jonny68 hat geschrieben: 16.09.2026, 17:27
Xyris hat geschrieben: 16.09.2026, 12:50
Ich zb würde als Coach auch nur das anbieten was ich selber kenne und erprobt habe. Weil ich da dann Ahnung haben auch von der Praxis. Wer das Nicht will der sollten sich dann woanders umschauen.
Wenn der Läufer nichts in meine Philosophie passt, dann wird das Nichts.
Darf ich dich ganz unbedarft fragen, was deine Philosophie ist?
Ich habe Greif probiert, das erste Mal hats gepasst, danach habe ich mich total abgeschossen.
Für Daniels bin ich eindeutig nicht gut genug, und danach bin ich eigentlich nur mehr frei Schnauze gelaufen.
Würde mich über eine Erklärung freuen, wenn möglich leicht verständlich, da ich mit euren Begriffen manchmal leichte Probleme habe.
Danke
Und gute Besserung Dude77
Schwierig auf die Kürze Aber ich Versuchs:
- Spezifität – Training an den Wettkampfanforderungen ausrichten.
- Keine „Magic Paces“ – jede Pace hat ihren Platz und ihre Funktion.
- Keine Steuerung über HF/Zonen – für mich zu unpräzise
- Tempo anhand % vom Renntempo ausgerichtet (Canova Ansatz)
- Belastungskontinuum anstatt Trainingskategorien und eines klassischen pyramidaler Aufbaus – nicht einfach „Basis / Schwelle / VO2max“, sondern Entwicklung der aeroben Kapazität, Schwelle und VO2max parallel. (Vgl. Diamond Modell von Freeman)
- Canova/Davis als Grundlage – 3-Phasen Aufbau, ergänzt durch ein Hybrid System mit Elementen aus Norwegian/Double Threshold.
- Variable Einheiten statt Standard Wiederholungen aka 6x1000 , weil dieselbe Fähigkeit kann über unterschiedliche Strukturen, Distanzen, Pausen und Paces, Aufbau etc entwickelt werden.
- daher auch: strikt gegen: Mo immer das, Mittwoch immer diese Einheit, Sa LL. Es gibt keine Vorgaben durch einen Kalendertag und keine Einheit wird sich innerhalb der Vorbereitung exakt so wiederholen. Es wird immer variiert und weiter ausgebaut.
Auch nicht Einheiten zb mit der Laufgruppe wenn sie nicht passt.
- Floats und Pausen als Trainingsreiz – wenn passend, sind Floats teils besser geeignet als klassische "lange"Trabpausen. Oder recht kurze Gehpausen nutzen. Die Pause ist Teil der Einheit und dient zur Steuerung der Gesamtbelastung, das ist kein „Störfaktor“. Pause do kurz wie möglich so lange wie nötig/sinnvoll um den Zweck zu erreichen und die Einheit sauber abzuschließen.
- RT verinnerlichen und ökonomisieren – viel Arbeit um die Ziel RT herum
- Modulation und Progression – auch innerhalb einzelner Einheiten mit Mixed Paces, Progressionen, Alternations etc., wenn sie sinnvoll sind.
- Vorermüdung gezielt(!) einsetzen – schnelles und spezifisches Laufen auch unter bereits vorhandener Ermüdung ökonomisieren.
- Laufökonomie beachten - Pace nicht isoliert betrachten, sondern auch lauftechnik berücksichtigen und relevante Laufmetriken.
- Key Reize statt Dauerfeuer – harte/intensive Einheiten, dazwischen bewusst easy/very easy. Kein wöchentlicher Easy LL als Dogma.
- Trainingssequenzen gehen über eine Einzeleinheit – eine Einheit darf die nächste nicht kaputtmachen. Lieber kontrolliert und mit Reserve als maximal hart und drei , vier Tage Regeneration.
- Hierarchie der Einheiten – innerhalb der Woche und über den gesamten Block haben die Einheiten unterschiedliche Prioritäten.
Die Einheit sollen dann ihren Zweck erfüllen und nichts testen oder Form überprüfen. Key Reize werden entsprechend frisch gelaufen, unterstützende Einheiten entsprechend dosiert. Das wechselt aber auch über die Dauer der Vorbereitung. Eine Einheit darf die folgende Einheit nicht beeinträchtigen.
- Hoher Umfang als Folge – Kilometer sind Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck.
- Wellenprogression statt linearer Härtesteigerung – Belastung und Spezifität werden über unterschiedliche Reize entwickelt, nicht einfach jede Woche nur mehr und/oder härter machen.
- Individuelle Steuerung statt starrer Plan – Pace, Wetter, Wind, Tagesform und Ermüdung berücksichtigen.
- Nicht maximal hart, sondern maximal wirksam – Ziel ist kontinuierliches Training mit ausreichender Regeneration.
- VO2max regelmäßig ansprechen, aber nicht als Hauptziel; gezielte schnelle Reize, ohne sich dafür komplett abzuschießen.
So im groben
