Bei mir stand gestern dann die Halbmarathon in Ingolstadt an.
Das ganze Event war für mich vor allem unter dem Gesichtspunkt Team-Event zu sehen, wobei ich dennoch schauen wollte, was nach dem Halbmarathon in Hannover ohne spezifische HM-Vorbereitung gerade möglich ist.
Der Start war um 17:00 Uhr, vorweg war auch noch hier und da was zu erledigen, also keine klassische perfekte Vorbereitung. Dennoch war alles im Rahmen.
Es waren dann auch schöne 22 Grad vermute ich am Start. Hab final nicht mehr nachgeschaut.
Ich kannte die Strecke schon vom Vorjahr und ich wusste, dass vor allem auch wegen vieler Staffelformaten (2er-,3er-,Schülerstaffel) viel Trubel beim Start sein wird. Habe mich dementsprechend auch relativ weit vorne eingereiht, dennoch war der erste Kilomeeter immer noch recht unruhig. Plan war 3:50 pace anlaufen und dann bei km 5 schauen, was heute so möglich ist.
Das ganze musste man dann allerdings sehr nach Belastungsgefühl steuern, da die Strecke bei weitem nicht flach ist und auch viele Kurven enthält.
Es ging also Los, erstmal leicht nach oben durch die Innenstadt. Stimmung dort war, wie immer super. Weiter dann aus der Altstadt hinaus und über eine Umgehung bergab wieder in Richtung Start. Bei den ersten 2km lief es noch etwas unrund (Startstress, und Profil). Dann hatte es sich aber langsam sortiert. Ich konnte gut meine 3:50 pace halten und es ging auf den Donaudammkanal. Hier merkte man schon ordentlich die Sonne, aber es war einiges an Support an der Strecke. Dann wieder zurück am Kanal entlang.
Auf Grund der Sonne, wollte ich dann auch bis zur Verpfelgung bei km7 mal bei 3:50 bleiben. Erstes Gel. Und ab zum Baggersee. Dort war dann auch der Untergrund kein Asphalt mehr, dafür gab es Schatten.
Km 8 und 9 dann mal in 3:46, aber ich habe gemerkt, dass das heute keine gute Idee ist. Dementsprechend ab km10 wieder um die 3:50 pace. Unterwegs um den See gab es dann auch noch gratis Protein in Form von Fliegen
Zweites Gel dann bei km 15. Ich merkte allerdings auch, dass durch die Marathonvorbereitung, die HM-RP nicht ganz auf meine Verpfelgung abgestimmt war, aber es ging weiter. Dann ging es langsam wieder Richtung Stadt. Dort wieder verschiedene kleine Anstiege und Bergabpassagen. Gerade eine Brücke bei km 17.5 ist da immer recht fies. Da habe ich auch final kurzzeitig mal auf 4:30-4:40 pace reduziert. Die letzten 3 km habe ich dann nochmals alles mobilisiert, aber auch die dortigen kleinen Anstiege haben ihr übriges gegeben, sodass ich auf den letzten Kilometern trotz guter Stimmung nicht die 3:50 halten konnte.
Insgesamt 1:21:29. Platz 32, AK 5.
Damit 72 Sekunden schneller als im Vorjahr auf gleicher Strecke.
Nicht ganz an meine PB von 1:20:43 vom Vorjahr rangekommen, aber das habe ich weder geplant noch erwartet.
Ich bin insgesamt zufrieden. Hatte es eher als Nettes Event gesehen und konnte mich im Vergleich zum Vorjahr verbessern.
Für PBs würde ich die Strecke aber nicht nehmen, da es zu viele kleine Anstige, sehr viele enge Kurven und den nicht perfekte Weg um den Baggersee gibt.