tt-bazille hat geschrieben:Mein Ziel-WK ist dieses Jahr wieder wie letztes Jahr der Marathon in Münster am 08:09.! Das heißt für mich, ich habe ein wenig Zeit in der Grundlagenphase, mir die verschiedenen Einheiten anzueignen. Dies natürlich mit der Vorgabe, mich nicht wie letztes Jahr schon vor der M-Vorbereitung komplett kaputt zu laufen.
Daher möchte ich bis auf weiteres max. 1 QTE/Woche laufen. Ich denke als Zwischenziel für die nächsten Wochen könnte noch mal ein 10km-WK herhalten (sub38), im Juni Verbesserung der 5km PB.
Du kannst dich bei der Planung der Einheiten einerseits daran orientieren, wo du aktuell stehst und andererseits, wo du am Ende hin willst. Dabei gilt es natürlich auch zu berücksichtigen, wie viel Zeit dir zur Verfügung steht, was du gewohnt bist und ob das Ziel eher die Vorbereitung auf einen Plan ist oder eine gezielte Arbeit an bestimmten Bereichen (z.B. Schwächen). Oder du wählst einen komplett anderen Ansatz und testest einfach ganz viele unterschiedliche Einheiten aus, um zu sehen, wie sie sich anfühlen und was dir Spaß macht. Auch dabei kann man natürlich mehr oder weniger systematisch vorgehen.
Was deine TWLs angeht: wenn du die testen willst, solltest du dir tatsächlich gut überlegen, wo du am Ende hin willst. Einfach jede Woche "so viel wie geht" ist ein wenig erfolgsversprechender Ansatz, da sollte schon so etwas wie eine Progression rein, das ist dir ja selber klar. Da du mit dieser Trainingsform noch überhaupt keine Erfahrung hast erst mal noch eine weitere Frage: wie schnell sind bei dir normalerweise die Pausen beim IV-Training (in Runalyze nicht erkennbar, da jeweils rausgestoppt)? Wenn du die immer nur gehst oder stehst, dann kann es ja schon reichen, sie erstmal zu joggen oder im normalen DL-Tempo zu absolvieren, um dich daran zu gewöhnen.
Auch hier gilt wie immer: je nachdem, was damit bezweckt wird. Von daher kann ich dir natürlich einfach eine Progression vorschlagen, wenn du z.B. sagst, es ist dir eigentlich egal, was genau damit trainiert wird und wie genau das Training auf deine Fähigkeiten/Bedürfnisse zugeschnitten ist, du willst das einfach mal ausprobieren. Das sähe dann beispielsweise so aus:
- 10x (500 m @ 3:50, 500 m @ 4:40)
- 10x (500 m @ 3:50, 500 m @ 4:30)
- 10x (500 m @ 3:50, 500 m @ 4:20)
- 9x (600 m @ 3:50, 600 m @ 4:20)
- 8x (700 m @ 3:50, 700 m @ 4:20)
- 7x (800 m @ 3:50, 800 m @ 4:20)
- 6x (900 m @ 3:50, 900 m @ 4:20)
- 5x (1 km @ 3:50, 1 km @ 4:20)
- 6x (1 km @ 3:50, 1 km @ 4:20)
usw.
Das geht natürlich auch mit einem "einfacheren" Anfang, z.B. - 10x (400 m @ 3:50, 1 km @ 4:40), einzelne Einheiten können weggelassen werden, wenn die Progression zu langsam ist oder man verändert andere Variablen, z.B. indem die Gesamtdistanz erhöht wird oder man läuft die schnellen Abschnitte etwas schneller, dafür kürzer.
Du bist jetzt halt einfach schon direkt mit einer Einheit eingestiegen, die ich so vermutlich erst relativ kurz vor einem Wettkampf laufen würde, da sie nicht mehr sehr viel Luft nach oben lässt, was Steigerungsmöglichkeiten angeht. Du kannst dir von daher überlegen, entweder einen (bzw. zwei bis drei) Gänge rauszunehmen oder so weiter zu machen, wobei dann die Trainingseinheiten sehr bald entweder nicht mehr härter werden können (und somit auch der Trainingseffekt eher nicht mehr zunimmt) oder du jede Woche eine Wettkampfanstrengung im Training hast.
