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Luise Läuft

Re: Luise Läuft

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RaviniII hat geschrieben: 24.03.2026, 10:14 Ob da viele mehrere Aktivitäten gleichzeitig in Angriff genommen haben, oder ob die Verletzungs-/Krankheitswelle so hoch ist? In Frankfurt sind auch ca. 20% nicht ins Ziel gekommen, wieviele davon (nicht) starteten weiß ich nicht.
Ich vermute aktuelle Run auf die Laufveranstaltung trägt da auch seinen Teil zu bei. Wenn absehbar ist, dass eine Veranstaltung lange vorher ausverkauft sein wird, ist die Versuchung sich einfach mal "auf Verdacht" anzumelden deutlich größer. Erstmal schauen wie sich die Form entwickelt, kurzfristig entscheiden und gegebenenfalls Nachmelden ist ja meist nicht mehr möglich. :noidea:

Und zumindest in Frankfurt wird die Meisterschaft auch noch dazu beigetragen haben, da sich viele der besseren Läufer einfach mal "auf Verdacht" bei allen möglichen Meisterschaften anmelden, und dann kurzfristig entscheiden wo sie tatsächlich starten.

Re: Luise Läuft

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Bei der DM gab es ein Minus von ca. 30% im Ziel. 1500 Meldungen, 1000 Ergebnisse. (Oder waren es 1300 Meldungen? Hm, jedenfalls in dem Größenrahmen, und die Einläufe sind ja dokumentiert.)
Zuletzt geändert von RaviniII am 24.03.2026, 11:09, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Luise Läuft

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Springe ist eine kleine Veranstaltung. Beim Marathon waren über 100 Starter vorangemeldet, im Ziel 65 registriert.
Beim HM waren ca. 450 vorangemeldet, im Ziel 329 registriert. Das heißt, bei den 10 KM, den 5 KM und den Kinderläufen sind ebenfalls insgesamt irgendwo Mitte 100 nicht angetreten oder haben das Ziel nicht erreicht. Für einen Volkslauf auf dem Dorf bei besten äusseren Bedingungen sehr ungewöhnlich.

Re: Luise Läuft

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RaviniII hat geschrieben: 24.03.2026, 10:51 Bei der DM gab es ein Minus von ca. 30% im Ziel. 1500 Meldungen, 1000 Ergebnisse. (Oder waren es 1300 Meldungen? Hm, jedenfalls in dem Größenrahmen, und die Einläufe sind ja dokumentiert.)
Nicht ganz 30%. Nach der aktuellen Meldeliste waren es 1249 DM-Meldungen und laut Ergebnisliste 1009 Starter/Finisher (+ 2x DNS ausgewiesen in der Ergebnisliste) -> 19% Minus.
Meldungen insg. 12152, Finisher 10551 -> 13% Minus

Re: Luise Läuft

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bones hat geschrieben: 24.03.2026, 11:09 Springe ist eine kleine Veranstaltung. Beim Marathon waren über 100 Starter vorangemeldet, im Ziel 65 registriert.
Beim HM waren ca. 450 vorangemeldet, im Ziel 329 registriert. Das heißt, bei den 10 KM, den 5 KM und den Kinderläufen sind ebenfalls insgesamt irgendwo Mitte 100 nicht angetreten oder haben das Ziel nicht erreicht. Für einen Volkslauf auf dem Dorf bei besten äusseren Bedingungen sehr ungewöhnlich.
Ich war ja vor Ort und hatte das Gefühl es waren extrem viele Erstlinge vor Ort.
Und die Bedingungen waren gut um eine PB zu laufen. Aber 6 Grad, Wolken und etwas Hochnebel sind halt auch nicht das Wetter um den Halben in 2:30 runterzubummeln, sich mit der Selfiestange Instamässig zu filmen und zu dokumentieren, dass man die Challenge geschafft hat.
Ergo: Könnte mir schon vorstellen, dass einige auf Grund des Wetters gekniffen haben.

Re: Luise Läuft

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VeganAlex hat geschrieben: 24.03.2026, 16:49
bones hat geschrieben: 24.03.2026, 11:09 Springe ist eine kleine Veranstaltung. Beim Marathon waren über 100 Starter vorangemeldet, im Ziel 65 registriert.
Beim HM waren ca. 450 vorangemeldet, im Ziel 329 registriert. Das heißt, bei den 10 KM, den 5 KM und den Kinderläufen sind ebenfalls insgesamt irgendwo Mitte 100 nicht angetreten oder haben das Ziel nicht erreicht. Für einen Volkslauf auf dem Dorf bei besten äusseren Bedingungen sehr ungewöhnlich.
Ich war ja vor Ort und hatte das Gefühl es waren extrem viele Erstlinge vor Ort.
Und die Bedingungen waren gut um eine PB zu laufen. Aber 6 Grad, Wolken und etwas Hochnebel sind halt auch nicht das Wetter um den Halben in 2:30 runterzubummeln, sich mit der Selfiestange Instamässig zu filmen und zu dokumentieren, dass man die Challenge geschafft hat.
Ergo: Könnte mir schon vorstellen, dass einige auf Grund des Wetters gekniffen haben.
Ja, so sehe ich das auch. Wäre ich super fit gewesen, hätte ich das vielleicht etwas anders wahrgenommen, aber ich hab Samstag teilweise erbärmlich gefroren. Nicht nur am Start, sondern auch zwischendrin. Der Beginn der Runde war auch beim zweitem Mal noch wirklich frisch. Im Wald war es dann ok.

Re: Luise Läuft

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Die blaue Luise hat geschrieben: 24.03.2026, 17:20
VeganAlex hat geschrieben: 24.03.2026, 16:49
bones hat geschrieben: 24.03.2026, 11:09 Springe ist eine kleine Veranstaltung. Beim Marathon waren über 100 Starter vorangemeldet, im Ziel 65 registriert.
Beim HM waren ca. 450 vorangemeldet, im Ziel 329 registriert. Das heißt, bei den 10 KM, den 5 KM und den Kinderläufen sind ebenfalls insgesamt irgendwo Mitte 100 nicht angetreten oder haben das Ziel nicht erreicht. Für einen Volkslauf auf dem Dorf bei besten äusseren Bedingungen sehr ungewöhnlich.
Ich war ja vor Ort und hatte das Gefühl es waren extrem viele Erstlinge vor Ort.
Und die Bedingungen waren gut um eine PB zu laufen. Aber 6 Grad, Wolken und etwas Hochnebel sind halt auch nicht das Wetter um den Halben in 2:30 runterzubummeln, sich mit der Selfiestange Instamässig zu filmen und zu dokumentieren, dass man die Challenge geschafft hat.
Ergo: Könnte mir schon vorstellen, dass einige auf Grund des Wetters gekniffen haben.
Ja, so sehe ich das auch. Wäre ich super fit gewesen, hätte ich das vielleicht etwas anders wahrgenommen, aber ich hab Samstag teilweise erbärmlich gefroren. Nicht nur am Start, sondern auch zwischendrin. Der Beginn der Runde war auch beim zweitem Mal noch wirklich frisch. Im Wald war es dann ok.
Also ich bin ja den Halben mit 4:14 Min/km gelaufen. Dafür war es perfekt. Aber danach war nix mit lange rumstehen. Ab ins Auto, lange Klamotten an, Sitzheizung und Heizung auf 26 Grad 😊

Re: Luise Läuft

858
Schon wieder ist eine Trainingswoche rum:

KW 13

Diese Woche war die größte Aufgabe die schwächelnde Muskulatur wieder in Schuss zu bringen.
Bei dem Infekt in der Vorwoche hatte ich glücklicherweise keinen Husten bekommen, allerdings hatte ich tagelang starke Kopf und Glieder-/Muskelschmerzen. Da war daher auch gar nicht an Sport zu denken und danach hatte ich kaum noch Körperspannung. Daher bin ich sehr froh, wie gut der HM nach dem Infekt noch lief. Aber danach waren die Beine extrem schwer und ich hatte einige Tage Muskelkater. Am Montag dann erstmal ganz locker und langsam. Das geplante Krafttraining hab ich dann auf Mottwoch geschoben, da ich noch so platt war. Da hab ich dann auch schon weniger und leichtere Wiederholungen gemacht, war trotzdem richtig platt danach und hatte ich den Tagem danach den Muskelkater des Jahres. Freitag dann kurz und easy (wie im Plan) und das ging auch. Heute dann noch den ganz langen, sogar mit EB, trotz schlecht geschlafen, blödem Wetter und Ausrüstungschaos (Gels, Handy, Wasser usw., was für eine Schlepperei). Als es zwischendurch stärker geregnet hat, habe ich schon in der Mitte einen kleinen Tempoblock eingebaut... mir war einfach sonst zu kalt.

Mo DL 9km - super langsam und locker
Mi DL 14 km/ 90 Min @6:25
Fr DL 40 Min/ 6,4 km @6:21
Sa 32,1 km, darin 5 km sub6 (es wurden durchschnittlich 5:48/km), vorher schön easy, damit ich auch noch Körner dafür habe. Es ging eigentlich alles besser als gedacht. Hab sogar Lauffreunde getroffen.

WKM 61,4, M-Prognose: 4:25:xx, M-Form: 78%

Muskulär geht es mir jetzt gerade sogar weniger schlimm als erwartet. Es ging eigentlich. Und ich habe das Gefühl, dass der dritte Lauf über 30km schon weniger schlimm war. Zu 42,2 km fehlt noch einiges... aber ich traue mal auf den Trainingsplan. Es kommt ja noch das Tapering. In den nächsten Wochen werde ich mich noch weiter der Muskulatur widmen, damit die Beinchen und Rumpf wieder etwas stabiler sind. Dann kommen noch Langintervalle. Viel kommt nicht mehr,

So jetzt aber schönen Sonntag euch allen! :winken:

Re: Luise Läuft

859
Ich sag's ja... auch die 30er verlieren nach und nach ihren Schrecken. Das wird was mit dem Marathon. :daumen:

Ebenso einen schönen Sonntag gewünscht...
5 km - 21:41 (18.10.2025 - SportScheck Run)
10 km - 44:40 (16.10.2022 - The Great 10K)
HM - 1:38:42 (24.08.2025 - die Generalprobe)
25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25)
M - 03:38:13 (25.09.2022 - BM)
50 km - 04:32:07 (17.03.2024 - Werderseelauf)

Re: Luise Läuft

860
Eigentlich wollte ich mir das ja für den Wochenbericht aufheben, aber soviel Geduld hab ich nicht:

Mittwoch hatte ich einen richtig schönen Lauf!
Mein erster Lauf (bis jetzt) mit Marathon-Intervallen 3x 4000m (9 Min. 30 Sek. Pause)
dafür hatte ich die Uhr auf 5:55/km, die @RedDesire vorgeschlagen hatte, +/- 5s eingestellt.
Dieses Marathon-Tempo ist ein ganz seltsames Tempo, auf das ich mich wirklich erst einstellen musste. Es ist halt nicht mehr easy, aber auch noch nicht schnell. Das fühlte sich ganz seltsam an, in dem Bereich laufe ich halt auch sonst nicht.
Aber insgesamt war der Lauf so richtig schön kurzweilig und die 17 km verflogen so schnell. Wenn ich daran denke, dass das letztes Jahr noch ein Longrun gewesen wäre... Und jetzt fühlte sich das wirklich nicht so lang an.
Dadurch, dass ich leider erst spät loskam, hatte ich ne Lampe mit, aber im Vollmond war es auch ohne hell genug, daher habe ich sie nur angemacht, wenn ich eine Straße queren musste.
Die Werte in der Auswertung waren jetzt nicht so gut und ich habe auch nicht immer so gut das Tempo gehalten, trotzdem war es ein richtig schöner Lauf!
Morgen kommt noch ein 20er und dann geht es schon in die Woche des Marathons.

Dann muss ich mir bald was neues suchen, auf das ich hintrainiere. Ein wenig werde ich die langen Läufe vermissen.

Re: Luise Läuft

861
Das mit dem schönen Mittwochslauf liest sich doch gut. :daumen: Solche Läufe muss man sich für schlechte Phasen merken und sich daran erinnern.

Hindert dich übrigens keiner daran, auch nach dem Marathon weiterhin längere Läufe zu machen, wenn du Lust darauf hast. :wink:
5 km - 21:41 (18.10.2025 - SportScheck Run)
10 km - 44:40 (16.10.2022 - The Great 10K)
HM - 1:38:42 (24.08.2025 - die Generalprobe)
25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25)
M - 03:38:13 (25.09.2022 - BM)
50 km - 04:32:07 (17.03.2024 - Werderseelauf)

Re: Luise Läuft

862
Guten Morgen! Hoffentlich hattet ihr schöne Feiertage!

Darüber habe ich glatt verschwitzt, den letzten (vollständigen) Wochenbericht vorm Marathon zu schreiben.
Nach dem 32er habe ich mir 2 lauffreie Tage gegönnt. Am Montag gab es andere Sachen, ich hatte auch nicht richtig Lust und - es klingt schlimmer, als es war - mein Fuß war leicht geschwollen. Das war aber nur ein Hämatom auf dem Spann, da ich die Schuhe mal zu fest geschnürt hatte und beim langen Lauf wurde das natürlich nicht besser.

KW 14

DI 45 Min DL 7,1 km @6:23 - Im 4:20-Plan standen 40 Min, im 3:59-Plan 50 Min, daher hab ich mich für die Mitte entschieden :)

Mi IT 3x 4000m in @5:55 (M-Pace) wiederum genau der Mittelweg zwischen den Plänen, gesamt 17,1 km, darin EL mit Lauf-ABC
die Intervalle habe ich nicht so 100%ig getroffen, aber überwiegend. Und dieses Training fühlte sich leicht und flüssig an.
Soll waren also 23:40 für ein IV: Heraus kamen dabei 23:22 - 23:17 - 23:13

Do mein kleines Krafttraining, das sonst noch gelegentlich für Muskelkater gesorgt hatte, dieses Mal hab ich danach überhaupt ncihts gespürt :rolleyes: (muss es wohl etwas schwieriger machen)

Fr 6,1 km DL - es sollten 40 Minuten werden, bin aber etwas zu flott gelaufen... ich bin immer wieder in das schnellere Tempo gerutscht.

Sa LL 20 km - zu flott angelaufen zwischen gingen mir dann auch noch die Nerven etwas durch... Ich hatte event. am Donnerstag etwas gegessen, das mir nicht so gut bekommen ist, jedenfalls hatte ich seitdem Bauchschmerzen und die machten sich dann während des langen Laufs deutlich bemerkbar, so dass es dann auch mal so wehgetan hat, dass ich nicht weiter laufen konnte. Da habe ich mich dann gefragt, was ich nur mache, wenn das während des Marathons passiert....
Da haben sich einfach die Nerven mal so richtig gezeigt.

Aktuell ist die Prognose bei ca. 4:30 und die Form bei 74 % oder so. (Heute etwas niedriger als gestern). Wkm: 50,2

Diese Woche stehen nur noch 3 Traingsläufe an: 60 Min, 40 Min und 20 Min. Dazu werde ich noch ein wenig Lauf-ABC, Steigerungen und Stabi machen.

Wettervorhersage für den Sonntag: 5 - 13° C wechselnd bewölkt, böiger Ostwind.

Aktuell freue ich mich schon richtig auf die Marathonmesse. Und es gibt auch einige, die mir die Daumen drücken und mitfiebern. Lustigerweise habe ich das von anderen wiederum erwartet, die dann aber eher sagen: So viel Laufen ist nicht gut, mach dir die Gelenke nicht kaputt. Andere interessiert es quasi nicht. Zusammengefasst: Die Unterstützung in meinem Umfeld ist extrem unterschiedlich.

Schöne Woche euch allen!

Re: Luise Läuft

864
Die blaue Luise hat geschrieben: 07.04.2026, 08:13 Die Unterstützung in meinem Umfeld ist extrem unterschiedlich.
Von uns hier im Forum haste die volle Unterstützung und alle gedrückten Daumen für Sonntag. ✊✊
5 km - 21:41 (18.10.2025 - SportScheck Run)
10 km - 44:40 (16.10.2022 - The Great 10K)
HM - 1:38:42 (24.08.2025 - die Generalprobe)
25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25)
M - 03:38:13 (25.09.2022 - BM)
50 km - 04:32:07 (17.03.2024 - Werderseelauf)

Re: Luise Läuft

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bones hat geschrieben: 07.04.2026, 09:49
Die blaue Luise hat geschrieben: 07.04.2026, 08:13 Aktuell freue ich mich schon richtig auf die Marathonmesse.
In früheren Jahren war die in dem Festzelt ziemlich erbärmlich. Hoffentlich engagieren sich mehr große Anbieter bei den steigenden Teilnehmerzahlen für einen Messestand.
Ursprünglich fand ich das Messezelt großartig.
Der Tiefpunkt müsste letztes Jahr erreicht worden sein, als die "Messe" lediglich der unvermeidbare Ausgang aus der Startnummernabholung war.

Inzwischen habe ich andere Messen wahrgenommen (aka gesehen/passiert/Fotos etc.) und verstehe @bones Anmerkung.
In Münster gibt es gar keine Marathonmesse, das fand ich am besten. : )

Immerhin findet sie in Hannover dieses Jahr im Fußballstadion statt. Vielleicht wird das "größer" oder ansehnlicher.

Re: Luise Läuft

866
Die blaue Luise hat geschrieben: 07.04.2026, 08:13 Und es gibt auch einige, die mir die Daumen drücken und mitfiebern. Lustigerweise habe ich das von anderen wiederum erwartet, die dann aber eher sagen: So viel Laufen ist nicht gut, mach dir die Gelenke nicht kaputt. Andere interessiert es quasi nicht. Zusammengefasst: Die Unterstützung in meinem Umfeld ist extrem unterschiedlich.
Das fand ich insgesamt erstaunlich, wie viele es interessiert, dass man einen Marathon läuft.
Mir sind Ergebnisse von bestimmten anderen Läufen viel mehr wert fürs Herz. Die sind dem Umfeld egal. Nur der olle Marathon, den ich mehr als Willensleistung denn als sportliche Leistung betrachte, der interessiert auch Unsportliche.
Der Mythos lebt.

Ganz viel Spaß diese Woche noch, bleib gesund und frohgemut. Ich finde deine Vorbereitung unglaublich gelungen, das Rennen könnte dir Spaß machen. Quälen gehört ja am Ende irgendwie dazu.

Für danach bzgl. neuer Trainingspläne: ich laufe gerne nach/mit dem Greif Jahresplan. Zwar habe ich jetzt mal eine Sache proaktiv geändert, um einen Schritt vorwärts zu machen, wo es mir über längere Zeit nicht gelungen ist. Aber insgesamt führt der Plan einen erstmal richtig gut vorwärts. Und ich kenne mich: ohne das Gerüst an der Hand würde ich nur, absolut nur, Dönnekens machen.
Die Trait App habe ich zwischendurch genutzt, dort wird wohl immer nur das nächste Rennen vorbereitet. Das geht also im Prinzip nur 12-16 (?) Wochen, und dann musst du schon das nächste Highlight setzen und dich spezifisch vorbereiten.
Oder könnte ein Verein etwas für dich sein der eine gute Jahresstruktur bietet, und evtl. sogar leicht individualisierte Periodisierung vornimmt? Die Vereine, mit denen ich näher befasst war, machen das für Aktive auf unserem Niveau allerdings nicht. Da kriegen wir "one fits all".

Re: Luise Läuft

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RaviniII hat geschrieben: 07.04.2026, 13:09
Die blaue Luise hat geschrieben: 07.04.2026, 08:13 Und es gibt auch einige, die mir die Daumen drücken und mitfiebern. Lustigerweise habe ich das von anderen wiederum erwartet, die dann aber eher sagen: So viel Laufen ist nicht gut, mach dir die Gelenke nicht kaputt. Andere interessiert es quasi nicht. Zusammengefasst: Die Unterstützung in meinem Umfeld ist extrem unterschiedlich.
Das fand ich insgesamt erstaunlich, wie viele es interessiert, dass man einen Marathon läuft.
Mir sind Ergebnisse von bestimmten anderen Läufen viel mehr wert fürs Herz. Die sind dem Umfeld egal. Nur der olle Marathon, den ich mehr als Willensleistung denn als sportliche Leistung betrachte, der interessiert auch Unsportliche.
Manchmal ist aber genau dies so Wichtig.
Für mich war es einer der Meilensteine psychisch gesünder zu werden.
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
__________________________________________

BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

Re: Luise Läuft

868
Die Marathonmesse in Hannover fand ich die letzten 3 Jahre recht erbärmlich.
Muss aber auch sagen, dass mich Messen nicht interessieren.
1. Hab ich 1 bis 2 Tage vorm Marathon nicht die Ruhe dafür
2. Kann man sich noch man schön die Beine in den Bauch stehen oder gar Last Minute einen Infekt abholen.
Habe mir die Startunterlagen diesmal schicken lassen. Das ist für mich perfekt.
Beim ersten Marathon war das Interesse aus dem Umfeld noch größer, als es dann die r ersten male unter 3 Stunden ging wurde das Interesse merklich weniger (unterschwelliger Neid?). Aber auch das ist mir am Ende komplett egal. Ich laufe ja nur für mich 😊

Re: Luise Läuft

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heikchen007 hat geschrieben:
Die blaue Luise hat geschrieben: 07.04.2026, 08:13 Die Unterstützung in meinem Umfeld ist extrem unterschiedlich.
Von uns hier im Forum haste die volle Unterstützung und alle gedrückten Daumen für Sonntag. ✊✊
Vielen Dank!
Falls ihr folgen wollt: Meine Startnummer ist die 986.

Die Messe fand ich letztes Jahr auch wirklich nicht doll. Aber irgendwie freue ich mich einfach auf die anderen verrückten, die sich das auch antun und vielleicht genauso aufgeregt sind wie ich. Und dann natürlich auf mein (hoffentlich) hübsches Marathonshirt.
RaviniII hat geschrieben: Ganz viel Spaß diese Woche noch, bleib gesund und frohgemut. Ich finde deine Vorbereitung unglaublich gelungen, das Rennen könnte dir Spaß machen. Quälen gehört ja am Ende irgendwie dazu.
Vielen Dank! Mal sehen, ich kann das gar nicht einschätzen. Ich hoffe nur, dass das Quälen nicht zu früh einsetzt. In meinem Kopf habe ich mich schon damit beschäftigt, dass ich tatsächlich abbreche, wenn es gar nicht geht.
(Ein Bekannter hatte letztes Jahr bei einem HM nach 2km einen Muskelfaserriss und ist zum Start zurückgehumpelt.)
Wenn es also nicht geht, geht es nicht und dann ist das eben so. Deswegen bin ich dann kein schlechterer Mensch.
RaviniII hat geschrieben: Für danach bzgl. neuer Trainingspläne: ich laufe gerne nach/mit dem Greif Jahresplan. Zwar habe ich jetzt mal eine Sache proaktiv geändert, um einen Schritt vorwärts zu machen, wo es mir über längere Zeit nicht gelungen ist. Aber insgesamt führt der Plan einen erstmal richtig gut vorwärts. Und ich kenne mich: ohne das Gerüst an der Hand würde ich nur, absolut nur, Dönnekens machen.
Die Trait App habe ich zwischendurch genutzt, dort wird wohl immer nur das nächste Rennen vorbereitet. Das geht also im Prinzip nur 12-16 (?) Wochen, und dann musst du schon das nächste Highlight setzen und dich spezifisch vorbereiten.
Oder könnte ein Verein etwas für dich sein der eine gute Jahresstruktur bietet, und evtl. sogar leicht individualisierte Periodisierung vornimmt? Die Vereine, mit denen ich näher befasst war, machen das für Aktive auf unserem Niveau allerdings nicht. Da kriegen wir "one fits all".
Während der letzten Wochen habe ich einige TPe mitlaufen lassen und verglichen. Die trait App unterschätzt mich irgendwie total. soll heißen, da hätte ich deutlich weniger Volumen und wenig harte Trainings. Da würde ich mich vielleicht unterfordert fühlen, obwohl ich "all in" eingestellt habe. Wenn ich den Garmin-Trainingsvorschlägen folge, muss ich gut aufpassen, die easy Läufe nicht zu flott zu laufen, die werden immer etwas zu flott angegeben. Bei Steffny hab ich inzwischen ganz gut raus, wie ich anpassen muss.
Bei Greif habe ich noch immer die Sorge, mich zu überfordern, da ich vielleicht doch noch zu sehr Anfänger und daher orthopädisch noch nicht so belastbar bin.
Nach Vereinen schaue ich auch immer und da gäbe es auch welche, die mir zusagen würden, da dort auch andere in meiner "Liga" dabei sind. Aber leider sind die eigentlich alle zu weit weg.

Re: Luise Läuft

870
Jetzt finde ich es nicht, ich dachte du hattest irgendwas zum T-Shirt gesagt. Das diesjährige T-Shirt gefällt mir, es ist eine Weiterschreibung der letzten Motive, mit einem gelben Rand am Hals und an der Hüfte. Schwarzer Shirt. Im Nachhinein gefällt mir auch das vom letzten Jahr.
Bin am Freitag in der Startnummernausgabe. Als erfahreneren Helfenden wurden uns special effects, kniffligere Aufgaben, zugedacht. Mir würde eigentlich relativ viel sitzen am Stehhocker reichen. ; )

Re: Luise Läuft

871
RaviniII hat geschrieben: 08.04.2026, 11:02 Jetzt finde ich es nicht, ich dachte du hattest irgendwas zum T-Shirt gesagt. Das diesjährige T-Shirt gefällt mir, es ist eine Weiterschreibung der letzten Motive, mit einem gelben Rand am Hals und an der Hüfte. Schwarzer Shirt. Im Nachhinein gefällt mir auch das vom letzten Jahr.
Bin am Freitag in der Startnummernausgabe. Als erfahreneren Helfenden wurden uns special effects, kniffligere Aufgaben, zugedacht. Mir würde eigentlich relativ viel sitzen am Stehhocker reichen. ; )
Oh super, dann sehen wir uns vielleicht am Freitag! Also ich werde auch am Freitag hinfahren... aber es ist ja immer viel los.
Ja, das Shirt sieht so auch ganz hübsch aus, aber ich muss es immer an mir sehen, um sagen zu können, ob es mir gefällt. Auf nem Bild ist das schwer zu sagen.
Und bzgl. Greif hab ich gestern Abend noch etwas mehr recherchiert und gesehen, dass man dort wirklich viel anpassen kann. Letztes Jahr hatte ich mir nur die kostenlosen Marathonpläne angesehen. Aber mal sehen, wenn ich jetzt im Frühling meinen ersten Marathon schaffe, bin ich ohnehin für die erste Hälfte des Jahres zufrieden. Danach kann ich ein wenig nach Lust und Laune trainieren. Und in der zweiten Hälfte greife ich dann wieder gezielt die PBs an.

Re: Luise Läuft

872
Die blaue Luise hat geschrieben: 08.04.2026, 11:25 Aber mal sehen, wenn ich jetzt im Frühling meinen ersten Marathon schaffe, bin ich ohnehin für die erste Hälfte des Jahres zufrieden. Danach kann ich ein wenig nach Lust und Laune trainieren. Und in der zweiten Hälfte greife ich dann wieder gezielt die PBs an.
Die bist doch jetzt topfit durch Dein Marathontraining. Die PBs fallen im Mai. :wink:

Re: Luise Läuft

873
Es ist eine nachhaltige Veranstaltung. Die Messe ist übersichtlich, scheint mir.
Dafür in irgendeiner Chichi-Lounge bei Hannover 96. Mit tollen Aussichten ins Stadion.
Und ausgerechnet am Rennsonntag wird der Verein 130 Jahre alt! (Äh, nur so am Rande.)

Re: Luise Läuft

874
bones hat geschrieben: 08.04.2026, 12:15
Die blaue Luise hat geschrieben: 08.04.2026, 11:25 Aber mal sehen, wenn ich jetzt im Frühling meinen ersten Marathon schaffe, bin ich ohnehin für die erste Hälfte des Jahres zufrieden. Danach kann ich ein wenig nach Lust und Laune trainieren. Und in der zweiten Hälfte greife ich dann wieder gezielt die PBs an.
Die bist doch jetzt topfit durch Dein Marathontraining. Die PBs fallen im Mai. :wink:
👍🏻 14 Tage nach dem Marathon fällt wie von selbst die 10 K PB

Re: Luise Läuft

876
RaviniII hat geschrieben: 09.04.2026, 21:14 Das stimmt nicht für alle! Ich habe ewig gebraucht, um überhaupt wieder in die Nähe meines 10er RT zu kommen. Mein Speed war weg.
Ich halte auch nicht von der "Regel" dass nach Marathon plötzlich 10er Pb purzeln.
Wenn ich für eine ernsthafte (!) spezifische MRT Vorbereitung notwendigerweise 10er RT/ SSmax für MRT Spezifität geopfert habe wird es schwierig.
Die Fälle wo es trotzdem so ist sind entweder:
1. 10er Zeit war vorher nicht auf demselben gleichwertigen Niveau
2. Diejenigen haben durch MRT endlich mal diszipliniert und kontinuierlich überhaupt trainiert
3. Es wurde während MRT Training (weiter) recht viel threshold/Vo2max trainiert, dann war aber der Marathon vermutlich nicht auf maximales Potenzial ausgerichtet
5 km: 14:47 min (Calw) | 10 km: 30:32 min (Augsburg) | HM: 1:07:39 (Zürich) | M: 2:24:08 h (Frankfurt) [alle bestenlistenfähig]

Re: Luise Läuft

877
Hallo Luise,
du hast ja schon einige Tipps für deinen ersten Marathon bekommen, da möchte ich meinen Senf ebenfalls dazugeben, vielleicht kannst du was davon brauchen.
- an deinen Schuhen die Kiesel oder Steine aus dem Profil kratzen, denn wenn du 42 km immer an derselben Stelle eine harte Stelle hast, kann das gegen Ende weh tun.
- ich nehme immer ein kleines Wasserfläschchen für die ersten Kilometer mit, denn wenn nach 5 km, wenn die Läuferschar noch ziemlich gedrängt läuft, alle auf die Getränkestelle losstürmen, kann ich einen großen Bogen machen und weiterlaufen. Manche bleiben dann stehen und trinken und du läufst auf, das kann zu gefährlichen Situationen führen. Oft realisieren die Läufer auch nicht, dass es auf beiden Strassenseiten was zu trinken gibt.
- ich nehme ein grosses Stofftaschentuch mit, damit kann ich unterwegs den Schweiß abwischen oder auch mal ins Wasser tauchen und Gesicht und Hals kühlen. In Hannover wird es wahrscheinlich nicht so heiß werden, aber bevor der Reaktor explodiert, muss er gekühlt werden und unterwegs hat man meist kein Wasser mehr.
Und jetzt kommt was, was ich mache, jeder mag selbst entscheiden, ob es ihm eklig ist oder nicht: an der Getränkestelle schnappe ich mir einen Becher und stecke mein Stofftaschentuch rein, denn erstes schwappt dann das Wasser nicht so weit über und ich kann besser trinken, verschlucke mich nicht so leicht und zweitens hab ich dann bis zur nächsten Wasserstelle immer noch einen Tropfen Wasser für den trockenen Mund. Ich kann mit Becher in der Hand laufen, der stört mich nicht, er ist ja nicht schwer.
Irgendwann schmeckt das Wasser leicht salzig, denn der Schweiß vom Gesichtabwischen ist ja im Taschentuch, aber das stört mich nicht, ist ja mein eigener Schweiß.

An Hannover habe ich nur die besten Erinnerungen, bin 2019 dort gelaufen. Gut organisiert, ich hatte nichts zu meckern. Hab alles zu Fuß erledigt, wir hatten ein Hotel in der Nähe.
Nur nette Leute unterwegs, ich erinnere mich, dass ich lange mit einer Dame unterwegs war und wir haben uns über die Baulandpreise in ihrer und meiner Region unterhalten und erinnere mich, dass sie sagte, wenn sie in meinem Landkreis wohnen würde, hätte sie sich nie im Leben ein Haus bauen können. Dann kamen wir am Steuerndieb vorbei, die Einheimischen werden wissen, woher das Lokal seinen Namen hat, aber ich fand das damals kurios.
Viel Spaß unterwegs und einen grandiosen Zieleinlauf wünscht die
RS
PS: und wenn dir im Ziel zum heulen ist, dann heul, Freudentränen müssen raus und fließen

Re: Luise Läuft

878
RaviniII hat geschrieben: 09.04.2026, 21:14 Das stimmt nicht für alle! Ich habe ewig gebraucht, um überhaupt wieder in die Nähe meines 10er RT zu kommen. Mein Speed war weg.
Das war bei mir nach meinem letzten, völlig vermurksten 4. Marathon so. Spaß am Laufen ja, aber einfach kein Tempo mehr und irgendwie schwergängig. Das hat sehr lange angehalten.
Anders beim 2. Marathon Anfang Dezember. Danach erst ein grippaler Infekt, dann Knieprobleme (nur ganz kurze Trainingsläufe), Weihnachtsvöllerei und am 2. Wochenende im Januar den besten 5KM Lauf ever. Da hatte ich dann auch richtig Bock schnell zu laufen, meist kürzere Strecken als 10 KM.

Und was sagt Papa Greif:

"Geheimtipp:

Wenn du durch die Regeneration bist, kannst du wie in der Tabelle angezeigt, zwei Wochen nach dem Rennen einen weiteren Wettkampf laufen. Am besten geeignet ist ein 10-er. Nutze diese Chance, denn du wirst bei diesem Lauf in Hochform sein. Du wirst dich wundern, wie gut du an diesem Tag laufen kannst."
https://www.greif.de/nl-wie-regeneriere ... athon.html

Re: Luise Läuft

879
Vielen Dank für die vielen Tipps, Hinweise, Daumen drücken, Zuspruch usw.

Letzte Woche war ich auch, wenn ich es anfangs nichts so seht gemerkt habe, relativ angespannt und habe deswegen wenig geschrieben, um mich auch nicht verrückt zu machen. Besonders am Samstag wünschte ich mir, es wäre der zweite und nicht der erste Marathon.

Die Woche KW 15 begann eigentlich sehr entspannt:

Di 60 Min. DL, 9,1 km
Mi Kraft/ Stabi (danach hatte ich erstmal wieder 2 Tage Muskelkater)
Do 40 Min, mit Steigerungen, 6 km
Sa 20 Min, 3 km so ein wenig LaufABC, Schuhe gegeneinander testen, Steigerungen

allgemein hatte ich in der Woche etwas mehr Hunger, habe dem auch nachgegeben, und in den letzten Tagen dann auch verstärkt darauf geachtet, was ich esse, so dass ich Samstag bloß nichts essen wollte, bei dem ich mir nicht sicher bin, wie gut ich das vertrage und natürlich KH. Vielleicht hätten es mehr sein können. Aber ich denke das war so schon ok.

Die Läufe bis Donnerstag waren auch so richtige "Gute Laune"-Läufe. Das Wetter war schön, leicht sonnig, aber mit frischer Luft, dazu die Natur, die langsam wieder grün wird. Zudem habe ich mir überhaupt keinen Stress gemacht, weil ich wusste, was ich bis dahin nicht trainiert habe, kann ich nicht nachholen, höchstens etwas kaputt machen. Daher fühlte ich mich eigentlich ganz entspannt. Die Erholungswerte sahen dabei etwas anders aus. Die RuheHF ging Stück für Stück weiter nach oben, die HFV weiter nach unten... und der Schlaf war auch eher ausreichend. Ob das Nervosität war oder daran lag, dass die Allergiezeit für mich wieder losging... vielleicht etwas von beidem. Jedenfalls fühlte sich die Woche nach benötigter Erholung an, aber es kam gefühlt nicht so sehr der Energieschub, der nach einer Entlastungswoche kommt.
Am WE wurde ich dann wirklich nervös. Nach der Startnummernabholung und Besuch der Messe, Treffen mit @RaviniII fühlte es sich dann wirklich real an, dass ich meinen ersten Marathon laufe! Aufregend und beängstigend.
Am Freitag habe ich dann z.B. dreimal während des Laufs die Schuhe gewechselt, um mich zu entscheiden.
Ich habe mich dann gegen die schnelleren Schuhe entschieden, da ich mit denen, selbst wenn ich langsam laufen wollte, immer etwas zu schnell gelaufen bin. Und das Risiko des zu schnellen Loslaufens wollte ich nicht eingehen.
Genauso habe ich dann vorher noch Klamotten hin und hergetestet und mich entschieden im hübschen Marathonshirt den Marathon zu laufen, getestet wie und wo ich die Startnummer anbringe usw.
So dass ich am Sonntag quasi nur noch aus dem Bett fallen, frühstücken, mich fertig machen, die bereit gelegten Sachen anziehen bzw. mitnehmen und mich zur Bahn bringen lassen kann.
Dort traf ich dann sogar eine Nachbarin, wir wussten nicht, dass wir beide teilnehmen, sie startete beim HM, jedenfalls hatte ich so in der Bahn gute Unterhaltung und konnte mich entspannnen. Genauso entspannt, ging ich dann ganz gemütlich zum Start, Dixi-Besuch, Umziehen, Kleiderbeutel abgeben. Und selbst dann hatte ich noch entspannt Zeit und konnte in Ruhe mit anderen Startern quatschen und stand schon einige Zeit im Startblock als die Pacemaker kamen. Die stellten sich weiter hinten auf und somit rückte ich weiter nach hinten. Vorher war ich weiter vorne im Startblock, um die Sonne zu genießen und weniger zu frieren.
In der Traube hinter den 4:30 Pacern stellte ich mich auf. Dann noch wenige Minuten warten und schon ging er los, mein erster Marathon. Gerade noch passend die Uhr gestartet und glücklicherweise waren in der Gruppe um mich herum einige die sich auch während des Laufens unterhalten haben, so konnte ich schön lauschen und es verging die Zeit etwas besser. Hier und da habe ich auch mitgeredet, aber nachdem ich nach dem ersten VP etwas aufholen musste, wurde ich stiller um die Kräfte zu schonen. Da hatte auch ein Muskel ganz leicht angefangen, zu ziehen, also noch kein Krampf, aber nicht mehr locker. Also wieder etwas Tempo herausgenommen und ganz easy. So ging es dann immer weiter und war eigentlich alles ok, aber so ganz locker wurde der Muskel nicht mehr. (linksseitig außen Richtung Gluteus) In der Eilenriede hatte die Straße dann so einen Buckel in der Mitte und war zu den Seiten abschüssig, durch diese einseitige Belastung wurde es nicht besser und ich habe mir dann überlegt am nächsten VP ein Dextro Elektrolytgetränk zu trinken, obwohl ich mir ja nicht so ganz sicher war, wie gut ich das vertrage. In der Sonne und durch die Aufregung hatte ich schon ziemlich geschwitzt und sicher auch einiges an Salzen verloren.
Also habe ich dann nach 20 km ein Dextro getrunken, das Krampfen war dann sofort weg. Aber leider begannen dann kurz danach die Bauchschmerzen. Später kam mir auch in den Sinn, dass ich vielleicht am Anfang des Marathons zu viel Wasser getrunken hatte... aus Sorge zu wenig zu trinken. Später habe ich dann weniger Wasser getrunken.
Dummerweise war ich jetzt aber mit Bauchkrämpfen kaum bei der Hälfte. Also bin ich ein Stückchen gegangen, damit sich der Bauch etwas beruhigen kann. Und hörte auch gleich ein Motorengeräusch schräg hinter mir. "Ist das etwas schon der Besenwagen?" Aber nein, es war ein Sani auf nem Motorrad, der sich gleich schon um mich Sorgen machte. Oh je! Und das so früh. Wie mag ich wohl ausgesehen haben.
Es war noch am Ende der Eilenriede als ich mich gefragt habe, ob ich zur Not gleich ein Dixi oder hier noch den Wald aufsuchen muss. Aber der Darm beruhigte sich, nur der Magen tat weiter weh. "Das schaffe ich schon, ich bin stark!" Nach der Devise lief ich dann weiter in der Hoffnung, dass sich der Magen sich wieder entspannt. Das war jetzt halt so, man muss halt mit den Dingen umgehen, wie sie kommen und es war nicht rückgängig zu machen. Die Pacemaker verlor ich ein wenig aus dem Auge, aber das war ja nicht wichtig. Allerdings begann dann die Zeit in der ich immer wieder mal vor Bauchschmerzen gehen musste, dann krampfte wieder der Muskel und hab ihn vorsichtig gedehnt. Und so schwankte es zwischen den beiden Schmerzpunkten immer hin und her. Mal tat das eine mehr weh, mal das andere. Beim Gehen entspannte sich der Magen, aber der Muskel krampfte, beim Laufen wurde der Muskel wieder locker aber der Bauch begann wieder stärker zu krampfen. So bin ich dann ganz oft aber eigentlich immer nur sehr kurz - am längsten an der Verpflegungsstellen - gegangen und habe dann versucht beim Laufen nicht gleich wieder zu schnell zu werden.
Es flitzen immer wieder Staffelläufer an uns vorbei und brachten Unruhe hinein und bald trafen wir auch auf die Halbmarathonis. Die waren lustigerweise sogar minimal langsamer, so dass ich dort einige einsammeln konnte. Das war ganz gut fürs Selbstbewusstsein.
(Bei der Berechnung im anderen Thread hatte ich die aufgestaffelten Startzeiten, der verschiedenen Blöcke nicht einberechnet.)
Und danach konnte man eigentlich ganz gut mit den Halbmarathonis mitschwimmen. Das hatten die also wirklich dieses Jahr sehr gut berechnet. Irgendwann waren 30 km geschafft, aber die Bauchschmerzen waren überhaupt nicht weniger. Und ich dachte wirklich daran, aufzugeben. Ich hatte mich die letzten 10 km so irre gequält und der harte Teil sollte dich eigentlich erst kommen.
Bei dem Gedanken daran musste ich dann auch weinen und das nahm tatsächlich etwas vom Druck heraus und ich konnte wieder ein Stückchen laufen... weinend. Leider klappt das mit der Atmung nicht gut, wenn man beim Laufen weint. Und ich bekam keine Luft, musste wieder gehen und mich beruhigen. Dann ging es weiter. Ich habe mich aber ensthalft gefragt, ob es das Wert ist. Aber wie funktioniert das, wenn man rausgeht? Steige ich dann einfach in die Bahn oder muss ich jemandem Bescheid sagen?
So wirr waren die Gedanken in meinem Kopf. Bei nächster Gelegenheit sprach in die Sanis an, ob sie irgendetwas gegen Magenschmerzen haben. Hatten sie nicht. Und die machten sich auch deutlich weniger Sorgen, als der Sani auf dem Motorrad ca, 12 km zuvor. Also ging es irgendwie weiter. Immerhin waren um mich herum zu dem Zeitpunkt viele der Läufer, sowohl Marathonis als auch Halbmarathonis, nicht mehr so frisch. Selbst einige Staffelläufer liefen auch in unserem "larmarschigen" Tempo. (Bitte nicht übel nehmen, aber so kam es mir in dem Moment vor. Und ich dachte, wie kann es sein, dass die mindestens genauso sehr kämpfen wie ich. Mit Abstand betrachtet, finde ich meine Gedanken aus dem Moment auch fies.)
Auf der letzten Extraschleife des Marathonkurses kam wieder etwas mehr Ruhe auf. Die anderen Erstlinge und auch andere Marathonis schienen sich genauso zu quälen wie ich. Und dann kam irgendwann der Punkt als es nur noch 8,x km waren. Also etwas weniger als meine Hausrunde. Zwar war ich meine Hausrunde noch nie so fertig und voller Schmerzen gelaufen, aber es wurde überschaubar. Irgendwann trank ich dann einen Schluck Cola, obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich das beim Laufen vertrage. Daher danach erstmal vorsichtig. Es ging aber, der Magen nahm es an und es gab einen kleinen Energieschub. Daher verzichtete ich dann auch auf das letzte Gel, um dem Magen nicht noch mehr zuzumuten und lief mit Cola weiter. Stückchen für Stückchen.
Beim Blick auf die Uhr wunderte ich mich immer wieder, dass ich bei dieser Quälerei, den vielen Gehpausen und langsamem Laufen nicht noch mehr Zeit verloren ging. Trotz allem war die Energie immer geringer, Ausweichen oder ein paar Schritte zur Seite um Pilze einzusammeln und Hände abzuklatschen wurde zu anstregend. Aber Stück für Stück kam die Ziellinie näher, ich hielt mich links um den Buzzer zu drücken! Das ging noch und dann ins Ziel!
Gefühlt war aber sogar der Weg von der Ziellinie zur Zielverpflegung elendig lang - war er eigentlich nicht. :wink:
Aber es blieb genug Zeit um im Gehen auf die Uhr zu sehen. Die fragte: "War das der Hannover Marathon?" und zeigte den Pokal für eine neue Bestleistung. Da kamen dann doch ein paar Tränen. Beim Zieleinlauf war ich zu leer und abgestumpft, um wirklich etwas zu empfinden. (Dass die Zeit auf der Uhr nicht stimmt, war mir klar, ich hatte vergessen Autopause auszustellen.)
Allerdings hatte ich schon einige Becher getrunken und Salzbrezeln weggeknabbert, als der 4:45 Pacer in die Zielverpflegung kam.
Also war ich noch in dem Zeitbereich in dem ich eigentlich ankommen wollte. Das hätte ich nicht gedacht.

Was habe ich daraus gelernt: Verpflegung ist bei so langen Läufen unfassbar wichtig. Und ich hätte nie geahnt, dass ich mich so quälen kann und soviel aushalte. Über 20 km mit Magenkrämpfen ist schon eine Leistung für sich! :rolleyes:
Dass ich den Marathon genossen habe und bald wieder einen laufen möchte, kann ich jetzt nicht behaupten. Allerdings auch nicht, dass ich nie wieder einen laufe. Voerst freue ich mich auf die kürzeren Strecken und darauf wieder etwas flotter zu laufen.
Und zuallererst auf die Regeneration! Trotz frühem zu Bett Gehens, zeigte meine Uhr beim Aufstehen beim Wert Body Batterie nur 23 an. (Nach einer erholsamen Nacht liegt der im günstigstem Fall bei 100.) Muskulär geht es heute eigentlich noch. Die Beine sind etwas schwer und ich bewege mich etwas langsamer, sonst ist es aber eigentlich ok.

Das war jetzt sehr lang und es fiele mir bestimmt noch viel mehr ein, aber vorerst reicht das.

Schöne Woche euch allen!

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