movingdet65 hat geschrieben: 11.08.2026, 21:20
Bei mir gab es heute 3 x 5000M. (Schnitt 4:10/km) mit ca. 3,5 Min. TPs'.
Gelaufen wieder auf meiner üblichen 600 M.-Runde und bei nur 23 Grad waren es regelrecht angenehme Bedingungen. Zudem nur schwacher Wind.
Die ersten 5 KM noch in MRT-Pace (4:16/km; 83 bis 85%),- da fühlte ich mich fast schon etwas unterfordert. Diese Pace hätte ich heute sicher auch durchgängig über 15 bis 18 KM laufen können. Aber wohl kaum über 42 km !!!
Die zweiten 5 KM dann in 4:10/km,- das dürfte sub-Threshold bzw. 30k-Pace gewesen sein. 85 - 87 % HF
Die letzten 5 KM dann in 4:04/km (HM-RT bis Schwelle). 87 - 88%HF
Der letzte KM in genau 4:00 Min. lag dann bei 89-90 % HF.
Wenn man bedenkt, dass der progressive 35er von SO. auch noch etwas in den Beinen steckte, war das absolut o.k. und ich war am Ende auch recht zufrieden mit der Einheit. Im Stadtpark dann noch langsam ausgetrabt.
Gestern am Pausentag hatte ich noch befürchtet, es könnte heute äusserst zäh werden. Aber hatte zum Glück gut und relativ lange schlafen können.
Jetzt in der MRT-Vorbereitung brauche ich eher 8 - 9 Std. Schlaf täglich anstatt wie üblich 7 bis 8.
Die Powernaps nach den QTEs',- besonders nach einem LaLa, arten von der Dauer her dann auch oft etwas aus.
Habe deswegen aber kein schlechtes Gewissen, zumal man als Ü-60er ja nun mal auch längere Regenerationszeiten benötigt.
Ich spiele mal den advocatus diaboli des Forums

Und Stelle mal die Wochen gegenüber.
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Marathon - 5 Wochen
MO.: Aktive Regeneration
DI.: Lockerer DL1 mit 16 KM@4:58/km (etwas zu zügig geraten)
MI.: Intervalltraining; Treppe: 1km/2km/3km/4km (Schnitt 4:00/km) mit 3 bis 4 Min. TPs' 10k bis HM-RT
DO.: 9 KM Recovery (ohne Uhr; ca. 5:50/km)
FR.: 18 KM TDL@4:18/km (MRT&5% bis HM-RT; 82 bis 88%). Flache Strecke, Asphalt
SA.: 13 KM Recovery (ohne Uhr; ca. 5:45/km)
SO.: 35,2KM@4:48/km (1. Hälfte 4:58/km; 2. Hälfte 4:38/km) 65 HM (63 bis 87% HF)
Gesamt 108 WKM Laufen
Marathon -6 Wochen
MO.: Aktive Regeneration
DI.: 16 KM TDL@4:20/km (MR-Pace; flache, schnelle Strecke). 82 bis 86 %
MI.: 15 KM lockerer DL @5:08/km
DO.: Nur viel Gehen; arbeiten etc.
FR.: Intervalltraining: 8 x 400M./ 3 x 600 M.; 3 x 1000M.; 1 x 2000M. (Gesamtschnitt 3:47/km) hauptsächl. 5k-Pace. Am Ende die 2 km in 10k
SA.: 10 KM Recovery (ohne Uhr). Sehr entspannt gejoggt
SO.: 35 KM LDL @4:51/km (1. Hälfte 5:03/km; 2. Hälfte 4:39/km) 65 bis 87 % HF
Gesamt: 96 WKM
Marathon -7 Wochen
MO.: Pause
DI.: 15 KM TDL@4:15/km (Pace MR-bis 30K). Auf schneller, flacher Runde.
MI.: 17,3km@5:13/km (lockerer DL in 90 Min.)
DO.: 8 km sehr regenerativ ohne Uhr. Beine sehr müde.
FR.: Bahntraining: 4 x 3000M.@4:04/km (Schwelle - bis 10k) mit ca. 4 Min. TPs`. Mit EL/AL ca. 18 km gesamt. 24 Grad
SA.: 12 KM sehr langsam u. regenerativ (ohne Uhr). Geschätzt etwa 6:05/km! 28 Grad
SO.: 35 KM LDL@4:56/km (85 HM). 1. Hälfte 5:08/km; 2. Hälfte 4:44/km. Windig, 21 Grad
Gesamt 106 WKM Laufen (& Radpendeln z. Arbeit etc.)
Marathon - 8 Wochen
Mo: Pause
DI.: 15 KM TDL@4:16/km (flache, schnelle Strecke) 83 bis 87 % HF. 28 Grad Tempo MR - 30K
MI.: Lockerer DL: 14,5km @5:08/km (67 bis 73 %)
DO.: Nur viel Gehen & Arbeit; etwas radeln
FR.: Intervalltraining: 6 x 1600 M.@ 3:55/km (10k-Pace) mit 3 bis 3,5Min. TPs'. Je 20 Min EL/AL. 28 Grad
SA.: Ca. 10 KM regenerativ ohne Uhr (ca. 5:40/km
SO.: 34 KM LDL@4:53/km (65 HM). 1. Hälfte 5:04/km; 2. Hälfte 4:43/km (68 bis 85 % HF) 18 Grad
Ca. 95 km
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Es fällt auf dass dasselbe Grundmuster sich wiederholt:
Di: immer langer, kontinuierlicher, TDL@MRT, teils schneller
Mi: lockerer DL (teils driftet der ins moderate Tempo ab)
Fr. Harte Intervalle, Oder Treppen
So: LL 35 km , immer progressiv.
Woche -8
15 km @4:16
9,6 km @3:55 + EL/AL
34 km, davon ~17 km @4:43
Woche −7
15 km @4:15
12 km @4:04 + EL/AL
35 km, davon ~17,5 km @4:44
Woche −6
16 km @4:20
~9,6 km schnelle Intervalle + EL/AL
35 km, davon ~17,5 km @4:39
Woche -5
18 km @4:18 → bis HMRT
10 km Treppe
35,2 km, davon ~17,6 km @4:38
All diese Einheiten Erzeugen rel. hohe Ermüdung und sind ein monotoner Reitz ergeben somit eine erhebliche Dichte ab.
Rund 40 % (nach meiner Einordnung) der Wochenkilometer entfallen bei dieser Betrachtung auf Tempo- bzw. spezifisch belastete Kilometer – inklusive der zügigen Abschnitte der Long Runs. Bei im Ø 101 WKM.
Die einzelnen Einheiten sind größtenteils sinnvoll. Aber die Belastungssteuerung über diesen 4-5 Wochen, sowie der Peridosierung und die Hierarchie der Einheiten im Mikro- bzw Mesozyklus ist aus meiner Sicht deutlich zu monoton und zu qualitätslastig. Es fehlt vor allem die Anpassung und Variation.
Das Grundmuster ist ja:
Dienstag: langer TDL
Freitag: zweite QE
Sonntag: 34–35 km Long Run mit schneller zweiter Hälfte, somit QE
Das ist eine sehr hohe Belastungsdichte,
faktisch drei qualitativ voll belastetende Einheiten pro Woche, wobei der Long Run durch die progressive zweite Hälfte selbst zur QE natürlich wird, (und der Long Run liegt dabei nur rund 36-48(!) Stunden nach der zweiten QTE am Freitag.)
4-5 Wochen lang, ohne signifikanten Verringerung/Umverteolung in Volumen/Intensität.
Auch der eine Ruhetag die Woche reißt es da mMn dann nicht mehr raus.
Woche 8
34 km, erste Hälfte 5:04 > zweite Hälfte 4:43
Woche 7:
35 km, erste Hälfte 5:08 > zweite Hälfte 4:44
Woche 6:
35 km, erste Hälfte 5:03 > weite Hälfte 4:39
Woche 5:
35,2 km, erste Hälfte 4:58 → zweite Hälfte 4:38, anschließend > 10 km MRT nah
Düse Long Runs werden nicht perisodisiert.
Es wird jede Woche wieder dasselbe gelaufen. Minimale Reizveränderungen ausschließlich über Tempo hintenraus. Zusätzlich steigt die Belastung sogar leicht an ohne dafür an anderer Stelle etwas zu entlasten.
34 > 35 > 35 > 35,2 km
Das ist nicht automatisch falsch, aber ich sehe keinen Grund, warum jede Woche ein 35er notwendig sein sollte.
Ein Long Run kann genauso gut sein:
28 km fast Long Run
31 km MRT Blocks
30 km moderat Steady
32 km progressiv
33 Combo LL/ Hybrid
35 km spezifisch langer MRT Block
und dadurch sogar besser periodisiert und spezifischer, teils sogar mit besserer Erholung sein.
Hier sehe ich auch wenig was die gleichen Fähigkeiten auf andere Arten trainiert und dem Körper somit weiteren Anpassungsreize und Aufgaben gibt
34–35–35–35 km, nur mit minimaler Änderung des Tempos, damit bleibt die muskuläre Belastung durch die lange Laufdauer und Monotonität permanent hoch.
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Bei den TDL ist das Muster:
15 km >15 > 16 > 18 km
Diese steigende Belastung kommt zum LL noch dazu.
Und der LL ist ja Gar nicht immer, ökonomisches MRT abspulen.
sondern zum Bsp. 18 km @4:18, progressiv bis HMRT (?!)
Dann ist die Frage nicht, ob das "geht" die Frage ist: ist es optimal zur Adaption, Regeneration und allgemeiner Frische?
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Die Intervalle Einheiten/ Treppen.
Woche 8
6×1600 @3:55
> ungefähr 10-km- pace, relativ lange Trabpausen
Woche 7
4×3 km @4:04
> Schwelle bis 10-km-Bereich.
Woche 6
8×400 + 4×600 + 3×1000 + 2 km
> sehr gemischt,, insgesamt 10 km schnell.
Woche 5
1/2/3/4 km Treppe
> 10 km, von 10-km RT bis HMRT.
Für sich betrachtet relativ solide Einheiten, durchaus, aber die Funktion / Charakter der Einheiten verändert sich nicht ausreichend, um wirklich einen neuen/anderen Trainingsschwerpunkt zu erzeugen. (Kummuliert somit mit bereits vorhandenem Material). Ja nicht alles, aber dich einiges.
Es spielt sich auch oft im Bereich Schwelle, HMRT, 10 km mit langen TP ab. Ähnliches physiologisches System, auch wenn die auf dem Papier unterschiedlich aussehen .
„
Die QTE am Mittwoch hätte ich evtl. noch MRT-spezifischer gestalten können“
Für die Einheit an sich gesehen: definitiv
ja.
Für die Einheit innerhalb der 4-5 Wochen im Mesozyklus betrachtet: definitiv
nein
Weil im Gesamtkonstrukt ist nicht (isoliertes) MRT das Problem, sondern wenn, dann Variation desselben und MRT unter spezifischer Ermüdung.
Sonst ist das genügend MRT Arbeit da.
Ich würde Klar die Belastung etwas zurückfahren.
Aktuell ist die Struktur eigentlich so aufgebaut:
-
mittel- hoch > hoch > hoch > sehr hoch > sehr hoch
Ich würde zB so setzen:
Belastungsprofil (leichte Wave)
hoch > mittel hoch > mittel > sehr hoch - hoch
Zur gefühlten Belastung:
Belastungsverträglichkeit heißt nicht gleich optimale Belastungssteuerung.
Ein Läufer kann vier Wochen lang oder länger eine hohe Belastung verkraften und tolerieren und trotzdem davon profitieren, wenn er anschließend weniger, aber gezielter trainiert.
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Ein Gedanke, den ich wichtig finde zur Vorermüdung.
„
Vorermüdung heute besonders deutlich zu spüren.“
Das kann und ist sinnvoll, aber:
Wenn Vorermüdung (Beine zäh, müde, schlaff, etc.( jede Woche megr oder weniger entsteht, muss man unterscheiden:
Gezielte Vorermüdung:
Bewusste Planung über Steuerung einer bestimmten Einheit, um eine bestimmte Fähigkeit zu trainieren.
Akkumulierte Ermüdung:
Die letzten drei Tage/Wochen bereits sehr viel trainiert wurde und Intensität und Erholung nicht optimal dosiert waren., zuviele Grey Zone gelaufen
Nur weil eine Einheit durch Vorermüdung härter wird, ist sie nicht automatisch auch trainingswirksamer und besser. . Wenn die Beine vom 35er noch zäh und schwer sind und man deshalb beim nächsten TDL mehr kämpfen muss, kann das mal gezielt sinnvoll sein – muss es aber nicht. Die Frage sollte immer sein, welchen zusätzlichen Reiz ich dadurch tatsächlich bekomme oder ob es nicht eher kontraproduktiv ist, zb für folgende Woche/QE etc.
Und es fehlt mMn über die Wochen etwas die Hierarchie der Einheiten. Was ist die wichtigste QE der Woche? Was ist nur Unterstützung und Support? Was soll frisch mit vollen Speichern gelaufen werden und was darf mal / soll bewusst unter Vorermüdung stattfinden? Hier scheint mir fast jede Einheit gleich wichtig zu sein.
Aber das ist kaum umsetzbar.
Für mich sieht's von außen öfter aus, als verwechselt du teilweise „mehr spezifische Belastung“ mit „besserer Marathonvorbereitung“.
Gleichzeitig wirkt es eher wie ein Abhaken als ein gesamtes aufeinander aufbauenedes, verzahnt es Trainingssystem
Di: TDL
Fr: IV
So: 35er komme was wolle , ggf auch mit nachholen nach WK?
Ähnelt stark dem Greif System.
Und dass dann in wiederkehrender Form auf immer dasselbe Schema.
Ein größerer "Werkzeugkasten" bedeutet dabei ja auch nicht, jede Woche irgendeine fancy Einheit zu erfinden. Es bedeutet ja hauptsächlich, unterschiedliche Formen an Reize für dasselbe physiologische System gezielt zu setzen und dann auch einmal etwas Belastung herauszunehmen, damit die Anpassung stattfinden kann. Es bedeutet unterschiedliche Werkzeuge zu haben um ein bestimmtes Ziel variable (und damit auch mit veränderter Belastung) zu trainieren.
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Zu den "Mixed paces"
Mag ich sehr, aber es sollte ein klarer Fokus was ich trainieren will ersichtlich sein.
(Schwelle, Vo2max, overspeed Ökonomie, RT, etc).
Alles zu mischen ist auch mal okay aber nur mischen bringt nicht automatisch einen guten Effekt, wenn nur alles "ein bisschen" trainiert wird.
Am besten fragen was die Einheit trainieren soll, wie man das dann aufbaut und ob die überhaupt in die aktuelle Woche/Phase in der Form passt. (Spezifität in der Specific Phase zb)
Was weiterhin auffällig ist:
"
Irgendwie hatte ich das Gefühl, noch mehr für die Tempohärte machen zu müssen"
Dann stellt sich die Frage:
„Warum glaubst du, dass der bereits gesetzte Reiz nicht reicht?“ wenn das Hauptziel der Einheit ja erreicht wurde.
Zu den 3x5 aktuell.(Die aber auch nur 48 h nach dem langen QE LL sind)
"
Die ersten 5 km fast unterfordert gefühlt"
Das ist i.d.R. kein Argument für mehr Tempo. Man kommt ja erst rein und 5 oder auch bis 10 km MRT ausgeruht sind nicht allzu sehr belastend bzw sollten es auch nicht sein.
Die ersten 5 km @MRT kontrolliert, dann 30 km pace, anschließend HMRT/Schwelle – und am Ende noch den 4:00 bei 89–90 % (!)HFmax.
Natürlich ist das bei einer progressiven Einheit nicht grundsätzlich direkt falsch oder problematisch. Aber man sieht daran die Tendenz: fast immer noch ein bisschen mehr. Aus einer guten 15 km Einheit progressiv im MRT (! Für MRT Ökonomisierung und specific) wird mit 90% ein für MRT Verhältnisse sehr hoher Puls erreicht. (MMn ohne Not).
Und genau da würde ich irgendwann bewusst den Deckel draufmachen. Wenn der Trainingszweck erfüllt ist, ist die Einheit fertig. Fertig.

. Der letzte Kilometer muss nicht noch beweisen, dass du heute 90 % HFmax erreichen kannst. Dieser Erkenntnisgewinn ist gegenüber der zusätzlichen Ermüdung aus meiner Sicht gering.
Und am Sonntag war ja erst 35 km progressiv. Da finde ich den zusätzlichen Schritt hier nicht unbedingt nötig. Der Unterschied zwischen „guter spezifischer Reiz“ und „noch ein bisschen mehr Belastung“ ist manchmal doch relativ klein. Grade auch bei den aktuellen Temperaturen.
Dass nun mehr Nickerchen und Schlaf benötigt wird ist einerseits klar , Andererseits kann es aber auch heißen: "das ganze kostet gerade ordentlich Regeneration.“
Und genau da liegt für mich inzwischen der Hund begraben:
Du musst nicht noch beweisen, dass du MRT laufen kannst. Das kannst du definitiv.
Da sprechen deine Zeiten für sich.
Du musst nicht jede Woche einen weiteren 35er mit EB bestätigen oder nicht was dranhängen fürs "Ego" Oder weil es "noch geht"
Und du brauchst wahrscheinlich auch nicht jede Woche eine zusätzliche „Tempohärte“-Einheit Oder nen 10 km "on Top" Reiz.
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Was mir zusätzlich auffällt: Du versuchst gefühlt fast jede Einheit noch irgendwie aufzuwerten bzw. ihr einen zusätzlichen Marathon "Test" zu geben.
Der LL muss progressiv sein und am Ende MRT testen. Der TDL ist nicht "nur" TDL, sondern soll gleichzeitig MRT und 30-km und bis HMRT Form überprüfen.
Bei den Intervallen wird dann noch ein längerer Abschnitt dranbasteln „um die Tempohärte“ zu testen.
Aus den 3×5 km ergibt sich dann wieder die Frage ob das über 42 km geht?
Ich finde diese Denkweise etwas schwierig, , weil dadurch jede Einheit irgendwie zum Formtest wird. Nicht jede Einheit muss aber gleichzeitig einen vollen Nachweis für die Marathonform liefern.
Meistens sollte eine Einheit auch einfach mal nur ihren vorgesehenen Trainingszweck erfüllen. Wenn ich 3×5 km progressiv laufe, muss ich daraus keinen 15 km MRT Test bis Schwelle machen.
Wenn ich einen Long Run mache, muss ich nicht zwangsläufig in jeden, jede Woche noch 10-15 km MRT an gleicher Stelle hineinquetschen.
Und wenn eine Intervalleinheit nach dem letzten geplanten Intervall beendet ist, muss ich nicht noch etwas anhängen, nur damit am Ende noch 10 km RT Abschnitte dran stehen.
Im Gegenteil. Ne Gute IV Einheit ist dann beendet, wenn noch 1, 2 WH ohne zu verkrampfen drin sind.
Man muss nicht immer halb fertig und Ziel torkeln um ne gute, vollwertige und vir allem regenerierbare Einheit im Sack zu haben.
Du hast doch inzwischen genügend Daten um deine MRT Fähigkeiten einzuschätzen.
Der zusätzliche Erkenntnisgewinn jedes weiteren kleinen "Tests" wird immer geringer, während die Ermüdung real bleibt.
Das Training besteht nicht nur aus dem Setzen möglichst vieler großer ,spezifischer Reize, sondern auch aus deren Anpassung, Modulation und Verarbeitung und der anschließenden Überführung in Wettkampfleistung.
Mehr und mehr MRT an sich gelaufen machen nicht zwingend einen schnelleren Marathon.
Gerade die letzten vier Wochen wirken auf mich deshalb weniger wie eine gezielt periodisierte Marathonvorbereitung und mehr wie ein sehr konsequentes Abarbeiten eines Schemas:
Das kann fuktionieren, zweifellos.
Aber irgendwann stellt sich die Frage, ob der nächste zusätzliche Reiz tatsächlich noch einen relevanten Anpassungseffekt bringt – oder hauptsächlich weitere Ermüdung.
Ich meine das definitiv nicht böse – aber wenn ich die letzten vier Wochen von außen betrachte, wäre mein erster Gedanke nicht „Da fehlt noch ein Reiz“, sondern eigentlich:
„Da ist inzwischen ziemlich viel Reiz und Ermüdung vorhanden. Jetzt wäre eine gute Zeit, ihn auch mal wirken zu lassen."
Trotzdem würde ich durchaus erwarten, dass daraus ein starker Marathon werden kann. Weil natürlich die Basis sehr stark ist. Ob dein zweifellos vorhandene Leistungsniveau aber tatsächlich optimal auf die Straße kommen kann, wird aus meiner Sicht wesentlich davon abhängen, wie die nächsten 2–3 Wochen die Ermüdung abbauen (noch können), ohne die spezifische Form wieder zu verlieren.
Ich bin allerdings der Meinung, dass eine gezielte Reduktion und vor allem eine Veränderung der Struktur und Belastungssteuerung etc noch einmal ein bis zwei Minuten herausholen könnte. .