KG-175573 hat geschrieben: 11.05.2026, 07:56
Und ihr so?
Beine nur leicht schwer, wie nach einer harten Tempoeinheit.
Daher heute 30min Zwift in ganz locker.
Kleiber Bericht zum gestrigen Marathon:
Wecker klingelte um 4:30Uhr, da ja schon um 6:30Uhr Treffen in Nähe des Start war.
Erschwerend kam hinzu, dass ich meine Frau am Samstag Abend noch vom Flughafen abholen musste, natürlich mit Verspätung...
War erst um 1Uhr im Bett -> 3,5h Schlaf.
Das übliche Wettkampffrühstück, 2 Toast mit Marmelade und ab ins Auto.
Am Treffpunkt wurden wir empfangen, kurze Einweisung wie alles ablaufen soll, alle bekamen ein Laufshirt mit Sponsorenaufdruck fürs einheitliche Erscheinungsbild. Dann durfte sich jeder individuell fertig/warm machen. In Anbetracht der angepeilten pace von 6:23min/km verzichtete ich auf jegliches warm machen. 30min vor Start kamen wir wieder zusammen und stellten uns ein Stück hinter den 4:30h Pacern auf.
Das "Gesicht" der Aktion, Joey Kelly, kam dazu und begrüßte jeden kurz.
Schon der Start war ungewohnt. So weit hinten steht man ja nach dem Startschuss erstmal rum, bis es überhaupt losgeht und dann lostraben anstatt wirklich "laufen".
Aber das war ja von vornherein klar, blieb aber das ganze Rennen irgendwie komisch.
Man vertrieb sich die Zeit mit Gesprächen.
Waren ja unterschiedlichlichste Leute/Charaktere am Start.
Vom sub2:40h Läufer, bis zum Marathonneuling, vom Straßenläufer, über Trailspezies, bis zum Ultramarathoni alles dabei, der dunkelhäutige Niederländer, wohnhaft in Dortmund, ein Schweizer, der die Nacht über mit dem Auto angereist ist, usw.
Also viel Potential für interessante Geschichten/Anekdoten.
3 Radfahrer begleiteten uns und guckten, dass die Gruppe zusammenblieb. Anfangs klappte das noch einigermaßen gut, später dann nicht mehr so wirklich. Wir flotteren Leute wurden oft schleichend schneller und gerade an den Verpflegungsstellen zog sich die Gruppe auseinander und wir mussten oft noch langsamer machen.
Verpflegung hab ich komplett ausgelassen, nichtmals ein Schluck Wasser.
Trotzdem 2x aufs Dixie gewesen, keine Ahnung warum. War dann aber schön, mal 1-2min in 3:xx pace zurück zur Gruppe zu laufen.
Ab km35 hatte der ein oder andere doch zu kämpfen und wir trafen die Absprache bei km41 auf alle Nachzügler zu warten, um doch gemeinsam ins Ziel zu laufen. Also gab es noch ca. 6min geplante Stehpause im "Wettkampf"

Zieleinlauf war dann nochmal Gänsehautmoment, war schon etwas besonderes. Die Zeit von 4:40h komplett egal.
Danach gab es dann noch die Ehrung mit "Weltrekordurkunde", eine nette Erinnerung, genauso wie die Startnummer "WR2026".
Schöner Nebeneffekt: Für den erfolgreichen Rekord, spendete der Sponsor 25.000€ an den RTL Spendenmarathon zugunsten vom Kinderhilfsprojekten.
Insgesamt eine lustige und nette Erfahrung.
Mehr als 1x im Leben brauche ich sowas dann aber nicht. War schon viel "Event-/Instagram-Laufen", irgendwer machte immer gerade ein Selfie und fast jeden gelaufenen km euphorisch zu feiern, ist jetzt auch nicht so meins, war aber ja auch keine Pflicht.
Passte halt gut ins Sportjahr und hat mir gezeigt, dass für mich ein langsamer Marathon auch komplett ohne Longruns und spezifisches Training geht. Ich denke eine Stunde schneller wäre jetzt auch keine Herausforderung gewesen.
Ab jetzt dann wieder das normale Programm, nächster Halt: Marathon bei der Staffel in Roth.
Da steht dann die Performance wieder im Vordergrund. Der erste Longrun ist ja jetzt geschafft

War mit 87km sogar die umfangreichste Laufwoche seit 9 Monaten.