Banner

Mit Greif durchs Trainingsjahr

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12001
Hallo! 😄 Ehrlich gesagt, du gehörst hier total rein, egal wie alt oder schnell du bist. Was du beschreibst, zeigt schon super Disziplin und gutes Körpergefühl. Lange Läufe sind die Basis, besonders wenn Gesundheit und Regelmäßigkeit wichtiger sind als maximale Geschwindigkeit. Gewichtsverlust hilft definitiv, das Tempo zu verbessern, ohne die Herzfrequenz zu sehr zu belasten. An intensiven Tagen ruhig anpassen, wenn der Körper Müdigkeit signalisiert – Prävention von Verletzungen fängt da an. Einen Halbmarathon unter 2 Stunden mit deinem Plan zu laufen, ist absolut realistisch. Radfahren und Krafttraining an Ruhetagen ist perfekt für Gelenke und Herz. Bin gespannt auf deine nächsten Updates!

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12003
Wie geht Ihr eigentlich mit dem Frust an diesen Tagen um, wenn neben Winterwetter und Weihnachtsstress berufliche Dinge, die sich zwischen die Feiertage geschoben haben und unbedingt noch erledigt werden wollen, oder Besuche, die wenigstens ein gemeinsames Mittagessen einfordern, dazu führen, dass Ihr (mal wieder) nicht zum Trainieren kommt? Mich frustriert der heute ausgefallene LL tierisch.

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12005
divy2 hat geschrieben: 27.12.2025, 22:34 Wie geht Ihr eigentlich mit dem Frust an diesen Tagen um, wenn neben Winterwetter und Weihnachtsstress berufliche Dinge, die sich zwischen die Feiertage geschoben haben und unbedingt noch erledigt werden wollen, oder Besuche, die wenigstens ein gemeinsames Mittagessen einfordern, dazu führen, dass Ihr (mal wieder) nicht zum Trainieren kommt? Mich frustriert der heute ausgefallene LL tierisch.
Naja, ein Plan ist eben ein Plan. Wenn mal ein Training gar nicht oder auch verkürzt stattfinden, dann ist das halt so! Auch wenn Greif vor allem Wert auf die langen Läufe legt, zählt am Ende im Ausdauertraining immer noch: Consistency is key! Also nicht grämen, wenn mal eine Woche nicht ganz so läuft wie geplant, solange man weiter trainiert. Ist unabhängig von Greif oder einer anderen Trainings-Philosophie und das musste ich in der Tat auch erst einmal lernen!
Bild
Link
Mein Lauftagebuch: "Laufend im Rheinland"

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12006
Bei mir ist gestern der neue Plan angekommen.

Die letzten vier Wochen waren leider nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Vorweg: Ich hatte für 29 € die Mitochondrien-Strategie hinzugebucht und mir außerdem die empfohlenen Produkte von UltraSports gekauft. Ich werde das jetzt genau drei Monate testen und dann sehen, ob es etwas Positives bringt.

Nun hat es sich so ergeben, dass ich vom 29.12. bis 02.01. gar nicht trainieren konnte. Danach ging es gleich weiter mit dem 25-km-Lauf, der schon ziemlich mühsam war. Im Nachhinein hätten es vermutlich auch 20 km getan.

In der letzten Woche konnte ich alle geforderten Einheiten absolvieren, aber jede Einheit fühlte sich nicht gut an – der Anstrengungsgrad war doch recht hoch. Die 25 km durch Schnee, Eis und Frost waren sehr mühselig. Das geforderte Tempo konnte ich nicht einhalten, sonst wäre die HF explodiert.

Hinzu kommt, dass alle Einheiten – auch die langen – morgens nüchtern erfolgen. Eventuell sollte ich mir überlegen, meine Strategie zu ändern. Da sieht man wieder, was vier Tage ohne Training ausmachen können. Oder bewirkt die Mitochondrien-Strategie gar keine Steigerung, sondern eher einen Leistungsverlust? Ich bin gespannt, wie das ausgeht.

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12007
Uwe2468 hat geschrieben: 11.01.2026, 16:18 ...
Hinzu kommt, dass alle Einheiten – auch die langen – morgens nüchtern erfolgen. Eventuell sollte ich mir überlegen, meine Strategie zu ändern. Da sieht man wieder, was vier Tage ohne Training ausmachen können. Oder bewirkt die Mitochondrien-Strategie gar keine Steigerung, sondern eher einen Leistungsverlust? Ich bin gespannt, wie das ausgeht.
Ist das Teil der sog. Mitochondrein-Strategie? Ausschließlich Nüchtern-Läufe für Hobbysportler klingt für mich irgendwie ziemlich "Outdatet", um ehrlich zu sein!
Bild
Link
Mein Lauftagebuch: "Laufend im Rheinland"

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12009
- Nicht nüchtern machen. (Bei mir steht sowas jedenfalls nicht drin.)
- Bei Wetter anpassen, zB im Schnee usw. Dann sind die Einheiten eben kürzer.
- Wenn es anstrengend ist, ebf. anpassen. Was nützt es dir, dass du jetzt zu Trainingsjahresbeginn alles durchquälst, und dann bist du im Februar irgendwie "kaputt" und nicht mehr trainingsfähig.

Man kriegt bei Greif einen Plan mit den gleichen Zielzeiten bzw. aufbauend auf der Steuerzeit 10k. Sagen wir 45:00min.
Du kannst nun einen Trainingsplan buchen mit vier, fünf, bis zu sieben Einheiten die Woche.
Wer siebenmal trainiert bekommt kein schnelleres Ergebnis angedeutet, als der, der vier Einheiten hat. (Wer tgl. trainiert wird schnellere Ziele haben, geschenkt.)

Mach dich nicht kirre, wenn du gelegentlich kürzen musst. Auf die Kontinuität kommt es an, nicht auf den drittvorletzten km aus der Mittwochseinheit in 72,7% HF. Die hat der Kollege mit weniger TE gar nicht, und läuft am Ende trotzdem das gleiche Ergebnis wie du.

Hör auf deinen Körper. Der sagt: ist ein bisschen viel gerade.

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12010
Bewapo hat geschrieben: 11.01.2026, 19:25
Uwe2468 hat geschrieben: 11.01.2026, 16:18 ...
Hinzu kommt, dass alle Einheiten – auch die langen – morgens nüchtern erfolgen. Eventuell sollte ich mir überlegen, meine Strategie zu ändern. Da sieht man wieder, was vier Tage ohne Training ausmachen können. Oder bewirkt die Mitochondrien-Strategie gar keine Steigerung, sondern eher einen Leistungsverlust? Ich bin gespannt, wie das ausgeht.
Ist das Teil der sog. Mitochondrein-Strategie? Ausschließlich Nüchtern-Läufe für Hobbysportler klingt für mich irgendwie ziemlich "Outdatet", um ehrlich zu sein!
Es ist schon etwas komplexer, aber im Kern geht es um eine Form der Glykogen-Periodisierung („train low – train high“).
Die Idee, vor intensiven Einheiten gezielt Kohlenhydrate zuzuführen, aber vor lockeren bzw. langen Läufen die Glykogenspeicher bewusst nicht vollständig aufzufüllen, um bestimmte metabolische Anpassungen zu fördern, ist ja grundsätzlich richtig.

Niedrige Leber- und Muskelglykogenspeicher verstärken die Aktivierung von AMPK und PGC-1α und können dadurch die mitochondriale Anpassung begünstigen. Problematisch wird es eher, wenn das zu pauschal umgesetzt wird. Haust du dir an harten Tagen sehr hohe Mengen Kohlenhydrate rein, sind die Speicher halt oft auch an den Folgetagen noch gut gefüllt – dann hast du schlicht keinen „Low“-Reiz mehr.

Für einen Low-Status braucht man aber nicht zwingend Nüchternläufe. Auch mit einem protein- und fettreichen, kohlenhydratarmen Frühstück lassen sich Insulinspiegel und Glykogenverfügbarkeit niedrig halten, ohne dem Körper Energie vorzuenthalten. Das ist für uns Hobbysportler oft praktikabler und stressärmer als konsequente Nüchternläufe.

Von der Idee her finde ich den Ansatz durchaus sinnvoll, allerdings ist er mir insgesamt zu generisch. Das war auch ein Grund, warum ich den Ernährungszusatzplan, den ich mir aus Neugier selbst vor ein paar Jahren mal bestellt hatte, wieder abbestellt habe. Ohne Anpassung an Trainingsstand, Belastung und individuelle Verträglichkeit wird sicher nicht jeder davon profitieren. Die beworbenen Nahrungsergänzungsmittel halte ich zudem für vollkommen entbehrlich – der entscheidende Faktor ist das Timing der Kohlenhydrate, nicht spezielle Produkte.

Insofern ist das Konzept nicht wirklich „outdated“, weil es nicht ausschließlich auf Nüchternläufe setzt.

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12011
Danke für die Antworten,

ich habe den 5T Plan und trainiere schon seit Jahren Morgens nüchtern. Das funktionierte bisher auch gut weil es kaum fordernde Einheiten waren. Da es jetzt am Mo und Mi diese Einheiten gibt werde ich das ändern und Kohlenhydrate zuführen. Und richtig ist auch es steht nicht im Plan das man die Läufe nüchtern machen sollte. Richtig ist auch das die Mito Strategie eigentlich nicht notwendig ist, aber ich bin neugierig was dabei rumkommt und versuche das so umzusetzen wie es im Plan steht. Die letzte Woche lief eben mal nicht gut, dazu das Wetter und vorher die paar Tage Pause. Generell befinde ich mich in einer Abnehmphase das fehlt dann einfach Energie, das muss ich vorsichtiger angehen.

Allen eine schöne Trainingswoche

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12012
@thrivefit und @Uwe2468 :Danke für eure Einordnungen. Der Sinn bzw. Nutzen von Nüchtern-Läufen wird durchaus kontrovers diskutiert. In der Tendenz wird dabei - von vielen aus Funk und Podcast bekannten Trainern - der "Schaden", im Sinne von verlängerter Regeneration und negativer Auswirkungen auf das Immunsystem nach langen und intensiven Läufen, höher gesehen als ein etwaiger Nutzen in Form eines möglicherweise verbesserten Fettstoffwechsels! Gelegentliche Nüchternläufe im lockeren Bereich bis 60 Minuten werden in diesem Zusammenhang (Regeneration/Immunsystems) als unkritisch angesehen!

"Getriggert" hatte mich jetzt also vor allem der Halbsatz - Hinzu kommt, dass alle Einheiten – auch die langen – morgens nüchtern erfolgen. - wenn das also ein Teil der Strategie ist, dann halte ich das sehr wohl als "outdated" - aber am Ende das Tages soll es jeder so machen, wie er es für richtig hält! :hallo:
Bild
Link
Mein Lauftagebuch: "Laufend im Rheinland"

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12013
Bewapo hat geschrieben: 12.01.2026, 09:50 @thrivefit und @Uwe2468 :Danke für eure Einordnungen. Der Sinn bzw. Nutzen von Nüchtern-Läufen wird durchaus kontrovers diskutiert. In der Tendenz wird dabei - von vielen aus Funk und Podcast bekannten Trainern - der "Schaden", im Sinne von verlängerter Regeneration und negativer Auswirkungen auf das Immunsystem nach langen und intensiven Läufen, höher gesehen als ein etwaiger Nutzen in Form eines möglicherweise verbesserten Fettstoffwechsels! Gelegentliche Nüchternläufe im lockeren Bereich bis 60 Minuten werden in diesem Zusammenhang (Regeneration/Immunsystems) als unkritisch angesehen!

"Getriggert" hatte mich jetzt also vor allem der Halbsatz - Hinzu kommt, dass alle Einheiten – auch die langen – morgens nüchtern erfolgen. - wenn das also ein Teil der Strategie ist, dann halte ich das sehr wohl als "outdated" - aber am Ende das Tages soll es jeder so machen, wie er es für richtig hält! :hallo:
Das grundlegende Problem in der Diskussion ist aus meiner Sicht, dass sehr oft pauschal über „Nüchternläufe“ gesprochen wird, ohne überhaupt sauber zu klären, was damit konkret gemeint ist.
Wenn jemand abends gegen 18 Uhr isst und am nächsten Morgen um 8 Uhr einen 30–35-km-Longrun läuft, dann ist das zwar formal nüchtern, physiologisch aber etwas völlig anderes als ein Lauf nach 16–18 Stunden Fasten oder mit bewusst entleerten Speichern. Genau so habe ich das früher selbst regelmäßig praktiziert.

Deshalb sollte man zuerst definieren, über welche Form von „nüchtern“ man eigentlich spricht, bevor man Nutzen oder Risiken bewertet. Viele der genannten Probleme beziehen sich auf sehr lange Fastenfenster und wiederholtes Training bei niedriger Energieverfügbarkeit – nicht auf klassische morgendliche Longruns ohne Frühstück nach einem normalen Abendessen.

In diesem Sinne war ein solches Vorgehen meines Wissens auch nie der Kern der sogenannten Mitochondrienstrategie. Ein sehr großes Fastenfenster von 16–18 Stunden halte ich im Ausdauertraining – insbesondere für Hobbysportler – dagegen ebenfalls für wenig sinnvoll und eher unnötig belastend.

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12014
thrivefit hat geschrieben: 12.01.2026, 12:37
Bewapo hat geschrieben: 12.01.2026, 09:50 @thrivefit und @Uwe2468 :Danke für eure Einordnungen. Der Sinn bzw. Nutzen von Nüchtern-Läufen wird durchaus kontrovers diskutiert. In der Tendenz wird dabei - von vielen aus Funk und Podcast bekannten Trainern - der "Schaden", im Sinne von verlängerter Regeneration und negativer Auswirkungen auf das Immunsystem nach langen und intensiven Läufen, höher gesehen als ein etwaiger Nutzen in Form eines möglicherweise verbesserten Fettstoffwechsels! Gelegentliche Nüchternläufe im lockeren Bereich bis 60 Minuten werden in diesem Zusammenhang (Regeneration/Immunsystems) als unkritisch angesehen!

"Getriggert" hatte mich jetzt also vor allem der Halbsatz - Hinzu kommt, dass alle Einheiten – auch die langen – morgens nüchtern erfolgen. - wenn das also ein Teil der Strategie ist, dann halte ich das sehr wohl als "outdated" - aber am Ende das Tages soll es jeder so machen, wie er es für richtig hält! :hallo:

In diesem Sinne war ein solches Vorgehen meines Wissens auch nie der Kern der sogenannten Mitochondrienstrategie. Ein sehr großes Fastenfenster von 16–18 Stunden halte ich im Ausdauertraining – insbesondere für Hobbysportler – dagegen ebenfalls für wenig sinnvoll und eher unnötig belastend.
sehe ich ähnlich.
gegen ein Fastenfenster allgemien von 16h spricht mMn nichts, das habe ich jahrelang (auch auf hohem Niveau gemacht, Aber ich habe meine Läufer nicht nach dem Fastenfenster gemacht. (das ging von 19-20 Uhr bis circa. 12 Uhr, Training dann nach Mittagessen um 16 Uhr.
Von hochintensiven Training mit 16-18h leeren Speichern rate ich auch ab.

Die aktuelle Stand der Sporternährung zeigt das fueling währenddessen, zumindest bei langen, intensiven Einheiten zwingend ist um höchtmögl. Leistung zu bringen.
Der Wissensstand von vor 10-20 Jahren war da noch ein anderer, da waren es die Luschen" die sich verpflegen mussten u. vorher etwas essen mussten.

gegen Läufe easy um den block nach 16h fasten spricht mEn nichts, ich sehe den Riesen Vorteil aber auch nicht. Geht es um das Thema Feettverwertung bei diversen Lauftempos gibt es über Trainingseiuheiten genügend un teils sogar bessere Möglichkeiten hier Adaption zu erreichen als nüchtern Läufer andauernd zu machen.

Ich selbst habe auch mein Fastenfenster reduziert um bei 8-11 Einheiten mit viel Intensität einfach immer gut versorgt zu sein.
5 km: 14:52 min (Lampertheim) | 10 km: 30:50 min (Herxheim) | HM: 1:08:39 (Zürich) | M: 2:24:08 h (Frankfurt)

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12015
Bewapo hat geschrieben: 12.01.2026, 09:50 Die aktuelle Stand der Sporternährung zeigt das fueling währenddessen, zumindest bei langen, intensiven Einheiten zwingend ist um höchtmögl. Leistung zu bringen.
Ich rede hier explizit aber garnicht über Intensität oder Leistungsoptimierung im Wettkampf, sondern über trainingsphysiologische Adaption. Also darüber, was ein bestimmtes Setup im Training langfristig bewirkt.
Aus der Perspektive würde ich „Fueling währenddessen ist bei langen Einheiten zwingend“ auch nicht unbedingt unterschreiben. Das mag für Wettkämpfe oder sehr spezifische Qualitätseinheiten gelten, aber im reinen Trainingskontext sehe ich das so pauschal nicht.
Vielleicht meintest du das aber auch ganz anders?

Selbst wenn ich konservativ rechne, entsteht bei einem 35-km-Lauf mit etwa 75 % durchschnittlicher HFmax (und das wäre schon nicht mehr wirklich "easy") und einer guten Kohlenhydratversorgung am Vorabend aus meiner Sicht kein zwingender Glykogenmangel, auch nicht bei High-Carb-Athleten.

Und tatsächlich deckt sich das auch gut mit meiner eigenen Trainingserfahrung: Ich bin viele solcher Läufe am samstagfrüh genau so gelaufen und konnte trotzdem gut regenerieren und die Qualitätseinheiten am Montag ganz problemlos durchziehen.

Ich kenne auch wenige in meiner Laufbekanntschaft, die mehr als Wasser auf lange Läufe mitnehmen. Deshalb sehe ich Fueling während langer Trainingsläufe eher als Option zur Leistungs- oder Komfortoptimierung, nicht als zwingende Voraussetzung für sinnvolle Trainingsadaption. Ergo: wer sich damit besser fühlt, soll es machen. Nötig ist es aber nicht.

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12016
@thrivefit ... wenn, dann bitte auch richtig zitieren! :wink: Das in deinem Beitrag erwähnte hat Xyris geschrieben!
Unabhängig davon "verkrafte" ich (n=1) lange langsame und gleichzeitig versorgte Einheiten wesentlich besser, als wenn ich diese unverpflegt oder nur mit Wasser laufe! Bedeutet im Ergebnis weniger Stress und schnellere Regeneration! Da ich eine Autoimmunerkrankung habe, versuche ich diese Art von Stressoren auch so gut es geht zu vermeiden. Und das deckt sich dann letztendlich auch mit den aktuellen Empfehlungen! :daumen:
Bild
Link
Mein Lauftagebuch: "Laufend im Rheinland"

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12017
thrivefit hat geschrieben: 12.01.2026, 14:42
Bewapo hat geschrieben: 12.01.2026, 09:50 Die aktuelle Stand der Sporternährung zeigt das fueling währenddessen, zumindest bei langen, intensiven Einheiten zwingend ist um höchtmögl. Leistung zu bringen.
Ich rede hier explizit aber garnicht über Intensität oder Leistungsoptimierung im Wettkampf, sondern über trainingsphysiologische Adaption. Also darüber, was ein bestimmtes Setup im Training langfristig bewirkt.
Aus der Perspektive würde ich „Fueling währenddessen ist bei langen Einheiten zwingend“ auch nicht unbedingt unterschreiben. Das mag für Wettkämpfe oder sehr spezifische Qualitätseinheiten gelten, aber im reinen Trainingskontext sehe ich das so pauschal nicht.
Vielleicht meintest du das aber auch ganz anders?

Selbst wenn ich konservativ rechne, entsteht bei einem 35-km-Lauf mit etwa 75 % durchschnittlicher HFmax (und das wäre schon nicht mehr wirklich "easy") und einer guten Kohlenhydratversorgung am Vorabend aus meiner Sicht kein zwingender Glykogenmangel, auch nicht bei High-Carb-Athleten.

Und tatsächlich deckt sich das auch gut mit meiner eigenen Trainingserfahrung: Ich bin viele solcher Läufe am samstagfrüh genau so gelaufen und konnte trotzdem gut regenerieren und die Qualitätseinheiten am Montag ganz problemlos durchziehen.

Ich kenne auch wenige in meiner Laufbekanntschaft, die mehr als Wasser auf lange Läufe mitnehmen. Deshalb sehe ich Fueling während langer Trainingsläufe eher als Option zur Leistungs- oder Komfortoptimierung, nicht als zwingende Voraussetzung für sinnvolle Trainingsadaption. Ergo: wer sich damit besser fühlt, soll es machen. Nötig ist es aber nicht.
hatet ich ja geschrieben: lange intensive Einheiten (30 km @96 o. 98% MP z.B:)
Oder 38 km progressiv von 92/94/96/98%
, zumindest bei langen, intensiven Einheiten zwingend ist um höchtmögl. Leistung zu bringen.
Zumal das Fueling fürn Marathon dann auch getestet werden soll (im WK damit anzufangen bringt nämlich gar nix)
von 35km rumpimmeltempo rede ich ja nicht :-) Da brauchte nix, net mal Wasser wenn der in 2:30 hrum ist, Oder halt auch mal 3h bei langsameren Läufern. Ob man die überhaupt immer in easy Tempo mache muss ist die andere Frage (ich bin kein Verfechter davon :-))

btw. ich habe auch früher mit 36h Fastenfenster experimentiert und bis 35km gelaufen. Ohne VErpflegung Grenzwertig und ich war am Untergewicht u. würde sowas heuet nicht mehr machen (kann man ein,2mal machen). Und ich war damals beileibe nicht auf dem Niveau wo ich heute bin
5 km: 14:52 min (Lampertheim) | 10 km: 30:50 min (Herxheim) | HM: 1:08:39 (Zürich) | M: 2:24:08 h (Frankfurt)

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12018
@Bewapo Sorry, da habe ich echt gewaltig was durcheinandergebracht!

Xyris hat geschrieben: 12.01.2026, 15:19 hatet ich ja geschrieben: lange intensive Einheiten (30 km @96 o. 98% MP z.B:)
Oder 38 km progressiv von 92/94/96/98%
Das ist natürlich ein anderes Kaliber: hohe Glukoseumsatzrate, hohe neuromuskuläre Ermüdung, hohe zentrale Belastung. Das ist dann aber schon eine von wenigen hochspezifischen Einheiten in der unmittelbaren Marathonvorbereitung gewesen, richtig? Ja, dagegen sind lockere 35er für dich "nüchtern" auch mit langem Zeitfenster was ganz anderes. Ob das alles für Elite-Level dann wirklich notwendig war? Wie war denn das Ergebnis dieser "Qual"?

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12019
"Getriggert" hatte mich jetzt also vor allem der Halbsatz - Hinzu kommt, dass alle Einheiten – auch die langen – morgens nüchtern erfolgen. - wenn das also ein Teil der Strategie ist, dann halte ich das sehr wohl als "outdated" - aber am Ende das Tages soll es jeder so machen, wie er es für richtig hält! :hallo:
Ich möchte das etwas geraderücken. Im Plan heißt es zum langen Lauf:
am Vortag abends Carboloading (EAT HIGH)
vor dem langen Lauf nüchtern
in den ersten 90 Minuten nur Wasser
nach 90 Minuten Energiezufuhr bei Bedarf: Riegel, Gel oder Ähnliches
Im Plan steht auch: „Führe einen entspannten 25-km-Dauerlauf in … min/km. Halte deinen Pulsbereich … bpm.“
Die Frage ist natürlich, wie viele sich an die Vorgaben halten und tatsächlich entspannt laufen.
Ich habe morgens ein Zeitfenster von 05:00–09:00 Uhr. In diesem möchte ich die Läufe erledigen. Um keine Verdauungsprobleme zu bekommen, habe ich vorher nichts gegessen – und bisher klappte das gut. Beim heutigen 15-km-TWL waren es vorher eine Scheibe Toast und Wasser; das passte auch.

Zum Fasten: Im 5T-Plan sind fünf Laufeinheiten. Die beiden anderen Tage schlägt er im Mito-Plan alternativ Athletik- oder Tabata-Training vor. Jeweils am Abend vorher EAT LOW (Essen mit stark reduzierten Kohlenhydraten) und danach 16 Stunden nichts essen. Nach dem Training einen Refresher. Bei mir an den lauffreien Tagen jeweils eine Stunde Rad und eine Stunde Kraft.

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

12020
thrivefit hat geschrieben: 12.01.2026, 16:01 @Bewapo Sorry, da habe ich echt gewaltig was durcheinandergebracht!

Xyris hat geschrieben: 12.01.2026, 15:19 hatet ich ja geschrieben: lange intensive Einheiten (30 km @96 o. 98% MP z.B:)
Oder 38 km progressiv von 92/94/96/98%
Das ist natürlich ein anderes Kaliber: hohe Glukoseumsatzrate, hohe neuromuskuläre Ermüdung, hohe zentrale Belastung. Das ist dann aber schon eine von wenigen hochspezifischen Einheiten in der unmittelbaren Marathonvorbereitung gewesen, richtig? Ja, dagegen sind lockere 35er für dich "nüchtern" auch mit langem Zeitfenster was ganz anderes. Ob das alles für Elite-Level dann wirklich notwendig war? Wie war denn das Ergebnis dieser "Qual"?
Na ja die sind alle fordernd aber alles Gut machbar. Ist jetzt auch kein Hexenwerk muss halt Gut im Plan gesteuert werden. Canova Philosophie hauptsächlich eben.
Ja in der specific Phase. Das waren jetzt aber nur Beispiele aus meinem aktuellen Plan. In meiner M Vorbereitung war der längste "nur*" 37 km, der Rest ~ 35km Aber mit 18-20 km MRT Anteil in div. Variationen. Insgesamt Glaube 12 LL alle mit entsprechendener Qualität und im Bereich 28-33 km. Plus glaube drei 35er und den 37er
Musste wegen 5/10//HM Rennen da auch 2 LL etwas rausnehmen und war für die erste ernsthafte M Vorbereitung auch etwas konservativer unterwegs.
Aber Man muss ja erst schauen wie 135-140 km,in 3 Tempoeinheiten die Woche wirken. Umfang war auch eher konservativ gewählt. Für nächstes Jahr will ich 160 im Peak laufen.

Aber lockere lange Läufe mach ich nicht, das führt zu keinen großartigen Verbesserungen, Kosten/ Nutzen ist da ein schlechten Verhältnis (Mehr)

Naja war in Frankfurt halt nur mit 25 kmh Wind und 13 km Gegenwind halt Scheisse, aber war schon zufrieden 😅. Ergebnis siehe Signatur. (Oder lese im Thread SUB 3:20 Ende Oktober.).

Was man nicht vergessen darf. Ein langsamer Läufer verbraucht oft mehr KH in einem bestimmten intensitätsbereich als ein trainierterer(relativ gesehen), bzw hat eine geringerer metabolische Effizienz (aus diversen Gründen), daher ist er auch eher "leer", selbst wenn das Tempo Objektiv gering sein mag. Der Stoffwechsel eines gut trainierteren Läufers kann einfach auch höheres tempo mit besserer Nutzung des Feststoffwechsel bzw Schonung von Glykogen absolvieren.

Btw:
Ich musste mich rein aus Verträglichkeitsgründen schon recht lange an Fueling gewöhnen, nicht nur Wegen der Belastung, ich konnte auch vorher recht intensive LL laufen, sondern allein den Körper auch an KH Aufnahme und Verwertung zu gewöhnen (train The Gutt).
Nach längerer Wochen mehr oder weniger gastrointestinaler Probleme war es mir endlich möglich auch bei 3:23/min noch 90g KH die Stunde aufzunehmen.
Ohne das wird es für den Bereich SUB 2:20 nämlich kaum möglich. Fueling ist ein Key. Und dass muss eben Auch schon im Training trainiert werden.

PS
Falls du das Ergebnis der nüchternen 35+ nach 36h fasten damals meinst.
Ich rate ab. Ich meine es hat damals schon gepusht und hat mir ne gute Basis ermöglicht, aber das wäre mit Training (nicht einfach Nur laufen) auch gegangen
63 kg bei 1,84 m würde ich nicht mehr anraten heutzutage.
Auch wenn es rückblickend wahrscheinlich schon geholfen hat... irgendwie 😄
5 km: 14:52 min (Lampertheim) | 10 km: 30:50 min (Herxheim) | HM: 1:08:39 (Zürich) | M: 2:24:08 h (Frankfurt)

Zurück zu „Trainingsplanung für Marathon“