Gute Besserung allen infizierten. Heute hatte ich ein nettes Meeting mit Abteilungsfremden Kolleginnen, eine klage ebenfalls ihr leid das viele ihrer Kolleginnen und Kollegen krank ins Büro kommen, da ihre Home-Office Zeit bereits ausgereizt ist. Da würde mir echt die Hutschnur hochgehen und mich weigern mit denen auch noch zusammen in einem Raum zu Hocken und munter während eines Meeting untereinander neue Virenstämme zu züchten.
Zum Glück ist mein Vorgesetzter da deutlich entspannter und lässt uns auch bei aufgebrauchten Home-Office Tagen von dort aus operieren.
Davon ab bin ich aber trotzdem gerne im Büro, denn wir sind auch dort sehr fokussiert und respektieren uns gegenseitig wenn gerade hochkonzentriert an etwas gearbeitet wird.
Habe im Dezember aber mal wieder drüber nachgedacht mir ne Grippeschutzimpfung verpassen zu lassen, da wir im Ehrenamt und auch bei Kundenbesuchen doch mit etwas mehr Menschen in Kontakt komme als mir eigentlich lieb ist. Hab es allerdings bleiben lassen und hoffe einfach mir keine einzufangen
Steffen42 hat geschrieben: 30.01.2026, 09:29
Und Ihr so?
Ich bereite nochmals den gestrigen Tag etwas auf, denn den fand ich äußert spannend. Da hatte ich einen Termin zur Leistungsdiagnostik am Olympiastützpunkt in Hannover. Mein Coach hat mich dort hin gedrängt, damit er mal verlässliche Daten erhält womit die Trainingsgestaltung verbessert werden kann.
Mit dem betreuenden Sportmediziner hatte ich vorab einen guten Kontakt via Email und telefonisch. Zudem kennen er und mein Coach sich auch persönlich. Die Anreise lief trotz des Neuschnee einigermaßen gut und es sind tatsächlich ausreichend Parkplätze vorhanden. Darüber hatte ich mir im Vorfeld echt viele Gedanken gemacht, dass der Termin wegen der Parkplatzsuche leicht überfällt. Das Gegenteil war eher der Fall und ich kam exakt vor Ort an.
Eine Anamese hatte ich bereits vorab via Email gesendet, fand der Doc auch echt praktisch. Dann haben wir noch das Programm zusammen besprochen und uns dafür entschieden, bei Auffälligkeiten während der geplanten Untersuchungen noch Experten für Orthopädie oder inneres hinzuzuziehen. Vorweg genommen: das brauchten wir nicht in Anspruch nehmen, denn das sah alles gut aus.
Nachdem ich mich umgekleidet hatte in sportliche Outfit, ging es auch gleich zum Messen und Wiegen. Bin mal wieder geschrumpft. 178cm und 71,8Kg. Ruhepuls 46 Schläge (für die Anreise i.O.) Blutdruck ideal bei 120/70. Ruhe-EKG ebenfalls unauffällig. Danach ging es zum Kardiologen. Der hat nochmal eine eigene Anamese durchgefragt, alles abgehorcht, und ein kleines Ultraschall am Herzen gemacht. Trotz vorheriger Raucherkarriere absolut unauffällig, Herzklappen arbeiten toll, Gefäße sehen prima aus und auch sonst sind keine Verdickungen zu erkennen.
Danach ging es dann zum Doc und ich wurde für den Stufentest verkabelt. Nachdem dieses vollzogen war wurde eine Spiro im Ruhezustand gemacht, welche tatsächlich eine Astmatikertypische Darstellung hatte. Tatsächlich litt mein Opa väterlicherseits an Asthma, woran er schlussendlich im Januar 1987 verstarb. Daraufhin haben wir nochmals das Programm besprochen und insbesondere auf diese Atemkurve geachtet.
Der Stufentest mit Spiro und Laktatmessung wurde typischerweise joggend begonnen, und steigerte sich dann bei mir in 5 Stufen bis 4er Pace. Diese Stufe musste ich leider abbrechen, denn trotz hoher Konzentration und den Versuch mir die Situation ruhig zu denken, bekam ich panische Zustände mit der Spiromaske. Sehr seltsam, denn ich weiß genau das es darunter keine Einschränkungen hinsichtlich der Luftmenge gibt und durch die weiteren zwei Medizinstudenten absolut kein Grund besteht in Panik zu verfallen. Prinzipiell hätte man sich im Gurt hängend bis zur totalen Erschöpfung auspowern können. Das ist mir in dem Zustand leider nicht gelungen und finde ich total schade.
Trotz dessen wurden gute Werte gesammelt und der Doc konnte damit eine Auswertung starten. Diese war auch soweit fertig, nachdem ich vom duschen wiedergekommen bin.
Der Kardiologe hatte sich das Belastungs-EKG durchgesehen und bestätigte auch ein gutes Herz mit sauberen Schlägen unter Belastung.
Sehr interessant allerdings fand ich die Erkenntnis, dass sich die Asthmatikertypische Atemkurve unter Belastung in den Normalzustand bewegt hat. Weiterhin gab es auch die Auswertung der weiteren Ergebnisse, welche mich jedoch nicht großartig überrascht haben. So ungefähr kann man sich eben doch ganz gut einschätzen und diese decken sich so ziemlich genau mit den gemessenen Ergebnissen. Auch der Laufstil wurde vom gar nicht bemerkten Orthopäden nicht bemängelt, dieser ist an der Stelle kein limitierender Faktor auf dem Weg zur Sub40.
Aus meiner Sicht trotzdem sehr aufschlussreich, zudem übernimmt meine Krankenkasse 80% der Kosten, mit Ausnahme der Anreise. Sehr cool finde ich dort die gebündelte Fachkompetenz an einem Standort. So wenig Rennerei von Arzt zu Arzt hat man sonst nur im Krankenhaus, und dort bin ich nicht so gerne
Eigentlich wollte ich gestern Abend noch auf die Rolle, ein Termin im Ehrenamt ließ das allerdings nicht zu. Dabei bin ich aus fast allen Wolken gefallen, dass es tatsächlich jüngere Kameraden gibt als ich selbst, welche keinen Computer besitzen und nicht mal wissen was eine Tabellenkalkulation ist.
Die Rolleneinheit wurde heute absolviert, da auch hier im Mühlenkreis noch viele Straßen vereist sind. Habe eine lustige Einheit über 62' absolviert mit 5x'10 a290W zum warm machen, im Mittelteil dann 5x2' a235W im Mittel und danach noch 15' Sweetspot zwischen 141 - 150W. Hat wirklich viel Spaß gemacht.