KW01
Mo/Di: nichts, nicht mal Auftakt für den Silvesterlauf. Hatte keine Meinung. : )
Mi: Silvesterlauf 10k, stürmisch bei 0 Grad,, sub 46. Sogar Treppchen, wollte sonst kaum eine ...
Do: Neujahrsläufchen, Knie links innen hinten muckt.
Fr/Sa/So: Streakrunning #RWJanuarchallenge
Gesamt: 50km mit zwei mega Schneeläufen inkl. Hm.
Traditionell war die Silvesterwoche in den letzten Jahren die, wo sehr viele Kilometer geschrubbt wurden. Einfach weil man Zeit hatte, und absolut gut gesättigt war. Irgendwie war es diesmal nicht so, aber wir waren ja vorher schon ausreichend gelaufen. Wobei, nicht ganz, beziehungsweise war die Verteilung in den letzten Jahren mehr auf die Wochenenden konzentriert gewesen. Insgesamt aber dennoch ähnlich wie 2024.
Silvesterlauf: wir sind den gleichen gelaufen, wie im Vorjahr, zwecks Vergleich Stand der Dinge. Außerdem hatte ich mich ja durchaus ein wenig vorbereitet auf einen flotten 10er. Trait App Crash Kurs. ; )
Dieses Mal wurde mir von der App eine Pace (4:33) vorgegeben, obwohl ich den Testlauf zur Einschätzung gar nicht gemacht hatte. Hm, komisch.
Ich habe
nicht ansatzweise versucht, diese rasante Pace umzusetzen! Das war mir viel zu schnell!
Zwar konnte ich im Training alle Einheiten leicht absolvieren, so ich sie gelaufen bin. (Die QT habe ich gemacht, Abweichungen waren irrelevant.) Aber mental hänge ich am Renntag, immer. "Das kann ich nicht Können können! So schnell laufen nur schnelle Menschen, aber nicht ich lahme Nuss."
Außerdem hatte ich große Lust, zu probieren, wie sich ein gleichmäßiger Laufrhythmus im Rennen anfühlt. Das fand ich im Training ja so toll. War ein Volkslauf, daher waren Kopfhörer möglich. Habe 180bpm gewählt, wissend, dass es für mich zu schnell ist. (War es auch, war dadurch schon asynchron, was nervt, abaaa ... ein Kopfhörer hatte sich bereits nach der ersten Kurve verabschiedet, und durch den Wind konnte ich vom anderen kaum was hören.

Hat gerade für supersubtile Beats gereicht.)
Das Rennen konnte ich im Nachhinhein ziemlich gleichmäßig durchziehen, trotz erheblicher Böen. Auf km1 musste ich einmal abschätzen, wieviel der Wind schiebt oder bremst (viel!), dann war ich eingegroovt.
Doppel-Hin-zurück-Strecke, 2x 5km. Spätestens auf Runde zwei mit querfliegendem, ordentlichem Regenguss. Habe stur versucht, meinen Rhythmus zu halten. Manchmal musste ich meinen Atem wieder beruhigen und bin vermeintlich langsamer geworden. Erkennt man (für meine Verhältnisse) nicht, km-Splits variieren "nur" um max. 10sec. schnellster zu langsamster, insgesamt recht gleichmäßig. Gucke ich erst im Nachhinein drauf, unterwegs nur grobe Orientierung, ob alles in etwa stimmt.
Ergebnis: 4:33 kann ich garantiert nicht laufen, das probiere ich vorsichtshalber nicht mal. Aber 4:35 geht schon. Kein Thema, war ja rein nach Gefühl ...
Letztes Jahr war ich dort sogar etwas schneller, aber um Welten kaputter.
War schon fordernd, und ohne eine Frau in Sichtweite vor mir fehlte der Wille, zu beißen. Letztes Mal hatte ich direkt eine vor mir, im Ziel 1sec. Das setzt wirklich was frei, bei mir jdf.
Die Startlinie wurde ggf leicht anders gezogen, die Strecke war etwas länger als im Vorjahr. Ist eh nicht vermessen, daher nehme ich den Lauf nicht als PB.
Wie ich am läuferischen Selbstvertrauen arbeiten kann, weiß ich nicht. Weiß auch nicht, ob ich das will.
Dass ich an der Tempohärte arbeiten will und muss, weiß ich allerdings, wurde mir jdf. deutlich.
Davon, dass zumindest 4:33 und damit mit gar nicht so viel Krampf im Lauf eine mittlere 45 drin ist, bin ich jetzt überzeugt. Es wäre in der Rückschau möglich gewesen. Mehr Spaß hat aber meine Wahl bedeutet.
Das wiederum bringt zurück zum Ausgangspunkt: läuferisches Selbstbewusstsein. Wenn ich mir inzwischen selbst die Zeit zutraue, dann mache ich es es bei nächster Gelegenheit einfach.
Es sei denn, irgendein doofes M-Training bringt mich wieder davon ab.

(Da verlor ich sowas von meine Grundschnelligkeit, das war Grütze!)
Nur das Beste für eure nächste Woche!