit kam auf. Innerlich habe ich gebetet, dass das jetzt hält. KM 33 bis 35 zur Europallee haben weh getan. Ein letztes Gel darf sein.
Rangesaugt an einen Bären von Läufer mit einem doppelt so breiten Kreuz wie meiner einer und visualisiert, wie geil der Einlauf in der Festhalle sein könnte und auf dem roten Teppich ein Ziel-Finish hinzukriegen. Ich habe kurz ein wohliges Schaudern erfahren und dann wusste ich, dass ich die letzten 7.195 KM bis zur Festhalle wegknalle.

Siehe da, Sonnenschein zum Ende hin, Ente gut alles gut, oder so.
KM 35 - Zieleinlauf Festhalle:
Mir nimmt keiner mehr die Butter vom
! Höhenflug ohne Ikarus. 
So war's dann auch, frenetisch anfeuernde Zuschauer, Junghofstraße, Roßmarkt, Fressgass (fast wie in Monnem, Langer) und über die Mainzer Landstraße zum Präsi der Weimarer Republik, Fast R-3, der Schuh ist im Programm, die Linkskurve sauber genommen und in die Festhalle reingebrettert auf den Roten Teppich... Gänsehaut pur

. 3:56 im Zielsprint einen Läufer eingesammelt & die Arme nach oben gereckt durch den Zielbogen.
Ein wunderschöner Moment, jeder der Marathon läuft kennt ihn, wir können ihn nicht festhalten, aber in diesem Moment, nur ein Wimpernschlag meines Lebens, am 25. Oktober 2026 gegen 12:52, konnte ich ihn genießen und war von Freude und Lebendigkeit trotz der Anstrengung vollkommen erfüllt.

Als i-Tüpfelchen dazu ein negativer Split.
Data:
Garmin: 42.52 km @4:04 (88%) in 2:52:36. Zieleinlauf bei 94%, ab KM 35 bei 90%.
Nachtrag: AK50 - 18/816 (von den D-Läufern 4. od. 5.), 2 Kenianer vorne, der 1. mit WR M50 - 2:15:24 .
Nachspann:
Ein großes Danke schön an das Forum, Inspiration, Motivation, Neugierde und viele genauso laufbekloppte Menschen wie mich sind hier zu finden. Das mag ich sehr. Danke insbesondere an
@Xyris für seine unermüdlichen Ideen & Anregungen (inkl. Kritikpunkte) &
@KG-17 für unseren Austausch. Das ist alles nicht selbstverständlich. Und irgendwie ein großes Danke schön alle die Frankfurt ermöglicht haben.
Die Schuhe, die Schuhe, die Schuhe, das war die richtige Entscheidung, showtime

mit 10/10 für die Fast R-3.
Das sehr ambitionierte A-Ziel mit 2:49:59 nicht erreicht, das war nicht drin. Wetter war für mich okay (also doch keine Gans aufgetischt, ich benötige ihn halt noch), outdoor Sport Anfang Herbst, passt. Dafür das B-Ziel erreicht und ich bin super zufrieden damit.
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Ich habe seit letzter Woche einen DLV Startpass und bin für die DM Mainova HM in Frankfurt im März gemeldet. Einen Frühjahrsmarathon wird's nicht geben, dafür hoffentlich Berlin den ich mit der Qualizeit in 2027 gerne laufen möchte.
Für 2026, in 3W einen vermessenen 10k full-out, nen Parkrun und easy Silvesterlauf.
Mal sehen wie das so weitergeht, Körper erholt sich momentan. Gummibärchen (Vamps) und andere Leckereien bereits ausgiebig getestet.
Schönen Dienstag allen gewünscht & sportliche Grüße, RunODW