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von Besucherin_71
Danke liebe Dorothea und lieber Hanspeter, fürs Daumendrücken wie auch fürs SMS. Habs ja schon geschrieben, der Aletsch-Halbmarathon, resp. das, was die Veranstalter diesmal vom Halbmarathon übrig gelassen haben (müssen), läuft klar nicht unter der Kategorie "schönster Halbmarathon Europas".
Aber ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich nun sauer auf die Veranstalter bin. Auch dass sie erst gestern Abend relativ kurzfristig doch noch auf die Alternativstrecke ausgewichen sind, nachdem es seit ein paar Tagen klar hiess, es würde auf der Originalstrecke gelaufen. Aber der Wintereinbruch gestern hat halt alles zunichte gemacht. Kälte und Schnee haben die Strecke oben auf 2500 m. ü. M. zu unberechenbar gemacht. Schade halt, dass ich das erst heute morgen auf dem Bahnhof mitbekommen habe.
Die Kleiderwahl war dann natürlich überraschend einfach, nachdem ich mir gestern schon ein bisschen den Kopf zerbrochen habe, was ich nun alles anziehen soll, und ob ich gar den Laufrucksack mitschleppen soll, damit ich nicht nur eine Windjacke dabeihabe, sondern auch notfalls die normalen Einlagen wieder in die Schuhe reintun kann - bin nämlich heute das erste Mal mit meinen neuen Einlagen gelaufen, und wusste nicht, ob meine Füsse das auch wirklich toll finden. Aber auf 15 km mit imVergleich zur Originalstrecke relativ wenig Höhenmetern heisst es no risk, no fun. Also ohne jeden Zusatzballast, mit neuen Einlagen.
Zur Strecke gibts nicht viel zu sagen. Man schwurbelt anfangs auf der Originalstrecke rund um Bettmeralp, teils auf schönen Trails (was aber auch das Ueberholen schwierig macht), und biegt dann, wenns auf die schöne, aber auch anspruchsvolle Strecke gehen würde, einfach wieder ab und kehrt nach Bettmeralp zurück. Immerhin sind dort nochmals zwei Anstiege eingebaut, aber so richtiges Bergfeeling mag halt nicht aufkommen. Daher dürfte man als Läufer dann mit der Bahn doch noch aufs Bettmerhorn fahren, um doch noch einen Blick auf den Aletschgletscher zu erhaschen. Da ich aber weiss, wie der Gletscher aussieht, schnappe ich mir die Finisher-Weste, wähle direkt die Bergbahn nach unten, werfe noch einen mitleidigen Blick auf den Läufer, der mit gebrochenem Bein auf der Bahre liegt und bin dann relativ früh wieder zuhause.
Mit vielen lieben Grüssen, Marianne