Spitzenmäßig - herzlichen Glückwunsch an Tom, Marienkäfer und Ottoerich!
Für mich war heute ein ungeheuer lehrreicher Tag beim Burggrafenlauf in Oelde-Stromberg. Um meine Erfahrungen kurz zusammenzufassen:
1. Welche westfälische Knalltüte auch immer auf die Idee gekommen ist, die Gegend als "Stromberger Schweiz" zu bezeichnen, war garantiert nie in der Schweiz. Jedenfalls gehen in der Schweiz die Uhren bekanntlich genau - das heißt, sie bleiben in einer angemessenen Zeit stehen, wenn ich 10 Kilometer gelaufen bin. 1:05:39 ist eine Beleidigung für jeden schweizerischen Uhrmacher! Außerdem herrschen in der Schweiz überwiegend angenehme Temperaturen, und nicht 938 Grad.
2. Es ist immer gut, Steilwänden mit einem gewissen Respekt zu begegnen. Es macht auch eigentlich nichts, wenn man sie ein bisschen langsamer erklimmt. Einen ganzen Kilometer schnell und steil bergauf zu laufen, ist hingegen ein probates Mittel, um anschließend komplett groggy zu sein und die nächsten Kilometer rumzuschnecken.
3. Einen Plan B zu haben, ist immer hervorragend. Beispielsweise kann man - wenn man bei Kilometer 5 total ausgepowert ist - einen Wettkampf einfach knicken, locker auslaufen und sich vornehmen, morgen 30 Kilometer Lalala zu veranstalten, statt einen Ruhetag nach einem Wettkampf einzulegen.
4. Wenn Demut tatsächlich eine Tugend ist, sollte ich als hinreichend gedemütigt gelten, dass meiner sofortigen Seligsprechung nichts im Wege steht.
5. Es ist immer wieder großartig, mit Chris zusammen einen Lauf zu bestreiten. Das macht ungeheuer Spaß, das viele Lachen trainiert Bauch- und Gesichtsmuskulatur, die Stimmung vorher ist gut, die Bratwurst nachher schmeckt besser - ganz, ganz, GANZ großes Kino. Vielen lieben Dank für den wunderschönen Tag, Chris!
