Der schnelle Freitag macht mir wenig aus, da meine Tempodauerläufe meist auf dem Freitag lagen. Gelgentlich habe ich dann ja auch einen VL dafür genutzt. Das mit den Pacegruppe klappt jetzt leider nur teilweise, da wir noch nicht so viele sind. Aber ich finde es schon extrem sympatisch, wenn die richtig schnellen auch mit uns gemütlich in 6er oder sogar 6:30 Pace auslaufen.
Aber meine Wochenstruktur die ich mir so schön zurecht gebastelt habe, klappt bislang nur in meinem Kopf.
Montag habe ich mein Stabi-Training gemacht. Soweit auch alles gut, nichts übertrieben. Dann am Dienstag hatte ich leichten Muskelkater, hatte auch nicht so gut geschlafen und bin zur lockeren Laufrunde aufgebrochen... heieiei
Das Training am Sonntag zusammen mit der Stabi-Einheit, einem nicht unanstrengenden Arbeits-Montag und dem schlechten Schlaf. Ich war vollkommen zerschossen. Bin dann zwar noch ganz locker gelaufen ohne mich zu sehr zu stressen und hatte auch das Gefühl, dass es mir gut tut. Aber seitdem habe ich nichts weiter gemacht und habe halt durchgängig Muskelkater und schlafe schlecht.
Daher bin ich mal in Gedanken alles durchgegangen, was ich dieses Jahr gemacht habe und was mein Körper alles geleistet hat. Erster Marathon, 2 HM, ganz viele PBs in Unterdistanzen und bis auf das Bisschen Zeit im Urlaub habe ich ihm eigentlich kaum Pausen gegönnt. Direkt nach dem Urlaub und Allergie/ Krankheitspause wieder möglichst schnell ins Training und viel gesteigert, um für den HM fit zu werden. Eine Woche danach direkt ins Vereinstraining mit einer harten Einheit eingestiegen. Gleichzeitig ist auch im restlichen Leben viel los. Kein Wunder, dass der Körper meckert. Mein Kopf hätte zwar gern wieder ein neues Ziel und einen neuen Ausblick, aber ich glaube meinem Körper würde es gut tun, etwas weniger Druck zu machen und das Training etwas lockerer zu gestalten.
Wenn ich sehe, was andere Trainieren, die einfach schon viel länger trainieren und sich schon länger an diese Umfänge gewöhnt haben, verliert sich das und mir erscheint, das was ich mache als sehr wenig. Aber mein Körper ist auch noch nicht daran gewöhnt.
Der Weg zum ersten Marathon ging jetzt sehr schnell. Und in den letzten Jahren habe ich mich oft in dieser Herbstphase überlastet. Das will ich dieses Jahr versuchen zu vermeiden. Also schmiede ich lieber noch keine großen Pläne für nächstes Jahr, auch wenn es mir schwer fällt.
... und binn dabei ein ganz klein wenig stolz, diesen Entschluss gefasst zu haben, ohne mich vorher zu verletzt zu haben oder groß krank zu sein.
... auch wenn ich immer noch Sorge habe, meine sämtlichen Trainingsfortschritte zu verlieren. Genauso wie vor 3 Jahren schon als ich noch so neu in diesem Forum war. Und es fällt mir gerade richtig schwer, ist aber sicher vernünftiger.