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Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81251
Hannover Marathon 2026

Nachdem die Vorbereitung eigentlich sehr gut lief, hatten dann plötzlich in den letzten zwei Wochen hier und da die kleinen Wehwehchen begonnen. Hüfte/Hamstrings. Die Nervosität stieg also etwas. Da ist es natürlich von Vorteil ne private Physio in der Familie zu haben, die schon genau weiß, dass in den Woche evtl. noch ein Spättermin reinkommt. Dementsprechend es weitestgehend in de Griff bekommen, aber in der WK-Woche noch deutlich weniger und intensiver gemacht als eh schon geplant.

Dann ging es also am Samstag mit dem Zug nach Hannover. Pünktlich angekommen, ab ins Hotel und dann die Startnummer abholen. Dort gleich der nächste Schreck: linker Fuß tut bei jedem Schritt weh. Mein Supporting-Team (Familie) war inkl. Physio zum Glück dabei => Wohl nur ne Verkrampfung und ein 2km Shake Out Run lief wieder ohne Probleme.


Vorfreude war dann schon groß. Der Wettergott hat sich dazu entschlossen die Regenwolken weiterziehen zu lassen und es sind 11 bis 13 Grad angesagt.

Aufwärmen läuft ohne Probleme. Der Plan war 4:08 zu starten, dann ab km auf 4:05 und ab km 20 dann a die 4:00 und schauen was ab km 30 geht.

Der Start lief ohne Probleme. Eigentlich kein Gedränge. Die ersten 2km wurde sich noch etwas sortiert und es ging auch gleich recht zeitnah bergauf. Konnte mich aber ab dem zweiten km in meinen Rhythmus finden. Die ersten 10km auch geplant in 4:08 (Puls 155) gelaufen.

Dann kurzzeitig die anvisierte Tempoverschärfung angepeilt. Das hat nicht ganz perfekt geklappt, hier hatte ich dann doch kurzzeitig mal die Hüfte etwas gemerkt und abgewartet, aber auch in 4:07 (Puls 159 weiterhin stabil) gut weitergekommen. Hier wir ich auch weitestgehend alleine unterwegs. Das Feld war relativ verstreut, vor mir war noch eine Gruppe, die minimal schneller unterwegs war. Ich hab mich dann aber dagegen entschieden dort aufzuschließen.

Nachdem sich die Hüfte aber beruhigt hatte, gingen die nächsten 10km wie am Schnürchen in 4:02 (Puls 166). Ich fühlte mich weiterhin sehr gut und wusste. Heute ist der Tag. Die Sub 3 wird in jedem Fall fallen. Durch die Tempoverschärfung fing ich auch langsam an, hier du da Läufer einzuholen. Unter anderem auch die vorher erwähnte Gruppe. Zusätzlich kam auch immer mal wieder Gegenwind auf. Ich versuche mich also dabei immer mal etwas in den Windschatten zu hängen. Jedoch waren die Gruppen häufig schon eher mit 4:08 unterwegs. Dann konnte ich aber trotzdem nochmal eine Gruppe finden, du mich mit nem kurzen etwas schnelleren Km 3:55 einfangen konnte.

Dann ging es also auf das letzte Stück. Puls weiterhin bei 169 und Beine noch okay, also versuchen weiterhin die 4:00 irgendwie zu halten. Die nächsten 5km dann also in 4:00. Ab km 39 merkte ich dann aber, dass die Oberschenkel langsam am limit sind. Km 35-40 also nur noch in 4:03.

Aber das Ziel war klar, Ich wusste eine 2:52 ist machbar, also Augen zu und durch. Final dort nochmal eine 4:07. 

Aber ich habe die letzten 200 Meter auch genossen. Man sieht schon den Zielbogen und weiß, es war ein super Rennen.


Die Stimmung an der Strecke war extrem gut. Das hat immer wieder gepushed und gute Laune bereitet.

Ich bin extrem zufrieden. Nach meinem persönlichen Waterloo im Herbst in Berlin, wo ich die Sub 3 ja schon anvisiert hatte, hat es jetzt mal als geklappt.

Final ist es eine 2:52:15 geworden.
Die erste Hälfte in 1:26:59 -> zweite Hälfte 1:25:16
Damit auch meine dritt Schnellste HM Zeit :)
Platz 62 AK, 280 M und 302 Gesamt


@ZenZone Zu deiner Frage. Meine PB lag bei 3:09:04.
Somit um über 15 Minuten verbessert. Da kann man heute nur mit einem Grinsen rumlaufen

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81252
Glückwunsch auch von mir an alle. Ich hoffe ich hab niemanden vergessen.

@Xyris Glückwunsch zur PB. Immer schön hier zu sehen, wie dein Training auch du deine Trainings dann in die WK umsetzen kannst.

@Christoph83 Glückwunsch zum sehr gelungenen Duathlon Start!

@RunODW Stark. Herzlichen Glückwunsch. Schon, wenn es so gut läuft. Weiter so.

@Fjodoro Herzlichen Glückwunsch zu sub 3:05. Bin auf den Bericht gespannt.

@RedDesire Glückwunsch. Super, dass es ein so tolles Erlebnis war.


Ah und heute ist Ruhetag :)

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81256
ZenZone hat geschrieben: 13.04.2026, 20:25 Bei mir heute Start des Trainingsplans für den 10er Ende Juli. Ging auf die Bahn:

6 sets of:
2min @3:20 (105%) (60" jog/rest)
1min @3:12 (108%) (90" jog/rest)

Beine waren noch nicht so überzeugt vom Tempo. Aber für den Einstieg passt das schon.
Da haste doch dein Heute Morgen angesprochenes Feeling meines HM (die 3:12) 😀
Welcher 10er ist das?
5 km: 14:47 min (Calw) | 10 km: 30:32 min (Augsburg) | HM: 1:07:39 (Zürich) | M: 2:24:08 h (Frankfurt) [alle bestenlistenfähig]

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81257
Xyris hat geschrieben: 13.04.2026, 20:28
ZenZone hat geschrieben: 13.04.2026, 20:25 Bei mir heute Start des Trainingsplans für den 10er Ende Juli. Ging auf die Bahn:

6 sets of:
2min @3:20 (105%) (60" jog/rest)
1min @3:12 (108%) (90" jog/rest)

Beine waren noch nicht so überzeugt vom Tempo. Aber für den Einstieg passt das schon.
Da haste doch dein Heute Morgen angesprochenes Feeling meines HM (die 3:12) 😀
Welcher 10er ist das?
Hat sich für mich eher nach Sprinten angefühlt heute :P

Laufe Ende Juli in Kalmar/Schweden. Wir sind dort im Urlaub. Ist auch gleichzeitig eine nat. Meisterschaft. Sollte ein schnelles Feld sein. Strecke vermutlich auch ganz passabel.

https://www.ahotu.com/de/veranstaltung/atea-kalmarmilen

Zweiter Anlauf dann im Oktober in Berlin (Great 10K).

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81258
@ZenZone einfach 21 km sprinten dann passt das schon 😄

Hört sich Gut an. Wahrscheinlich auch nicht zu warm da dann.
Strecke sieht auf jeden Fall nicht langsam aus und die 30er Zeiten Ergebnisse und teils 29 bestätigen das
Waren wohl auch mal Meisterschaften
AIMS Zertifikat gilt auch noch
https://www.friidrott.se/media/raqpktcj ... en-10k.pdf
5 km: 14:47 min (Calw) | 10 km: 30:32 min (Augsburg) | HM: 1:07:39 (Zürich) | M: 2:24:08 h (Frankfurt) [alle bestenlistenfähig]

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81259
Xyris hat geschrieben: 13.04.2026, 22:02 @ZenZone einfach 21 km sprinten dann passt das schon 😄

Hört sich Gut an. Wahrscheinlich auch nicht zu warm da dann.
Strecke sieht auf jeden Fall nicht langsam aus und die 30er Zeiten Ergebnisse und teils 29 bestätigen das
Waren wohl auch mal Meisterschaften
AIMS Zertifikat gilt auch noch
https://www.friidrott.se/media/raqpktcj ... en-10k.pdf
Dieses Jahr werden dort auch Meisterschaften ausgetragen. Gehe also davon aus, dass das auch alles soweit professionell aufgezogen ist. Und ja, Hitzeschlacht wird es sicher keine. Sehe allerdings ein gewisses Problem bei der Startzeit (19:10 Uhr). Die späten Starts kommen meinem manchmal doch anfälligen Magen erfahrungsgemäß nicht zugute. Das muss ich auf alle Fälle im Blick behalten.

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81260
ZenZone hat geschrieben: 13.04.2026, 23:40Sehe allerdings ein gewisses Problem bei der Startzeit (19:10 Uhr). Die späten Starts kommen meinem manchmal doch anfälligen Magen erfahrungsgemäß nicht zugute. Das muss ich auf alle Fälle im Blick behalten.
Urgs, Start abends finde ich persönlich für ernsthaft, ambitioniert gelaufene Wettkämpfe schrecklich. :nene: Bei einem Start früh ergibt sich der Tagesablauf ziemlich von selbst: Aufstehen, kleines Frühstück und auf zum WK. :noidea: Bei Start abends lässt sich aber doch schwer vermeiden, vorher noch mal eine ernsthafte Mahlzeit zu sich zu nehmen, die bis zum WK dann aber erstmal irgendwie durchverdaut sein muss. Und auch sonst stellt sich die Frage wie man die Zeit davor verbringt? Den ganzen Tag im Bett liegen ist ja auch eher unrealistisch, aber irgendwie Sightseeing oder ähnliches direkt vorm WK ist halt auch äußerst kontraproduktiv...

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81261
Dartan hat geschrieben: 13.04.2026, 23:53
ZenZone hat geschrieben: 13.04.2026, 23:40Sehe allerdings ein gewisses Problem bei der Startzeit (19:10 Uhr). Die späten Starts kommen meinem manchmal doch anfälligen Magen erfahrungsgemäß nicht zugute. Das muss ich auf alle Fälle im Blick behalten.
Urgs, Start abends finde ich persönlich für ernsthaft, ambitioniert gelaufene Wettkämpfe schrecklich. :nene: Bei einem Start früh ergibt sich der Tagesablauf ziemlich von selbst: Aufstehen, kleines Frühstück und auf zum WK. :noidea: Bei Start abends lässt sich aber doch schwer vermeiden, vorher noch mal eine ernsthafte Mahlzeit zu sich zu nehmen, die bis zum WK dann aber erstmal irgendwie durchverdaut sein muss. Und auch sonst stellt sich die Frage wie man die Zeit davor verbringt? Den ganzen Tag im Bett liegen ist ja auch eher unrealistisch, aber irgendwie Sightseeing oder ähnliches direkt vorm WK ist halt auch äußerst kontraproduktiv...
Ich sehe es als gewisse Herausforderung aber kein Hindernis eine gute Zeit zu laufen. Aber natürlich hat es seine Tücken, keine Frage. Auf der anderen Seite bin ich recht relaxt. Freue mich auf die Vorbereitung und möchte es auch sauber durchziehen. Dennoch hängt auch nicht alles an dem Rennen. An dem Tag finden wir sicher was entspanntes. Auch ein kleines Schläfchen am Mittag gönnt mir meine Familie sicher. Liegt zudem in der Mitte des Urlaubs. Da sollte ich auf alle Fälle gut erholt und ausgeschlafen sein.

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81262
Glückwunsch zur Bockstarken WK @Xyris Wirklich Wahnsinn und allerhöchsten Respekt.

Danke auch für die lesenswerten Berichte des Wochenendes, schön gemischtes Feld und tolle Eindrücke. Freut mich immer wieder aufs neue.
ZenZone hat geschrieben: 13.04.2026, 09:27 @RedDesire Glückwunsch zum guten Ergebnis. Deine Aktivitäten rund ums Ehrenamt sind wirklich enorm. Da kann ich absolut verstehen, dass die ein oder andere Einheit darunter leidet.
RunODW hat geschrieben: @RedDesire
Nach den Vortagen und dem Arbeitspensum noch einen guten Wettkampf hinzulegen, stark und super durchgezogen. Wenn Du mal beruflich / ehrenamtlich / at home mehr Zeit hast, kannste dein Potential noch mehr ausreizen.

Ps: Und ihr so?
Heute logischerweise Ruhetag. Dabei auch wieder länger Troubleshooting im Büro via Remote zum Kunden.

Wahrscheinlich wäre tatsächlich mehr potential da, würde ich mehr auf die Regeneration und auf mich achten. Das wird mir sogar teils geraten und zugetragen, allerdings kann ich das nur teilweise selbst kontrollieren, denn im Ehrenamt habe ich auch eine Pflicht in der Position, beruflich sowieso eine gewisse Verantwortung und im privaten macht es einem die Bürokratie diverser Behörden als auch die Privatwirtschaft nicht gerade einfach. Zum Glück konnte ich nach über einem Jahr!! endlich meine Daten beim Stromanbieter ändern lassen. Dort bin ich nun nicht mehr "Herr Jens" sondern werde zukünftig korrekt angeschrieben. Was war das für eine Servicewüste. Unzählig vergebliche Stunden mit Robotern und möchtegern KI's in Telefonwarteschleifen, im nichts untergehende Emails und unfähige Mitarbeiter, nutzlose Apps, schlechte Websites. Erst die letzte völlig überforderte Servicedesk-Mitarbeiterin stellte mich aus versehen zur internen IT-Abteilung durch, welcher dort hockende Inder das Problem des falschen Primary Key logischerweise erkannte, fix umstellte und sozusagen live lösen konnte.
Bild

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81265
Steffen42 hat geschrieben: 14.04.2026, 07:32
Ethan hat geschrieben: 14.04.2026, 06:35 Und ihr so?
Krafttraining und Radpendeln.
Easy Walden 5,9 km @5:19 (63 %), Atmen - Atman, Naturschnapper. :D

Schönen Dienstag allen & Grüße, RunODW
// Bis auf Parkrun alle bestenlistenfähig | DLV-vermessen
5k = 18:33 (Parkrun, März 2026)
10k = 38:08 (Forstenried, März 2026)
HM = 1:22:52 (Zürich, April 2026)
M = 2:56:53 (Bienwald | Kandel, März 2026)

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81266
ZenZone hat geschrieben: 14.04.2026, 00:35
Dartan hat geschrieben: 13.04.2026, 23:53
ZenZone hat geschrieben: 13.04.2026, 23:40Sehe allerdings ein gewisses Problem bei der Startzeit (19:10 Uhr). Die späten Starts kommen meinem manchmal doch anfälligen Magen erfahrungsgemäß nicht zugute. Das muss ich auf alle Fälle im Blick behalten.
Urgs, Start abends finde ich persönlich für ernsthaft, ambitioniert gelaufene Wettkämpfe schrecklich. :nene: Bei einem Start früh ergibt sich der Tagesablauf ziemlich von selbst: Aufstehen, kleines Frühstück und auf zum WK. :noidea: Bei Start abends lässt sich aber doch schwer vermeiden, vorher noch mal eine ernsthafte Mahlzeit zu sich zu nehmen, die bis zum WK dann aber erstmal irgendwie durchverdaut sein muss. Und auch sonst stellt sich die Frage wie man die Zeit davor verbringt? Den ganzen Tag im Bett liegen ist ja auch eher unrealistisch, aber irgendwie Sightseeing oder ähnliches direkt vorm WK ist halt auch äußerst kontraproduktiv...
Ich sehe es als gewisse Herausforderung aber kein Hindernis eine gute Zeit zu laufen. Aber natürlich hat es seine Tücken, keine Frage. Auf der anderen Seite bin ich recht relaxt. Freue mich auf die Vorbereitung und möchte es auch sauber durchziehen. Dennoch hängt auch nicht alles an dem Rennen. An dem Tag finden wir sicher was entspanntes. Auch ein kleines Schläfchen am Mittag gönnt mir meine Familie sicher. Liegt zudem in der Mitte des Urlaubs. Da sollte ich auf alle Fälle gut erholt und ausgeschlafen sein.
ich meine mal gelesen zu haben dass Leitungsmäßig ab mittag die besten Leistungen gebracht werden können (vom Biorhytmus her?), morgends sind Bedingungen natürlich besser und im Sommer sind Läufe auch deswegen öfters abends um auch die Sonne zu vermeiden.
Ich selbst mag Abendläufe inzw. sehr gerne eigentlich u. habe auch einige dieses Jahr. Allerdings eben nur bis 10 km.
Ich habe zeitlich aber tatsächlich keine Präferenzen und kann mich gut auf alle Zeiten einstellen.
Für einen 10er ist es wegen Essen etc. auch irrelevant, da muss man an dem Tag allg, auch nicht mehr viel essen. Morgends gut frühstücken, Mittags die letzte kleinerer Mahlzeit danach nur nen snack und fertig :-)
5 km: 14:47 min (Calw) | 10 km: 30:32 min (Augsburg) | HM: 1:07:39 (Zürich) | M: 2:24:08 h (Frankfurt) [alle bestenlistenfähig]

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81268
Von mir leicht verspätet auch Glückwünsche an die tollen Ergebnisse des Wochenendes. Ich war am Sonntag zu platt und gestern zu eingespannt um groß was dazu zu schreiben.

@Muc85: Glückwunsch zur tollen PB! Klasse Rennen und Danke für den schönen Bericht :hurra:

@RunODW: super durchgezogen, war zu erwarten. Auch von hier nochmal Glückwunsch und Danke fürs Mitfiebern :daumen:

@Xyris: einfach nur grandios, unbelievable diese Pace :geil: da geht noch was.

@Christoph83: Glückwunsch zum ersten Duathlon! Starke Zeiten und ich bin sicher, dass du da noch deutlich stärker werden wirst! :nick:

@RedDesire: auch klasse Rennen. Auch hier wird noch viel mehr gehen, wenn du mal in Ruhe trainieren kannst. Die Grundlage ist auf alle Fälle da.

habe ich noch einen übersehen? :gruebel: sorry, falls doch

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81270
Ethan hat geschrieben: 14.04.2026, 06:35Und ihr so?
Kraft + Easy:
Frontbeuge 5x2 @60 kg
Klimmzüge 10x4
Rückenstrecker, Bauch, Kettlebell, Waden, Bänder
Laufband 10,00 km @5:43

Rechter Mittelfußknochen von den letzten Trainings+WK-Monaten leicht pochend, aber sollte weggehen. Viele Reaktionen über Dry Needling in Gluteus, könnte der Ursprung gewesen sein.

Morgen 15-17 km. Samstag Parklauf als Tempotraining. Sonntag LL dann auf 24 km ausbauen. Dazwischen Kraft + easy.

Wünsche allen einen schöne Woche + gute Erholung an die Wettkämpfer. :wink:
5 km: 19:12 (Feb 2026)
10 km: 39:38 (Mar 2026)
HM: 1:54:51 (Juni 2025)
M: 4:09:40 (Okt 2025)

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81271
So, versuche ich mich auch mal an meinem Rennbericht.
Könnte etwas länger werden, sorry schon Mal dafür.

Prolog:

Der erste Duathlon, komplettes Neuland. Daher am Vortag schon etwas nervös. Was brauchst du Alles? Was nimmst du mit? Was kommt wohin? Also alles dreimal durchgegangen.
War eigentlich aber halb so wild. Die Aeroflasche des Cervelo habe ich am Boden aufgeschnitten und als Pannenkit befüllt: 2x Schläuche, Reifenheber, 2x CO2-Kartusche, CO2-Pumpe, Multitool und normale Minipumpe fanden ihren Platz.
Getränkeversorgung (dank @Xyris mit dem Zeug von 4Endurance) über Flasche am Aerolenker und Reserve hinterm Sattel, 2 Gels noch in die Toptube-Bag und die Gels für die Läufe kamen in die Taschen des Tri-Suits.
Rucksack mit dem übrigen Zeug für die Wechsel (Radschuhe, Helm, Laufschuhe, Handtuch) gepackt und fertig.

Wecker am Renntag klingelte um 4:30Uhr (rückblickend viel zu früh) und nach kurzem Frühstück ging es kurz nach 5 los Richtung Alsdorf, wo ich gegen 7Uhr, pünktlich zur Öffnung der Startunterlagenausgabe eintraf. Parkplätze im örtlichen Supermarkt-Parkhaus reichlich vorhanden, Startunterlagen gab es schräg gegenüber im Sportgeschäft. Start/Ziel/Wechselzone war auch nur ca. 500m entfernt. Organisatorisch alles top. Tageslizenz bezahlen ging ganz praktisch per PayPal (gut, wenn der Geldbeutel noch im Auto liegt :D)
Nachdem Rad/Helm mit allen Startnummern beklebt waren, habe die Zeit genutzt mir alles anzugucken: Wo ist der Start, wo das Ziel, Laufwege zur/von der Wechselzone, wo muss das Rad nachher hin, usw.. Erste positive Überraschung: das späte Anmelden hat sich ausgezahlt, aufgrund der hohen Startnummer war mein Platz in der Wechselzone ganz hinten am Ausgang zur Radstrecke, praktisch gegenüber dem "Elite-Block", also ganz kurzer Weg zur Mounting-Line. Das kam mir natürlich entgegen, da ich die Radschuhe nicht am Rad befestigen, sondern ganz normal anziehen und dann damit durch die Wechselzone laufen wollte. Den Großteil der Laufwege in der Wechselzone konnte ich so also in Laufschuhen bestreiten.
Dabei konnte ich dann auch den ersten Wechsel der Elite beobachten. Da ging auch nicht alles glatt, was mir die "Angst" vor einer Blamage doch etwas nahm.
Mit dem Rad-Check-In habe ich dann noch gewartet, bis der Ansturm der DM/EM-Agegrouper vorüber war.
Wechselplatz war dann auch schnell eingerichtet, bestand ja nur aus Rad aufhängen, Radschuhe und Helm drapieren und den Radcomputer für schnelleren Start in den Ruhezustand zu versetzen.
Danach die Sanitäranlagen (in der Stadthalle direkt am Start/Ziel Bereich, reichlich vorhanden) aufgesucht und im Wartebereich aufgewärmt. Es hatte morgens noch deutlich unter 10° und da die Gepäckaufbewahrung auch in der Stadthalle war, konnte man sich damit auch Zeit lassen.
Durch die verschiedenen Rennen mit Startzeiten zwischen 8-12:30Uhr hat sich trotz über 1.000 Athleten alles schön entzerrt. Auf der Strecke war das dann allerdings wieder nachteilig, dazu aber später.
Mit den ganzen Erfahrungen würde ich beim nächsten Start 1,5-2h länger schlafen :hihi:

Die Strecken:

Bild

Die Laufstrecke war eine 2,5km Runde mit 12-13 Höhenmetern, war also 4x zu absolvieren. Im Mittelteil, wie man sieht, etwas kurvig. Das war mit Absperrungen auf einem Marktplatz realisiert, um einigermaßen auf die 10km zu kommen am Ende. Danach das langgezogene Stück war ziemlich genau 1km auf wassergebundenem Weg. Nicht so gut wie asphaltiert, hatte aber nur wenige Löcher/Rillen und ziemlich glatten/festen Untergrund, kaum loser Schotter. Aufgrund der Rundenanzahl kam es natürlich zu etlichen Überholmanövern, die sich in dem kurvigen Teil doch manchmal etwas schwierig gestalteten.
Im ersten Lauf ging es noch, im zweiten waren dann auch die 2h nach uns gestarteten Sprint-Distanzler unterwegs. Da war einiges an Zick-Zack-Laufen oder seitliches Ausweichen über die Wiese nötig.

Bild

Die Radstrecke war eine 19,x km Runde, also 3x zu fahren. Praktisch überall sehr guter Asphalt (abgesperrte Bundesstraßen), allerdings insgesamt mit 8 U-Turns und 12 scharfen Kurven. Wenn man dann kurz vor so einem Punkt einen langsameren Fahrer (die Age Grouper der DM/EM waren noch unterwegs und auf der 2. und 3. Runde dann noch die langsameren Fahrer des Open-Race) vor sich hatte, musste man auch mal in die Eisen gehen. Den Kreisverkehr in der Mitte konnte man in Aeroposition mit leicht reduzierter Geschwindigkeit durchfahren (zumindest auf Runde 2+3, wenn man die Strecke dann kannte).

Das Rennen:
Dann ging es endlich los. Startaufstellung bei ca. 150 Startern recht entspannt. Leistungsgerecht in zweiter Reihe einsortiert. Startschuß ohne Animations-Larifari (Hände hoch, Musik, Countdown, usw.). Es bildete sich vorne schnell ein kleines 6er Grüppchen, ich kurz dahinter mit der Überlegung mitzugehen. Da ich aber nicht vor hatte den ersten Lauf mit 10er pb abzuschließen, habe ich mich richtigerweise dagegen entschieden. Der erste km war mit 3:32 eh schon zu schnell. Hinter mir klaffte auch schon eine kleine Lücke und es war, wie so oft, ein einsames Rennen. das alte Dilemma: zu langsam für ganz vorne, zu schnell für den Rest...
Erst als es ans überrunden ging, kamen wieder Läufer in Sicht. Allerdings eher vereinzelt, so dass man höchstens in dem verwinkelten Teil mal kurz ausgebremst wurde, bzw. ausserum ein paar Meter mehr machen musste.
Daher auch ein relativ unspektakulärer erster Lauf, der auch vom Tempo relativ konstant (je nach Höhenmetern) zwischen 3:40-3:50 pro km ablief. Dadurch, dass es natürlich auch langsamer als echtes 10k-Tempo war, fühlte es sich zu dem Zeitpunkt auch, für einen Wettkampf, viel zu locker an, ähnlich den ersten 10km eines Marathon. Offizieller Split: 36:06, reale pace: 3:44, sechstbeste Zeit im ersten Lauf (irgendwo muss ich also einen der Führungsgruppe noch eingesammelt haben)
Bild

Nach 2km im ersten Lauf war die Welt noch in Ordnung: Freie Strecke, tolles Laufgefühl, alles easy
(und auch wenn es auf dem Foto so aussieht: ich bin nicht alleine irgendwo mit Startnummer durch nen Park gerannt :D)

Die Anspannung stieg dann erst, als es Richtung Wechselzone ging. Erster kleiner Fehler: Falsche Seite der Reihe gewählt. Zum Glück stand ich ja fast ganz hinten und musste so nur ca. 50m extra laufen. Radcomputer gestartet, Laufschuhe aus (dank Schnellschnürsystem super fix), Radschuhe an, Helm auf, Kinnriemen schließen, Rad greifen und los Richtung Radstrecke. An der Mounting-Line musste mich der Kampfrichter noch darauf aufmerksam machen meine Startnummer nach hinten zu drehen, das hatte ich vergessen. Mit einer Wechselzeit von 1:44min zufrieden, da wären für mich maximal 15-20s drin gewesen (das hatten die direkten Konkurrenten im Open-Race so ungefähr), die Elite hatte Wechselzeiten von 45-60s und die haben das schon ein paarmal gemacht.

Die Radstrecke war mit einem kleinen Gefälle auf den ersten 2km natürlich optimal um reinzukommen. Erwartungsgemäß haben mich relativ zügig ein paar starke Radfahrer überholt. Das war mir aber klar und lenkte mich nicht von meinem Plan ab, relativ gleichmäßig im eher konservativ geplanten Leistungsbereich von 230-240W zu fahren. An den kleinen Steigungen wurde es meist doch deutlich mehr, auf den Abfahrten dann eben mal weniger.
Aeropostion konnte ich die vergangenen Wochen ja noch genug fahren, da habe ich auf eigene Faust eine gut fahrbare Position gefunden. Überlege trotzdem ein Bike-Fitting zu machen, um aerodynamisch noch was rauszuholen. da ist sicher noch was zu holen und günstiger als Scheibenrad und /oder höhere Laufräder (aktuell fahre ich 52mm vorne und 63mm hinten) ist es auch.
Auf der ersten Runde ging es natürlich auch noch darum die Strecke kennen zu lernen, also war ich da in den Kurven und U-Turns noch etwas vorsichtiger. Fahrtechnik mit dem TT könnte ich in dem Zusammenhang auch nochmal etwas verfeinern... Schneller durch die Kurven spart halt auch Körner beim folgenden Antritt.
Einmal den richtigen Rhythmus gefunden, lief es relativ rund. Zum Trinken musste ich den Kopf nur ein paar cm nach unten Richtung Trinkschlauch bewegen, das hat perfekt gepasst.
Konzentration erforderten die doch zahlreichen Überholvorgänge. Die Strecke war recht voll, da noch langsamere Age-Grouper unterwegs waren (Start Frauen und M55-85 1h, M20-50 1,5h vor uns), natürlich musste auch zu denen das Windschattenverbot eingehalten werden und an einer Stelle war wegen einer Baustelle Überholverbot für so 150-200m (und da standen natürlich Kampfrichter). Dort wurde ich zum Glück bei meinen 6 Durchfahrten nur 1x ausgebremst.
Aber auch beim Radsplit konnte ich insgesamt relativ konstant pacen, natürlich immer im Kopf, dass gleich nochmal ein 10er zu Laufen sein würde.
Radsplit: 1:33:50h, 23 Leute waren auf dem Rad schneller als ich. Da weiß ich also, wo noch Verbesserungspotenzial schlummert.
Bild

Erste Radrunde nach ca. 15km, volle Konzentration.

So schön die ersten 2km der Radstrecke dank Gefälle auch waren, die letzten 2km waren entsprechend entgegengesetzt und auf dem Stück hat man dann doch etwas mehr investiert, als die beiden Runden zuvor. Nach dem Absteigen waren die Beine also etwas wackelig und ich war froh, dass ich es nicht weit hatte. Dieses Mal die richtige Reihe erwischt, Rad aufgehängt, Helm abgezogen, Radschuhe aus und dann begann das einzige kleine Drama meines Wettkampfes.
Am Tag zuvor kurzentschlossen das Schnellschnürsystem in die Nike Vaporfly gezogen und paarmal geübt, klappte alles gut. Den letzten Lockerungslauf am Samstag auch damit gelaufen und irgendwie ein mieses Laufgefühl in den Schuhen gehabt. Eigentlich mein Lieblingswettkampfschuh, haben auch erst 180km auf dem Buckel. Da ich aber kaum Wettkämpfe hatte die letzten Saisons, sind die schon ein paar Jahre alt. Vielleicht lag es daran, wer weiß. Also Samstag Abend noch auf die relativ neuen und in den letzten Tempoläufen erprobten Adidas Adizero Evo SL umgeschwenkt, samt Schnellschnürung. Die war dann wohl etwas zu eng gestellt, wenn man mit schwitzigen Socken in die Schuhe will und durch die sehr kurze Zunge hatte man auch kaum was zum Anfassen/sich reinziehen. So verrutschte die Zunge links komplett und recht kam ich gar nicht in den Schuh. Rechts das Schnürsystem gelockert und rein in den Schuh. Links ein zweiter Versuch endete mit kleinem Wadenkrampf und geringfügig verrutschter Zunge, die ich aber einigermaßen richten konnte. Während des ganzen Prozedere bekam ich mit, wie mich weitere Konkurrenten überholten. Das ärgerte ich mich dann doch, auch wenn ich die letzten 4-5 sicher in der Wechselzone zurück überholt habe. Da ich ja ganz vorne meinen Platz hatte, mussten fast alle mit ihrem Rad erst an mir vorbei zu ihrem Platz.
Wechsel 2 in unterirdischen 3:15min und somit geschlagene 90s langsamer als der erste Wechsel. Für Platz 3 in der Altersklasse fehlten am Ende 50s. Gut, dass ich das zu dem Zeitpunkt nicht wusste, hätte ich mich nur noch mehr über mich selbst geärgert.

Also zum zweiten Mal auf die Laufstrecke und den dritten Akt über die Bühne bringen.
Schon auf den ersten Metern war klar, dass das nicht so eine lockere Sache wie bei Lauf 1 werden würde. Die ersten zwei km gingen jeweils in 3:47 weg.
Die Strecke war nur deutlich voller und es war eher unrhythmisch zu Laufen. Viele Überholmanöver nötig, da die Sprintdistanzler auf ihrem ersten lauf waren und ab der zweiten Runde auch etliche Open-Racer auf die Strecke drängten. So verlor man auch leicht den Überblick über die direkte Konkurrenz und ich lief einfach meinen Stiefel durch. Und ehrlich gesagt: deutlich mehr wäre eh nicht drin gewesen. Vom HKS fühlte ich mich ok, aber die Beine wollten nicht mehr hergeben.
So gab es auch 2 Kilometer mit 4er pace. und ich war froh nach 37:41min und realer pace von 3:56 ins Ziel zu kommen.
Da auch dieser Lauf der sechstschnellste im Feld war, bin ich also mehr oder weniger im normalen Rahmen langsamer geworden.

Bild

Noch ein paar Meter bis ins Ziel, gleich geschafft!

Und dann war der Wettkampf auch schon vorbei und es stand eine 2:52:34h zu Buche.
Platz 14 von 125 bei den Männern und Platz 4 von 37 in der M40
Eigentlich rundum zufrieden, da fast alles wie geplant geklappt hat.
Es war eine tolle Duathlonpremiere und Alsdorf wird mich als Teilnehmer sicher wiedersehen.
Organisation war einfach Top (nur in Zukunft bitte richtige Cola im Nachzielbereich, keine Zero! Da will man doch Zuckerplörre :D), alle Helfer freundlich und kompetent. Da merkte man, dass die Erfahrung haben und das Ganze aus Leidenschaft machen.

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

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ZenZone hat geschrieben: 14.04.2026, 18:53 @Christoph83 Danke für den tollen Bericht inkl. der Bilder. Den zweiten Wechsel etwas ausgeklammert, lief es doch sehr rund. Scheint auch so, als ob die Rennaufteilung gut gepasst hat. Eine Frage: Die Laufstrecke war etwas kürzer als 10km, wenn ich auf die Pace schaue, oder habe ich einen Denkfehler?
Ja genau, die Garmin hat 9,65 und 9,63km aufgezeichnet. Auf 10km kam man nur mit dem Lauf durch die Wechselzone :D
Darum ja auch die Paceangabe, möchte mich ja nicht schneller darstellen, als ich tatsächlich war. Radstrecke war auch "nur" 57,6km und damit 36,9km/h.

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81276
Dann mal hier mein Bericht vom Sonntag, sorry ist etwas ausgeufert :peinlich:

Alle 2 Jahre findet hier der Marathon Deutsche Weinstrasse statt. Die Strecke führt quasi vor meiner Haustüre vorbei, dementsprechend ist das ein Pflichtprogramm. Persönliche Anfeuerungen hat man dabei natürlich einige. Problem an der ganzen Sache sind jedoch die knapp 500 Höhenmeter. Es geht stetig auf und ab, selten richtig steil, aber halt von Anfang bis Ende hin. Mir persönlich liegt ein solches Profil im Vergleich zu anderen Läufern grundsätzlich. Aber so schnell wie auf einer flachen Strecke bin ich dabei natürlich auch längst nicht.

Die Vorbereitung
Ich hatte letztes Jahr ein wenig mit ganz langsamem Laufen gespielt, da meine HF immer sehr schnell über 70% maxHF schießt, quasi mit dem Schnürsenkel binden schon :wink:. Es war ein Versuch das ein wenig zu ändern. Nuja, hat funktioniert, aber schnell laufen ging dann auch nicht mehr wirklich. Etwas Variabilität hätte der Sache natürlich geholfen, aber so richtig in Schwung kam ich damit gefühlt irgendwie auch nicht mehr. Daher habe ich dann im Spätherbst das Experiment veworfen und die Geschwindigkeit der lockeren Läufe wieder langsam erhöht. Das war ziemlich mühsam und kam nur ganz wieder. Die Läufe wurden zudem schonmal langsam verlängert und ein paar Höhenmeter mit reingebracht. Weihnachten/Neujahr hatten wir ein paar Probleme im Haushalt und Dinge zu regeln, sodass es eine kleine Pause gab und das ganze danach auch noch zu kleineren Zeitproblemen führte. Daher ging die richtige Vorbereitung eigentlich erst in der dritten Januarwoche los. Da ich derzeit privat und beruflich ziemlich eingespannt bin, lief es letztendlich auf fadenkonforme 3-4 Einheiten pro Woche hinaus. Im Schnitt seit Januar 54km pro Woche (die ersten beiden ohne Training nicht mitgerechnet). Qualitätseinheiten nur lange Läufe mit vielen Höhenmetern (8x mind. 30km mit darin fast 4000 HM) und vor dem HM Anfang März die Greifleiter. Im Nachgang des HMs noch ein wenig MRT Teile, aber relativ wenig. Alles in allem waren es incl. des HMs 85km in MRT und schneller, also ca. 7km pro Woche. Wichtig war mir stattdessen, dass die langen Läufe möglichst oft mehr (relativ zur Länge) Höhenmeter haben als der eigentliche Marathon (in der Hoffnung die Anstiege würde dann leichter fallen :D ). Letztlich ging das ganze Training relativ gut rum, nur kleinere Erkältungen oder Wehwehchen. Bis zum HM war meine Verfassung noch so lala, aber da ist der Knoten dann geplatzt. Im Anschluss wurden die Werte durchgehend deutlich besser.

Wetteraussichten & Renntaktik
Von daher ging ich relativ entspannt und positiv in die Wettkampfwoche. Wetter sah zunächst auch toll aus, 16 Grad maximal und etwas Sonne. Mein Wetter. Letzte Woche hat sich das dann nur 20x hin- und hergeändert und es sah zwischenzeitlich nach Dauerregen und kalt aus (mein Hasswetter). Im Endeffekt ging es sich dann sehr gut aus. Vor dem Start noch etwas frisch mit 8-9 Grad, während des Laufes 10-12 Grad ohne Sonne und nur leichter Wind. Der allerdings aus Norden, also auf dem Rückweg, der sowieso fordernder ist und gerade auch noch am langen Anstieg dort. Nicht dramatisch, aber braucht man auch nicht. Irgendwas ist ja immer wie @RunODW meinte :wink:

Gestartet bin ich ohne konkrete Pacevorgabe. 3:10h habe ich mir auf alle Fälle zugetraut, eine 3:07h sah ich auch noch als machbar an. Noch besser theoretisch möglich, aber v.a. Wunschdenken. Ich finde generell, dass man bei diesem ganzen auf und ab das schlecht planen kann. Wie schnell machen die Oberschenkel bei einem Abstieg zu oder überpaced man an einem Anstieg. Daher bin ich erstmal nach HF gelaufen. Ja, ich weiss das ist nichts für jeden. Aufregung am Start treibt den schön hoch, aber in den letzten Marathons habe ich gemerkt, dass das zumindest zu Beginn des Laufes für mich doch ganz gut funktioniert. Puls 160 ist okay, bis 163 kurzzeitig auch, oberhalb wird es gefährlich für das spätere Rennen.
Kurz vor dem Start gab es dann doch nochmal eine Adrenalinspritze: obwohl ich früh genug an den Toiletten war, hat sich das ewig hingezogen. Im Gegensatz zu anderen Läufen waren hier nicht die Schlangen vor den Damentoiletten das Problem, sondern diesmal bei den Männern. Danach noch schnell Gepäckabgabe (hat bei dem Wetter natürlich auch gestockt) und ab zum Start. Für Einlaufen keine Zeit, wird sowieso überbewertet :wink:

Der Hinweg
Also los, erster Kilometer gefühlt gestanden (alles rauscht an einem vorbei), trotzdem in 4:10. Ui, läuft, aber ist das nicht zu schnell? Zweiter Kilometer leichter Anstieg in 4:22, okay Tagesform scheint in Ordnung zu sein. Nach 3km geht es ordentlich bergab (Teaser: man sieht sich wieder...) und an vielen Bekannten vorbei, danach dummerweise ca. 800m mit 4% Steigung wieder hoch. Natürlich hat das Anfeuern zum zu schnellen Laufen geführt, Puls 164 im Schnitt. Alarm, schnell runter vom Gas! Danach bis km 10 so langsam eingependelt bei 4:12er Pace. Schneller als geplant, aber hey, 159er Puls und 100 HM schonmal geschafft. Nach 10km der erste längere Anstieg: 4.4km mit 95 Höhenmetern. 4:31er Schnitt, Puls im Schnitt bei 159 - Gott bin ich gut :D

Im Folgenden geht es dann erstmal bergab, dann ein kleines Hügelchen mit ca. 20 HM hinauf und nochmal 3km bergab. Insgesamt hat diese 5km Passage 23m bergauf und 165m bergab. Da habe ich mir vor 2 Jahren etwas die Oberschenkel angeschossen. Diesmal das Bergablaufen etwas mehr ins Training genommen. Der Abschnitt ging mit sehr niedrigem Puls und 4:03er Pace natürlich gut weg. In Bad Dürkheim gibt es wieder ein kleines Hügelchen zu bewältigen, etwas durch die Innenstadt, an der Saline vorbei und dann ein ödes Stück entlang einer Bundesstrasse. Die HM-Marke dabei habe ich irgendwie nicht wahrgenommen, obwohl da eine Matte gelegen haben muss. Offizielle Durchgangszeit tiefe 1:30 und nein, ich habe nicht auf eine sub 3 spekuliert :wink:. Das kam einfach so. Ich wusste, dass der zweite Teil schwieriger wird und Gegenwind hinzukommt.

Aufs und abs im doppelten Sinne
DÜW und der öde Streckenabschnitt bis km 25 gehen in 4:18/km. Puls hat sich mittlerweile Schlafen gelegt. Seit dem ersten größeren Anstieg nur 81% maxHF. Da waren andere Dinge scheinbar der limitierende Faktor. Die nächsten 5km folgt der zweite längere Anstieg von Ungstein nach Herxheim. Insgesamt ca. 120m aufwärts. Direkt am Anfang ein echt ätzendes Stück mit 300m und 8% Steigung. Ab hier waren dann Mitläufer ganz nett. V.a. mit einem konnte ich mich ein wenig über den Anstieg und den Wind ausk..., der natürlich genau auf diesem Stück direkt von vorne kam. Irgendwie sind wir da hochgekommen, und gar nicht mal so schlecht, 4:38er Pace. Kilometer 30 war für mich im Kopf der wichtigste Punkt vorher und während des Laufes. Ab da kommen zwar noch einige Wellen und der letzte Anstieg, aber das sind keine längeren Passagen. Und es geht zunächst ein wenig bergab. Von daher bin ich da etwas aufgeblüht, Mitstreiter etwas stehen gelassen und KM 31 in 4:17 nach Dackenheim. Und schon war das Strohfeuer auch schon wieder verpufft...Keine Ahnung was nun los war, aber mir ging es plötzlich richtig mies. Kreislauf leicht angeschlagen und auch sonst irgendwie vom Gefühl nicht gut. Kollege kam wieder ran, ist vorbei und ich mich in meiner Verzweiflung rangehangen. Nach 2 weiteren Kilometern in ca. 4:30er Pace war ich wieder halbwegs hergestellt - Sachen gibts. Wir sind mittlerweile in Kirchheim angekommen, KM 33 in 4:21 und wir beide völlig ruhig laufend. Von hinten dann plötzlich ein lautes Schnaufen und Stöhnen näherkommend. Er schliesst auf und fragt noch, ob wir so entspannt wären, wie es den Anschein hätte. Kurzer Blick, einstimmiges Nein, ganz und gar nicht. Die "Dampflok" (nicht despektierlich gemeint, echt netter Kerl!) geht vorbei und kurz darauf die nächste Welle - 500m mit 4% Steigung. Mir geht es soweit wieder ganz okay (soweit man das nach 34km noch sagen kann) und ich laufe das Ding ganz ordentlich hoch, wohlwissend dass danach nur noch ein letzter richtiger Anstieg kommt. Die beiden können scheinbar nicht folgen und sind erstmal weg. Ich habe meinen "Retter" danach auch nicht mehr gesehen, weder auf der Strecke noch im Ziel, hätte mich gerne bei ihm bedankt.

Der/die Endgegner
Es geht jetzt nach Grünstadt rein, an einen weiteren Läufer sauge ich mich langsam heran und gehe an einer Verpflegungsstation vorbei. Kilometer 34-38 in 4:34er Pace, Kopfkino bzgl. Zielzeit natürlich schon lange in vollem Gange. Aber da kommt ja noch was, ihr erinnert euch? 800m Abstieg nach Asselheim und dann 500m mit knapp 6% wieder hoch - wäre ja sonst langweilig. Aber hey, ich habe noch einen Joker in Form meines Edelhelfers in der Hinterhand: Töchterchen begleitet mich fast bis hoch, motiviert und spielt den Udo Bölts (die Älteren wissen wovon ich rede :D). 5:16er Pace klingt furchtbar, auch deprimierend wie sie das locker in Strassenklamotten hochläuft, aber runalyze gibt mir doch tatsächlich eine 4:16er GAP dafür! Da hat sich das Pacen für sie letztes Jahr bezahlt gemacht :D . Keine 3 Kilometer mehr, gleich geht es nochmal ein paar Meter bergab, Entspannung macht sich breit und der nächste Kilometer in 4:26 sieht auch wieder ordentlich aus. Doch bevor ich das Krönchen für den Zieleinlauf richten kann höre ich es auf einmal wieder von hinten Schnaufen. Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Ich will doch einfach nur noch entspannt das Ding zu Ende laufen, Leute abklatschen und ausgiebig den Zieleinlauf genießen. Nun gut, mal schauen was noch im Tank verblieben ist. Alles tut weh, aber ich beschleunige nochmal. Vorletzter Kilometer vor dem Ziel in 4:10, Wahnsinn was der Körper noch hergibt. Ich überhole eine Duo-Läuferin, die mich nach dem Anstieg kurz vorher überholt hat, aber das Schnaufen bleibt. Es kommt die Markierung des Wendepunktes für den gestrigen Jugend-Meilenlaufes, also 800m. Es stöhnt und schnauft weiterhin. Nochmal ein Minianstieg, Wendepunkt 1km Lauf, sammele noch einen Läufer ein, immer noch höre ich es hinter mir. Letzte 500m nochmal forcieren, wird schon irgendwie gehen, Ziel kommt in Sicht und auf den letzten 20m bin ich dann doch endlich sicher, dass es reichen wird. Ich registriere noch halbwegs den Moderator und kann noch kurz den Jubel rausschreien. Die Uhr zeigt, dass ich unter 3:05 geblieben bin. Letzte 500m gingen in 3:47er Pace weg :tocktock: Im Zielbereich noch schön mit diversen Mitstreitern geplaudert, es wurde dann aber doch bald kalt. Mein Jäger auf den letzten Kilometern war super sympathisch, ich glaube der Wettkampf hat uns beiden noch fast eine Minute gebracht. Auch wenn es eine Qual war, so muss das sein.

Epilog
Insgesamt natürlich super zufrieden, PB trotz der Strecke um 6 Minuten gesteigert. Ich glaube mit Ausnahme von einzelnen Positionswechseln hat mich kein Marathoni nach den ersten Kilometern überholt, von daher schein ich mir das ganz gut eingeteilt zu haben. Streckenkenntnisse sind bei so einem Lauf natürlich gut, sowohl für die Einteilung als auch das Training, dass ich zum großen Teil auf der Originalstrecke durchführen konnte. Allerdings wusste ich auch, was am Ende noch kommt, von daher steht man mit dem Wissen schon mit einem halben Bein auf der Bremse.

Verpflegung: Gele 5-10min vor dem Start, nach ca. 6, 12, 18 und 24km. Danach wollte ich davon nichts mehr wissen. Wasser etwa alle 5km ein wenig
Orga: sehr gut, gibt kleinere Punkte bzgl. Streckenamarkierung, aber nichts wirklich gröberes. Auch wenn ich die Organisatoren kenn und als Helfer natürlich etwas voreingenommen bin: In meinen Augen ein top organisierter Lauf für die Größenordnung und warme Duschen gibt es bis zum Schluss. Und für die weniger ambitionierten ein wirklich herrlicher Lauf durch Weinberge, Weinbauorte, mit Wein und Saumagen an wirklich sehr vielen Verpflegungsständen. Habe ich alles nicht so richtig mitbekommen, aber kenne ich ja als Zugezogener :wink:

Noch ein paar Zahlen:
erste Hälfte 1:30:xx (4:16min/km), 83% maxHF, +264/-307 m
zweite Hälfte 1:34:xx (4:29min/km), 82% maxHF, +238/-194 m
Bunny mode on: 196 Schritte pro Minute, 1.18er Schrittlänge, also @Dartan's Gehpausenschrittlänge :hihi:
Zuletzt geändert von Fjodoro am 14.04.2026, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81279
ZenZone hat geschrieben: 14.04.2026, 18:53 @Eine Frage: Die Laufstrecke war etwas kürzer als 10km, wenn ich auf die Pace schaue, oder habe ich einen Denkfehler?
Bei Duathlon und noch mehr beim Triathlon muss man die Streckenlängen mit mehreren Körnchen Salz nehmen. Das ist nicht vergleichbar mit offiziell vermessenen Strecken in der Leichtathletik mit Sicherheitszuschlag und die Strecken sind oft zu kurz, selten auch mal zu lang. Letzteres ist meist angegeben, zu kurze Strecken, also beispielsweise eine Mitteldistanz 1,9-90-21,1 km ist dann nicht selten 1,8-88-20,6km. Manche Strecken waren auch berüchtigt bestzeittauglich, wie die alte Klagenfurt-Langdistanz und in Roth läuft man auch alles, aber keinen ganzen Marathon. Ist oft auch praktischen Streckengestaltungen geschuldet, manchmal gibts auch extreme wie eine 180km Radstrecke, wo wegen Baustellen 166(,!) draus werden. Da kann man mit der PB natürlich nicht mehr wirklich angeben, manche tun es aber doch. Letztlich hilft nur, innerhalb einer Veranstaltung vergleichen, da ists für alle gleich.

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81280
Danke für die grandiosen Berichte @Christoph83 & @Fjodoro Sehr gut geschrieben, schöne Erlebnisse.
Ethan hat geschrieben: 14.04.2026, 06:35 Heute wenig Zeit, da gleich beruflich auf die Insel.

Und ihr so?
Viel Spaß in UK. Bei mir heute mal wieder Gruppenkuscheln beim Lauftreff. Leider sind die Mitstreiter ab der Hälfte viel zu flott gelaufen und wir konnten kaum noch sabbeln. Im letzten drittel habe ich dann abreißen lassen und bin allein zurück zum Laufladen. Am Ende aber noch 3x 100m Strides mit 100m TP eingebaut. Insgesamt die üblichen 11Km @5:12/Km bei 77% HFMAX.
Bild

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81281
@Fjodoro

Dankeschön für den tollen Bericht. :daumen: Und nochmal Glückwunsch zur PB. Ich konnte mich beim lesen richtig mitfreuen.... :nick:


@Xyris

Sieht wieder so schön dynamisch bei dir aus. :daumen:


Bei mir hat heute wieder die Bequemlichkeit gesiegt und ich bin aufs Laufband in der Muckibude.

Nach 2 km WU gabs 5 x 1k @4:41 mit jeweils 500 m TP @6:22. Insgesamt 10 km @5:26.

Anschließend wie Dienstags üblich noch etwas Kraft und Stabi und anschließend 2 Saunagänge..
5 km - 21:41 (18.10.2025 - SportScheck Run)
10 km - 44:40 (16.10.2022 - The Great 10K)
HM - 1:38:42 (24.08.2025 - die Generalprobe)
25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25)
M - 03:38:13 (25.09.2022 - BM)
50 km - 04:32:07 (17.03.2024 - Werderseelauf)

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81283
Guten Morgen,

vielen Dank für die phantastischen Berichte & mit Besten Dank an @Christoph83 @Fjodoro @Muc85 @RedDesire @Xyris.

Sehr lesenswert, toll geschrieben und ich nehme immer was mit und kann da richtig mitfühlen bei euren Wettkämpfen. Jeder hat abgeliefert, das ist sehr erstaunlich: von Turbo-Rekonvaleszenz, Höhenmetern - Marathon in PB, 17 min PB in Hannover, 10k - Haudegen und einem Speed - Runnern in Zürich.

Das Beste ist: Kommendes Wochenende geht's gleich weiter mit WK-Recken! 😃

Bei mir heute max ein Spaziergang, paar Tage überhaupt nicht laufen ist der Plan. Stattdessen Spaziergänge.

Edit: Und ihr so? - Anti war schneller 😁

Guten Mittwoch gewünscht, RunODW
// Bis auf Parkrun alle bestenlistenfähig | DLV-vermessen
5k = 18:33 (Parkrun, März 2026)
10k = 38:08 (Forstenried, März 2026)
HM = 1:22:52 (Zürich, April 2026)
M = 2:56:53 (Bienwald | Kandel, März 2026)

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81284
Antracis hat geschrieben: 15.04.2026, 06:26 Und Ihr so ?
Am müden Mittwoch gab es bei mir Intervalle in HM-Tempo vor dem Hotelfrühstück: 4 x (1 km @ 4:40, 90 s TP) in 4:36.5 - 4:37.5. Leicht schneller als geplant, aber andrerseits bin ich aus Zeitgründen nur 1 km statt wie normalerweise 1.2 - 1.3 km gelaufen, von daher sollte es von der Anstrengung ok gewesen sein.
Persönliche Bestzeiten: 5k - 20:00 (05/2024), 10k - 41:23 (02/2024), HM - 1:32:09 (03/2025), M - 3:26:26 (04/2023)

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81288
Steffen42 hat geschrieben: 15.04.2026, 09:39
Christoph83 hat geschrieben: 15.04.2026, 09:24
Drücke die Daumen für eine deutliche pb -> kurze Dauer :D
Geplante Dauer ist nicht fadenkonform. Man könnte die Frage stellen, ob das bei der Dauer noch ein Marathon ist. :D
Hört sich dann eher nach einem Ultra an... 😅
5 km - 21:41 (18.10.2025 - SportScheck Run)
10 km - 44:40 (16.10.2022 - The Great 10K)
HM - 1:38:42 (24.08.2025 - die Generalprobe)
25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25)
M - 03:38:13 (25.09.2022 - BM)
50 km - 04:32:07 (17.03.2024 - Werderseelauf)

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81289
Vielen Dank für die tollen Berichte und dynamischen Bilder @Fjodoro @Christoph83 @RedDesire und @Xyris

Nach zwei Tagen fast Ruhe (nachdem der ÖPNV gestreickt hatte, zumindest 20min mit dem Radl gerollt.), heute mal 30min regenerativ auf die Rolle gehen.

In 3,5 Wochen ist noch der Halbmarathon in Ingolstadt geplant. Mein Team hat mich da rekrutiert, aber sollte normalerweise ja ein guter Zeitpunkt sein.

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81290
Auch von mir vielen Dank an die ganzen wundervollen Berichte und den resultieren Lesemarathon in Überlänge! :schwitz2: :nick: :zwinker2: Und natürlich auch noch mal herzliche Glückwünsche zu den ganzen Resultaten schwankende irgendwo zwischen verdammt gut und komplett wahnwitzig! :haeh: :daumen:

Trainingstechnisch diese Woche bisher bei mr ziemliche Flaute (nennen wir es einfach mal Tapering :wink:), nach dem 45m Alibi-Radtrainer am Montag, gestern einzig eine Stunde Kurs-Rumgehampel im Fitnessstudio. :noidea: Erst heute Abend dann wieder Laufen und – als wohl letzte echte QTE vor London – noch mal in Laufgruppe ein paar Intervalle auf der Laufbahn bolzen. :geil:

Fjodoro hat geschrieben: 14.04.2026, 21:35 Bunny mode on: 196 Schritte pro Minute, 1.18er Schrittlänge, also @Dartan's Gehpausenschrittlänge :hihi:
Pfft, immer diese Fake-News! :motz: :zwinker2: Also bei einer Gehpause schaffe ich die 1.18m dann doch eher nicht, bei einer Trabpause hingegen... :hihi:

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81291
heikchen007 hat geschrieben: 15.04.2026, 09:50
Steffen42 hat geschrieben: 15.04.2026, 09:39
Christoph83 hat geschrieben: 15.04.2026, 09:24
Drücke die Daumen für eine deutliche pb -> kurze Dauer :D
Geplante Dauer ist nicht fadenkonform. Man könnte die Frage stellen, ob das bei der Dauer noch ein Marathon ist. :D
Hört sich dann eher nach einem Ultra an... 😅
Hab da keine Erfahrung, aber bei Ultras gibt es zwischendurch doch immer Kuchen, Bratwurst, usw., oder? Das wäre ja ein Pluspunkt.
Werden wir dann ja in Steffens Wettkampfbericht lesen :D

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81294
Sehr schöner Bericht @Fjodoro und beeindruckende Bilder @Xyris. Wirklich spürbare Intensität in dieser "sauerstoffarmen" Sphäre.

Das wird ein langer Weg, ansatzweise in die Nähe zu kommen (z. B. dieses HMRT auf 5 km halten zu können). :wink:

Hier 17,08 km @5:12. Form geht langsam hoch, orthopädisch stabil. Gestern Sprunggelenk, Waden, Oberschenkel usw. zum ersten Mal intensiv mit Flossing Band bearbeitet, überraschend guter Effekt.

Bin gespannt auf diesen Sommer.
5 km: 19:12 (Feb 2026)
10 km: 39:38 (Mar 2026)
HM: 1:54:51 (Juni 2025)
M: 4:09:40 (Okt 2025)

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81295
Auch ich kann mich da anschließen, super Berichte! Bei diesen Berichten ist man quasi mit dabei im Rennen.

Bei mir waren es heute 3.7km WU + 3x3km(4:10,4:10,4:20) (3:20 TP) + 1.5km CD. Sollte eigentlich alles in 4:10 durchgehen, habe ich aber nicht geschafft. Wieso auch immer! So gesehen wird der 10er in 1.5 Wochen in 4:15 angelaufen, mehr gibt meine Fitness aktuell einfach nicht her.

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81296
Fjodoro hat geschrieben: 15.04.2026, 11:09
Genau, du bist da meine Referenz seit deiner HM-PB :nick: Das ganze Tempogebolze ist mir als alten Mann und "Lifestyle-Sportler" (@Steffen42 :wink:) zuviel, das können die jungen und agilen Hüpfer respektive echten Läufer machen :hihi:
Mit lockerem Volumen geht sicher einiges, wobei ich gerade schmerzlich merke, wie negativ es sich auswirkt, wenn man lange kein Tempo machen konnte und vor allem auch wenig mittelschnelles laufen. Die schnellen Muskelfasern verrotten dann doch und es geht viel Speed verloren. Aber iss halt so, PBs sind bei mir wahrscheinlich eh nicht mehr drin, insofern ists auch so eine Art Livestyle-WK-Sport geworden.

Ich hatte ja eigentlich dieses Jahr große Pläne zu mehr Umfängen und wieder etwas mehr Intensität, am Ende kam aus verschiedensten Gründen wieder nur Gesundheitsjoggen und Radeln raus. Zusammen mit etwas zu hohem Gewicht (struggel gerade mit 51 Lenzen so heftig wie noch nie, das runter zu bekommen...) ist dann das Laufen ziemlich spaßfrei. Lässt sich etwas dadurch bekämpfen, die Läufe ins Gelände zu verlegen, wo es sich anstrengend anfühlt und man eine gewisse Ausrede für die grottige Pace hat. :D

Naja, muss weitergehen, jammern hülft ja nix.

Heute morgen Commute Run zur Arbeit, 10,5km/54min @5:10 mit 10 Strides. Die letzten Kilometer bin ich aus Versehen unter 5er Schnitt gerutscht, hab mich richtiggehend erschrocken. :D

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81297
Nachdem ich nun schon im anderen Faden geschrieben habe, möchte ich mich auch hier in meinem "Heimatfaden" nochmal offiziell zurückmelden :wink: Der Großteil der langjährigen Mitstreiter hat es ja schon bei Strava verfolgen können. Wir waren von Ende Dezember bis Ende März für 3 Monate mit der ganzen Familie in Neuseeland unterwegs. Es war eine traumhaft schöne Zeit und die Rückkehr in den Alltag ist gerade mental gar nicht mal so leicht. Ich könnte hier Seiten mit wunderschönen Erlebnissen füllen, aber das ist ja ein Lauf- und kein Reiseforum. :P Auch läuferisch war ich vor Ort nicht ganz untätig und habe Faden-gerecht so 3-4 mal pro Woche die Laufschuhe geschnürt. Dabei waren viele herrliche Trailruns dabei, aber auch meine ersten 3 Parkruns, die ich klasse fand. Sehr nette Community jeweils. Highlights waren sicherlich der Routeburn Track, eine der schönsten Mehrtageswanderungen des Landes, den ich als 1-Tages-Trail-Run gemacht habe und der Lauf auf den Tongariro Vulkan, der ebenfalls Teil einer berühmten Wanderroute ist. Insgesamt habe ich in den 3 Monaten meinen bisherigen Jahres-Höhenmeter-Rekord bereits überboten :daumen: Insgesamt habe ich wieder mal festgestellt, wie viel Spaß mir das Laufen macht, auch ohne jegliche Wettkampf- und Bestzeitambitionen. Entgegen meiner üblichen Vorlieben bin ich sogar größtenteils am Morgen gelaufen, so dass die Zeit mit der Familie so wenig wie möglich beeinflusst wurde.

Nach der Rückkehr bin ich aktuell erstmal wieder dabei meine übliche Laufroutine aufzubauen. In den letzten 7 Monaten nach dem Berlin Marathon war ich mit deutlich reduziertem Umfang unterwegs, rund 50km die Woche kamen in der Zeit zusammen. Die Form ist dafür noch ganz passabel, aber natürlich weit weg von den Höhen der letzten Jahre. Ob und wann ich wieder gezielter auf einen Wettkampf trainieren werde, entscheide ich spontan. Aktuell schaue ich einfach von Tag zu Tag worauf ich gerade Lust habe. Da ist aktuell alles dabei von Geballer auf der Bahn bis 35er :tocktock: Um es mit @Steffen42s Worten zu sagen: fit, gesund und unverletzt! :wink:

Über Strava und gelegentliches Querlesen hier, habe ich einige der grandiosen Leistungen mitbekommen, die hier im Frühjahr erbracht wurden. Dazu allen einen herzlichen Glückwunsch!

Gute Besserung an @Steffen42! Was genau ist denn bei dir los? Hatte nur gesehen, dass du von einer Verletzung schriebst.

Und herzlich Willkommen zurück lieber @Ethan! Hat mich sehr gefreut wieder von dir zu lesen!

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81298
Welcome back @ToPoDD. Den Bildern nach zu urteilen kann es nur traumhaft gewesen sein. Man wurde doch etwas neidisch :wink:

@b3ngel: mach dir mal keinen Kopf wegen einer einzelnen Einheit. 3x3km ist keine Klickereinheit. Ich habe ein wenig den Überblick verloren. Wie waren denn die anderen Einheiten aus dem Bereich?

Antracis hat geschrieben: 15.04.2026, 14:50 Mit lockerem Volumen geht sicher einiges, wobei ich gerade schmerzlich merke, wie negativ es sich auswirkt, wenn man lange kein Tempo machen konnte und vor allem auch wenig mittelschnelles laufen. Die schnellen Muskelfasern verrotten dann doch und es geht viel Speed verloren. Aber iss halt so, PBs sind bei mir wahrscheinlich eh nicht mehr drin, insofern ists auch so eine Art Livestyle-WK-Sport geworden.
Genau diese Erfahrung habe ich auch gemacht, siehe oben. Volumen bringt viel, aber nur in Kombination mit etwas zumindest mittelschnellem Laufen.
Antracis hat geschrieben: 15.04.2026, 14:50 Lässt sich etwas dadurch bekämpfen, die Läufe ins Gelände zu verlegen, wo es sich anstrengend anfühlt und man eine gewisse Ausrede für die grottige Pace hat. :D
Prägnante Zusammenfassung meiner Vorbereitung :hihi:

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81299
Danke für die tollen Berichte -hatte viel Freude beim Lesen.

Bei mir heute eine etwas kürzerer Einheit als planmäßig - anstatt 8km nur 6km mit 3:50/km (ca. 90% 10k Pace). Mit WU und CD dann 10km. Die schnellen Einheit vom Montag steckte mir doch noch etwas in den Beinen heute. Puls heute auch etwas höher und auf HMRT-Niveau. Die Form ist definitiv ein wenig verloren gegangen in den letzten Wochen. Von daher Fokus darauf es nicht zu übertreiben in den ersten Wochen.

@ToPoDD Auch hier nochmal ein welcome back! :hallo:

Re: Sub 3:20h mit 3-4 mal Training die Woche machbar?

81300
Muc85 hat geschrieben: 15.04.2026, 10:11 Vielen Dank für die tollen Berichte und dynamischen Bilder @Fjodoro @Christoph83 @RedDesire und @Xyris


In 3,5 Wochen ist noch der Halbmarathon in Ingolstadt geplant. Mein Team hat mich da rekrutiert, aber sollte normalerweise ja ein guter Zeitpunkt sein.
Die Strecke ist furchtbar. Werden ich niemals mehr laufen

Da schonmal viel Erfolg 😀
5 km: 14:47 min (Calw) | 10 km: 30:32 min (Augsburg) | HM: 1:07:39 (Zürich) | M: 2:24:08 h (Frankfurt) [alle bestenlistenfähig]

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