Rennbericht Spiridon Mainova Silvesterlauf
Bei 3° und strahlendem Sonnenschein ging es also bei guten Bedingungen auf die 10km Runde. Ich startete im Elitefeld und bekam so die Gelegenheit, in der Startaufstellung Florian Neuschwander neben mir zu entdecken (sein Kommentar auf Strava "zu ambitioniert angeballert. Strecke nicht die Schnellste"). Ich startete erstmals in ein Rennen ohne Pulsmessung und hatte auf meiner Uhr lediglich ein Datenfeld mit der Uhrzeit zur Anzeige. Auf der einen Seite wollte ich mich nicht stressen und den Lauf genießen, da ich mein Ziel Sub36 ja bereits Anfang Dezember erreicht hatte. Auf der anderen Seite wollte ich mal schauen, wie es um mein Tempogefühl so steht. Da die Strecke doch die ein oder andere kleinere Welle enthielt, war es natürlich nicht möglich eine komplett konstante Pace zu laufen (Strava gibt 43hm und runalyze 38hm an - also wirklich nichts Wildes).
Ich sortierte mich hinten im Elitefeld ein, um mich nicht vom hohen Tempo an der Spitze zu einem zu schnellen Start verleiten zu lassen. Auf dem ersten Kilometer war es stellenweise noch etwas glatt, da hier aber keine Kurven zu laufen waren, zum Glück kein wirkliches Problem. Ich kam gut rein und fühlte mich erstaunlich locker (bei meinem 10er wenige Wochen zuvor, war es bereits ab Start ein eher zähes Gefühl und ich musste mich immer ermahnen das Tempo zu halten). Bis etwa Kilometer 3,5 folgte ich einer Läuferin, die mit einem persönlichen Pacemaker unterwegs war, somit konnte ich etwas Kräfte sparen und musste nur mitschwimmen.

Bei einer leichten Steigung wurde die Läuferin dann spürbar langsamer und ich ging vorbei und war erstmal alleine unterwegs. Etwa 50m vor mir war eine Gruppe aus drei Läuferinnen. Es dauerte ein paar Minuten und ich konnte mich an sie ran saugen. Als ich die Gruppe erreicht hatte (etwa bei Halbzeit des Rennens), ging ich direkt vorbei und war damit wieder alleine unterwegs. Auf dem 6 Kilometer ging es dann stetig leicht bergab. Auf diesem Abschnitt habe ich ggf. ein paar Sekunden liegen lassen. Das Heran- und Vorbeilaufen an die 3er Gruppe hatte evtl. auch etwas mehr Kraft gekostet als ratsam. Die 3er Gruppe lief wieder auf mich auf, mir gelang es zum Glück mich an diese zu hängen und ich konnte folgen.
Kilometer 7 und 8 waren dann erwartungsgemäß mit die härtesten des Rennens. Die Kräfte lassen nach und das Ziel ist noch (zu) weit weg. Die Gruppe zerfiel nun, ich konnte mit etwas Abstand der schnellsten Läuferin aus der ehem. 3er Gruppe folgen. Zu allem Überfluss gab es bei Kilometer 8 auch noch eine kleine Rampe, die zu diesem Zeitpunkt des Rennens richtig weh tat (wir sprechen hier von etwa 10hm auf 400hm, inkl. kleiner Rampe am Ende - zur Einordnung, wenn ich hier von Steigung spreche

Im Ziel stand dann eine 35:39 - neue PB (Steigerung um 11 Sekunden) und AK Platz 3 (M35 - 3/198 | Gesamt 38/1.387). Damit bin ich super zufrieden und freue mich schon auf 2026. Die Pulsanzeige werde ich auf der Uhr auch bei zukünftigen Rennen auf alle Fälle rausnehmen, komplett ohne Pace oder Zeitanzeige laufen wird sicher die Ausnahme bleiben.

Danke an alle, die bereits auf Strave geliked und/oder kommentiert haben.
@movingdet65 Drücke die Daumen, dass es nun endlich ausgestanden ist. Kann nur dazu raten es ruhig (und kurz) anzugehen - 15km finde ich schon (zu) heftig als zweite Einheit.
@RedDesire Gute Besserung, das klingt gar nicht schön (wobei deine Aktivitäten in Antholz auf Strava nach einem Highlight aussahen)
@RunODW Viel Spaß bei deinem Silvesterlauf - genieß es einfach. Ein grandioses Jahr von dir!
