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"Nachttraining" für den ZUT?

"Nachttraining" für den ZUT?

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Hallo liebe Community,

ich hoffe hier sind ein paar erfahrenere Trailrunner als ich, die mir bei folgendem Problem ein paar wertvolle Tipps/ Ratschläge mitgeben können:

Ich habe mich für den ZUT in der 106-km-Kategorie dieses Jahr angemeldet. Ich habe bereits mit mehreren (auch langen; > 12 Stunden) Wettkämpfen einiges an Erfahrung im Trailrunning gesammelt.

Was dieses Mal für mich völliges Neuland ist, ist der Start um 22 Uhr. Bisher waren meine Starts immer am frühen Morgen, sodass ich nie durch eine Nacht komplett durchlaufen musste, allerhöchstens 2 bis 3 Stunden "in die Nacht hinein". Um die Ausrüstung soll es hier auch gar nicht gehen, sondern rein um die körperliche - und vielleicht auch mentale - Vorbereitung.

Ich denke, dass ich um Nachttraining - zumnindest vereinzelt - nicht drum herum komme. Ich tue mir jedoch sehr schwer, was den Umfang und den richtigen Zeitpunkt im Trainingsplan angeht. Hat das hier schonmal jemand "durchgemacht" und möchte seine Erfahrung teilen?

Ich bedanke mich im Vorhinein schonmal für sämtliche Tipps, Ideen und Ratschläge. :)

Re: "Nachttraining" für den ZUT?

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Da es sich eher um mentale Aspekte handelt, ist der Zeitpunkt in einem Trainingsplan relativ egal. M.E. ist es Nachts schwerer den Fokus zu halten, dabei ist das umso essentieller, da man in technischen Passagen eine deutlich höhere Aufmerksamkeit benötigt. Gerade bergab.

Ich kenne die Route des ZuT nicht, aber du kannst ja ungefähr abschätzen, zu welchem Zeitpunkt du wo bist und welches Terrain du dann vorfindest. Das würde ich zumindest in einem Longrun simulieren. Einfach um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie funktioniert es mit dem "Erkennen des Bodenprofils" mit Stirnlampe? Welchen Einfluss hat die Dunkelheit und ggf. Müdigkeit auf die Reaktionsfähigkeit? Etc., etc. Auch, wie reagiere ich auf die Höhe, wenn die Sicht durch die Dunkelheit eingeschränkt ist?

Die Leute die ich kenne, die so was machen, die schieben da bewusst Nachtläufe mit ein, weil es doch eine ganz andere Art von laufen ist.

Und ich kenne auch Läufer die den ZuT bewusst abgebrochen haben, weil sie mit der Dunkelheit und dem Terrain einfach nicht zurechtkamen. Deshalb würde ich das schon ein paar Mal bewusst trainieren. Vor allem technische Parts simulieren, vor allem den Berg runter. Also bewusst auch schwieriges Gelände.
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Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

Re: "Nachttraining" für den ZUT?

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Ich bin im letzten Jahr den Engadin Ultra gelaufen mit einer Startzeit von 23Uhr.
6 Wochen vorher bin ich einen Nachtultra (10h Lauf) von 22-8Uhr gelaufen welcher aber nur flach über Asphalt und Forstwege ging. Das hat mir als Test für mich und Material gereicht und ich bin sonst Frühaufsteher.

Re: "Nachttraining" für den ZUT?

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Ja ich würde das auch vorher ein paar Mal trainieren. Im Rennen kommt es aber meistens doch anders als man denkt, da hilft schon ein gewisses Selbstvertrauen. Im Hochalpinen Bereich mitten in der Nacht alleine, inkl. Erschöpfung, Wetter etc., da kann es zum Teil schon beängstigend werden.
Ein Tipp, wenn es die Gelegenheit gibt, versuche 'nicht alleine zu sein'....sprich, spann Dich mit jemandem zusammen. Schwierig sind eigentlich nur die sehr langen Downhills, und oben gibt es meistens einen Verpflegungsposten, den Mitläufern geht es gleich wie Dir, da ist es oft leicht, einen gleichgesinnten zu finden.
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