Antracis hat geschrieben: 16.10.2026, 14:23
Man unterschätzt manchmal doch den exponentiellen Abbau im Alter. Der Verlust an Ausdauer ist da gar nicht so das physiologische Problem, sondern die abnehmende Verträglichkeit von Training und auch die steigende Verletzungsanfälligkeit.
Verletzungsanfällig war er ja schon immer, hat auch einen massiven Knieschaden. Er ist aber auch leider recht stur und schwer belehrbar. Es hat ewig gedauert ihm das Laufen mit der Kniebandage abzugewöhnen, seit das geklappt läuft es bei ihm wieder richtig gut. (auch das Knie macht seitdem kaum bis keine Probleme mehr) Er ist aber halt nicht gerade sonderlich diszipliniert, war er auch nie. Manchmal frage ich mich tatsächlich warum er überhaupt läuft, weil so wirklich mögen tut er das Laufen auch nicht. Das war aber schon immer so bei ihm. Er hätte auch schon vor einer halben Ewigkeit die sub3 Laufen können, wenn er nur einmal Bock auf eine ordentlich Vorbereitung gehabt hätte. Sein Wochenschnitt liegt aktuell auch bei unter 70km und letztes Wochenende noch schnell einen 36er gelaufen, weil ihm auffiel, dass er zu wenige lange Läufe hat. Da meinte er noch. dass er dieses WE auch noch mal ü30 laufen kann. Hoffe ich, konnte es ihm ausreden.
Oft verletzt er sich auch einfach aus leichtsinn. Seine Marathonvorbereitung im Frühjahr war z.B. auch für die Tonne, weil es sich im Winter auf Strava angemeldet hat und ständig meinte mit anderen konkurrieren zu müssen. Ging natürlich nicht gut.

Man muss ihn immer etwas zügeln und doch bissl antreiben, damit er die Ausdauerseite nicht vernachlässigt. Er würde am liebsten die Langen mit mir laufen, beim laufen ist er mir aber zu anstrengend. Ich hab es ihm verboten mich zu begleiten (habe also Mitschuld, dass ihm lange fehlen). In den Verein hier will er leider auch nicht. Vielleicht überlegt er sich das aber, wenn ich mich bei den Rennradlern melde.
Eifeltour vollzogen, wurden 3h, 60km, 630hm